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Veröffentlicht am 15.03.2024

- komplexes und gewalttätiges Sozial-Drama mit surrealem Beiklang -

Das verlorene Paradies
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James Lee Burke - Das verlorene Paradies
(Heyne Verlag)

- komplexes und gewalttätiges Sozial-Drama mit surrealem Beiklang -

Colorado, in den frühen 60ern, wenige Tage vor der Kubakrise. Als der Saisonarbeiter ...

James Lee Burke - Das verlorene Paradies
(Heyne Verlag)

- komplexes und gewalttätiges Sozial-Drama mit surrealem Beiklang -

Colorado, in den frühen 60ern, wenige Tage vor der Kubakrise. Als der Saisonarbeiter Aaron Holland Broussard, samt seiner beiden Kollegen Spud Caudill und Cotton Williams, vor einem Motel in Trinidad von vier Männern derbe verprügelt wird, landen sie unversehens im Gefängnis. Erst als ihr Chef Mr. Jude Lowry auftaucht, seines Zeichens Besitzer einer Farm mit Milchviehhaltung in Trinidad, werden die drei Saisonkräfte aus der Haft entlassen. Nicht ohne guten Rat von Detective Wade Benbow, die Sache besser auf sich beruhen zu lassen. Nach den brutalen Angreifern hatte man, wie es scheint, ohnehin nicht gefahndet. Aaron erhält lediglich ein gefaltetes Stück Papier von Detective Benbow, mit der Notiz "Sie haben keine Ahnung, mit wem Sie es zu tun haben. Rufen Sie mich an." und einer Telefonnummer darauf, welches die Kellnerin des Motel-Restaurants Jo Anne McDuffy für ihn hinterlassen hat. Aaron trifft sich mit der Kellnerin und Kunststudentin Jo Anne und verliebt sich in sie. Von ihr erfährt Aaron den Namen eines der beteiligten Schläger. Darrel Vickers und dessen jähzorniger Vater Rueben, Teil einer einflussreichen Familie aus der Ölbranche, besuchen gleich am nächsten Tag die Farm von Mr. Lowry, um erneut mächtig Stunk zu machen. Die Botschaft der beiden: Niemand legt sich mit den Vickers an. Mit Aaron Holland Broussard allerdings auch nicht. Und so schaukeln sich Machtspielchen, Drohungen und Gewalt zu einem hochexplosiven Gemisch hoch.

Der 1936 in Houston, Texas geborene James Lee Burke ist einer dieser Schriftsteller, denen man in der Regel blind vertrauen kann. Deren Schreibstil einem unmittelbar ans Herz wächst und sogleich in die Geschichte hineingleiten lässt, als wäre man ein Teil von ihr. Es sind seine niveauvollen Sozial-Dramen im Thriller- und Krimi-Gewand, die wiederkehrenden Gewaltorgien, die erschreckenden Martyrien, welche den Leser verstören und die den Zeitgeist der jeweiligen Epoche perfekt einfangen. Burke schafft es, nicht zuletzt aufgrund seiner vergleichenden Rhetorik, die landschaftlichen Kulissen innerhalb seiner literarischen Trips mit sprudelndem Leben zu füllen. Er legt viel Wert auf emotionale Bindungen, eine gewisse Cozyness und eine ordentliche Portion knisternder Spannung. So spürt man in seinem komplexen und atmosphärisch dichten Werk "Das verlorene Paradies" die jeweilige Umgebungstemperatur, das hitzige Gemüt der Männer in einem gewalttätigen Landstrich im Süden des Colorado-Plateaus und die lauernde Gefahr, in der Aaron Holland Broussard und seine Freundin Jo Anne permanent schweben.

Aaron ist ein seltsamer, aber liebenswerter Zeitgenosse, doch trotz seiner überwiegend ruhigen Art auch ein kleiner Hitzkopf, der es schnell und gerne mal übertreibt. So handeln sich die schlagfertige und toughe Jo Anne und der Wanderarbeiter immer mehr Ärger mit den Vickers, Jo Annes zwielichtigem Kunstdozenten Henry Devos, samt seiner Clique vergeblich sinnsuchender, drogenverseuchter und esoterischer Beatniks, sowie Detective Wade Benbow ein. Letztgenannter ist gleichzeitig mit einer brutalen Vergewaltigungs- und Mordserie an Frauen in einem weitläufigen Umfeld beschäftigt, in die Broussard wider Willen immer tiefer hineingezogen wird.

