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Veröffentlicht am 09.05.2018

Unter schwarzen Federn

Unter schwarzen Federn
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Unter schwarzen Federn spricht mit Mobbing ein sehr ernstes Thema an. Wir erleben hier nicht die Monate und Jahre der täglichen Qualen, sondern steigen in dem Moment in die Geschichte ein, in der es das ...

Unter schwarzen Federn spricht mit Mobbing ein sehr ernstes Thema an. Wir erleben hier nicht die Monate und Jahre der täglichen Qualen, sondern steigen in dem Moment in die Geschichte ein, in der es das Opfer, Fee, nicht mehr aushält und nur noch einen Weg für sich sieht: den Tod.

Mir hat der Anfang sehr gut gefallen und auch im Laufe der Geschichte wurde sehr deutlich, wie sich das Verhalten aller Personen auf Fee ausgewirkt hat. Und ich konnte mich wunderschön über alle aufregen. Vor allem über die Mutter und den Schulleiter. Da gab es diesen einen Satz von letzterem, da bin ich echt böse geworden. Wer das Buch schon gelesen hat, weiß sicherlich, welchen ich meine und an die zukünftigen Leser, ihr erkennt das bestimmt auch direkt.

Tja, ansonsten fällt es mir ein bisschen schwer die Geschichte zu bewerten. Fees Zeit in der Therapie wurde zwar erklärt und ich fand es schön, wie die Tätigkeiten in einer solchen Klinik beschrieben wurden, aber mir hat die Tiefe bei Fee gefehlt. Ja, sie hat, wie zu erwarten war, Zusammenbrüche, aber ich habe mir viel mehr Einblicke in ihr kaputtes Inneres beim Lesen gewünscht. Es wird meinen Gefühl nach, mehr beschrieben als gezeigt. Und da ist so der Knackpunkt. Ich weiß nicht, ob das für die Zielgruppe geeignet wäre. Nicht jeder kann mit solchen Geschichten umgehen. Und die Geschichte soll ja auch Hoffnung geben, zumindest war das mein Eindruck. Und da ist es vielleicht ganz gut, wenn nicht zu tief geschaut wird. Ich hoffe, ihr versteht was sagen will.

Unabhängig davon, mochte ich Fee sehr gerne und habe mit ihr mitgelitten und allen anderen Schlechtes gewünscht. Markus hingegen .. mit dem bin ich nicht warm geworden. Irgendwie war der mir zu perfekt trotz seiner Schwächen. Ich wusste gar nicht, dass das geht. Ich hatte bei ihm auch am Ende noch das Gefühl, dass er nur aus Schuldgefühlen handelt, weil er geschwiegen hat, statt einzuschreiten. Und auch das Ende... tja, ich weiß nicht. Achtung SPOILER: Ich glaube einfach nicht, dass die Beziehung halten kann. Für mich hat Fee zu schnell vertraut und die Gefühle waren so schnell da und das in ihrer Situation. Ach keine Ahnung, bei mir ist die Liebe jedenfalls nicht durch die Buchseiten geschwappt.

Ich denke, die wichtigsten Botschaften sind aber übermittelt worden: Für die Opfer: Gib dich nicht auf! Du findest jemanden der dir zuhört und dir hilft. Für die Täter: Ihr seid A.....! Und nichts entschuldigt euer Verhalten! Für die Wegseher: Zeigt Zivilcourage! Wer wegsieht und schweigt, hilft nur dem Täter. Also helft dem Gemobbten. Sei es, indem ihr andere Personen (Schulleitung, Arbeitgeber, Polizei, etc.) darauf aufmerksam macht oder einfach selbst einschreitet und dem Gemobbten beisteht.

Veröffentlicht am 09.05.2018

Anders als erwartet

Die Chronik von Calveron
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Zuallererst erstmal die Info, dass dieses Buch kein klasssicher Fantasyroman ist. Es gibt keine nicht-menschlichen Wesen, keine Magie und ich würde die Handlung auch nicht so interpretieren, dass man sagen ...

Zuallererst erstmal die Info, dass dieses Buch kein klasssicher Fantasyroman ist. Es gibt keine nicht-menschlichen Wesen, keine Magie und ich würde die Handlung auch nicht so interpretieren, dass man sagen könnte, dass irgendjemand eine Quest zu absolvieren hätte. Da ich das schon vor dem Lesen wusste, bin ich natürlich auch mit anderen Erwartungen an den Dilogie-Auftakt herangegangen und trotzdem konnte mich das Buch nicht zur Gänze von sich überzeugen.

