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Veröffentlicht am 17.02.2025

Eine Auswahl schneller Pastagerichte für jeden Geschmack

Schnell mal Pasta
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Dieses Büchlein aus dem GU-Verlag bietet einen Grundstock von etwa 30 schnellen Pastagerichten sowohl mit als auch ohne Fleisch oder Fisch, sodass für jeden Geschmack und je nachdem, worauf man gerade ...

Dieses Büchlein aus dem GU-Verlag bietet einen Grundstock von etwa 30 schnellen Pastagerichten sowohl mit als auch ohne Fleisch oder Fisch, sodass für jeden Geschmack und je nachdem, worauf man gerade Appetit hat, etwas dabei sein sollte. Die Zutaten sind dabei aber oft nicht so gewählt, dass sie ausschließlich aus der Vorratskammer stammen, sondern meist werden frische Kräuter, Gemüse, Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte benötigt, die einen Einkauf vor dem Kochen erfordern, auch wenn die Zutatenmenge insgesamt im Rahmen bleibt. Das Adjektiv "schnell" bezieht sich auf die Zubereitungszeit von etwa 30 Minuten, die aber wahrscheinlich eher für etwas geübtere Köche gelten, wer nicht ganz so fix schnippelt und weniger gut organisiert ist, benötigt wahrscheinlich einige Minuten länger.

Was die Vielfalt der Rezepte und den Grad der Inspiration angeht, den sie bieten, würde ich sagen, das dünne Buch richtet sich eher an Menschen, die noch nicht so viele andere Kochbücher besitzen und es übersichtlich lieben. Ein paar Rezepte empfand ich durchaus als recht kreativ und sie hoben sich von den "Pastaklassikern" ab, vieles kennt man aber auch schon von anderswo und es gibt zum Beispiel mehrere verschiedene Pestorezepte, die sich von der Art der Zubereitung ja doch recht ähneln. Auch die Basics zur Pasta-Zubereitung, welche Nudel zu welcher Art Sauce passt, etc., hätte ich jetzt nicht gebraucht und hätte mir dafür lieber noch ein paar ausgefallener Saucenkompositionen zusätzlich gewünscht. Die Fotos der Gerichte sind aber sehr ansprechend fotografiert und auch die Kochanleitungen gut nachvollziehbar und übersichtlich gestaltet.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Geplatzte Träume

Achtzehnter Stock
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Bei diesem Roman hat mich die Gestaltung des Covers direkt angesprochen. Diese Mischung aus pastelligen Farben und Plattenbau, die eigentlich nicht so recht zusammenpassen mag und dennoch irgendwie harmonisch ...

Bei diesem Roman hat mich die Gestaltung des Covers direkt angesprochen. Diese Mischung aus pastelligen Farben und Plattenbau, die eigentlich nicht so recht zusammenpassen mag und dennoch irgendwie harmonisch wirkt. Es handelt sich um den zweiten Roman der in Berlin lebenden Autorin.

Wanda, Mitte 20, hatte eigentlich andere Pläne für ihr Leben. Eigentlich wollte sie mittlerweile als Schauspielerin Erfolg haben, aber nun lebt sie mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock eines in die Jahre gekommenen Plattenbaus. Ihren Traum hat sie aber noch nicht aufgegeben und versucht, trotz Kind auf Castings zu gehen und Kontakte zu knüpfen, was meist eher schwierig ist. Etwas Unterstützung, teilweise aber auch Neid und Kritik bekommt sie von Ming, Esther und Aylins Mama, anderen Müttern aus ihrer Platte, die sich ebenfalls mehr oder weniger auf sich gestellt, darum bemühen, ihre kleinen Familien über Wasser zu halten. Irgendwann hat Wanda wirklich Glück im Unglück und erhält die Chance in einer großen Serienproduktion mitzuspielen und auch der männliche Hauptdarsteller hat Interesse an der Wanda, die die sie ihm vorspielt, indem sie ihm ihre Tochter und ihren genauen Wohnort verschweigt.

