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Veröffentlicht am 25.05.2026

Zurück auf Anfang

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Bei diesem Roman sticht das Cover durch seine auffällige Farbgestaltung mit dem Orange direkt ins Auge. Die abgebildete Frau im Pyjama passt zum Titel des Buches.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Hanna, ...

Bei diesem Roman sticht das Cover durch seine auffällige Farbgestaltung mit dem Orange direkt ins Auge. Die abgebildete Frau im Pyjama passt zum Titel des Buches.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Hanna, die nach einer Panikattacke im Krankenhaus landet, von wo niemand aus ihrem Umfeld sie gerade abholen kann oder will, obwohl sie wegen der verabreichten Medikamente nicht alleine sein soll. Schließlich wendet sie sich an ihre Eltern und landet so in ihrem ehemaligen Lüneburger Kinderzimmer anstatt bei ihrem Freund in Berlin. Ihrer Mutter scheint das auch nicht so ganz recht zu sein, da es ihren geordneten Alltag durcheinanderbringt, ihr Vater freut sich schon irgendwie und Hannas erwachsene Schwester ist gewohnt distanziert. Dann zieht sich Hannas Aufenthalt in ihrem Elterhaus unfreiwillig immer weiter in die Länge.

Mich hat der Roman überzeugt, so einiges kommt mir von meinen Eltern bekannt vor und regte mich trotz des ernsten Hintergrundes auch mal zum Schmunzeln an. In Hanna als Protagonistin konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Der Schreibstil der Autorin ist gut nachvollziehbar und auch anschaulich. Ich habe das, von der Autorin selbst eingesprochene, Hörbuch gehört und fand das passend und man konnte ihrer Stimme auch angenehm zuhören.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Vorurteile und Vorbehalte

Strandopfer
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Wie das Cover bereits vermuten lässt, ist der Schauplatz des Krimis die (polnische) Ostseeküste. Die deutsche Ermittlerin Lena Schulte, die in Berlin lebt, aber ursprünglich in Mecklenburg-Vorpommern nahe ...

Wie das Cover bereits vermuten lässt, ist der Schauplatz des Krimis die (polnische) Ostseeküste. Die deutsche Ermittlerin Lena Schulte, die in Berlin lebt, aber ursprünglich in Mecklenburg-Vorpommern nahe der Ostsee aufgewachsen ist, wird zu einem Fall auf der polnischen Seite von Usedom hinzugezogen, weil ein deutscher Urlauber tot am Strand aufgefunden wurde. Kurz nach Lenas Ankunft in Polen stellt sich zudem heraus, dass ein zehnjähriges Mädchen aus dem Umfeld des Toten vermisst wird. Sie versucht gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk das Kind zu finden und mehr über die Todesumstände des Mannes herauszufinden. Bald kommt es aber zu einem weiteren Todesfall unter den Urlaubern, die gemeinsam mit dem Toten in einer Villa wohnten. Und die Zusammenarbeit zwischen Lena und Adam gestaltet sich als nicht besonders einfach, da insbesondere bei Lena immer wieder Vorurteile gegenüber Polen aufkommen und auch kulturelle Unterschiede zwischen der Polizeiarbeit in Deutschland und in Polen vorhanden sind, insbesondere, was Hierarchien angeht.

Ich empfand es als sehr interessant, mehr über die verschiedenen Herangehensweisen der Polizei auf beiden Seiten der Grenze zu erfahren und auch die beiden Ermittelnden sind spannende Charaktere mit Ecken und Kanten und einer nicht einfachen Vorgeschichte. Die Atmosphäre in den polnischen Badeorten wird sehr realistisch eingefangen und der Schreibstil war anschaulich und gut nachvollziehbar. Überraschende Wendungen sorgten dafür, dass man lange nicht wusste, was nun wirklich hinter allem steckt.

Ich habe das Hörbuch zum Fall angehört und empfand den Sprecher als passend gewählt. Seine Stimme passte zur Atmosphäre und man konnte ihm gut folgen.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Eine Menge Geheimnisse

Home Before Dark
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Dass dieser Thriller auf Island spielt, hat direkt mein Interesse geweckt, zumal ich schon einige Krimis der Autorin gelesen habe. Die Covergestaltung stellt jedoch leider keinen Bezug zu Island her, was ...

Dass dieser Thriller auf Island spielt, hat direkt mein Interesse geweckt, zumal ich schon einige Krimis der Autorin gelesen habe. Die Covergestaltung stellt jedoch leider keinen Bezug zu Island her, was ich persönlich etwas schade finde, da meine Aufmerksamkeit für das Buch so noch schneller geweckt worden wäre. Zu einem Thriller mit diesem Titel passt das Titelbild aber schon.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, Ende der 60er und Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Im November 1967 verschwindet Stina, die ältere Schwester von Marsibil auf dem Heimweg von einer Freundin und gilt seitdem als verschollen. Zehn Jahre später beginnt Marsibil erneut nachzuforschen, was damals passiert sein könnte und hält sich dazu in ihrem ländlichen Heimatort auf, obwohl sie mittlerweile in Reykjavik lebt. Am Abend des Verschwindens ihrer Schwester wollte Marsibil sich eigentlich zum ersten Mal mit ihrem Brieffreund treffen, daher hat sie Angst, dieser Unbekannte könnte in die Sache verwickelt sein und sie somit mitschuldig am Tod ihrer Schwester. Nun, zehn Jahre später, erhält sie obendrauf plötzlich wieder einen Brief von ihm.

