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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2023

Zäh

Sturmjahre
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Dieser Roman findet mitten im ersten Weltkrieg statt. Bonnie, eine Krankenschwester hilft bei den Verletzten in London, bis ihr eigener Bruder Archie als Verwundeter kommt, sodass sich ihr die Möglichkeit ...

Dieser Roman findet mitten im ersten Weltkrieg statt. Bonnie, eine Krankenschwester hilft bei den Verletzten in London, bis ihr eigener Bruder Archie als Verwundeter kommt, sodass sich ihr die Möglichkeit bietet nach Edinburgh versetzt zu werden, um näher bei ihrer Familie zu sein. So zieht sie zurück mit ihrem Bruder, der seinen Kameraden Conner mit im Schlepptau hat, der ihr schöne Augen macht und gleichzeitig ein Veto vom beschützerischen Bruder Archie bekommt und selbst dabei ganz eigene, große Geheimnisse für sich behält...

Die Kapitel sind mit bis zu 50 Seiten extrem lang, insgesamt gibt es bei knapp 500 Seiten nur 16 Kapitel. Zudem wirkte der Roman für mich teils unrealistisch. Da war die toughe Mutter, die sich von niemandem etwas vorschreiben ließ und sie konnte den ganzen Roman durch nicht die eine essenzielle Frage stellen, ob ihr eigener Sohn einen Bastard gezeugt hat oder nicht? Obwohl das ganze Dorf sich darüber den Maul zerreißt?

Zudem zieht sich der Roman in der Mitte sehr. Er ist sehr detailreich und zwar interessant, aber es folgen viele kurze Abschnitte aus den Leben Bonnies und Connors, aber ohne wirklichen Fokus auf sie und ihn zusammen. Es wird mehr der Alltag beider beschrieben. Getrennt voneinander.

Außerdem wirbt der Verlag damit klimaneutral zu sein. Zu dem Thema habe ich mich kürzlich näher informiert und herausgefunden, dass Produktion und Klimaneutralität nicht kompatibel sind. Sobald man etwas produziert, stößt man Abgase ab. Daher ist das eine glatte Lüge.

Es handelt sich um Band 1, der in sich abgeschlossen ist.

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Grandios

Die Sekunde zwischen dir und mir
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Am Anfang habe ich mich mit diesem Roman schwer getan, sodass ich es erst einmal eineinhalb Monate zur Seite gelegt habe. Danach habe ich mich diesem wieder gewidmet und es diesmal rasant durchgelesen. ...

Am Anfang habe ich mich mit diesem Roman schwer getan, sodass ich es erst einmal eineinhalb Monate zur Seite gelegt habe. Danach habe ich mich diesem wieder gewidmet und es diesmal rasant durchgelesen. Der Grund ist, dass man sich auf das Buch wirklich einlassen muss. Es geht um Paranormales. Kurz vor einem Autounfall sieht Robbie, der Fahrer die wichtigsten Erinnerungen und Momente im Leben seiner Freundin und Beifahrerin Jenn. Dies geschieht aber absolut nicht chronologisch, sodass man sich beim Lesen konzentrieren muss. Das ist die Haupthandlung im Buch. Die Leserin wird also durch die Höhe- und Tiefpunkte des Lebens Jenns quasi als Geist von Robbie, als unsichtbarer Zuschauer begleitet. Da ich persönlich nicht viel mit Geistern und Paranormalem bisher am Hut hatte, fiel es mir daher schwer. Wenn man aber sich einfach einmal darauf einlässt, ist man gepackt und fiebert mit, ob Robbie es nun letztlich schafft, den Autounfall nicht geschehen zu lassen. Sich und Jenn zu retten.

Negativ gefallen hat mir, dass in diesem Buch sehr viel getrunken wird. Dieses dramaturgische Stilmittel finde ich in letzter Zeit in vielen Romanen und damit habe ich genauso wenig am Hut, da ich mich gern stets unter Kontrolle habe. Ansonsten geht es auch etwas um schwierige Eltern-Kind-Beziehungen.

Nichtsdestotrotz kann ich das Buch jeder Leserin, die gern einen nicht klassischen Roman lesen würde, wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.05.2023

Schwere Themen

Und morgen ein neuer Tag
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Der Roman ist nicht chronologisch aufgebaut. Man springt immer wieder vom heutigen Tag auf ein Ereignis aus der Vergangenheit. So soll Spannung gezeugt werden, jedoch ist recht schnell klar, dass die Mutter ...

Der Roman ist nicht chronologisch aufgebaut. Man springt immer wieder vom heutigen Tag auf ein Ereignis aus der Vergangenheit. So soll Spannung gezeugt werden, jedoch ist recht schnell klar, dass die Mutter eine der unfähigsten und problemreichsten Mütter der Welt ist. Daher ist es dann auch kein Wunder, dass ihre Tochter nach einem traumatischen Erlebnis, bei der ihre eigene Mutter ihr keinen Glauben schenkt, sich in ein Schneckenhaus zurückzieht und den Kontakt zur Außenwelt komplett abbricht. Ein klassischer Fall von psychischen Störungen.

Was mir hier nicht gefallen hat, ist, dass diese Krankheit nicht sehr realistisch dargestellt wurde. Ich denke nicht, dass ihre beste Freundin ihren Zustand so akzeptiert hätte und sie drei weitere Jahre besucht hätte und sogar ihre Kinder in solch eine Umgebung gebracht hätte. Ich hätte das niemals zum Schutz der seelischen Gesundheit meiner eigenen Kinder gemacht.

