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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2017

✎ Shari Lapena - The Couple Next Door

The Couple Next Door
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Als ich mitbekam, dass das Buch in einer privaten Runde gelesen werden mag, habe ich mich spontan dazu entschieden, es ebenfalls aus meinem Regal zu befreien.

Durch Shari Lapenas Schreibstil kommt man ...

Als ich mitbekam, dass das Buch in einer privaten Runde gelesen werden mag, habe ich mich spontan dazu entschieden, es ebenfalls aus meinem Regal zu befreien.

Durch Shari Lapenas Schreibstil kommt man flott in der Geschichte voran. Jedoch ist es - mal wieder - kein Thriller, wie es beworben wird, sondern ich würde es eher zu den Krimis zählen.

Auch wenn das Tempo relativ hoch gehalten wird, da man immer wieder neue Details zugeschmissen bekommt, geht man doch auch irgendwie gemächlich mit Anne und Marco den Weg zur Auflösung. Ein Widerspruch in sich? Nein, denn die Ereignisse überschlagen sich nicht, sondern sie sind super in das Geschehen integriert.

Die Autorin legt hin und wieder Spuren, die zum Miträtseln einladen. Sie spricht einige Themen an, vertieft das Ganze jedoch nicht. Für mich kein Abzug, denn so bleibt alles übersichtlich und die Baustellen halten sich in Grenzen.

Die Perspektivwechsel passen hervorragend, denn so bekommt der Leser verschiedene Einblicke und kann sich seine eigenen Gedanken machen.

Was ich so bisher sehr wenig erlebt habe, ist, dass ich bei einem Buch, welches mir doch recht gut gefiel, nicht in der Geschichte drin war. Dadurch, dass mir alle Personen dermaßen unsympathisch waren, habe ich die Begebenheiten nur von oben betrachtet. Ich war wirklich distanziert und trotzdem mochte ich genau dies.

Ich empfehle 'The Couple Next Door' gerne Lesern, die Spaß daran haben, den Spuren, die gestreut werden, zu folgen, auch mal zu scheitern und sich dann umzuorientieren, um am Ende doch noch mal überrascht zu werden.

©2017

Veröffentlicht am 18.06.2017

✎ Marc-Uwe Kling - Känguru-Werke 2 Das Känguru-Manifest

Das Känguru-Manifest (Känguru 2)
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Nachdem ich 'Die Känguru-Chroniken' gehört und mich teilweise köstlich amüsiert habe, war klar, dass ich auch den zweiten Teil hören möchte.

Wie bereits im ersten Teil konnte ich auch hier nicht uneingeschränkt ...

Nachdem ich 'Die Känguru-Chroniken' gehört und mich teilweise köstlich amüsiert habe, war klar, dass ich auch den zweiten Teil hören möchte.

Wie bereits im ersten Teil konnte ich auch hier nicht uneingeschränkt lachen, da nicht immer mein Humor getroffen wurde.

Auch finde ich, dass bei diesem Buch deutlich mehr die Politik im Vordergrund steht, was ja so gar nicht meine Interessen abdeckt.

Dennoch muss ich auch hier wieder einen Pluspunkt an den Sprecher vergeben. Dadurch, dass Marc-Uwe Kling die Bücher selbst verfasst hat, kann er jedem natürlich genau die richtige Stimme geben - und das tut er. Ich könnte ihn mir auch als Sprecher für andere humoristische Bücher vorstellen.

Auch wenn ich nicht restlos begeistert bin und die Geschichte nur bedingt weiterempfehlen kann, werde ich mir trotzdem 'Die Känguru-Offenbarung' noch anhören und auf ein bisschen mehr Witz und weniger politisch orientierte Passagen hoffen.

©2017

Veröffentlicht am 17.06.2017

✎ Tammy Cohen - Du stirbst nicht allein

Du stirbst nicht allein
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Als ich 'Während du stirbst' ausgelesen hatte, war mir klar, dass ich auch das zweite Buch der Autorin lesen muss, denn sie hatte mich gepackt.

