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Veröffentlicht am 02.04.2024

nur Solidarität unter Frauen macht stark

Der Pakt der Frauen
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Julia Kröhn hat mit ihrem neuen Buch " Der Pakt der Frauen " einen sehr aussagekräftigen Roman geschrieben, den wir Frauen mehr beherzigen sollten. Nämlich, dass nur der Zusammenhalt uns Frauen noch stärker ...

Julia Kröhn hat mit ihrem neuen Buch " Der Pakt der Frauen " einen sehr aussagekräftigen Roman geschrieben, den wir Frauen mehr beherzigen sollten. Nämlich, dass nur der Zusammenhalt uns Frauen noch stärker macht, als wir eh schon sind.

Auf zwei Zeitebenen erzählt Frau Kröhn ihre Geschichte, in der sie auch einen Teil ihrer Familiengeschichte verarbeitet.

Wien 1976, Katharina arbeitet als einzige Dozentin an der Wiener Universität. Es ist die Zeit in der Frauen aufbegehren und nicht mehr nur für Haus und Herd zuständig sein wollen, doch alteingesessene Strukturen aufzubrechen ist nicht so einfach und so hat es auch Katharina nicht leicht. Von ihren männlichen Kollegen misstrauisch beäugt und teilweise auch intrigant behandet, versucht sie sich an der Uni zu profilieren, um eine Professur zu bekommen. Als Assistentin bietet sie einen Kurs an, der sich mit der Erforschung von Kochbüchern beschäftigt. Von ihren Kollegen belächelt , taucht sie tief in dieses Thema ein und kommt einem gut gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur.

Niederschlesien 1943 Jule lebt mit ihrem Mann , einem Ingeneur , in einem kleinen Ort namens Hirschberg, der von den Deutschen besetzt ist. Viele Ostarbeiterinnen aus Polen, Ungarn, Tschechien usw, sind dort als Gefangene in einem Arbeitslager untergebracht, unter grausamen Bedingungen. . Durch Zufall kommt Jule in dieses Lager und ist entsetzt über die Bedingungen dort. Durch einen Vorgesetzten ihres Mannes gelingt es ihr in diesem Lager als Köchin zu arebiten und auf diese Weise den Insassen ein wenig zu helfen.

Julia Kröhn ist es mit ihrem Buch gelungen, mich sehr stark zu berühren. Nicht nur die Schilderungen während der Kriegszeit in Schlesien waren sehr eindringlich und haben wieder gezeigt, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die couragiert sind und sich mit Trotz und Energie gegen die Gegebenheiten zu stellen, sondern auch, dass Zusammenhalt, gerade in solchen Zeiten überlebenswichtig ist.

Aber auch der Erzählstrang in den siebziger Jahren ist ihr gut gelungen. Katharinas Geschichte erinnert mich stark an meine Jugend, in der die Frauenbewegung begann und man gegen viele Schranken in den Köpfen der Menschen ankämpfen musste. Frauen mussten doppelt hart arbeiten und doppelt gut sein, um Stellen zu bekommen, die für Männer selbstverständlich waren und teilweise sprach man ihnen ihre Weiblichkeit ab, wenn sie Karriere machten. Die Universität war für Frauen ein Platz, um sich einen akademischen Ehemann zu angeln, aber nicht , um Karriere zu machen.

Wie schön war es auch hier zu lesen, dass der Zusammenhalt der Frauen etwas bewegen kann und nicht Konkurrenzverhalten.

Frau Kröhn schreibt ihr Buch sehr empathisch, ihr Schreibstil ist flüssig und die Figuren sind so beschrieben, dass man sich gut mit ihnen identifizieren kann. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, in dem wieder einmal klar wird, wieviel Power wir Frauen haben, wenn wir uns dessen bewusst werden und zusammenhalten.


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Veröffentlicht am 28.03.2024

die Geschichte einer Freundschaft

Der ehrliche Finder
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Jimmy und Tristan leben in einer Stadt in Belgien und haben sich in der Schule kennengelernt.
Jimmy ist Einzelkind, seine Eltern haben sich gerade getrennt und seine Mutter verbringt mehr Zeit mit ihrem ...