Auf knapp 320 Seiten entwirft der, heute mit Ehefrau Pearl auf einer Ranch in Missoula, Montana lebende Schriftsteller James Lee Burke, eine zugegebenermaßen etwas sonderbare, gleichwohl niveau- und stilvolle Geschichte aus Gewalt, Rache, Vergewaltigung und Mord, die in einem übernatürlichen Gewaltexzess mündet. Diese mysteriöse Ader, die sich aufgrund Aaron Holland Broussards Posttraumatische Belastungsstörung, gerade zum Schluss hin in Blackouts und surrealen Visionen äußert, ist definitiv gewöhnungsbedürftig. Einen derart mystischen Hintergrund bin ich, in dieser ausgeprägten Form, von James Lee Burkes "Holland-Universum" bislang nicht gewohnt. Der Rest der Familienbande wird lediglich peripher angerissen. "Das verlorene Paradies", welches phasenweise an Cormac McCarthy erinnert und im amerikanischen Original bereits im Jahre 2021 unter dem Titel "Another Kind of Eden" erschien, bietet ansonsten Kopfkino par excellence. Wer allerdings den letzten Satz des Klappentextes entworfen hat, hat die Geschichte um den Zugvogel und Nachwuchsautor Aaron Holland Broussard offensichtlich gar nicht gelesen.

(Janko)

https://www.jamesleeburke.com/
https://www.facebook.com/JamesLeeBurkeAuthor
https://www.instagram.com/jamesleeburke/

Brutalität/Gewalt: 79/100
Spannung: 82/100
Action: 78/100
Unterhaltung: 87/100
Anspruch: 38/100
Atmosphäre: 79/100
Emotion: 49/100
Humor: 13/100
Sex/Obszönität: 18/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Wertung: 87/100

https://www.lackoflies.com" target="_blank">https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 16 Jahren (aufgrund der relativ expliziten Gewaltdarstellungen und des allgemeinen Verständnisses)

James Lee Burke - Das verlorene Paradies
Heyne Verlag
Thriller
ISBN: 978-3-453-42846-1
320 Seiten
Paperback , Klappenbroschur
Originaltitel: Another Kind of Eden (2021)
Aus dem amerikanischen Englisch von Daniel Müller
Erscheinungstermin: 14.02.2024
EUR 18,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-641-28960-7
Erscheinungstermin: 14.02.2024
EUR 12,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

"Das verlorene Paradies" beim Heyne Verlag: https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Das-verlorene-Paradies/James-Lee-Burke/Heyne/e617349.rhd

Leseprobe: https://www.penguin.de/leseprobe/Das-verlorene-Paradies/leseprobe_9783453428461.pdf

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2024

- interessanter aber unspektakulärer HardSF-Thriller -

Janus
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Phillip P. Peterson - Janus
(FISCHER Tor)

- interessanter aber unspektakulärer HardSF-Thriller -

NASA Hauptquartier, Washington, D.C. Die 29-jährige US-amerikanische Astronautin Jenny Nelson soll zu ...

Phillip P. Peterson - Janus
(FISCHER Tor)

- interessanter aber unspektakulärer HardSF-Thriller -

NASA Hauptquartier, Washington, D.C. Die 29-jährige US-amerikanische Astronautin Jenny Nelson soll zu einer mehrere Monate andauernden Mission auf der Internationalen Raumstation ISS starten. Schon lange träumt sie von einem Flug zum Mond oder noch besser zum Mars, doch mehr Substanz als einer Utopie gesteht sie ihrer Hoffnung dabei nicht zu. Eine Hoffnung, die einer Familienplanung mit ihrem Freund Daniel Perito, seines Zeichens Manager für internationale Kontakte im Hauptquartier der NASA in Washington, diametral konträr entgegensteht. Doch während der letzten Vorbereitungen auf ihren gemeinsamen Raumflug zur ISS, wird Jennys russischer Kollege Mikhail Gidzenko, kurzerhand und völlig unerwartet von seinen Vorgesetzten in Moskau von der Mission abgezogen. Bei einem umbenannten Anflug auf den Mars sei mit einem Mal der Kontakt zur russischen Marssonde abgebrochen. Letztlich wird auch Jennys ISS-Mission gecancelt. Als wenig später bekannt wird, dass die Chinesen die Umlaufbahnneigung ihrer Tiangong-Raumstation neu ausrichten, rätseln die europäischen und amerikanischen Raumfahrtbehörden über die neue Flugbahn der modularen chinesischen Raumstation "Himmelspalast", die sich nun direkt über dem russischen Kosmodrom Vostochny befindet.