Calveron ist ein Königreich und die wichtigsten Handlungsorte sind die drei großen Städte Xandarion, Thalios und Galanthor. Obwohl ich Craig als Hauptprotagonisten einordne, folgen wir vielen anderen Personen, um deren Handlungen verstehen zu können. Das Gute daran ist, dass wir als Leser wissen, was geplant wird und uns selbst Gedanken darüber machen können, wie sich das auf die Geschichte auswirken könnte. Das nicht so gute daran ist, dass es sehr viele Personen gibt, denen wir folgen und diese leider nicht alle mit Tiefe überzeugen können. Also eigentlich fand ich alle Protagonisten nicht so recht überzeugend ausgearbeitet. Es bleibt zu oberflächlich, was vielleicht auch durch den Handlungsschwerpunkt entstanden sein könnte. Trotzdem gab es welche, die ich mehr mochte als andere, welche, die ich überhaupt nicht leiden konnte und am liebsten aus der jeweiligen Stadt gejagt hätte und Personen, die ich nicht richtig einschätzen konnte, weil sie nie so reagierten, wie ich erwartet hatte.

Die hauptsächliche Handlung ist auf wirtschaftliche Verflechtungen ausgelegt. Craig entwickelt Termingeschäfte und genau diese und deren Funktionweise werden durch die Handlung erklärt. Der Autor erklärt sie sehr verständlich und unterstützt die Erklärungen mit Grafiken. Auch findet man Fußnoten zu Lehrwerken oder mit weiteren Hinweisen, die sich auf unsere echte Welt beziehen. Da mir durch mein Studium Termingeschäfte nicht fremd sind und ich persönlich auch kein Fan von Fußnoten in Romanen bin, habe ich nach kurzen Ansehen zu Beginn des Lesens für den Rest des Buches ignoriert. Wer sich für Wirtschaft interessiert, wird die Handlung sicher interessant finden, alle anderen .. tja, das kann ich nicht einschätzen.

Ich hatte gehofft, dass durch Marisela ein bisschen mehr klassische Fantasy zu finden sein wird. Leider fand ich Marisela total passiv, was ich nicht gedacht hätte, da sie ja im Klappentext hervorgehoben wird. Mir fehlten die Elemente aus anderen Fantasybüchern. Einen Handlungsstrang, der ein bisschen mehr abseits der wirtschafltlichen Seite verläuft und trotzdem mit dem verwoben wäre, hätte mich sicher mehr an das Buch fesseln können. Ich konnte einfach vieles voraussehen, dass die wirtschaftlichen Veflechtungen runtergebrochen sind und durch nur drei fast monopolistisch wirtschaftlich dastehende Städte auch viel einfacher zu durchschauen sind als unsere echte Welt.

Ich würde das Buch als Symbiose von Lehrwerk und Roman beschreiben. Sicher ein interessanter Ansatz für Personen, die durch einen Roman etwas über Termingeschäfte und deren positive wie negativen Komponenten lernen wollen. Allerdings hat mir persönlich die Spannung oftmals gefehlt.

Veröffentlicht am 09.05.2018

Hat mich enttäuscht

Law Enforcement: Los Angeles
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Ich wollte dieses Buch lesen, weil ich viel Positives davon gehört hatte, leider konnte es mich überhaupt nicht überzeugen. Es fing gut an, allerdings wurde mir die Handlung schnell zu merkwürdig. Anstatt ...

Ich wollte dieses Buch lesen, weil ich viel Positives davon gehört hatte, leider konnte es mich überhaupt nicht überzeugen. Es fing gut an, allerdings wurde mir die Handlung schnell zu merkwürdig. Anstatt Einblicke in das Leben von Kate und Aidan zu erhalten, gibt es auf der Seite von Kate nur Zweifel und Herzschmerz und bei Aidan ständig irgendwelche gefährlichen Situationen, ohne dabei wirklich in seine Arbeit Einblicke zu erhalten. Diese wirkten auf mich einfach zu stark konstruiert. Auch habe ich zu den Beiden im Laufe des Lesens keine Beziehung aufbauen können. Irgendwie drehte sich die ganze Geschicht im Kreis. Vor allem Kate hatte mich genervt.
Die Geschichte langweilte mich und nach etwas mehr als der Hälfte habe ich immer mal wieder Seiten übersprungen. Ich werde die Reihe nicht weiterlesen.

Veröffentlicht am 09.05.2018

Mercy - Ohne Gnade

Mercy - Ohne Gnade
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Der Schreibstil der Autorin hat mich schon auf den ersten Seiten von sich überzeugen können. Und das obwohl sie aus der Ich-Perspektive schreibt, welche ich selten wirklich gut leiden kann. Aber Debra ...

Der Schreibstil der Autorin hat mich schon auf den ersten Seiten von sich überzeugen können. Und das obwohl sie aus der Ich-Perspektive schreibt, welche ich selten wirklich gut leiden kann. Aber Debra Anastasia kann diese schreiben. Ebenso hatte die Darstellung der Charaktere etwas an sich, was ich selten in Büchern finde. Mercy/Nix und Becca sind unsere Hauptprotagonisten, die jeweils abwechselnd die Geschichte erzählen, und auf mich sehr authentisch wirkten. Aber vor allem Nix hat mich herausgefordert und auch jetzt stehe ich ihm gegenüber etwas zwiegespalten dar.