Jimmy und Tristan leben in einer Stadt in Belgien und haben sich in der Schule kennengelernt.
Jimmy ist Einzelkind, seine Eltern haben sich gerade getrennt und seine Mutter verbringt mehr Zeit mit ihrem Hund als mit ihrem Sohn. In der Schule ist Jimmy Einzelgänger, sein großes Hobby , Sammelbilder. Als Tristan in die Klasse kommt, freunden sie sich an und Jimmy bringt Tristan Niederländisch bei , denn Tristan ist mit seiner 10 köpfigen Familie aus dem Kosovo geflohen. Hier findet Jimmy das, was er zuhause nicht findet, Familie.
Als Tristan`s Familie die Abschiebung droht, hecken sie einen gefährlichen Plan aus, um dies zu verhindern.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Jimmy erzählt und die kindlich, naive Sicht nimmt dem Roman an manchen Stellen seine Schärfe. Die Freundschaft der beiden Jungen zeigt, dass Kinder keine Grenzen kennen was Sprache, Herkunft oder soziale Stellung betrifft. Sie sind unvoreingenommen und sehen nur den Menschen.

Ein Buch über Verlust, Flucht und Verzweiflung, aber auch über eine grenzenlose Freundschaft und Vertrauen.

Ein dünnes Buch mit großer Aussagekraft.

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Veröffentlicht am 28.03.2024

ein wunderschönes Buch mit wichtigem Inhalt

25 letzte Sommer
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Beim Lesen dieses kleinen,aber feinen Buches ertappte ich mich ganz oft dabei zu sagen " Ja, ja, genauso ist es, genauso soll es sein ".

Zwei Männer treffen an einem See aufeinander. Der eine ein gestresster ...

Beim Lesen dieses kleinen,aber feinen Buches ertappte ich mich ganz oft dabei zu sagen " Ja, ja, genauso ist es, genauso soll es sein ".

Zwei Männer treffen an einem See aufeinander. Der eine ein gestresster Geschäftsmann, der sein Leben " optimiert " hat und möglichst viel in kurzer Zeit effektiv schaffen will und er hat dabei seine innere Stimme verfloren, die ihm sagt , " ruh dich aus, höre auf deinen Körper, beachte die kleinen Dinge des Lebens, denn die sind die, die das Leben lebenswert machen ".
Der andere ist Karl, aus dem " Hamsterrad " ausgestiegen, hat er sich einen Hof gekauft, verdingt sich als Kartoffelbauer und teilt sich seine Zeit ein. Er lebt und arbeitet so, dass er ein ausreichendes Auskommen hat, aber auch viel Zeit für die wichtigen Dinge,zwischenmenschliche Beziehungen. Und so lädt Karl sein Gegenüber ein und die beiden Männer philosophieren über das Leben .

Dieses Buch war für mich wie eine wärmende Decke. Vieles was heute keine oder wenig Bedeutung hat, erfährt in diesem Buch Anerkennung. Entschleunigung, Individualität, der Blick auf das Wesentliche.

Zwei Sätze sind mir besonders in Erinnerung geblieben;

"Lebenswert wird das Leben erst, wenn man es mit Liebe, Zuwendung und Geborgenheit füllt".

und auf dem Weg zur Veränderung

" Mut hilft, Angst nie "

Ein Buch, dem ich eine ganze große Leseempfehlung ausspreche.

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Veröffentlicht am 25.03.2024

tolle Biografie

Der Lärm des Lebens
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Mir war Jörg Hartmann bisher nur als Tatortkommissar bekannt, der in Schimanskimanier die Leute brüskiert und immer ein bisschen schmuddelig gekleidet, mit seinen Dämonen zu kämpfen hat.

In diesem Buch ...

Mir war Jörg Hartmann bisher nur als Tatortkommissar bekannt, der in Schimanskimanier die Leute brüskiert und immer ein bisschen schmuddelig gekleidet, mit seinen Dämonen zu kämpfen hat.