Um den neuen und mittlerweile sechsten HardSF-Edutainment-Thriller "Janus", des unter Pseudonym schreibenden, deutschen Schriftstellers Phillip P. Peterson zur Gänze genießen zu können, sollte man eine gewisse Affinität für Technik und Raumfahrt mitbringen. Nüchtern, sachlich und faktenbasiert vorgetragen, nutzt der ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter für Luftfahrt-, Raumfahrt und Nukleartechnik viele technische, physikalische und mathematische Begrifflichkeiten, die den Laien schon mal überfordern und zum Googeln zwingen können. Der 1977 in Waldbröl (Nordrhein-Westfalen) geborene Autor jongliert des Weiteren mit einem kaum zu fassenden Wust an Charakteren, bei dem man schon mal den Überblick verlieren kann. Innerhalb seines 384 Seiten umfassenden Standalones lässt er aber auch die wichtige emotionale Seite nicht gänzlich außer Acht. Phillip P. Peterson ist vom Fach und weiß, wovon er schreibt, lässt sich im Falle von "Janus" allerdings enorm viel Zeit mit Spannung und Action. Seine unspektakulären Ausführungen, um die Vorbereitungen zur Marsmission, leiden etwas an Einfallslosigkeit und sind streckenweise nur unwesentlich spannender als das Telekolleg im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. In dieser Phase verliert Petersons vielversprechender Plot deutlich an Fahrt.

Als Daniel Perito und seine Freundin Jenny Nelson interessante Daten vom Marsmond Phobos und eines auf dessen Oberfläche befindlichen Objekts zugespielt bekommen, erkennen sie in dem, bereits in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entdeckten Phobos-Monolithen, ein vermeintlich außerirdisches Artefakt. Und während sich Russen, wie Chinesen für eine Reise zum Marsmond Phobos startklar machen, beraten die Amerikaner, wie sie den beiden Raumfahrtnationen zuvorkommen können. Die Vereinigten Staaten von Amerika wollen ebenfalls eine bemannte Operation auf den Weg schicken, denn wer zuerst in den Besitz der mutmaßlich außerirdischen Technik gelangt, könnte dadurch einen immensen Vorteil erlangen. Das Projekt "Janus" ist geboren und damit auch ein gefährlicher, überhasteter und risikoreicher Wettlauf im All, der sich auf der Erde zu einem echten Politikum mit erhöhtem Kriegspotenzial auszuwachsen droht. Ein Szenario, das sich mit all seinen, teils menschenverachtenden Widrigkeiten und internationalen politischen Maßnahmen, durchaus in der dargestellten Art abspielen könnte. Ein trilaterales Abkommen zwischen Amerikanern, Russen und Chinesen, zur Bergung des Artefakts soll beschlossen werden. Doch eine Nation schießt quer und setzt dadurch das Leben der gesamten Menschheit aufs Spiel.

In der Vergangenheitsform verfasst, lässt sich HardSF-Schriftsteller Phillip P. Peterson viel Zeit mit seiner Einführung. Vitalität und Dynamik sind daher zu Beginn der "Reise" nur sehr schwach ausgeprägt. Das ändert sich im weiteren Verlauf der fiktionalen Erzählung ganz allmählich. Die Zeichnung der Protagonisten ist angemessen, die Emotionalität eher hintergründig und das jeweilige Milieu recht rudimentär dargestellt. "Janus" fokussiert sich beinahe ausschließlich auf die vorbereitenden Handlungen zur Marsmission, die vom ehemaligen Ingenieur für Trägerraketenkonzepte zwar nicht gänzlich uninteressant gestaltet wurden, mir persönlich dann aber doch etwas zu trocken vorgetragen sind. Da bleibt nicht allzu viel Raum für Atmosphäre oder Spannung. Und obschon die Mission zum Schluss hin noch mal deutlich aufdreht, droht Phillip P. Petersons Edutainment- und Unterhaltungsroman "Janus" weder nach oben noch nach unten großartig auszureißen.

(Janko)

http://petersonauthor.com/
http://raumvektor.de/
https://www.facebook.com/PetersonAutor/
https://www.instagram.com/petersonauthor/

Brutalität/Gewalt: 11/100
Spannung: 47/100
Action: 38/100
Unterhaltung: 76/100
Anspruch: 41/100
Atmosphäre: 29/100
Emotion: 27/100
Humor: 01/100
Sex/Obszönität: 02/100

LACK OF LIES - Wertung: 74/100

LACK OF LIES - Altersempfehlung: ab 14 Jahren (aufgrund des technischen Verständnisses)

Phillip P. Peterson - Janus
FISCHER Tor
HardSF
ISBN: 978-3-596-70892-5
384 Seiten
Paperback
Erscheinungstermin: 30.08.2023
EUR 18,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-10-491796-2
Erscheinungstermin: 30.08.2023
EUR 16,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

"Janus" bei FISCHER Tor: https://www.tor-online.de/buch/phillip-p-peterson-janus-9783596708925

Leseprobe: https://www.book2look.com/book/9783596708925

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2024

- einfallsreicher und anspruchsvoller Polit-Thriller mit hartnäckigen Durchhängern -

Brazilian Psycho
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Es herrscht Gewalt in den Straßen São Paulos. Miss- und Vetternwirtschaft, Kriminalität, Betrug und Korruption stehen an der Tagesordnung. Nicht selten münden diese in völligen Katastrophen für die, zumeist ...