Nachdem ich die ersten Seiten von 'Du stirbst nicht allein' ...

Als ich 'Während du stirbst' ausgelesen hatte, war mir klar, dass ich auch das zweite Buch der Autorin lesen muss, denn sie hatte mich gepackt.

Nachdem ich die ersten Seiten von 'Du stirbst nicht allein' angelesen hatte, glaubte ich an einen Scherz.

Nichts, wirklich gar nichts passiert in dieser Geschichte. Man kann nicht mal sagen, dass die Geschichte vor sich hinplätschert. Jegliches Tempo aus Cohens erstem Buch fehlt. Alles, was man wissen möchte, erfährt man aus dem Klappentext. Der Rest ist eine Aufarbeitung der Protagonisten mit den Taten. Diese ist sicher nicht unwichtig, bezeichnet für mich jedoch keinen Psychothriller.

Für mich ist es weder Psycho noch Thriller. Es ist sogar weit von einem Thriller entfernt. Nicht mal als Krimi würde ich es bezeichnen, obwohl natürlich Polizeiarbeit drin vorkommt, denn man möchte ja den Täter finden. Diese jedoch findet nur am Rande seine Bedeutung.

Durch die Familien, die integriert sind, waren die ganzen Namen, die über den gesamten Verlauf auftauchen, gerade zu Anfang sehr verwirrend für mich. Das zog sich sogar bis fast zum Schluss. Meines Erachtens eindeutig zu viel des Guten.
Dadurch blieben auch alle sehr blass und ich fühlte mich, als würde ich durch die einzelnen Schicksale schwirren, aber bei keinem wirklich ankommen. Einzig ein Bruder wird immer wieder hervorgeholt - und davon hätte es ruhig mehr sein dürfen, dann hätte Tammy Cohen meinen Nerv vielleicht getroffen.

Außerdem bin ich enttäuscht, dass Frau Cohen bereits in ihrer zweiten Veröffentlichung Namen doppelt nimmt. Wenn ich nicht beide Bücher hintereinander gelesen hätte, wäre es mir vielleicht gar nicht aufgefallen - so jedoch hatte ich es direkt vor Augen. Das zeugt für mich natürlich nicht gerade von Einfallsreichtum.

Mehrere Male war ich kurz davor, das Buch abzubrechen, habe es jedoch nicht getan, weil ich nicht glauben konnte, dass die Autorin, die mich mit ihrem Debüt absolut geflasht hatte, an dieser Stelle so mega versagte.

Einzig der Titel macht am Schluss richtig Sinn. Und für den Schluss bekommt sie von mir auch einen Pluspunkt. Ich will nicht sagen, dass sie mich überrascht hat, denn sie versucht den Leser so eindeutig zu täuschen, dass man ihr das von Anfang an nicht abnimmt. Jedoch fand ich die Auflösung gut gewählt. Nur den Weg dahin hätte sie anders pflastern sollen.

Ich bin richtig unzufrieden und werde diese Lektüre mit Sicherheit niemanden empfehlen. Ich hoffe nur, dass sie in ihrem nächsten Werk erneut zu Höchstformen aufläuft und mich als Leser wieder gewinnt.

©2017

Veröffentlicht am 17.06.2017

✎ Tammy Cohen - Während du stirbst

Während du stirbst
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Ich habe mit Allem gerechnet - aber nicht damit!

Eigentlich wollte ich "Während du stirbst" nur mal so nebenbei lesen.
Mein liebstes Genre sind Psychothriller und ich bin stets auf der Suche nach wirklich, ...

Ich habe mit Allem gerechnet - aber nicht damit!

