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Veröffentlicht am 12.11.2024

Gegensätze

Pi mal Daumen
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Von Alina Bronsky habe ich schon einiges gelesen und so kam ich auch an ihrem neuen Roman „Pi mal Daumen“ nicht vorbei.

Zwei sehr gegensätzliche Charaktere treffen in Bronsky‘s neuem Roman aufeinander.
Der ...

Von Alina Bronsky habe ich schon einiges gelesen und so kam ich auch an ihrem neuen Roman „Pi mal Daumen“ nicht vorbei.

Zwei sehr gegensätzliche Charaktere treffen in Bronsky‘s neuem Roman aufeinander.
Der 16 -jährige hochbegabte,aber alltagsuntaugliche Mathematikstudent aus adeliger Familie,der noch nie U- Bahn gefahren ist und ein Außenseiter ist und die über 50- jährige Moni, die ihre Alltag im Griff hat und neben ihre drei Stellen und ihren drei Enkeln, die sie betreut, ihren großen Wunsch nach einem Mathematikstudium erfüllt sehen will.

Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt, die gegenseitige Unterstützung als unabdingbar erfährt, um im Alltag und an der Uni bestehen zu können.

In einer sehr flüssigen und oft humorvollen Art und Weise, beschreibt Alina Bronsky ihre beiden „Alltagshelden“, was teilweise sehr berührend geschieht, aber auch viele Klischees nicht auslässt und nicht immer in die Tiefe geht.
Vieles wird aus Oskars Sicht erzählt, aber mich hätte eben auch in vielen Dingen Monis Sicht interessiert.

Das Universitätsleben wird hier sehr unterhaltsam und realistisch beschrieb und wird sicherlich viel Zustimmung bei Studenten finden.

Nette Unterhaltung, die aber nicht sehr nachklingt.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

ein wichtiges Thema

Ich komme nicht zurück
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In dem Buch „Ich komme nicht zurück“ stehen Hanna, Cem und Zeyna im Mittelpunkt des Geschehens.
Sie sind seit ihrer Kindheit eng befreundet und diese Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.
Hanna ...

In dem Buch „Ich komme nicht zurück“ stehen Hanna, Cem und Zeyna im Mittelpunkt des Geschehens.
Sie sind seit ihrer Kindheit eng befreundet und diese Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.
Hanna ist im Ruhrgebiet der 80 /90 ziger Jahre im Ruhrgebiet bei ihren Großeltern aufgewachsen. Zeyna kam mit ihrem Vater aus dem Libanon hierher und auch Cem stößt später zu ihnen. Zeyna fühlte sich aufgenommen, wie in einer Familie und findet hier Heimat. Doch Altersrassismus und gewisse , auch weltpolitische Ereignisse lassen diese Freundschaft scheitern.
In Rückblicken erfährt der Leser von diesem Prozess, der sich nach und nach entwickelt und zum Bruch führt.

In einer sehr poetischen und prägnanten Sprache, an die man sich ein wenig gewöhnen muss, thematisiert die Autorin die Auswirkungen von Rassismus auf Beziehungen, bzw. Freundschaften, was aktueller nicht sein könnte.

Ein Buch das sich einprägt , wichtig ist und mir gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

der Wunsch nach Unabhängigkeit

Im Takt der Freiheit
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Felicitas Louisburg, die Protagonistin dieses Romans, wächst Ende des 19. Jahrhundert im kaiserlich regierten Preussen auf. Das Dreikaiserjahr 1888 soll ein Besonderes für sie werden, denn ihr Vater plant ...

Felicitas Louisburg, die Protagonistin dieses Romans, wächst Ende des 19. Jahrhundert im kaiserlich regierten Preussen auf. Das Dreikaiserjahr 1888 soll ein Besonderes für sie werden, denn ihr Vater plant seine Tochter , die in wohlhabenden und behüteten Verhältnissen groß geworden ist, zu verheiraten.
Er selbst, ein Eisenbahntycoon , verspricht sich dadurch geschäftliche Vorteile, doch Felicitas hat ihren eigenen Willen, der in der damaligen Zeit an enge Grenzen stößt.

Schon immer haben sie technische Dinge interessiert und sie hat versucht bei ihrem Vater ein offenes Ohr für ihr Interesse und ihren Wissensdurst zu wecken, doch die Einstellung ihres Vater ist traditionell. Frauen haben sich auf Heirat und Familie vorzubereiten und nicht in Männerdomänen vorzudringen.
Als Felicitas durch einen von ihr verursachten Unfall den jungen Lorenz Schwertfeger kennenlernt, der als Maschinenbaustudent sein Interesse auf die Weiterentwicklung des Rades legt und selbst irgendwann dieses Vehikel für alle erschwinglich machen will, um Menschen mehr Freiheit und Unabhängigkeit zu ermöglichen, ist Felicitas nicht nur vom Radfahren begeistert.
Doch ihr Weg ist vorgezeichnet. Auf einem großen Hausball, der den Platz des Hausherrn in der höheren Gesellschaft festigen soll, soll ihre Verlobung mit dem Grafensohn Rudolf von Brück-Bürgen verkündet werden, als Gegenleistung für geschäftliche Informationen.