Es herrscht Gewalt in den Straßen São Paulos. Miss- und Vetternwirtschaft, Kriminalität, Betrug und Korruption stehen an der Tagesordnung. Nicht selten münden diese in völligen Katastrophen für die, zumeist verarmte Bevölkerung. Der philosophische Ansatz des Habitus, den der britische Autor Joe Thomas in seinem einfallsreichen und anspruchsvollen Polit-Thriller "Brazilian Psycho" an den Tag legt, ist genauso rau und lebendig, wie die Schauplätze, an denen sie sich zutragen. Politisch unkorrekt, obszön, vulgär, skrupellos und verdammt brutal. Auf Befindlichkeiten nimmt Thomas keine Rücksicht. Das machen die Gangs auf der Straße auch nicht. Also beschönigt er auch nichts. In der größten Stadt Brasiliens hält sich niemand an das Gesetz. Jeder wirtschaftet auf seine Weise. Zumeist in die eigene Tasche. Die Grenzen der organisierten Kriminalität sind nun mal fließend. Das Gefälle zwischen Arm und Reich ist es hingegen nicht. In seinem 640 Seiten umfassenden, weltoffenen und kommunikativen Polit-Thriller geht der Brite ebenso auf den politischen und wirtschaftlichen Lauf der Dinge ein, wie auch auf das unweigerliche Ineinandergreifen vom Verteilen (zumeist) finanzieller Zuwendungen und dem Ermöglichen von Dingen des alltäglichen Lebens. Er stützt sich auf kurze, lässige, gleichwohl prägnante und aussagekräftige Thesen, die darauf hindeuten, dass ihr Repräsentant bereits so einiges im Leben gesehen hat. Joe Thomas, der selbst zehn Jahre in São Paulo gelebt hat, beleuchtet die politischen, wirtschaftlichen und kriminellen Kausalitäten insbesondere in der Zeitspanne von 2003 bis 2019 und zeigt die Gegensätzlichkeit São Paulos als Milieustudie. Die Favelas, mit ihren eng aneinander gebauten Bruchbuden am Hang des Morro da Providência und demgegenüber Bezirke, wie das grüne Jardins-Viertel mit seinen ruhigen Straßen, Nobel-Restaurants, luxuriösen Apartment-Hochhäusern, mondänen Hotels, reichen Paaren, schnellen Autos und exklusiven Klamottenläden mit Tausend-Dollar-Jeans. Neben schicken Bars und "padarias" (Bäckereien), Wop-Kantinen und Pizzerien wimmelt es in São Paulo nur so vor Straßennutten, Stripclubs, Strichern, Dealern, Zuhältern, Künstlern, Aristokraten und den "noias", den paranoiden Süchtigen.

Januar 2003. Detective Mario Leme macht sich gemeinsam mit seinem guten Freund und Partner Ricardo Lisboa auf ins Nobelviertel Jardim Paulistano, um zu klären, wer Paddy Lockwood, den Direktor der British International School, in dessen Villa ermordet hat. Der Fall wird nicht aufgeklärt. Doch jemand muss den Kopf dafür hinhalten. Ein armer Schlucker aus den Favelas, dessen Familie für seinen fünf- oder sechsjährigen Stellvertreter-Knastaufenthalt einen Batzen Geld erhält, ist schnell bestimmt. Der Mord an dem Schulleiter ist Lemes erster Fall, der ihn auch Jahre später nicht zur Ruhe kommen lässt und für ihn zu einer Obsession gerät. Szenenwechsel. Miami Airport. "Big" Ray Marx fliegt nach São Paulo. Aber nicht unvorbereitet. Der ehemalige CIA-Agent, aktuelle Firmenteilhaber und freiberufliche Drahtzieher hat sich zuvor mit Startkapital eingedeckt. Das will er gewinnbringend investieren. Er soll für den Hedgefonds und die private Investmentbank Capital SP den Consultant spielen und die Entwicklung des Finanzmarktes unter der politischen Führung von Luiz Inácio Lula da Silva (35. und indes auch 39. Präsident der Föderativen Republik Brasilien) sondieren. In der Zwischenzeit trifft sich Anwältin Renata Sanchez, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Fernanda von Capital SP ein Rechtsberatungsbüro am Rande der Favela Paraisópolis eröffnen will, mit einem Makler. Sie wollen den Bewohnern der Favela bei den vielen Anträgen helfen, die ein besseres Leben für selbige bedeuten könnten. Beobachtet vom 13-jährigen Schüler Rafa, der sich als Aufpasser ein bisschen Geld verdient. Er notiert, auffällige Personen, die die Favelas betreten oder selbige verlassen.