Die Autorin hat es durch ihren Erzählstil und die Charakterdarstellung geschafft, dass ich von Nix begeistert war und ihm gewünscht habe, dass er endlich sein Glück findet. Allerdings ist er ein Stalker und er stalkt nicht nur Becca, sondern auch seine kleine Schwester und ein weiteres junges Mädchen. Alles wird damit begründet, dass er sie beschützen muss. Ich hatte das Gefühl, dass das Stalking schön geredet wird. So nach dem Motto "Er tut es ja, um sie zu beschützen" und "Er liebt sie". Aber Stalking ist nicht schön. Und betroffene Frauen/Männer aus unserer realen Welt sind da sicherlich nicht begeistert drüber. Und das ist so mein Problem mit dem Buch. Stalking wird hier nicht verurteilt, sondern toleriert. Selbst Nix bester Freund Animal redet ihm da nicht ins Gewissen und allgemein hatte ich das Gefühl, dass alle Personen, die davon erfuhren, nicht so reagieren wie sie meiner Meinung nach reagieren müssten. Bis auf Beccas Mutter.

Und trotzdem mochte ich Nix am Ende des Buches, was mich ein bisschen selbst erschreckt. Wahrscheinlich weil er sehr vielschichtig gezeigt wird. Mal ist er der Auftragskiller, der ohne groß nachzudenken seinen Job erledigt, dann der fürsorgliche Typ, der kleine Mädchen tröstet und kurz darauf zeigt er seine verletzliche und kaputte Seite.

Die Handlung selbst ist zum größtenteil auf die Charakterentwicklung und die Beziehungsentwicklung von Nix und Becca fokussiert, welche ich - abseits des Stalkings - schön fand. Die Mafiageschichte und die Jagd nach Nix Vater rückt da etwas in den Hintergrund, aber es wurde nicht langweilig. Bis auf das Ende, was mir ein bisschen zu merkwürdig und auch zu schnell ging, fand ich die Handlung gut.


Fazit
Mercy - Ohne Gnade beinhaltet eine interessante Liebesgeschichte und eine wahnsinnig tolle Charakterdarstellung. Einzig das Thema Stalking fand ich hier nicht gut umgesetzt.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Wer die Elfen ärgert, ....

Der Fluch des Erlkönigs
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Ich bin durch das Cover auf diese Geschichte aufmerksam geworden. Und bin sehr positiv überrascht worden. Finn ist ein super sympathischer Junge, der sich missverstanden fühlt und ja, irgendwie alleingelassen. ...

Ich bin durch das Cover auf diese Geschichte aufmerksam geworden. Und bin sehr positiv überrascht worden. Finn ist ein super sympathischer Junge, der sich missverstanden fühlt und ja, irgendwie alleingelassen. Und vielleicht hat genau das, neben seinem künstlerischen Talent, dafür gesorgt, dass die Elfen auf ihn aufmerksam werden. Doch das Elfenreich ist für Menschen gefährlich. Auch wenn die Elfen mir da sicher widersprechen würden. Haben sie doch einen ganz anderen Blick auf die Welt und kämpfen um ihr Überleben. Denn der Mensch, hier vor allem Finns Vater, bedrohen ihren Lebensraum und das will sich nicht jeder Elf gefallen lassen.

Finn steht bald zwischen den Fronten. Da sind die Elfen, sein Vater, ein Krieg, der Beginnen könnte und ein Mädchen, das ihn fasziniert. Dabei will Finn doch eigentlich nur er selbst sein und trifft eine Entscheidung, die hätte wohl überlegt sein müssen. In der Szene habe ich so mit ihm mitgefühlt und hätte ihn am liebsten an mich gedrückt und gesagt, wir finden da schon ein bessere Lösung. Aber ich kann ja schlecht in ein Buch hineingelangen und so konnte ich nur hoffen, und seine Entscheidung sogar verstehen. Carola Wolff führt in dieser Geschichte geschickt verschiedene Motive in eine spannende und magische Handlung zusammen und stellt an ihre Protagonisten die Frage, ob sie aus den Geschehnissen lernen können oder ob sie weiter blind gegenüber dem wirklich Wichtigen sein wollen.

Die Einführung in die Welt, das magische Setting, ein Elfenreich, dass in meinem Geist durch die Beschreibung eine klare Gestalt annahm, die verschiedenen Personen (Gudrun!) und auch der Einbezug von Goethe Ballade "Erlkönig" haben mich komplett überzeugen können. Der Schreibstil ist wundervoll. Kein Wort zu viel, keines zu wenig. Es ist einfach toll geschrieben. Da konnte ich einen Fehler in der Geschichte auch verzeihen.

Fazit
Der Fluch des Erlkönigs ist eine wunderschöne magische Geschichte, die vom Verlag für Leser ab 11 Jahren empfohlen wird. Mit Finn lernen wir nicht nur, dass es wichtig ist, zu sich selbst zu stehen und über Probleme zu reden, sondern auch, dass die Natur nicht nur für die Menschen da ist. Durch einen sehr flüssigen, leicht zu lesenden Schreibstil, der einem klaren roten Faden folgt, taucht man als Leser in in eine Geschichte ein, die mit Mut, Freundschaft und Elfen zu verzaubern weiß.