Mir hat der Schreibstil des Romans besonders gut gefallen. Die Autorin verwendet sehr treffende sprachliche Bilder, um die Atmosphäre und Wandas Situation zu beschreiben. »Das Haus ist ein Mahnmal, ein Mittelfinger, der in den Himmel ragt und unübersehbar an uns erinnert, an uns und all die anderen, die keiner sehen wollte.« Ihre Sprache ist manchmal etwas flapsig, aber dadurch auch authentisch und gut zu der von ihr erzählten Geschichte und der Hauptperson passend. Was die Protagonistin Wanda angeht, bedient sich Sara Gmuer kaum Klischees, eine überforderte, alleinerziehende Mutter im Hochhaus betreffend. Wanda erscheint als vielschichtige Persönlichkeit und liebevolle und interessierte Mutter, bei der, auch wenn es sie innerlich zerreißt, im Zweifel doch Karlie Vorrang vor der Karriere vor der Kamera hat.

Ich habe das Hörbuch zum Roman gehört und empfand die Wahl der Sprecherin als sehr passend, um die Atmosphäre der Geschichte einzufangen. Man konnte ihr auch gut folgen und das Sprechtempo war angemessen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Ostsee-Krimi mit Thrillerelementen

Die Brandung – Leichenfischer
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Die Covergestaltung passt gut zum Schauplatz, der winterlichen Ostsee. Auch der Wiedererkennungswert ist gegeben, was die Zugehörigkeit zu einer Reihe angeht. Es handelt sich nämlich um den zweiten Band, ...

Die Covergestaltung passt gut zum Schauplatz, der winterlichen Ostsee. Auch der Wiedererkennungswert ist gegeben, was die Zugehörigkeit zu einer Reihe angeht. Es handelt sich nämlich um den zweiten Band, den ersten habe ich nicht gelesen, was für den aktuellen Fall keine Rolle spielt, aber bei einigen Personen hatte ich so dann das Gefühl, sie nicht so richtig zu kennen, ohne die bisherige Vorgeschichte.

Schauplatz ist die Ostsee im deutsch-dänischen Grenzgebiet, am Rande einer Ausgrabung von Archäologin und Ex-Polizistin Fria Svensson wird zunächst eine Frauenleiche gefunden, später eine weitere. Sie haben gemeinsam, dass sie anscheinend nach einem alten Wikingerritual bestattet wurden. Zudem werden aktuell weitere junge Frauen vermisst. Kommissar Ohlsen aus Flensburg zögert aber erst einmal, mit Fria zusammenzuarbeiten.

Abgesehen davon, dass ich die Vorgeschichte der verschiedenen Charaktere miteinander doch gerne gekannt hätte, haben mich die vielen Perspektivwechsel anfangs etwas überfordert. Diese erinnern teils auch mehr an einen Thriller als an einen Krimi, das muss man mögen. Grundsätzlich blieb der Fall aber lange spannend und die Autorin schreibt sehr anschaulich, sodass man sich gut an die verschiedenen Schauplätze versetzen kann. Die Protagonist:innen haben alle ihre Ecken und Kanten und sind somit nicht zu beliebig.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Neuer Lebensmut

Von hier aus weiter
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Bei diesem Roman hat mich die Covergestaltung neugierig auf den Inhalt gemacht, da sie mich einerseits von den Farben her angesprochen hat, andererseits aber aufgrund der Bilder noch keine Idee hatte, ...

Bei diesem Roman hat mich die Covergestaltung neugierig auf den Inhalt gemacht, da sie mich einerseits von den Farben her angesprochen hat, andererseits aber aufgrund der Bilder noch keine Idee hatte, worum es genau geht.