Aufgrund der vielen Handlungsstränge weiß man nicht so recht, in welche Richtung es eigentlich gehen soll. Doch dann nimmt die gesellschaftspolitische Ode an das wichtigste Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum des Landes allmählich Gestalt an und die Geschehnisse beginnen sich zu überschneiden. Der komplexe, teil-fiktionale Polit-Thriller "Brazilian Psycho", der auf einem Fundament aus tatsächlichen Vorkommnissen errichtet wurde, ist schon harter Tobak. Trocken, schwarzhumorig und abgebrüht geht Joe Thomas auf die jeweiligen Charaktere ein, die man in ihrem täglichen Kampf im Sündenpfuhl São Paulos begleitet. Die meisten von ihnen ohne reelle Chance jemals aus diesem abartigen Teufelskreis aus Sex, Drogen und Gewalt auszubrechen. Man riecht den Dreck, den Staub, die Abgase, spürt die permanente Gefahr der willkürlichen Gewalt, die Schwüle, die flirrende Hitze, sieht die Massen an Menschen vor dem eigenen geistigen Auge durcheinander wuseln und bekommt in diesem erbarmungslosen Thriller eine Ahnung vom bitteren Elend auf den Straßen São Paulos. "Brazilian Psycho" ist phasenweise dermaßen fesselnd verfasst, dass man an Joe Thomas' Buchseiten klebt, wie ein Neugeborenes an den Brüsten seiner Mutter. Man sollte allerdings ein gewisses Interesse für Wirtschaft, Politik und kriminelle Machenschaften mitbringen, um mit dem explosiven Zündstoff aus dem Betondschungel klarzukommen. Thomas hechtet nämlich in Highspeedmanier durch die dramatischen Geschehnisse und die politischen Hintergründe Brasiliens, die ich in dieser Form nicht kannte. Durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge und das üppige Personal wird man jedoch immer wieder aus dem Kontext gerissen. Zudem die Geschichte, gerade im letzten Drittel unnötigerweise in die Länge gezogen wird. Hier gestaltet es Joe Thomas einfach zu komplex, zu politisch, zu zerfahren und zu kompliziert. Auf Dauer wird der Schluss dermaßen zäh, dass ich das Buch am liebsten abgebrochen hätte. Warum der btb Verlag, im Falle des 1977 in Hackney geborenen Schriftstellers Joe Thomas das Feld von hinten aufgerollt hat, ist mir zusätzlich ein Rätsel. "Brazilian Psycho" ist nämlich der vierte Band des "São Paulo Quartet" (bestehend aus Paradise City, Gringa, Playboy und Brazilian Psycho). Er kann jedoch als Standalone gelesen werden, was diesen Fauxpas wieder etwas in den Hintergrund rückt.

(Janko)

Brutalität/Gewalt: 72/100
Spannung: 39/100
Action: 33/100
Unterhaltung: 72/100
Anspruch: 63/100
Atmosphäre: 69/100
Emotion: 36/100
Humor: 15/100
Sex/Obszönität: 28/100

LACK OF LIES - Wertung: 70/100

LACK OF LIES - Altersempfehlung: ab 21 Jahren (aufgrund der kausalen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge, des durchgehend hohen Gewaltpotentials, sowie der weniger expliziten sexuellen Handlungen)

Joe Thomas - Brazilian Psycho
btb Verlag
Polit-Thriller
ISBN: 978-3-442-77386-2
640 Seiten
Paperback, Klappenbroschur
Originaltitel: Brazilian Psycho
Aus dem Englischen von Alexander Wagner
Erscheinungstermin: 14.02.2024
EUR 18,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-641-29817-3
Erscheinungstermin: 14.02.2024
EUR 12,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

"Brazilian Psycho" beim btb Verlag: https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Brazilian-Psycho/Joe-Thomas/btb/e618015.rhd

Leseprobe: https://www.penguin.de/leseprobe/Brazilian-Psycho/leseprobe_9783442773862.pdf

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2024

- abstruser Plot auf dem Niveau eines Mittwochabend-Thrillers im Privatfernsehen -

Die Jagd
0

Alaina Urquhart - Die Jagd
(Heyne Verlag)

- abstruser Plot auf dem Niveau eines Mittwochabend-Thrillers im Privatfernsehen -

New Orleans, Louisiana, in der Gegenwart. Jeremy mag die Geräusche des Sumpfes. ...

