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Veröffentlicht am 17.06.2025

Emily Henry hat sich dieses Mal selbst übertroffen

Great Big Beautiful Life
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Der neue Roman "Great Big Beautiful Life" von Emily Henry hat mich wirklich sehr begeistert und ich habe aktuell ein übles Book Hangover!
Kurz zum Inhalt, ohne irgendwas zu spoilern und, oh boy, gibt es ...

Der neue Roman "Great Big Beautiful Life" von Emily Henry hat mich wirklich sehr begeistert und ich habe aktuell ein übles Book Hangover!
Kurz zum Inhalt, ohne irgendwas zu spoilern und, oh boy, gibt es viele spoilerhafte Momente in dieser Geschichte! Aber ich werde mich zügeln und nicht zu viel verraten: Wir begleiten die junge Autorin Alice Scott auf eine kleine Insel in Georgia, auf der sie die vor langer Zeit untergetauchte und unter einem Pseudonym lebende Margarete Ives vermutet, ihres Zeichens frühere millionenschwere Medienimperiumserbin und weltbekanntes Society-Girl in ihrer Jugend. All das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs an Dingen und Erlebnissen, die Margarete zu ihrer Familie und ihrem Leben erzählen könnte. Genau das erhofft sich Alice von ihrem Besuch bei Margarete: eine Chance, die Biografie/Memoiren der mittlerweile Einsiedlerin zu schreiben und damit nicht nur ihren Traumjob zu angeln, sondern auch all die fiesen Falschmeldungen und Annahmen der Öffentlichkeit richtigzustellen, die Margarete und ihre Familie erst zu Fall und dann in ihre Verstecke getrieben hatten. Dort angekommen wird ihr aber erstmal ein Konkurrent präsentiert: der Pulitzer-Preisträger (für eine andere bekannte Biografie) Hayden, der nicht nur verboten gut aussieht, sondern auch die Definition von grumpy ist – zuerst. Beide Konkurrenten sollen einen Monat lang abwechselnd Margarete interviewen dürfen und am Ende würde das bessere Ergebnis die Zusage bekommen, die Biografie umzusetzen. Von nun an erfahren wir parallel die lange und ereignisreiche Familiengeschichte des Hauses Ives und die anfangs schwierige und immer wärmer werdende Beziehung zwischen Alice und Hayden, die unterschiedlicher nicht sein könnten (zumindest nach ersten Eindrücken), sich aber auf dieser kleinen Insel ständig über den Weg laufen. Auch Nebengeschichten, wie die Beziehung von Alice zu ihrer Mutter und dem kürzlich verstorbenen Vaters oder die Begegnungen mit dem eigenartigen aber freundlichen Cecil sind interessant und spielen zum Ende hin nochmal eine wichtige Rolle.
