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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2024

Durchwachsen

Pi mal Daumen
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Nachdem Pi mal Daumen so ein Hype wurde, habe ich gerne zugegriffen ohne große Erwartungen. Mathematik hat mich nach der vierten Klasse nicht mehr interessiert, genauso sahen meine Noten dann auch aus. ...

Nachdem Pi mal Daumen so ein Hype wurde, habe ich gerne zugegriffen ohne große Erwartungen. Mathematik hat mich nach der vierten Klasse nicht mehr interessiert, genauso sahen meine Noten dann auch aus. Im Job brauche ich auch nicht mehr als das. Aber das reicht auch schon sehr, um den Roman zu verstehen. Es geht um einen 17-jährigen Jungen, der außergewöhnlich ist und sich nicht mit seiner Familie stark verbunden fühlt und gleichzeitig traurig darüber ist, dass er so anders ist.

Im Studium nimmt er schließlich die ältere Studentin Moni als Schützling und vice versa auf. Während er sie in Mathematik unterstützt, ist sie dagegen eine Übermutter, die er nie hatte. Beide ergänzen sich gut. Der Roman ist ganz interessant. Bis zum Schluss, der mir etwas zu abstrus und unsinnig vorkam. Außerdem auch zu abgehakt. Insgesamt hat der Roman Potenzial. Mich hätte mehr über ihn mit seinen Marotten interessiert. Weitere Schwierigkeiten, die ihm sein Autismus, so schätze ich, wird nie aufgeklärt, im Leben aufbürden etc.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Poetisch

Am Himmel die Flüsse
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Am Himmel die Flüsse war mein erster Şafak Roman. Er ist poetisch und durch mehrere Charaktere aus verschiedenen Epochen miteinander verwoben. Da gibt es im 18. Jahrhundert Arthur, der aus einer armen ...

Am Himmel die Flüsse war mein erster Şafak Roman. Er ist poetisch und durch mehrere Charaktere aus verschiedenen Epochen miteinander verwoben. Da gibt es im 18. Jahrhundert Arthur, der aus einer armen Familie in Großbritannien stammt und durch Entdeckung seines Talents schnell in die Erforschung von antiken Schrifttafeln einsteigt. Daneben sind da Handlungen von einer Migrantin in Großbritannien im Jahr 2018, die inmitten ihrer Scheidung steckt und dennoch unglücklich ist und 2014, die kleine yezidische Nerin, die mit ihrer Großmutter vor den IS-Terroristen flieht...

Der Roman ist innovativ, poetisch und vermischt aktuelles mit interessanten Fakten aus der Vergangenheit. Man sollte sich für das Yezidentum interessieren. Die ganze Geschichte der Religionsgruppe wird hier ausführlich untergebracht. Mich konnte es aber leider nicht packen, da es mir etwas zu viel von Allem war. Weniger Konstruktion und Planung der Geschichte wäre hier besser gewesen. Das Buch eventuell einfach in zwei oder drei einzelne Geschichten zu packen, hätten mehr Spannung in meinen Augen versprochen.

Die Stimme der Sprecherin ist dabei aber angenehm. Man hört ihr gerne zu.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Simpel und kreativ

Buchingers Kochbuch
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Ich kannte Buchinger bisher nicht, aber er wirkt extrem selbstbewusst, aber auch egozentrisch. Genauso muss man sich seine Kreationen vorstellen. Nach einer kurzen Einleitung mit etwas Biographie von ihm ...