Alaina Urquhart - Die Jagd
(Heyne Verlag)

- abstruser Plot auf dem Niveau eines Mittwochabend-Thrillers im Privatfernsehen -

New Orleans, Louisiana, in der Gegenwart. Jeremy mag die Geräusche des Sumpfes. Die Symphonie aus Tierlauten. Den Soundtrack der Natur. Was er weniger mag, ist lautes Geschrei. Das macht ihn wütend und vernebelt seine Sinne. Jeremy hat sich ein paar unfreiwillige Hausgäste eingeladen. Am kommenden Wochenende hat er Großes mit ihnen vor. Jeremy steht auf Misshandlungen. Aber nur, wenn er sie ausführen darf. Und er spielt gerne Spiele. Spiele, wie sie nicht jedermanns Sache sind. Er ist fasziniert von der präfrontalen Lobotomie, hinterlässt Hinweise bei seinen Opfern, arbeitet mit medizinischen Präparaten und steht auf Experimente. Rein nach dem Motto seines Vaters:

»Wenn du etwas über eine Sache herausfinden willst, mein Sohn, dann musst du sie öffnen.« Zitat S. 18

"The Butcher and the Wren", wie der 288-seitige Thriller "Die Jagd", im 2022 erschienenen Original betitelt wurde, ist nichts für schwache Nerven. Als praktizierende Autopsietechnikerin geht die US-amerikanische Podcasterin, Autorin und Produzentin Alaina Urquhart nicht gerade zimperlich mit der Be- oder Umschreibung von Gewalt und dem Sezieren von Leichen um. Die Co-Moderatorin des, in den USA bekannten Podcast "Morbid: A True Crime Podcast", behält sich passenderweise einen konservativen, nüchtern beschreibenden und faktenbasierten Erzählstil für ihre Hauptfigur Dr. Wren Muller vor. Mir persönlich ist diese sachlich-nüchterne Erzählweise aber deutlich zu emotionslos, uninspiriert und langweilig geartet. "Die Jagd" bietet leider wenig Atmosphäre und kein bisschen Charisma, was für einen Thriller, der in der wunderschönen Kulisse Louisianas spielt, schon ganz schön traurig ist. Die Zufälle, die Verhaltensweisen und die übertrieben wirkende Risikobereitschaft ihres brutalen Antagonisten, lassen den Plot zusätzlich unglaubwürdig erscheinen. Natürlich handelt es sich hierbei um Belletristik, doch ein bisschen Authentizität darf sich diese schon bewahren.

Ein sadistischer Serienmörder spielt seine Spielchen mit den Forensikern und den Detectives des "Orleans Parish Police Departments". Er fordert selbige immer wieder heraus. Infam, durchtrieben, schändlich und niederträchtig frönt er seiner morbiden Lust am Quälen, Jagen und Töten. Der Bayou Butcher, wie er in den Medien genannt wird, hat es jedoch nicht auf die hiesige Fauna abgesehen, sondern auf Menschen. Nachts entlässt er seine Hausgäste in die Sümpfe Louisianas und macht dort Jagd auf sie. Bereits bei seinen vorbereitenden Handlungen und während seiner Mordlust kommt der geisteskranke Killer auf perfide Ideen, mit denen er die Pathologin Dr. Wren Muller und die Cops immer wieder an der Nase herumführt.

Aus Sicht eines stillen Beobachters und im Präsens verfasst, bleibt dementsprechend auch nicht allzu viel von den phasenweise brutalen und recht expliziten Gewaltdarstellungen bei mir hängen. Ich bin auch kein großer Fan dieser "Killer inszeniert seine Mordfälle"-Thriller. Ich halte das generell für kontraproduktiv, langweilig und ermüdend. Obschon Alaina Urquhart, die heute mit ihrer Familie und Mops Bailey in Boston lebt, ein paar coole Ideen in ihren Plot eingebaut hat, wirkt der Thriller an vielen Stellen zusammengestückelt und konstruiert. Die Charaktere verblassen dabei, wie ein weißer Lieferwagen bei voller Fahrt im Nebel. Daran ist der analytisch-nüchterne, phasenweise gar pseudointellektuelle Schreibstil nicht ganz unschuldig. Ab Seite 186 nimmt der Humbug dann so richtig Fahrt auf, es wird immer abstruser und das ohnehin schon schlaffe Niveau fällt mit einem Mal ab, wie die Niagarafälle in Nordamerika. Diese "Wendung" erschien mir dermaßen lächerlich, dass ich das Buch gar nicht mehr in die Hand nehmen wollte. "Die Jagd" ist leider nicht viel mehr als ein typischer Thriller von der Stange, wird im weiteren Verlauf regelrecht primitiv und ist mir in seiner Gesamtbetrachtung doch deutlich zu flach. Von einer gestandenen Gerichtsmedizinerin und erfolgreichen Podcasterin hatte ich mir weitaus mehr erhofft. Fans von Cody McFadyen könnten hieran Gefallen finden, mein Ding ist das aber definitiv nicht.