Der Aufstieg und Fall des Hauses Ives hat mich wirklich sehr in seinen Bann gezogen und hat mich überrascht, weil ich so etwas noch nie (in dem Ausmaß) bei Emily Henry gelesen habe, was ich mega fand. Ich war beeindruckt, wie sie mehrere Geschichten parallel webt, ohne mich als Leserin zu sehr zu verwirren oder mich einen Erzählstrang mehr lesen wollen zu lassen als den anderen (Gegenwart/Vergangenheit oder die Entwicklung der Beziehung von Alice zu Margarete/Hayden). An manchen Stellen hab ich mir wirklich fast einen Stammbaum der Familie Ives gewünscht, aber der wäre, wie wir am Ende erfahren, entweder sinnlos oder ein Spoiler.
Ich kann gar nicht so genau sagen, was mir an Henrys Schreibstil immer so gefällt, aber ich lese, oder eher verschlinge, ihre Bücher einfach immer total gern. Was mir in jeder ihrer Geschichten auffällt, ist dass ich alle Hauptcharaktere immer sehr liebe. Die sind nie perfekt oder machen keine Fehler, aber sie sind immer interessant und vielschichtig und meist nicht, wie sie auf die ersten Zeilen scheinen. Ganz besonders in die weiblichen Hauptcharaktere und ihre Love Interests bin ich immer sehr verliebt. Auch in diesem Fall habe ich Alice sofort ins Herz geschlossen und Hayden geshippt, weil ich schon in freudiger Erwartung war, was passieren würde, wenn Alice seine harte Schale knackt. Und ich wurde nicht enttäuscht und durfte lesen, wie sich eine ganz tolle und schöne Romanze entfaltet. Wirklich genau, was ich mir von einem Buch dieses Genres erhoffe und noch viel mehr. Emily Henry hat sich dieses Mal im World- und Character-Building selbst übertroffen. Wie macht sie das bloß? Sie bringt soo viele Bücher raus und dann sind da auch einfach solche Meisterwerke dabei…. How?!?
Einziger Mangel und liegt wahrscheinlich eher an meinem Bedürfnis, die Geschichte nicht loslassen zu wollen: das Ende ist schon sehr abrupt, was irgendwie typisch Emily Henry ist. Ich war etwas traurig, nicht genauer zu erfahren oder selbst mitzubekommen, wie die Konfrontation zwischen Hayden, Margaret und Nicollet stattfand und sich die Beziehung entwickelte. Auch Cecil haben wir „persönlich“ nochmal getroffen, um seine Sicht der Dinge geschildert zu bekommen. Und natürlich hätte ich vor allem nochmal mehr von Hayden und Alice lesen wollen, also nur dieser Schnelldurchlauf mit obligatorischer Schwangerschaft, als Zeichen eines Happy Ends, was mich allerdings als Trope nie befriedigt, aber das ist ein anderes Thema…
Auf jeden Fall gibt es mir eine große Leseempfehlung für alle Emily Henry Fans und für alle die es werden wollen: fangt am besten mit ihren früheren Büchern an, damit ihr die genießen könnt, bis ihr zu diesem großartigen Meisterwerk hier kommt und freut euch auf ein tolles Leseerlebnis. Aber seid für das Book Hangover gewappnet!