Der Mann der ehemaligen Grundschullehrerin Marlene hat sich umgebracht, um dem unausweichlichen Krebstod zuvor zu kommen. Eigentlich wollte sie mit ihm aus dem Leben scheiden und schafft es nicht, zu trauern, auch weil sie enttäuscht ist, dass ihr Mann das verhindert hat. Dann tritt zunächst der Klempner Jack in ihr Leben, der mal ein Schüler von ihr war und ihr noch sehr dankbar ist, wie sie ihm als Kind geholfen hat. Er zieht sogar bei ihr ein und kocht für sie und lernt so die Ärztin Ida kennen, die die Praxis von Marlenes Mann übernommen hat. Als Marlene nach Wien reisen möchte, weil dort bei ihrer alten Freundin Wally ein letzter Brief ihres verstorbenen Mannes angekommen sein soll, begleiten die beiden sie auf ihre Fahrt dorthin, die etwas anders verläuft als geplant.

Es handelt sich um kein fröhliches Buch, aber eines, das zeigt, dass es Hoffnung gibt. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die verschiedenen Trauerphasen von Marlene zu schildern und das, was so auf sie einprallt, aber auch das, was ihr anscheinend gut tut und sie ganz langsam immer weiter aus ihrem Loch zieht. Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und es ist mir gut gelungen, mich in Marlene hineinzuversetzen, auch wenn sie in einer ganz anderen Lebenssituation ist als ich gerade. Die Sprecherin des Hörbuchs ist gut gewählt, ihre Stimme passt zur Thematik des Romans. Das Erzähltempo ist so, dass man gut folgen kann.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Die Bedrohung rückt näher

Nachtflut
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Bei diesem Thriller haben das auffällige Cover, der Schauplatz an der Ostseeküste und die recht aktuelle Thematik mein Interesse geweckt.

Elisa lebt nach einigen schweren Schicksalsschlägen und der Trennung ...

Bei diesem Thriller haben das auffällige Cover, der Schauplatz an der Ostseeküste und die recht aktuelle Thematik mein Interesse geweckt.

Elisa lebt nach einigen schweren Schicksalsschlägen und der Trennung von ihrem Ehemann allein in ihrem Elternhaus in Deichnähe in einem kleinen Ort an der deutschen Ostseeküste. Seit vielen Tagen regnet und stürmt es extrem und die Deiche sind extrem durchweicht und drohen zu brechen, sodass so gut wie alle Bewohner ihres Heimatortes ihre Häuser fluchtartig verlassen. Elisa gelingt es nicht rechtzeitig, weg zu kommen und sie rettet sich zunächst zu ihren Nachbarn im Haus gegenüber, einem älteren Paar, das auf den ersten Blick harmloser wirkt, als es ist. Und Elisa muss dann nicht nur die bedrohlichen Wassermassen fürchten, sondern hat auch Angst vor ihrem Ex-Geliebten Paul, der das Chaos um die Flut genutzt hat, um aus einem nahegelegenen Gefängnis für Schwerverbrecher zu entkommen.

Ich hatte beim Lesen etwas Schwierigkeiten wirklich mit Elisa warm zu werden, da ich mich aufgrund einiger Verhaltensweisen nicht so recht mit ihr identifizieren konnte. Verschiedene Erzählperspektiven tragen zum Spannungsaufbau bei, wobei mich die plötzlich zusätzlich auftauchenden Tagebucheinträge zunächst ziemlich verwirrt haben. Es gibt auch falsche Fährten und nicht alles ist so, wie man zunächst vermutet. Am Ende sorgt ein Cliffhanger dafür, dass auch eine Fortsetzung denkbar ist. Insgesamt wäre meiner Meinung nach etwas weniger Drama realistischer gewesen, da quasi jede Person recht extreme Probleme und Vorgeschichten hat, auch die Frauenfiguren, die im Verlauf der Handlung eine Rolle spielen, hätten für mich etwas stärker und eigenständig handlungsfähig ausfallen dürfen und nicht ganz so abhängig von Männern und anderen Dingen. Auch die rechtlichen Hintergründe, was die Verurteilung von Elisas Ex-Geliebten angeht, fand ich nicht vollkommen schlüssig. Die Thematik mit der Flut und den brechenden Deichen fand ich aber gerade in Zusammenhang mit den zuletzt immer häufiger auftretenden Hochwassern interessant und auch der Schreibstil war gut lesbar.

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