Ab der Hälfte weiß man in etwa, auf was es hinauslaufen könnte und der Roman beginnt sich zu wiederholen. Es tauchen immer mehr Geschichten aus der Vergangenheit auf und letztlich reicht das aber schon, um zu wissen, was für eine Art von Kindheit sie durchlebt hat.

Inhaltlich geht es darum, dass Mer langsam über ihre Vergangenheit erzählt und ihren Alltag aus den Jahren 2018 und 2019 in Glasgow. Dabei tritt die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung in den Vordergrund und das prägt sie bis ins Erwachsenenalter, da sie all das nie verarbeitet hat und noch immer plagt und so in ihrem Leben erheblich beeinträchtigt. Schwere Themen wie Depressionen, Angstzustände und Selbstmordversuche werden angesprochen. Daher empfehle ich es nur für mental starke Personen.

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Veröffentlicht am 16.05.2023

Seicht

Inselperlen und Meer
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Bei diesem Roman handelt es sich um Band 4 einer Reihe, bei der alle Bände aber einzelstehend gelesen werden können. Eventuell wird man allerdings gespoilert, wenn man der Reihe nicht folgt. Daher würde ...

Bei diesem Roman handelt es sich um Band 4 einer Reihe, bei der alle Bände aber einzelstehend gelesen werden können. Eventuell wird man allerdings gespoilert, wenn man der Reihe nicht folgt. Daher würde ich raten, mit Band 1 zu beginnen.

Ich habe nur diesen gelesen und er hat mir nur bedingt gefallen.

Der Roman ist insgesamt sehr seicht, vorhersehbar und stereotypisch gezeichnet. Wenn es ein Problem gibt, ist es in 2 Sekunden durch das Auftauchen eines neuen Charakters gelöst.

Stilistisch ist der Roman sehr leicht zu lesen. Dadurch, dass aber nach wenigen Seiten schon klar ist, auf was es hinausgehen wird, fehlt die Spannung, sodass ich ab dem ersten Viertel nur noch quergelesen habe.

Daher: Es ist ein happy Roman, der ohne innovative Ideen oder großes Drama auskommt. Etwas, was man sicher schon einige Male gelesen hat. Wer solch einen Roman gern liest, dem kann ich es empfehlen. Nach zwei Tagen wird man aber schon alles wieder vergessen haben.

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Veröffentlicht am 07.05.2023

Viel Asiatisch

Mittags gut kochen für eine Person
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Dieses Kochbuch hat mich aufgrund des Titels angesprochen, da ich Single und daher immer auf der Suche nach einer kleinen Küche bin. Persönlich mag ich es nämlich nicht Reste am nächsten Tag zu essen, ...

Dieses Kochbuch hat mich aufgrund des Titels angesprochen, da ich Single und daher immer auf der Suche nach einer kleinen Küche bin. Persönlich mag ich es nämlich nicht Reste am nächsten Tag zu essen, da frisch gekocht immer besser als aufgewärmt schmeckt. Deshalb besitze ich auch keine Mikrowelle. Die benötigt man für dieses Kochbuch auch nicht.

Von den Zutaten her sollte man Ei, Mais, Avocado, Schwarzkohl, Grünkohl und rote Beete mögen. Diese Zutaten dominieren in ihren Gerichten oft.

Positiv gefallen hat mir ihre kreative Resteverwertung. Während ich die Reste einfach in einer Pfanne oder in einem Topf am nächsten Tag aufgewärmt genauso gegessen habe, wie tags zuvor, kreiert sie dagegen komplett neue Gerichte. Auch gibt sie an, wie man Brot, Käse, Ei und altes Gemüse am besten lagert oder noch gut verwerten kann. Diese Tipps haben mir am besten gefallen.

Negativ finde ich, dass es ein paar Rezepte gibt, für die ich den Backofen einschalten muss. Das mag ich persönlich nicht, da ich das für Energieverschwendung erachte, wenn ich nur einen Bruchteil der Kapazität meines Backofens verwende. Das Rezept Tomate Mozzarella hätte ich persönlich nicht gebraucht. Aber alle anderen Rezepte sind innovativ.

Verwirrt hat mich etwas das Kapitel für mehrere Personen. Da ist in meinen Augen das Thema des Kochbuchs verfehlt worden. Da gibt es zum Beispiel Suppen, Kuchen und drei alkoholhaltige Drinks. Dieses Kapitel wird dadurch begründet, dass man sich manchmal mit Freunden trifft. Nun ja, dafür gibt es dann aber auch genug andere Kochbücher...

Ebenfalls irritiert hat mich, dass sie gern Fertigprodukte verwendet, wie Tütensuppen, Bouillons und Falafel. Wer solch ein Kochbuch sucht, dem kann ich das Buch empfehlen. Da gibt es sicher auch eine große Nachfrage.

Zu jedem Gericht gibt es ein Bild. Leider sind viele Bilder wie auf dem Titelbild sehr dunkel gehalten. Ich verstehe den aktuellen Trend der dunklen Teller und Hintergründe nicht. Ich mag es, wenn alles bunt, frisch und hell aussieht. Das wirkt für mich viel herzerwärmender als dieser düstere, meist Unheil verkündende Farbton.

Insgesamt sind die Rezepte sehr asiatisch angehaucht mit viel Reis, Mais, Kimchi, Kohl und Ei. Wer daher die asiatische Küche liebt, dem empfehle ich das Kochbuch sehr.

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