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Tolles Debut

Teddy
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In „Teddy“ von Emily Dunlay verfolgen wir das Leben von Teddy Huntley Carlyle im Sommer 1969 in Rom mit Fokus auf Anfang Juli und einigen Rückblicken auf vergangene Jahre, Monate oder Tage. Aufgewachsen ...

In „Teddy“ von Emily Dunlay verfolgen wir das Leben von Teddy Huntley Carlyle im Sommer 1969 in Rom mit Fokus auf Anfang Juli und einigen Rückblicken auf vergangene Jahre, Monate oder Tage. Aufgewachsen in Dallas, Texas in einer sehr wohlhabenden, konservativen und einflussreichen Familie war sie froh, noch vor ihrem 35. Geburtstag David zu heiraten, einen Mann, den sie noch nicht lang kannte, aber für den sie nach der Hochzeit nach Rom zog, wo er in der amerikanischen Botschaft arbeitet. Wir lernen weitere Charaktere und Details kennen, u.a. Botschaftsmitarbeiter und den Wolf, Davids Chef und aspirierender Präsident, aber auch Menschen aus Teddys Vergangenheit, wie ihre Tante Sister oder einen ehemaligen russischen Liebhaber, Jewgeni/Eugene Larin, aber vor allem lernen wir mehr über die Ich-Erzählerin Teddy. Sie befindet sich in einer Art Verhör, über das wir am Ende erst erfahren, worum es sich tatsächlich handelt. Jedenfalls erzählt Teddy sehr ausschweifend und ausführlich mit viel Introspektive über ihr Leben vor und in Rom, was auf mich als Leserin schon fast tagebuchartig wirkte.
Was ich anfangs sehr unterhaltsam fand und mich schnell in die Geschichte reinkommen ließ, waren der wirklich ausschweifende und „stream of consciousness“-mäßige Erzählstil der Protagonistin und Erzählerin, die gerne diverse Ablenkungen und Abbiegungen nimmt, wenn sie von Ereignissen erzählt und sich in Details verliert. Oftmals wird lange und sehr genau beschrieben, was Teddy oder andere Personen trugen oder ihre vermeintlich unwichtigen Tätigkeiten, während mich als Leserin wirklich brennend interessierte, was denn bitte Anfang Juli geschah. Wirklich detailliert wurde es auch, wenn es um die Kunst und Kultur ging, vor allem in Italien, was ich aber ehrlich gesagt sehr interessant fand und half, dieses Dolce Vita Feeling der 60er Jahre irgendwie sehr gut zu vermitteln. Abgesehen davon wurde ich aber schon beinahe so ungeduldig, wie die Verhörer von Teddy. An manchen Punkten schwenkte meine Ungeduld auch in latentes Genervtsein um. Das ist auch einer der wenigen Kritikpunkte, die ich an dem Roman habe: das Stilmittel, dass so charakteristisch für die Protagonistin und den Erzählstil ist, diese Langatmigkeit und ewigen Ausschweifungen, haben mir weite Teile gut gefallen, aber waren für mich am Ende doch etwas zu viel und lang. Außerdem wurden viele Dinge, Erzählungen, Beschreibungen mehrmals wiederholt, was vielleicht gut zum Charakter der Erzählerin passt, mich aber im Endeffekt immer mehr gestört und genervt hat. Vor allem beim Mittelteil des Romans musste ich mich teilweise wirklich zwingen, weiterzulesen, weil ich hoffte, dass es sich lohnen wird und ich unbedingt das Buch zu Ende bringen wollte und auch wissen wollte, was geschah und wie es für Teddy ausgeht.
Obwohl ich Teddy stellenweise wirklich nicht mochte, was vielleicht wirklich dem zuvor genannten Genervtsein von ihrer Erzählart geschuldet ist, und ich sie manchmal zu naiv und abhängig und unselbstständig und oberflächlich empfand, wünschte ich mir trotzdem unbedingt ein glückliches Ende für sie und hoffte auf eine Art Gerechtigkeit in dieser stark patriarchal geprägten Zeit. Wirkliche Abneigung gegen sie empfand ich nie, ganz anders den Männern in dieser Geschichte gegenüber: Hal, David, der Wolf, Jewgeni/Eugene, Mauro und auch die Verhörer. Ich hatte auch nichts gegen Teddys Charakter, sondern fand eher abscheulich, in was für einer Welt und mit welchen Werten sie großgezogen wurde. In dem Sinne empfand ich ihre Entwicklung und ihren Charakter eher bewundernswert, wenn man bedenkt, mit was für Einflüssen sie aufwuchs und zu welcher Art Frau sie sich auch hätte entwickeln können. Leider war Teddys Selbstbewusstsein nicht gut genug, um das zu sehen und mit ihren Wünschen, Bedürfnissen und Taten gut zu leben und dazu zu stehen, wie sie ihr Leben lebt oder gerne leben würde. Und das ist eine Tatsache, die ich als Frau selbst in der heutigen Gesellschaft noch sehr gut nachvollziehen und mitfühlen kann und daher als besonders tragisch empfinde.
Umso überraschender fand ich das Ende des Romans und vor allem den Epilog. Woher kamen auf einmal der Sinneswandel und die komplette Lebensumstellung? Auch ihre Art zu erzählen, wirkte entspannter und sie hielt sich nicht länger mit unnötigen Details auf, sondern ließ essenzielle Details (Verbleib von David oder ihr Aufenthaltsort) sogar einfach offen. Ist Teddy überhaupt eine vertrauensvolle Erzählerin...?

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Gedankenstarter

Als ich dich traf
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In „Als ich dich traf“ von Rebecca Serle bekommen wir in diversen Gegenwarts- und Vergangenheitserzählungen Einblicke in das Liebesleben von Daphne. Dabei gibt es 2 Besonderheiten. Erstens bekommt sie, ...

