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Veröffentlicht am 24.02.2025

Sitznachbarn

In einem Zug
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Daniel Glattauer ist mir durch seine frühen Romane definitiv ein Begriff und auch mit dem Zugfahren bin ich vertraut, daher war das Interesse für sein neuestes Buch geweckt, auch wenn ich die Farbgestaltung ...

Daniel Glattauer ist mir durch seine frühen Romane definitiv ein Begriff und auch mit dem Zugfahren bin ich vertraut, daher war das Interesse für sein neuestes Buch geweckt, auch wenn ich die Farbgestaltung des Covers nicht so ansprechend finde.

Eduard Brünhofer ist ein ehemals sehr erfolgreicher österreichischer Autor mit Schreibblockade. Er befindet sich im Zug von Wien nach München, wo er einen eher unangenehmen Termin bei seinem Verlag hat, dem er endlich ein neues Werk liefern soll. Im Abteil, wo sich sein reservierter Platz befindet, ist bereits eine Frau, einige Jahre jünger als er und Eduard Brünhofer hat wenig Lust auf Smalltalk mit dieser. Und dann kommt es noch schlimmer und seine Zug-Bekanntschaft stellt immer indiskretere Fragen, insbesondere die Beziehung zu seiner Frau Gina betreffend. Dennoch kann er sich ihr nicht so recht entziehen.

Ich fand die Geschichte sehr kurzweilig und die sprachliche Gestaltung war typisch Daniel Glattauer sehr wortgewandt und detailreich. Neben der Konversation zwischen den beiden Abteilgenossen, spielen auch die Orte an der Zugstrecke eine gewisse Rolle und man erfährt die ein oder andere Anekdote dazu, bis es am Ende auch noch eine überraschende Wendung gibt, mit der ich so nicht gerechnet hatte.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Sommer ohne Idylle

Drei Wochen im August
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Das Cover und auch die Beschreibung des Buches haben mich neben anderen Aspekten auch doch etwas Urlaubsstimmung an der französischen Atlantikküste erwarten lassen. Dort ist Elena mit ihrem Sohn im Grundschulalter, ...

Das Cover und auch die Beschreibung des Buches haben mich neben anderen Aspekten auch doch etwas Urlaubsstimmung an der französischen Atlantikküste erwarten lassen. Dort ist Elena mit ihrem Sohn im Grundschulalter, der Teenager-Tochter samt deren Freundin (die sie in der psychiatrischen Klinik kennengelernt hat) und ihrer Nanny/Haushaltshilfe Eve im abgelegenen und doch recht in die Jahre gekommenen Ferienhaus, der im Sterben liegenden Ehefrau ihrer Chefin. Elenas Mann will später nachkommen, weil er (angeblich) zu viel Arbeit zuhause hat. Im Ferienhaus erwartet sie dann aber eine Art Verwalter, von dem sie nichts wussten und der sich seltsam verhält und auch Eve und die Kinder legen teilweise seltsame Verhaltensweisen an den Tag.

Was man der Autorin zugute halten kann, ist, dass es ihr sehr gut gelungen ist, eine eher diffus bedrohliche Atmosphäre zu erschaffen. Von Anfang an liest es sich nicht nach entspannter Sommerstimmung, sondern sowohl die Schilderungen das Ferienhaus betreffend als auch das Verhalten der einzelnen Personen tragen zu einer anderen Stimmung bei. Allerdings wurde ich so auch nicht wirklich warm mit den einzelnen Charakteren, sondern es blieb eine große Distanz, wozu auch der teils recht knappe Schreibstil beitrug. Teilweise habe ich auch bis zum Schluss auf eine genauere Aufklärung der Hintergründe gewartet, ohne, dass es dazu noch kam.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Anders als gedacht

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Es handelt sich hierbei um den vierten Band einer isländischen Krimireihe und die Covergestaltung reiht sich perfekt passend zu den ersten drei Bänden ein. Das gewählte Bild passt gut zur einsamen isländischen ...

Es handelt sich hierbei um den vierten Band einer isländischen Krimireihe und die Covergestaltung reiht sich perfekt passend zu den ersten drei Bänden ein. Das gewählte Bild passt gut zur einsamen isländischen Landschaft, umgeben von Lava, in der diesmal alles spielt. Ich mochte die ersten drei Teile der Reihe sehr und habe mich daher schon sehr auf den neuen Band gefreut, insbesondere auch, weil ich wissen wollte, wie es mit Elma, der Kommissarin, nun weitergeht. Allerdings musste ich dann beim Lesen feststellen, dass es sich quasi um ein Prequel handelt, also die Vorgeschichte zum ersten Teil der Krimireihe.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Familientreffen des reichen isländischen Snæberg-Clans in einem futuristischen Hotel inmitten der Lavafelder Westislands im Herbst. Dabei brechen diverse Konflikte auf und unschöne Geheimnisse kommen ans Tageslicht und am Ende gibt es sogar eine Leiche.