Ich fand den Thriller sehr spannend, es gab bis zum Schluss überraschende Wendungen, sodass lange nicht vorhersehbar war, was damals mit Marsibils Schwester passiert ist. Manche Punkte gegen Ende erschienen mir aber dann doch etwas zu realitätsfern, ich weiß nicht, ob das wirklich so möglich gewesen wäre. Es gibt recht viele verschiedene Charaktere, sodass manche nur Randfiguren und etwas blass bleiben. Etwas tiefer wäre ich auch gerne in die Nebenhandlung mit den Frauen, die zur Zeit des Nationalsozialismus etwas mit Deutschen angefangen haben, eingestiegen. Das fand ich sehr spannend, wurde aber eher nur angerissen.

Der Schreibstil war anschaulich und gut nachvollziehbar und auch der Sprecherin des Hörbuchs konnte man gewohnt gut folgen.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Männer in den Wechseljahren

Wir Freitagsmänner
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Bei diesem Roman ist mir direkt das Cover aufgefallen, da es einen Männerkörper mit dem Kopf eines Dachses zeigt. Dass das dazugehörige Hörbuch von Christoph Maria Herbst eingelesen wurde, war ein zusätzlich ...

Bei diesem Roman ist mir direkt das Cover aufgefallen, da es einen Männerkörper mit dem Kopf eines Dachses zeigt. Dass das dazugehörige Hörbuch von Christoph Maria Herbst eingelesen wurde, war ein zusätzlich Indiz für mich, dass mich gute Unterhaltung erwartet.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Henri, um die 50, der Personalchef bei einer Zeitung und seit einigen Jahren von der Mutter seiner erwachsenen Kinder getrennt ist. Nachdem er von einem Date gesagt bekommt, dass er auf seinem, eigentlich aktuellen, Profilbild jünger aussieht, das eine oder andere gesundheitliche Problem bei ihm auftritt, sein Hausarzt ihm schließlich sogar diagnostiziert, dass er sich in den Wechseljahren befindet, stürzt Henri das in eine leichte Krise. Zudem ist ihm zufällig seine Traumfrau begegnet, die aber anscheinend auf jüngere Männer steht. Aber, er gibt nicht auf. Mehr oder weniger hilfreiche Unterstützung leistet ihm dabei sein bester Freund Felix, der in einer On- und Off-Beziehung mit seiner Ehefrau steckt und vorübergehend dann auch mal Unterschlupf bei Henri sucht.

Ich fand den Roman sehr unterhaltsam, weil er beleuchtet, dass nicht nur Frauen Probleme mit dem Älterwerden haben, wobei das Thema nicht bierernst angegangen wird, sondern mit einer ordentlichen Portion Selbstironie auf Seiten von Henri und so einiger skurriler Situationen, insbesondere, wenn Felix beteiligt ist. Die Charaktere sind trotz ihres teils etwas schrulligen, teilweise auch schon übergriffigen Verhaltens liebenswert und der Erzählstil war gut nachvollziehbar und lebendig. Christoph Maria Herbst ist perfekt als Sprecher für dieses Hörbuch geeignet. Seine Vortragsweise passt sehr gut zum Stil der Geschichte. So kann man ihm angenehm zuhören und wird gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Glück und Unglück

Villa Rivolta
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Daniel Specks neuester Roman handelt auf zwei Zeitebenen, beginnend gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Valeria und ihre Mutter haben nach dem Tod von Valerias Vater in der Villa Rivolta in Mailand Zuflucht ...

Daniel Specks neuester Roman handelt auf zwei Zeitebenen, beginnend gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Valeria und ihre Mutter haben nach dem Tod von Valerias Vater in der Villa Rivolta in Mailand Zuflucht gefunden, wo ihre Mutter als Hausangestellte arbeitet. Der findige Mailänder Unternehmer, dem die Villa gehört, hat einen Sohn, Piero, der genauso alt wie Valeria ist und so beginnt eine Freundschaft, die die beiden auch durch ihr weiteres Leben begleitet, auch wenn sie immer wieder unterschiedliche Wege gehen.

Auf der zweiten Zeitebene hat Valeria dann einen Sohn im Teenageralter, der sich gerade mächtig Ärger eingehandelt hat, und sucht mit ihm Zuflucht bei Piero, wo beide dem Jungen dann mehr und mehr über die Vergangenheit ihrer Familien erzählen.

Der Roman nimmt den Leser mit in die Vergangenheit Italiens, einerseits in die Wirtschaftswunderjahre nach dem Krieg und das Dolce Vita einer wohlhabenden Familie, aber auch zu den Arbeiteraufständen und der Diskriminierung von Menschen aus Süditalien auf der anderen Seite. Ich fand es sehr interessant, mehr über diese Zeit und das Leben in Italien damals zu erfahren. Valeria und Piero sind mir ans Herz gewachsen, wie sie es geschafft haben, immer "nur" Freunde zu bleiben, die sich aufeinander verlassen können, egal was ist. Was den Schreibstil angeht, finden sich sehr viele gelungene sprachliche Bilder und auch passend gewählte Zitate, was mir sehr gut gefallen hat.

Ich habe die Geschichte als Hörbuch angehört, das von Daniel Speck selbst gelesen wird, was ihm gut gelungen ist. Er fängt die Atmosphäre ein und man kann ihm angenehm folgen.

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