(Janko)

https://www.instagram.com/alainatothemax

Brutalität/Gewalt: 67/100
Spannung: 56/100
Action: 66/100
Unterhaltung: 61/100
Anspruch: 18/100
Atmosphäre: 48/100
Emotion: 21/100
Humor: 07/100
Sex/Obszönität: 02/100

LACK OF LIES - Wertung: 58/100

Gewalt gegen Tiere: ja (bedingt; nur am Anfang)

LACK OF LIES - Altersempfehlung: ab 16 Jahren (aufgrund der relativ expliziten Gewaltfantasien)

Alaina Urquhart - Die Jagd
Heyne Verlag
Thriller
ISBN: 978-3-453-44184-2
288 Seiten
Taschenbuch, Broschur
Originaltitel: The Butcher and the Wren
Aus dem amerikanischen Englisch von Frank Dabrock
Erscheinungstermin: 11.01.2024
EUR 12,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-641-30733-2
Erscheinungstermin: 01.12.2023
EUR 8,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

ISBN Hörbuch Download (Ungekürzte Lesung mit Janin Stenzel, Frederic Böhle): 978-3-8371-6569-2
Erscheinungstermin: 01.12.2023
EUR 17,95 Euro [DE] inkl. MwSt.

"Die Jagd" beim Heyne Verlag: https://www.penguinrandomhouse.de/Taschenbuch/Die-Jagd/Alaina-Urquhart/Heyne/e613324.rhd

Leseprobe: https://www.penguin.de/leseprobe/Die-Jagd/leseprobe_9783453441842.pdf

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2024

- atmosphärischer, aber langatmiger Thriller -

Der Pfad
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Megan Miranda - Der Pfad
(Penguin Verlag)

- atmosphärischer, aber langatmiger Thriller -

North Carolina, im August 2022. Der kleine, 1.000 Einwohner zählende Urlaubsort Cutter’s Pass, aus dem seit zweieinhalb ...

Megan Miranda - Der Pfad
(Penguin Verlag)

- atmosphärischer, aber langatmiger Thriller -

North Carolina, im August 2022. Der kleine, 1.000 Einwohner zählende Urlaubsort Cutter’s Pass, aus dem seit zweieinhalb Dekaden immer wieder Touristen verschwinden, soll laut Statistik eine der gefährlichsten Städte North Carolinas sein. Zumindest behauptet das die hiesige Presse, wodurch die Ortschaft, die ohne den Tourismus offensichtlich nicht überlebensfähig wäre, überhaupt erst auf die Karte gebracht wurde. Als spätabends ein Mann im Passage Inn, am Zubringer zum Appalachian Trail nach einem Hotelzimmer fragt, erkennt die herzensgute und hilfsbereite Rezeptionistin Abigail "Abby" Lovett in ihm den Bruder einer kürzlich vermissten Person. Sie weist dem Mann, der sich als Trey West ausweist, die gleiche Hütte zu, die vier Monate zuvor auch sein Bruder Landon West bewohnte, bevor selbiger spurlos verschwand. Trey gibt an, nach seinem Bruder suchen zu wollen. Und obschon sich Abby zu Recht fragt, was Treys Ansporn sei, vier Monate nach dem Verschwinden seines Bruders mit der Suche nach selbigem zu beginnen, ist das eigene Interesse, der oftmals gedankenverloren und verdammt neugierigen 28-jährigen, endgültig geweckt. Treys Bruder mit eingerechnet, waren auf den Trails rund um Cutter’s Pass in den letzten 25 Jahren fünf Männer und zwei Frauen verschwunden. Abby kann einfach nicht aus ihrer Haut und taucht, offensichtlich sehr zum Missfallen einiger alteingesessener Dorfbewohner, immer tiefer und investigativer in die Suchaktion von Trey West ein.