In diesem Buch " Der Lärm des Lebens" lernt der Leser eine tiefgründige, lustige ,aber auch sehr sensible Seite des Autors kennen. Er schreibt über seine Familie,seine Jugend und das Aufwachsen im " Ruhrpott "Das Leben dort zur damaligen Zeit ist sehr anschaulich erzählt, das ich mir ein gutes Bild über " den Pütt" machen konnte
Auch seine Schauspielkarriere wird thematisiert und der Leser erfährt, wie viel sie ihm bedeutet und was er alles dafür getan hat, um dahin zu kommen, wo er heute ist.

Jörg Hartmann schreibt flüssig und sehr unterhaltsam , so dass es sehr viel Spaß gemacht hat, ihm bei seinem Leben über die Schulter schauen zu können.
Gelungene Biografie, die es sich lohnt zu lesen.

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Veröffentlicht am 25.03.2024

spannender Auftkt einer Dilogie

Kaiserwald
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Als echter Anja Jonuleit Fan habe ich mich natürlich sehr auf das neue Buch der Autorin gefreut.Ich würde dieses Buch als einen Genremix aus Krimi, Familiengeschichte und Liebesroman bezeichnen, der mich ...

Als echter Anja Jonuleit Fan habe ich mich natürlich sehr auf das neue Buch der Autorin gefreut.Ich würde dieses Buch als einen Genremix aus Krimi, Familiengeschichte und Liebesroman bezeichnen, der mich zu Anfang etwas verwirrt hat, mich aber mit einer großen Spannung auf den Folgeband zurückgelassen hat.

Auf verschiedenen Zeitebenen und aus der Sicht verschiedener Personen wird diese Geschichte erzählt, an deren Aufbau ich mich erst einmal gewöhnen musste. Zu Anfang wusste ich nicht, wie die einzelnen Stränge zueinanderpassten.

1998 verschwindet Penelopes Mutter Rebecca. Ihr Auto wird auf einem Autobahnrastplatz gefunden, sie selbst ist aber nirgens aufzufinden .Hat sie die Familie velassen, oder ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ? Penelope kommt zu ihren Großeltern, verliert aber nie die Hoffnung, dass ihre Mutter lebt und wiederkommt.

Rebecca hat als Lehrerin schon in verschiedenen Teilen der Welt gearbeitet, zuletzt in Riga, wo ihre Geschichte auch spielt.Als Kunst,- und Deutschlehrerin ist sie sehr beliebt, besonders Xenia , eine begabte Schülerin mit künsterischem Talent, hat ein enges Verhältnis zu ihr. Mit ihrem Vater beginnt Rebecca ein Verhältnis.

Mathilda wird uns in einem weiteren Erzählstrang vorgestellt. Sie ist Ex- Soldatin und spielt zu Anfang eine undurchsichtige Rolle in der Geschichte. Im weiteren Verlauf erfährt man aber mehr und mehr, was sie herausfinden möchte.

Die drei Handlungsstränge wechseln sich ab, so dass man als Leser die Geschichte auf verschiedenen Ebenen verfolgen kann. Nach und nach eröffneten sich mir die Verbindungen der einzelnen Akteure zueinander, was die Spannung immens in die Höhe trieb.

Ein dubioses Ökodorf und ein Mordopfer spielen auch noch eine Rolle und am Schluss fliegen die Seiten nur noch so dahin.

Das Buch baut seine Spannung langsam , aber kontinuierlich auf. Man spürt beim Lesen, dass vieles noch im Dunkeln bleibt. Manche Personen sind in ihrer Agitation teilweise schwer zu durchschauen und man fragt sich was dahintersteckt.

Es scheint, als wenn ein großes Geheimnis gelüftet werden soll und dabei geht es nicht nur um Rebeccas Verschweinden .

Ich bin mehr als gespannt auf den Folgeband und kann es kaum erwarten weiterzulesen. Das hätte ich nicht erwartet, als ich mit dem Buch begonnen habe. Also durchhalten lohnt sich, auch wenn zu Anfang einiges verworren scheint.

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