In „Als ich dich traf“ von Rebecca Serle bekommen wir in diversen Gegenwarts- und Vergangenheitserzählungen Einblicke in das Liebesleben von Daphne. Dabei gibt es 2 Besonderheiten. Erstens bekommt sie, laut eigener Aussage vom Universum, jedes Mal, wenn sie einen love interest kennenlernt, auf irgendeine Art und Weise einen Zettel, auf dem steht, wie lange diese Liebschaft dauern wird, von einer Nacht bis hin zu mehreren Jahren. Zweitens, und das ist ein Spoiler, da wir diese Tatsache erst in der zweiten Hälfte des Buches erfahren, hat Daphne einen Herzfehler, weshalb es jeden Moment zu schlagen aufhören könnte. Beide Gründe führen dazu, dass Daphne sich nie wirklich auf ihre Beziehungen einlässt, da sie ja sowieso weiß, wann sie enden und wie viele Gefühle und Energie sie entsprechen investieren sollte und da ihr Leben und die Zukunft durch ihren Herzfehler ja irgendwie auch begrenzt und nicht langfristig planbar erscheinen.
Ich fand die Prämisse und das Gedankenspiel spannend und habe mit viel Interesse die verschiedenen Beziehungen Daphnes in der Gegenwart und Rückschau verfolgt, allerdings empfand ich die tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Konzept und was das innerlich mit Daphne macht, manchmal ein bisschen zu flach. Ich stelle mir vor, dass beide besonderen Tatsachen in Daphnes Leben noch viel mehr Gedanken und philosophische Fragen in ihr hervorrufen, mit denen ich mich als Leserin gerne mit ihr auseinandergesetzt hätte.
Das Ende des Buches habe ich so nicht erwartet, was mir sehr gefiel. Allerdings war der Weg da hin und vor allem die entscheidenden letzten Kapitel echt sehr knapp gehalten und ich hatte ein etwas unbefriedigtes Gefühl nach der schnellen Resolution der Geschichte.
Gleichzeitig hat das Buch mich trotzdem nachhaltig beschäftigt, da ich merke, dass ich mir immer noch Gedanken um das Konzept und die möglichen Auswirkungen mache – das Gedankenspiel also auch außerhalb des Buches noch weiterspiele. Genau solche Wirkungen wünsche ich mir von Büchern, weshalb ich sehr froh bin, dieses hier gelesen zu haben. Es war trotz der teilweise schweren Themen ein kurzweiliges und unterhaltsames Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Düster und magisch

Play of Hearts
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Im Buch „Play of Hearts” von Juli Dorne geht es um die junge Evie, die mit einem Fluch zu kämpfen hat: Ihre Berührung ist tödlich, seit sie in einem unbekannten Jungen im Spiegelkabinett von ihrer Oma ...

Im Buch „Play of Hearts” von Juli Dorne geht es um die junge Evie, die mit einem Fluch zu kämpfen hat: Ihre Berührung ist tödlich, seit sie in einem unbekannten Jungen im Spiegelkabinett von ihrer Oma ihr Herz versprach. Nachdem sie jahrelang damit gelebt hat, verliebt sie sich aber in Arthur, obwohl ihre Liebe unmöglich scheint. Als sie sich näherkommen, zahlt Arthur einen hohen Preis. Nur Rémi kann helfen, es wirkt aber von Anfang an so, als hätte dieser seine ganz eigenen Geheimnisse. Soweit ganz grob zum Inhaltlichen, alles weitere wäre ja schon ein Spoiler :)
Dieses erste Buch der neuen Romantasy Reihe war mein erstes von Juli Dorne, aber ich war sehr angetan von ihrem Schreibstil und kam sehr schnell in die Geschichte und diese Fantasywelt rein. Außerdem habe ich schnell eine emotionale Bindung zu Evie hergestellt, die sehr sympathisch wirkt, wenn auch durch viele Selbstzweifel und permanentes Hadern geplagt. Dass sie diese Art von Gedanken und Selbstreflexion im Laufe des Buches und der persönlichen Weiterentwicklung ihres Charakters nicht wirklich ablegen oder abmindern kann, hat manchmal ein bisschen irritiert und mich teilweise ein etwas verloren. Allerdings ist dies ja auch erst der Auftakt einer Reihe und da bleibt viel Platz für Weiterentwicklung dieser tollen jungen Frau :)
Stilistisch bewegt sich der Roman für mein Gefühl sehr gekonnt zwischen darker Romantasy und natürlich purer, gut geschriebener Fantasy.
Insgesamt kann ich das Buch guten Gewissens echten Romantasyfans weiterempfehlen. Vor allem über deutschsprachige und junge, weibliche Stimmen in dem Genre freue ich mich immer sehr.
Zuletzt noch ein paar Worte zur Gestaltung des Buches: Das Cover sieht nur nicht farblich toll von vorne und von der Seite aus, es fühlt sich auch von der Textur her sehr gut an. Natürlich darf auch das tolle Gimmick dieser Auflage nicht unerwähnt bleiben: Das schöne Lesezeichen, das Blumensamen eingewoben hat und einfach eingepflanzt werden kann. Was für eine tolle Beilage, vor allem für ein Buch, das im Frühling erscheint.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Fesselnde Tragödie