Grundsätzlich fand ich die Handlung sehr spannend, wie man nach und nach immer mehr über die reiche Familie und deren Abgründe erfahren hat und auch der Schauplatz war reizvoll. Die Autorin hat die Atmosphäre im herbstlich rauhen Island wieder sehr gut eingefangen und der Lokalkolorit fehlt definitiv nicht. Aber für die Fortsetzung der Krimireihe hatte ich mir einen Fall erwartet, der in der Gegenwart spielt und an das, was im dritten Teil passiert ist, anknüpft. Was diese Geschichte angeht, hätte ich es passender gefunden, sie als Islandthriller unabhängig von der bisherigen Krimireihe zu veröffentlichen, zumal das Ermittler-Duo aus Akranes nur am Rand eine Rolle spielt und nicht wirklich viel zur Aufklärung beiträgt.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Eine Auswahl schneller Pastagerichte für jeden Geschmack

Schnell mal Pasta
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Dieses Büchlein aus dem GU-Verlag bietet einen Grundstock von etwa 30 schnellen Pastagerichten sowohl mit als auch ohne Fleisch oder Fisch, sodass für jeden Geschmack und je nachdem, worauf man gerade ...

Dieses Büchlein aus dem GU-Verlag bietet einen Grundstock von etwa 30 schnellen Pastagerichten sowohl mit als auch ohne Fleisch oder Fisch, sodass für jeden Geschmack und je nachdem, worauf man gerade Appetit hat, etwas dabei sein sollte. Die Zutaten sind dabei aber oft nicht so gewählt, dass sie ausschließlich aus der Vorratskammer stammen, sondern meist werden frische Kräuter, Gemüse, Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte benötigt, die einen Einkauf vor dem Kochen erfordern, auch wenn die Zutatenmenge insgesamt im Rahmen bleibt. Das Adjektiv "schnell" bezieht sich auf die Zubereitungszeit von etwa 30 Minuten, die aber wahrscheinlich eher für etwas geübtere Köche gelten, wer nicht ganz so fix schnippelt und weniger gut organisiert ist, benötigt wahrscheinlich einige Minuten länger.

Was die Vielfalt der Rezepte und den Grad der Inspiration angeht, den sie bieten, würde ich sagen, das dünne Buch richtet sich eher an Menschen, die noch nicht so viele andere Kochbücher besitzen und es übersichtlich lieben. Ein paar Rezepte empfand ich durchaus als recht kreativ und sie hoben sich von den "Pastaklassikern" ab, vieles kennt man aber auch schon von anderswo und es gibt zum Beispiel mehrere verschiedene Pestorezepte, die sich von der Art der Zubereitung ja doch recht ähneln. Auch die Basics zur Pasta-Zubereitung, welche Nudel zu welcher Art Sauce passt, etc., hätte ich jetzt nicht gebraucht und hätte mir dafür lieber noch ein paar ausgefallener Saucenkompositionen zusätzlich gewünscht. Die Fotos der Gerichte sind aber sehr ansprechend fotografiert und auch die Kochanleitungen gut nachvollziehbar und übersichtlich gestaltet.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Geplatzte Träume

Achtzehnter Stock
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Bei diesem Roman hat mich die Gestaltung des Covers direkt angesprochen. Diese Mischung aus pastelligen Farben und Plattenbau, die eigentlich nicht so recht zusammenpassen mag und dennoch irgendwie harmonisch ...

Bei diesem Roman hat mich die Gestaltung des Covers direkt angesprochen. Diese Mischung aus pastelligen Farben und Plattenbau, die eigentlich nicht so recht zusammenpassen mag und dennoch irgendwie harmonisch wirkt. Es handelt sich um den zweiten Roman der in Berlin lebenden Autorin.

Wanda, Mitte 20, hatte eigentlich andere Pläne für ihr Leben. Eigentlich wollte sie mittlerweile als Schauspielerin Erfolg haben, aber nun lebt sie mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock eines in die Jahre gekommenen Plattenbaus. Ihren Traum hat sie aber noch nicht aufgegeben und versucht, trotz Kind auf Castings zu gehen und Kontakte zu knüpfen, was meist eher schwierig ist. Etwas Unterstützung, teilweise aber auch Neid und Kritik bekommt sie von Ming, Esther und Aylins Mama, anderen Müttern aus ihrer Platte, die sich ebenfalls mehr oder weniger auf sich gestellt, darum bemühen, ihre kleinen Familien über Wasser zu halten. Irgendwann hat Wanda wirklich Glück im Unglück und erhält die Chance in einer großen Serienproduktion mitzuspielen und auch der männliche Hauptdarsteller hat Interesse an der Wanda, die die sie ihm vorspielt, indem sie ihm ihre Tochter und ihren genauen Wohnort verschweigt.

Mir hat der Schreibstil des Romans besonders gut gefallen. Die Autorin verwendet sehr treffende sprachliche Bilder, um die Atmosphäre und Wandas Situation zu beschreiben. »Das Haus ist ein Mahnmal, ein Mittelfinger, der in den Himmel ragt und unübersehbar an uns erinnert, an uns und all die anderen, die keiner sehen wollte.« Ihre Sprache ist manchmal etwas flapsig, aber dadurch auch authentisch und gut zu der von ihr erzählten Geschichte und der Hauptperson passend. Was die Protagonistin Wanda angeht, bedient sich Sara Gmuer kaum Klischees, eine überforderte, alleinerziehende Mutter im Hochhaus betreffend. Wanda erscheint als vielschichtige Persönlichkeit und liebevolle und interessierte Mutter, bei der, auch wenn es sie innerlich zerreißt, im Zweifel doch Karlie Vorrang vor der Karriere vor der Kamera hat.

Ich habe das Hörbuch zum Roman gehört und empfand die Wahl der Sprecherin als sehr passend, um die Atmosphäre der Geschichte einzufangen. Man konnte ihr auch gut folgen und das Sprechtempo war angemessen.

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