Eigentlich wollte ich "Während du stirbst" nur mal so nebenbei lesen.
Mein liebstes Genre sind Psychothriller und ich bin stets auf der Suche nach wirklich, wirklich guten dieser Art. Leider ist es sehr schwierig, diese ausfindig zu machen und so war ich gespannt, was mich erwartet, hatte jedoch keine hohen Anforderungen.

Direkt zum Anfang wurde mein Nervenkostüm auf die Probe gestellt. Spannung pur. Die Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Ich wusste nicht, wo vorne und hinten ist. Ich war einfach gefesselt. So einen mega guten Thriller hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr gelesen. Es gab alles, was für mich einen Psychothriller ausmacht.

Und dann kam der zweite Teil.

Ich war geschockt. All die Momente, in denen ich vor Anspannung die Luft anhielt, waren wie weggeblasen. Von Gänsehautmomenten konnte keine Rede mehr sein. Der Ballon war zerplatzt.

Ich kam mir ein wenig veräppelt vor.

Je weiter ich der Geschichte jedoch folgte, desto besser gefiel sie mir. Die Autorin bricht aus Mustern aus, folgt keiner allgemeinen Linie, zieht ihr Ding durch und überrascht damit auf ganzer Strecke. Selbst am Ende gibt es nochmals mehrere Wendungen, die ich ihr hoch anrechne.

Leicht zu lesen durch einen lockeren Schreibstil war ich in kürzester Zeit durch das Geschehen geflogen. Hier und dort gab es für mich ein paar Eckpunkte, die ich im Gesamten jedoch hinten runterfallen lasse, da sie für mich nicht ins Gewicht fallen.

Ich finde es richtig toll, dass Tammy Cohen aus dem Mainstream ausgebrochen ist und diesen Psychothriller gezaubert hat. Ich kann ihn nur weiterempfehlen! Gerade wenn man mal etwas lesen mag, was einen in die Abgründe der menschlichen Psyche zieht.

Das zweite Buch von ihr ist bereits in meinem Besitz - und ich hoffe, sie enttäuscht mich nicht, denn sie hat sich die Messlatte mit ihrem Debüt selbst sehr hoch gelegt.

©2017

Veröffentlicht am 11.06.2017

✎ Marc-Uwe Kling - Känguru-Werke 1 Die Känguru-Chroniken

Die Känguru-Chroniken (Känguru 1)
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Ich wollte mal wieder etwas Leichtes für Zwischendurch - etwas mit Humor, also zum Lachen. Mir wurden diese Bücher empfohlen, also habe ich mich ans erste gewagt.

Tatsächlich wurde ich teilweise richtig ...

Ich wollte mal wieder etwas Leichtes für Zwischendurch - etwas mit Humor, also zum Lachen. Mir wurden diese Bücher empfohlen, also habe ich mich ans erste gewagt.

Tatsächlich wurde ich teilweise richtig gut unterhalten. Ich habe nicht nur gelächelt, sondern bei einigen Passagen herzhaft gelacht. (die Blicke der Leute auf der Straße waren köstlich)

Leider gab es jedoch auch Abschnitte, die mich kopfschüttelnd zurückließen, bei denen ich am liebsten manchmal sogar weggeschaltet hätte. Ich mag keine Hitler-Witze und alles, was in diese Richtung geht - auch nicht, wenn es ins Lächerliche gezogen wird. Bedauerlicherweise gibt es davon nicht gerade wenig - für meinen Geschmack. Das hat das Hörerlebnis ein wenig geschmälert.

Auch sind manche Anekdoten langweilig und ich hatte das Gefühl, dass es sich an der ein oder anderen Stelle wiederholt.

Ansonsten finde ich es einen netten Zeitvertreib, wenn man sowieso gerade nur am Putzen oder im Auto unterwegs ist.

Toll fand ich die Umsetzung. Marc-Uwe Kling liest sein Buch selbst und imitiert das Känguru auf eine lustige Art und Weise.

Von mir also nur eine bedingte Hörempfehlung. Man muss auf diese Art von Humor stehen.

©2017