Profilbild von Island

Island

Lesejury Star
offline

Island ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Island über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2022

Wiedersehen nach 20 Jahren

Das Geschenk der Adlerin
0

Vier Freundinnen, die im Internat gemeinsam ein Zimmer bewohnten, haben sich anschließend aus den Augen verloren und jede hatte im weiteren Leben ihr Päckchen zu tragen. 20 Jahre nach dem Abitur lädt Franziska ...

Vier Freundinnen, die im Internat gemeinsam ein Zimmer bewohnten, haben sich anschließend aus den Augen verloren und jede hatte im weiteren Leben ihr Päckchen zu tragen. 20 Jahre nach dem Abitur lädt Franziska die anderen drei Frauen zu einer gemeinsamen Bergtour ein, wo sie sich langsam wieder näher kommen, obwohl ihre Leben nach dem Abitur ganz unterschiedlich verlaufen sind.

Mir hat die Idee hinter diesem Buch sehr gut gefallen, da ich mir auch vorstellen könnte, so etwas mit Freund:innen aus der Schulzeit zu machen. Die beschriebene Wanderung und das Übernachten hoch oben in der Einsamkeit haben mich sehr angesprochen, ebenso wie das Bild auf dem Cover des Romans. In die einzelnen Protagonistinnen konnte ich mich mal mehr, mal weniger gut hineinversetzen. Nicht all ihre Handlungen und Verhaltensweisen konnte ich voll nachvollziehen. Verzichten hätte ich auf die etwas esoterisch angehauchten Passagen und manchmal ging es mir etwas zu übertrieben in Richtung Selbstliebe und Achtsamkeit, da mag ich es lieber subtiler. Ansonsten war der Schreibstil gut lesbar und sehr anschaulich und der Roman eignet sich sicher gut als Urlaubslektüre in den Bergen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2022

Bald bist du tot

Stille blutet
0

Nadine Just ist Nachrichtensprecherin bei einem Boulevardsender. Eines abends liest sie von ihrem Teleprompter ab, dass sie selbst in Kürze tot sein wird und wird dann wirklich kurze Zeit später von ihrem ...

Nadine Just ist Nachrichtensprecherin bei einem Boulevardsender. Eines abends liest sie von ihrem Teleprompter ab, dass sie selbst in Kürze tot sein wird und wird dann wirklich kurze Zeit später von ihrem ehemaligen Lebensgefährten Tibor Glaser tot aufgefunden. Auch der Blogger Gunther Marzik kündigt seinen Tod auf eine ähnliche Art und Weise kurz vorher an. Der Hashtag #inkürzetot trendet und ins Visier der Ermittlerin Fina Plank und ihres Teams gerät bald Tibor Glaser, der jedoch seine Unschuld beteuert.

Ursula Poznanskis neuester Thriller, dessen Handlungsort Wien ist, ist wieder sehr fesselnd. Die Ermordeten konnten bis zu ihrem Tod nicht viele Sympathiepunkte sammeln, aber lange bleibt unklar, wie die Morde miteinander in Zusammenhang stehen könnten und wer dafür verantwortlich ist. Ermittlerin Fina Plank ist sympathisch und schlägt sich wacker in ihrem von Männern dominierten Team. Es scheint auf jeden Fall auch eine Fortsetzung für sie zu geben, da es am Ende noch eine Art Cliffhanger gibt. Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und anschaulich, ich persönlich fand den Thriller aber nicht zu gruselig oder blutig. Im Mittelpunkt stehen definitiv die möglichen Motive hinter den Morden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2022

Gelungener Abschluss der Speicherstadt-Trilogie

Töchter der Speicherstadt – Das Versprechen von Glück
0

Der dritte und letzte Teil der Speicherstadt-Trilogie erstreckt sich von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur deutschen Wiedervereinigung. Cläres Tochter Anna heiratet, auch auf Cläres Druck hin, ...

Der dritte und letzte Teil der Speicherstadt-Trilogie erstreckt sich von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur deutschen Wiedervereinigung. Cläres Tochter Anna heiratet, auch auf Cläres Druck hin, einen leitenden Mitarbeiter im Kontor, Cläre merkt aber bald, dass man ihm nicht trauen kann. Für die Firma zeigt Anna wenig Interesse, sodass Cläre weiterhin die Zügel in der Hand behalten muss.