Wie Risse in der Erde
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Im Buch "Wie Risse in der Erde" von Clare Leslie Hall verfolgen wir die tragische Geschichte und die Beziehungen zwischen Beth, Gabriel, Frank und ihren Familien. Dabei überspannt das Erzählte einen Zeitraum ...

Im Buch "Wie Risse in der Erde" von Clare Leslie Hall verfolgen wir die tragische Geschichte und die Beziehungen zwischen Beth, Gabriel, Frank und ihren Familien. Dabei überspannt das Erzählte einen Zeitraum von fast 15 Jahren (spielt hauptsächlich in den Jahren 1955 und 1968) und beinhaltet eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung, Liebe, Trennungen, einige Tragödien und gipfelt schließlich in einem spannenden Todesfall mit Mordprozess. Wir springen immer wieder in den Zeitebenen und wissen von Anfang an vom Mordprozess, aber erfahren erst gegen Ende, wer in diesem Todesfall gestorben ist, was der Verwurf und Tathergang sind und vor allem, wer unter Anklage steht, was das Buch wirklich bis zum Ende sehr spannend macht und nicht nur mit einem, sondern mit 2 großen und eher unerwarteten Plottwists aufgelöst wird.
Wie bereits erwähnt, empfand ich das Buch als sehr spannend und ich war von Anfang bis Ende sehr gefesselt. Nicht zuletzt, weil ich wirklich mit allen Hauptcharakteren mitgefühlt und quasi für alle gerootet habe. Das hat mich natürlich sehr mitfiebern lassen, für wen es am Ende ein Happy End oder eine Tragödie gibt, sowohl in Liebesdingen, als auch vor Gericht. Ich möchte gar nichts spoilern, weil mich die Plottwists wirklich kalt erwischt haben (zumindest einer davon, den anderen habe ich so schon vorgeahnt/befürchtet), aber so viel kann ich sagen: Ich habe auf jeden Fall ein paar Tränen verdrückt, was schon alles darüber aussagt, wie sehr ich in der Story drin war.
Einziger Kritikpunkt ist vielleicht, dass der doch modern wirkende Schreibstil einen immer wieder vergessen lässt, dass die Geschichte eigentlich in den 50er und 60er Jahren spielt, was vielleicht für ein paar Handlungsstränge wichtig und sinngebend ist, aber ansonsten auch kein großer Störfaktor ist. Deshalb auch nur ein winziger Kritikpunkt :)
Alles in Allem empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter und habe es auch schon an Freundinnen weiterverliehen, die solche Geschichte immer zu schätzen wissen und nicht unbedingt immer ein hundertprozentiges Happy End brauchen. Ähnlich wie beim „Gesang der Flusskrebse“ mit dem dieses Werk meines Erachtens guten Grundes oft verglichen wird, werde ich Leseerfahrung nicht so schnell vergessen und noch eine Weile darauf herumzukauen haben. Und das meine ich als absolutes Kompliment.

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