Ich kannte Buchinger bisher nicht, aber er wirkt extrem selbstbewusst, aber auch egozentrisch. Genauso muss man sich seine Kreationen vorstellen. Nach einer kurzen Einleitung mit etwas Biographie von ihm geht es in sechs Kapiteln zu verschiedenen Kategorien mit kreativen Rezepten wie "Klassischer Chipstoast". Ich würde das nicht unbedingt als Kochen bezeichnen, habe aber durch dieses Rezept auch gelernt, dass manche Menschen so etwas anscheinend essen. Das war eines der Rezepte, die ich nicht testen wollte. Generell ist er aber ein großer Fan von Chips, was mich bei seiner Figur tatsächlich etwas wundert. Er ist zudem dem amerikanischen Trend verfallen und verwendet in Deutschland unüblich, die Maßeinheiten in Cups, wobei sie aber auch immer in Gramm dazugeschrieben sind. Nach dem Chipsbeladenen ersten Kapitel geht es aber recht normal weiter mit in meinen Augen richtigen Rezepten, die man auch gerne nachkocht. Abgerundet wird es mit Drinks und Süßem. Insgesamt empfehle ich das Buch aber aufgrund der omnipräsenten Figur eher nur Fans.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Wer war es?

Dem Sturm entgegen
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Ich habe schon viele Cecilia Ahern Romane gelesen, daher hat es mich gefreut, dass sie ein neues Werk herausgebracht hat. In diesem geht es um Enya, eine Ärztin in Irland, die nachts auf dem Rückweg von ...

Ich habe schon viele Cecilia Ahern Romane gelesen, daher hat es mich gefreut, dass sie ein neues Werk herausgebracht hat. In diesem geht es um Enya, eine Ärztin in Irland, die nachts auf dem Rückweg von einem Patientenbesuch auf einen überfahrenen Jungen trifft. Der Taxifahrer, der ihn gefunden hat, wird verdächtigt, beharrt aber darauf, es nicht gewesen zu sein. Enya dagegen ist erst einmal schockiert, da die Kleidung des Jungen der ihres Sohnes ähnelt...

Der Roman hat bis zum Schluss Potenzial gehabt. Am Anfang dachte ich, dass ich es schon gelöst habe und es ein stupider Liebesroman wird, weil die Protagonistin endlich bemerkt, was für einen Mann sie da verblendet geheiratet hat. Aber so war dem nicht. Es ging wirklich hauptsächlich um den Fall des überfahrenen Jungen. Die große Auflösung hat mich dann leider schwer enttäuscht und ich konnte nicht glauben, dass es wirklich darauf hinausgelaufen ist. Aber die 400 Seiten vorher sind für Fans sicherlich lesenswert.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Belanglos

Genau so, wie es immer war
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Der Roman ist sehr zäh und nur für hartgesottene Literaturfans zu empfehlen. Es geht um Julia, die mit Anfang 50 in einer Midlifecrisis steckt. Ihre beiden Kinder, langsam flügge. Sie will es nicht recht ...

Der Roman ist sehr zäh und nur für hartgesottene Literaturfans zu empfehlen. Es geht um Julia, die mit Anfang 50 in einer Midlifecrisis steckt. Ihre beiden Kinder, langsam flügge. Sie will es nicht recht wahr haben, was aus ihnen geworden ist. Die Tochter hat sich dem anderen Ufer zugewendet und der Sohne eine Frau geschwängert. Sie ist in ihrer Ehe unglücklich, obwohl ihr Ehemann perfekt scheint. Dann trifft sie schicksalsartig eine alte Bekannte und alles ändert sich... In meinen Augen ist die Protagonistin interessant, wenn man sich in einer ähnlichne Lage befindet. In meinen Augen, deutlich jünger und nicht in solch einer Lage, war sie einfach nur undankbar. Daher war sie mir extrem unsympathisch. In einer Welt, in der die linke Politik immer mehr absurde Ideen feiert, finde ich die Probleme Julias wirklich absonderlich. Ich gehe schwer davon aus, dass ich einfach nicht die richtige Zielgruppe des Romans bin. Ich bin etwas stark enttäuscht, wie wichtig einer Person Sex sein kann, wenn alles andere so reibungslos läuft. Es handelte wirklich sehr viel nur um dieses Thema. Etwas mehr Vielfalt an Problemen wäre interessanter gewesen.

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