" Im Takt der Freiheit" ist mein erstes Buch dieser Autorin, die ja schon durch ihre " Gut Greifenau " Reihe bekannt geworden ist. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt durch das Buch das das Unabhängigkeitsbestreben der jungen Felicitas in den Mittelpunkt stellt und zeigt, wie abhängig Frauen in der damaligen Zeit waren. Sie waren das Eigentum des Mannes, ob nun Vater oder Ehemann, ohne dass nach ihrer Meinung gefragt wurde.Dies war sicherlich sehr schwierig für intelligente, nach Freiheit und Unabhängigkeit strebende Frauen und dieses Aufbegehren war der damalige Beginn der Frauenbewegung, die in England mit den Suffragetten ihren Anfang nahm, die für das Wahlrecht der Frauen kämpften.

Nebenbei erfährt man in diesem Buch noch einige politische Zusammenhänge und vieles über das Radfahren und die Weiterentwicklung dieses Vehikels, dessen Anfänge auch in England und Amerika zu finden sind.

Allerdings wird dies alles nur oberflächlich angeschnitten. Das Thema Freiheit und Unabhängigkeit nimmt den gößten Platz ein, wird noch durch das Schicksals der schwarzen Zofe Minna, die im Haus arbeitet, aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und unterhaltsam, die Figuren so, dass sie greifbar sind und man mit ihnen mitfiebert und die Liebesgeschichte schön zu lesen.

Alles in allem eine sehr unterhaltsame und leichte Lektüre, die sicherlich viele in diesen krisegeschüttelten Zeiten zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Etwas schwächer als die Vorgänger

Hildur – Der Schatten des Nordlichts
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Hildur- der Schatten des Nordlichts - ist der dritte Teil der Hildur Reihe und für mich etwas schwächer als die Vorgänger.

Jacob und Hildur werden zu einem Leichenfund gerufen.Es ist eine Leiche in einem ...

Hildur- der Schatten des Nordlichts - ist der dritte Teil der Hildur Reihe und für mich etwas schwächer als die Vorgänger.

Jacob und Hildur werden zu einem Leichenfund gerufen.Es ist eine Leiche in einem Laichzuchtbetrieb gefunden worden, an der sich andere Fische schon gütlich getan haben, bevor der Taucher sie fand.Es bleibt auch nicht der einzige Leichenfund. Man stellt eine Verbindung zwischen diesen Morden her, deren Erklärung man in den 13 Weihnachtsgesellen zu finden scheint,die der Sage nach vom Berg gestiegen sind.Ist die Lösung wirklich mysterischem Ursprungs?
Zudem steht Jacob unter Mordverdacht. Er soll seine Ex-Frau und deren Mann.ermordet haben.

Ehrlich gesagt habe ich mich bei diesem Buch etwas schwer getan in die Geschichte hineinzufinden.Jocob steht schon im Fokus dieses Buches und demzufolge wird auch viel über ihn erzählt, seine Vergangenheit ist ein grosses Thema, seine Ehe und die Beziehung zu seiner Frau, was bei dem Vorwurf, den man gegen ihn erhebt, natürlich auch Sinn macht, wie später auch zu merken ist.Auch wechseln die Handlungsorte öfter, was mir nicht so gut gefallen hat und der mystische Touch in diesem Buch war für mich als Realistin auch schwer zu greifen, obwohl Skandinavien ja bekannt für solche Geschichten ist, die dort zur Tradition gehören.
Auch über Hildur erfährt der Leser wieder einiges.

Alles in allem wird es dann aber doch noch spannend und ich bedauere schon,dass dies der letzte Teil der Trilogie ist,die ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 02.11.2024

etwas schwächer als die Vorgänger

Blutbuße
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„ Blutbuße“ ist der dritte Teil der Hanna Ahlander Reihe und ich fand ihn von der Spannung her etwas schwächer als seine Vorgänger.Trotzdem hat er mir wieder fantastisch gefallen,weil ich das Setting mag ...

„ Blutbuße“ ist der dritte Teil der Hanna Ahlander Reihe und ich fand ihn von der Spannung her etwas schwächer als seine Vorgänger.Trotzdem hat er mir wieder fantastisch gefallen,weil ich das Setting mag und die ermittelnden Kommissare,die alle irgendwie im privaten Sackgassen zu stecken scheinen,sei es Hanna,Daniel oder Anton.

Der Fall spielt kurz vor den Osterfeiertagen,an denen viele Touristen zum Feiern mit den Familien und zum Skifahren nach Are und Umgebung gekommen sind.

Da wird eines nachts eine Immobilienentwicklerin,die ein verlassenes und heruntergekommenes Hochgebirgshotel zu einem Luxushotel umbauen lassen will,in ihrem Hotelzimmer brutal ermordet.Gibt es Neider unter den Hoteliers oder was steckt dahinter? Als dann noch eine junge Hotelangestellte erdrosselt aufgefunden wird,droht die Sache zu eskalieren und Hanna und Daniel haben noch keine konkrete Spur.

Es hat mir Spaß gemacht Daniel und Hanna wieder bei ihrem Fall über die Schulter zu schauen und auch an ihrem Privatleben teilhaben zu können,doch leider hat mir bei diesem Fall etwas die Spannung gefehlt.Erst zum Ende wurde es etwas spannender,ansonsten dreht sich viel um Ermittlungsarbeit,was nicht uninteressant war,aber eben auch nicht adrenalintreibend.

Trotzdem ein sehr lohnenswerter Krimi und eine Reihe,die ich weiter verfolgen werde.

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