"Der Pfad" von Megan Miranda, welcher 2022 im amerikanischen Original unter dem Titel "The Last to Vanish" veröffentlicht wurde, kann nicht eindeutig dem Thrillergenre zugeordnet werden. Dafür mangelt es dem Roman über weite Strecken an Überzeugungskraft, Spannung und Substanz. Die Handlung, die von den Gedankengängen ihrer verkopften Protagonistin lebt, bietet wenig Action und ist mir persönlich zu emotionslos verfasst. Abby redet viel zu lange um den indes stark abgekühlten Brei herum. Die permanenten Spekulationen darüber, was aus den Vermissten geworden ist, was sich im Hotel abspielt, was die Dorfbewohner treiben, wie gefährlich die unterschiedlichen Trails sind etc. pp, ist auf Dauer einfach nur ermüdend. Das einzige, was mich an Mirandas Seiten hängen lässt, sind meine stark ausgeprägte Neugier, mein strapazierfähiges Durchhaltevermögen und das Hoffen, dass da noch die angepriesenen "atemberaubenden Twists und überraschenden Wendungen" kommen. Die US-amerikanische Autorin Megan Miranda versteht sich durchaus auf eine bildhafte und empfindsame Beschreibung des jeweiligen Ambientes, sodass man unmittelbar ins Geschehen eintaucht. Sie beschreibt die Nuancen des Augenblicks und füllt die fantasievoll ausgeschmückten Gegebenheiten mit Leben. Leider ist der gemächliche, faktenbasierte Aufbau mit seinem üppigen Personal derart ausladend geraten, dass er sich oftmals selbst im Wege steht.

Die distanzieren Dorfbewohner verhalten sich merkwürdig, geben sich Fremden gegenüber unaufgeschlossen und tragen kaum zur Klärung der Geschehnisse bei. Immer wieder kommt es zu rätselhaften, nebulösen, eigentlich als völlig lapidar zu bezeichnenden Vorfällen. Dinge verschwinden, die Telefonleitung des Hotels ist ständig gestört, die Polizei übersieht offensichtliche Verstecke. Irgendetwas Rätselhaftes geht in dem Ort und auf der Strecke des Appalachian Trails vor sich und den Einwohnern von Cutter’s Pass scheint dies durchaus in die Karten zu spielen. Irgendjemand will hier etwas vertuschen! Doch was? Erst ganz zum Ende des Unterhaltungsromans fügen sich die Geschehnisse um die vermissten Personen zu einem Gesamtbild zusammen. Abby, die niemandem trauen kann, versucht dem Ort auch noch sein letztes Geheimnis zu entreißen. Dass ihr das eigentlich nichts als Ärger einbringt, ist so klar, wie das Amen in der Kirche.

Der atmosphärische Roman, der aus der Sicht von Abby erzählt wird, bewegt sich in nur allzu gemächlichem Fahrwasser, wirkt dabei doch arg konstruiert und bleibt in seiner Gesamtbetrachtung weit hinter den Erwartungen zurück. Die Hin-tergründe zu Abbys Passion, die schon bald in eine ungesunde Obsession ausarten, werden mir von der Autorin, die mit ihrem Ehemann Luis und zwei Kindern in Davidson, North Carolina lebt, nicht deutlich genug aufgezeigt. "Der Pfad" ist meinem Empfinden nach kaum greifbar und nicht viel mehr, als eine nette Idee für eine Kurzgeschichte, die von der Autorin auf 384 Seiten aufgeplustert wurde. Einzig und allein die ansprechende Atmosphäre und der leider doch recht biegsame Spannungsbogen halten das Ganze hoch.

(Janko)

https://meganmiranda.com
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Brutalität/Gewalt: 10/100
Spannung: 58/100
Action: 18/100
Unterhaltung: 72/100
Anspruch: 23/100
Atmosphäre: 62/100
Emotion: 20/100
Humor: 00/100
Sex/Obszönität: 00/100

LACK OF LIES - Wertung: 70/100

LACK OF LIES - Altersempfehlung: ab 14 Jahren (aufgrund der kausalen Zusammenhänge)

Megan Miranda - Der Pfad
Penguin Verlag
Thriller
ISBN: 978-3-328-10908-2
384 Seiten
Paperback, Klappenbroschur
Originaltitel: The Last to Vanish (2022)
Aus dem amerikanischen Englisch von Melike Karamustafa
Erscheinungstermin: 11.01.2024
EUR 16,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-641-30846-9
Erscheinungstermin: 01.12.2023
EUR 13,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

ISBN Hörbuch Download (Ungekürzte Lesung mit Vanida Karun): 978-3-8445-5020-7
Erscheinungstermin: 09.01.2024
EUR 21,95 Euro [DE] inkl. MwSt

"Der Pfad" beim Penguin Verlag: https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Der-Pfad/Megan-Miranda/Penguin/e596759.rhd

Leseprobe: https://www.penguinrandomhouse.de/leseprobe/Der-Pfad/leseprobe_9783328109082.pdf

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