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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2025

Eine süße Geschichte über Freundschaft, Liebe und Basketball.

One On One
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Vor Jahren hat Annie dem Basketball den Rücken gekehrt, doch nun muss sie für einen Job zurück und trifft auf ihren alten Studienfreund: Ben Callahan. Doch dieser nimmt ihr übel, dass sie vor Jahren einfach ...

Vor Jahren hat Annie dem Basketball den Rücken gekehrt, doch nun muss sie für einen Job zurück und trifft auf ihren alten Studienfreund: Ben Callahan. Doch dieser nimmt ihr übel, dass sie vor Jahren einfach verschwunden ist. Kann Annie ihm die Wahrheit über ihren Weggang sagen?

Die Geschichte wird aus Annies Sicht erzählt, dementsprechend erfahren die Lesenden den Protagonisten Ben aus ihrer Perspektive. Je mehr sich Ben im Laufe der Geschichte öffnet, desto sympathischer wird er. Über Annie habe ich dagegen immer wieder meinen Kopf schütteln müssen. Oftmals dachte ich: „Das kann doch nicht dein Ernst sein“, aber genau das hat sie gleichzeitig authentisch gemacht. Wir Menschen verhalten uns objektiv betrachtet eben nicht immer optimal und lassen uns zu sehr von unseren Emotionen leiten.

Ich mochte die Balance zwischen den Charakteren und Themen. Der Humor hat die Geschichte leicht werden lassen, auch wenn sensible und wichtige Themen angesprochen wurden. Zwischenrein habe ich ein paar Passagen übersprungen, die es für mich nicht gebraucht hätte. Die Geschichte war insgesamt vorhersehbar und geradlinig, ohne überraschende Wendungen, aber manchmal braucht man auch genau das. Eine süße Geschichte über Freundschaft, Liebe und Basketball.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Die perfekte Einstimmung für die kalte Jahreszeit

The Penguin Paradox
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Emeries Traum wird wahr: sie darf im Rahmen ihrer Doktorarbeit über das Paarungsverhalten von Pinguinen auf Forschungsreise in die Antarktis. Alles wäre perfekt, wäre da nicht Beckett, den sie nicht nur ...

Emeries Traum wird wahr: sie darf im Rahmen ihrer Doktorarbeit über das Paarungsverhalten von Pinguinen auf Forschungsreise in die Antarktis. Alles wäre perfekt, wäre da nicht Beckett, den sie nicht nur nicht ausstehen kann, sondern der als Leiter des Expeditionsteams ebenfalls auf die White Star mitreist.

Emerie ist zu Beginn der Geschichte für mich schwer einzuschätzen gewesen. Sie ist sehr verschlossen und scheut sich vor Bindungen. Ihre Entwicklung war enorm, je mehr sie sich geöffnet hat, desto sympathischer wurde sie mir.
Beckett hingegen mochte ich sofort, er ist eine absolute Green Flag und der perfekte Book Boyfriend. Ich glaube wir alle brauchen einen Beckett in unserem Leben.

Es wird aus Emeries und Becketts Perspektive erzählt, sodass wir in beide Gefühlswelten eintauchen können. Das fand ich auch gut, damit haben für mich beide Charaktere noch mehr Tiefe erhalten. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Diese Geschichte ist die perfekte Einstimmung auf die kalte Jahreszeit. Das Setting in der Antarktis bei den Pinguinen war so schön und besonders, ich würde jetzt am liebsten selbst dorthin reisen. Ich habe es genossen, mehr über Pinguine und ihre Verhaltensweisen zu erfahren und ich mochte, dass das Forschungsthema stets präsent war und nicht irgendwann völlig in den Hintergrund getreten ist. Das Team auf der Forschungsstation hat mir Familienvibes gegeben und es war so schön, sie alle zusammen auf der White Star zu erleben. Diese Geschichte ist zum Wohlfühlen und Wegträumen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Für alle, die auf der Suche nach einer queeren poetischen und inhaltlich anspruchsvolleren Geschichte sind

Fünfundzwanzig Yards zwischen uns
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Sie erhoffen sich einen Neuanfang an der New South Wales Academy in Sydney. Charlie und Maxine, beide im selben Feldhockeyteam, werden aber schnell zu Konkurrentinnen - denn im begehrten Team der Golden ...

Sie erhoffen sich einen Neuanfang an der New South Wales Academy in Sydney. Charlie und Maxine, beide im selben Feldhockeyteam, werden aber schnell zu Konkurrentinnen - denn im begehrten Team der Golden Foxes ist nur noch ein Platz frei. Wer wird ihn ergattern und um welchen Preis?

Als ich gesehen habe, dass die Geschichte in Sydney spielt, musste ich sie sofort lesen. Die Lesenden werden in die Welt des Feldhockeys entführt, eine Sportart, die ich bisher noch nie in einem Buch gesehen habe.

Wir tauchen in die Gefühlswelten von Charlie und Maxine ein, was mir sehr gut gefallen hat. Maxines Probleme werden schnell deutlich und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist enorm. Charlie ist mitfühlend, unterstützend und eine wundervolle Freundin. Die Themen, die angesprochen werden fühlen sich durch die Augen der Protagonistinnen authentisch an und als Leser*in fühlt man sofort mit.

Mir hat auch der poetische Schreibstil sehr gut gefallen. Immer wieder wird in Metaphern gesprochen, Probleme verbildlicht und so entsteht eine Leichtigkeit in den Zeilen trotz der Schwere der Themen.

Auch wenn ich glaube, dass genau das das Ziel der Geschichte war, wurde es mir persönlich irgendwann leider etwas zu viel. Es kamen so viele (psychische) Probleme aufeinander, dass die Geschichte inhaltlich unglaublich schwer war. Es hat sich angefühlt, als würde man seinen Leserucksack ständig mit weiteren Steinen vollpacken und einen Berg hinauflaufen, ohne jemals eine Pause zu machen. Dabei hat mir zumindest ein Charakter (neben dem poetischen Schreibstil) in der Geschichte gefehlt, der die Leichtigkeit zurückgebracht hätte.

Besonders fand ich, dass jedes Kapitel mit einem passenden Taylor Swift Song startet, der einen durch das Kapitel begleitet. Für alle, die auf der Suche nach einer queeren poetischen und inhaltlich anspruchsvolleren Geschichte sind.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Positiv überrascht

Mile High
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Stevie tritt ihren neuen Job als Flugbegleiterin des Privatflugzeugs der Chicagoer Eishockeymannschaft an. Die Regel: Finger weg von den Eishockeyspielern. Wäre da nicht Zanders, der Stevie mit seinen ...

Stevie tritt ihren neuen Job als Flugbegleiterin des Privatflugzeugs der Chicagoer Eishockeymannschaft an. Die Regel: Finger weg von den Eishockeyspielern. Wäre da nicht Zanders, der Stevie mit seinen Sprüchen herausfordert und ihr Herz zum Stolpern bringt.

Erstmal vorweg: Obwohl das Buch recht dick ist (624 Seiten) liest es sich leicht weg.

Liz Tomforde gelingt es, Charaktere zu schaffen, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Stevie ist stark und schlagfertig, hat aber gleichzeitig erhebliche Selbstzweifel insbesondere in Bezug auf ihren Körper. Und je weiter ich hinter die Fassade von Zanders blicken konnte, desto mehr mochte ich ihn und konnte ihn verstehen - wenn man so wie er in der Öffentlichkeit steht, läuft man schnell Gefahr, dass man sich selbst ein Stück weit verliert und nur noch das zu sein scheint, was die Fans in einem sehen.

Mir hat es Spaß gemacht, die Schlagabtausche zwischen Stevie und Zanders zu lesen und ich konnte mir ein regelmäßiges Schmunzeln nicht verkneifen. Ich fand es auch schön, dass Stevie keine Modelmaße hatte und wie das Thema Body Positivity aufgegriffen wurde. Für alle, die keinen Spice in Büchern bevorzugen, ist dieses Buch auf jeden Fall nicht zu empfehlen. Ich jedenfalls wurde von dem Buch positiv überrascht, hat mich der Klappentext zu Beginn nicht so angesprochen.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Eine schöne Geschichte über Mut, Selbstvertrauen und Freundschaft.

Flapp lernt fliegen
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Während alle anderen Fledermäuse um ihn herumfliegen, hängt Flapp an seinem Ast. Er kann nicht fliegen und das macht ihn traurig. Als eines Tages ein Sturm aufzieht und Motte mit sich reißt, ist es an ...

Während alle anderen Fledermäuse um ihn herumfliegen, hängt Flapp an seinem Ast. Er kann nicht fliegen und das macht ihn traurig. Als eines Tages ein Sturm aufzieht und Motte mit sich reißt, ist es an der Zeit endlich mutig zu sein.

Die Illustrationen in dem Buch sind wunderschön und liebevoll gestaltet und laden schon die Kleinsten dazu ein, in die Geschichte und die Welt von Flapp und Motte einzutauchen. Es gibt eine Menge zu entdecken.

Ich persönlich mag es gerne, wenn sich die Zeilen reimen. Das schafft ein angenehmes Vorleseklima und eine schöne Erzählgeschwindigkeit. Lediglich an einer Stelle, stolpere ich immer etwas über den Reim.

Die Geschichte über Flapp zeigt, wie wichtig der Glaube an sich selbst ist. Manchmal braucht es Mut, um über sich hinauszuwachsen und an seine eigenen Fähigkeiten zu glauben. Manchmal tun uns auch andere gut, die für uns da sind und an uns glauben, um unseren eigenen Glauben in uns selbst zu stärken. Motte und Flapp zeigen, wie schön und wertvoll es ist, einen Freundin zu haben. Eine schöne Geschichte über Mut, Selbstvertrauen und Freundschaft.

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