Mir hat der letzte Band der Trilogie ebenfalls wieder gut gefallen. Es hat mich gefreut, viele bekannte Gesichter wiederzutreffen und zu erfahren, wie es mit allen weitergeht. Die Autorin hat viel Lokalkolorit und zeitgeschichtliche Elemente eingebaut und alles wirkt gut recherchiert. Auch die Charaktere der Protagonist:innen und deren Handeln konnten mich weitgehend überzeugen. Der Schreibstil war gut lesbar und fesselnd. Schade, dass die Reihe nun schon zu Ende ist!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2022

Gretas Erfolge

Gretas Geheimnis
0

Nachdem Greta am Ende des ersten Teils der Trilogie erfahren hat, wer ihr Vater ist und nach dessen Tod sein Weingut unter der Bedingung geerbt hat, dass sie seinen Kellermeister Bruno heiraten muss, kommt ...

Nachdem Greta am Ende des ersten Teils der Trilogie erfahren hat, wer ihr Vater ist und nach dessen Tod sein Weingut unter der Bedingung geerbt hat, dass sie seinen Kellermeister Bruno heiraten muss, kommt sie nach kurzem Zögern dieser Bitte nach. Dazu trägt auch bei, dass ihre große Liebe Robert nach Amerika geflohen ist und sich (vermeintlich) nicht mehr bei ihr gemeldet hat. Die große Liebe ist zwischen Greta und Bruno aber nicht entflammt und so kommt es immer wieder zu Krisen, auch wenn Greta schon kurz nach der Hochzeit von Bruno schwanger wird. Beruflich läuft es dagegen gut für sie, sie trifft richtige Entscheidungen, egal ob es um Baumaßnahmen oder neue Rebsorten geht. Damit zieht sie natürlich weiterhin auch den Neid ihrer Zieh-Familie auf sich, insbesondere ihr Pflegevater und der älteste Sohn gönnen ihr das eigene Weingut nicht.

Mir hat dieser zweite Teil sehr gut gefallen, ich war schon sehr gespannt, wie es mit Greta nach dem Tod ihres leiblichen Vaters weitergeht, insbesondere auch in Liebesdingen. Daher hat mich das "Wiedersehen" sehr gefreut. Greta war mir auch weiterhin sehr sympathisch, wie sie für ihre Familie und ihr Weingut kämpft, aber auch mal schwache Momente hat. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Der Autorin ist es auch gelungen, die Atmosphäre auf dem Weingut und insbesondere um die Weinlese herum gut einzufangen, insofern passt der Roman sehr gut in den Frühherbst, wo gerade auch überall Weinlese ist. Ich fand es auch interessant, noch etwas mehr über den Weinanbau und die Weinherstellung zu erfahren. Ebenfalls gefallen hat mir, dass auch wichtige zeitgeschichtliche Ereignisse Eingang in den Roman gefunden haben. Der Schreibstil des Romans ist sehr gut lesbar und anschaulich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2022

Schuld

Bullauge
0

Der Polizist Kay Oleander wurde im Rahmen eines Einsatzes bei einer Demo von "Querdenkern" von einer Bierflasche im Gesicht getroffen und verlor ein Auge, nun ist er vom Dienst freigestellt, stellt aber ...

Der Polizist Kay Oleander wurde im Rahmen eines Einsatzes bei einer Demo von "Querdenkern" von einer Bierflasche im Gesicht getroffen und verlor ein Auge, nun ist er vom Dienst freigestellt, stellt aber selbst weiter Ermittlungen bezüglich der bisher nicht gefundenen Schuldigen an. Dabei stößt er auf Silvia Glaser, die seit einem Fahrradunfall, ihrer Meinung nach ausgelöst durch ein Polizeifahrzeug, auf einen Gehstock angewiesen ist. Einerseits hat er sie weiter im Verdacht, dass sie die Flasche geworfen hat, andererseits nähert er sich ihr immer mehr an und erhält so auch Einblicke in das rechtspopulistische Querdenkermilieu, in das sie nach ihrem Unfall geraten ist. Schnell bekommt er den Eindruck, dass die Anführer einen Anschlag planen. Er weiß aber zugleich lange nicht, ob er Silvia voll vertrauen kann.

Mir hat dieser Krimi, der zugleich auch Gesellschaftsporträt ist, sehr gut gefallen. Er beschäftigt sich mit einem (leider) sehr aktuellen Thema und zeigt auf, wie leicht auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft anfällig für Verschwörungstheorien werden können. Die Charaktere der beiden Protagonist:innen und ihre Gespräche wurden von Friedrich Ani überzeugend ausgestaltet. Der Schreibstil war sehr anschaulich und gut lesbar. Auch der Kriminalfall oder besser die Kriminalfälle und die Suche nach den Verantwortlichen blieb recht lange spannend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere