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Veröffentlicht am 25.03.2017

✎ Cecelia Ahern - Perfect 2 Perfect, Willst du die perfekte Welt?

Perfect – Willst du die perfekte Welt?
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Nachdem mich 'Flawed - Wie perfekt willst du sein?' wirklich überraschen konnte, wollte ich schnell wissen, wie es mit Celestine weitergeht.

Beim 2. Teil geht es gleichermaßen um Kritik an unserem System ...

Nachdem mich 'Flawed - Wie perfekt willst du sein?' wirklich überraschen konnte, wollte ich schnell wissen, wie es mit Celestine weitergeht.

Beim 2. Teil geht es gleichermaßen um Kritik an unserem System und die Aufforderung, mehr zu hinterfragen, was wir scheinbar als gegeben hinnehmen. Die Idee ist nicht neu, aber in meinen Augen toll umgesetzt. Diesen Punkt hat Cecelia Ahern für mich persönlich erfüllt.

Mit was sich die Schriftstellerin jedoch absolut keinen Gefallen getan hat, waren die Wiederholungen. Von Anfang an war ich bereits genervt. Die Eckpunkte aus dem ersten Teil kommen permanent wie ein Echo an, weil der Hauptcharakter diese ständig wiedergibt. Und das bedurfte es meiner Meinung nach nicht. Diese Eigenart zieht sich bedauerlicherweise durch die gesamte Geschichte.

Ganz großer Pluspunkt ist hier - wie schon beim vorhergehenden Hörbuch - die Sprecherin Merete Brettschneider. Ihre Stimme passt wirklich perfekt: sie ist jung und unterstreicht dadurch Celestines Alter und Persönlichkeit. Ich werde schauen, welche Bücher sie noch so eingelesen hat, denn ihr habe ich absolut gern gelauscht.

Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn man das Geschehen ein wenig gestrafft und dafür nur 1 Buch daraus gemacht hätte. So muss ich leider sagen, dass mich der erste Teil mega geflasht hat und ich diesen auch uneingeschränkt empfehlen möchte. Um die Geschichte jedoch abzuschließen, muss man ebenfalls den zweiten Band kennen, der allerdings einige Durststrecken enthält.

©2017

Veröffentlicht am 18.03.2017

✎ Sigge Eklund - Das Labyrinth

Das Labyrinth
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Ich könnt schreien, heulen, wüten,.. und doch bin ich fasziniert.

Als mir eine Kollegin dieses Buch ausgeliehen hat, habe ich ziemlich schnell danach gegriffen, denn ich wollte unbedingt wissen, was mit ...

Ich könnt schreien, heulen, wüten,.. und doch bin ich fasziniert.

Als mir eine Kollegin dieses Buch ausgeliehen hat, habe ich ziemlich schnell danach gegriffen, denn ich wollte unbedingt wissen, was mit der kleinen Magda geschieht. Außerdem liebe ich Geschichten, die im hohen Norden spielen, da die Landschaftsbeschreibungen meist wunderschön sind.

Auf die tolle Umgebung musste ich verzichten - damit hält sich der Schriftsteller nicht auf. Dafür widmet er sich mehr oder weniger intensiv den Menschen. Immer wieder wechselt die Perspektive bzw. der Erzähler. Durch die Personen- und Zeitsprünge, fühlt man sich stellenweise selbst wie in einem Labyrinth. Man folgt einem Pfad und plötzlich dreht man um, weil man einen anderen einschlagen möchte, von dem man annimmt, dass dieser zum Ziel führt.

Anfangs noch eher verhalten, hatte mich der Psychothriller irgendwann richtig in seinem Bann. Gerade die letzten Seiten habe ich atemlos hinuntergeschlungen.

Als alles sich dann dem Ende näherte und ich hoffte, dass meine Vermutungen sich bestätigen, tut der Autor etwas, womit ich so gar nicht klar komme: Er verwendet ein Stilmittel, welches für mich persönlich ein absolutes NoGo ist, was ich aber hier nicht weiter erläutere, da ich sonst spoiler..

Auch jetzt - einige Tage nach dem Auslesen - bin ich wütend und fasziniert zugleich, denn Sigge Eklund hat für mich einen Psychothriller geschaffen, der mich nicht mehr loslässt..

Ich empfehle ihn allen Lesern, die mal eine andere Art von Psychothrillern kennenlernen möchten. Man muss sich darauf einlassen - und ich bin sicher, keiner rechnet mit diesem Ende.

©2017

Veröffentlicht am 18.03.2017

✎ Cecelia Ahern - Perfect 1 Flawed, Wie perfekt willst du sein?

Flawed – Wie perfekt willst du sein?
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In letzter Zeit war ich ja eher weniger begeistert von Cecelia Ahern. Sie konnte mich mit keiner Geschichte mehr wirklich abholen und ich hatte schon damit abgeschlossen, dass sie eine Autorin für mich ...

In letzter Zeit war ich ja eher weniger begeistert von Cecelia Ahern. Sie konnte mich mit keiner Geschichte mehr wirklich abholen und ich hatte schon damit abgeschlossen, dass sie eine Autorin für mich ist.

Bei diesem Hörbuch jedoch war ich sofort in der Geschichte drin. Sie spricht klar ein junges Publikum an, aber auch ich, die dem Alter längst entwachsen ist, konnte mich gut mit den Figuren identifizieren.

Ich habe Celestines Gedanken oft nachvollziehen können, auch wenn sie an manchen Stellen reichlich naiv wirkt. Die Autorin gibt im Unterbewusstsein so viele Hinweise auf unsere Welt, unser Verhalten - man merkt richtig, dass sie sich mal wieder tiefergehende Gedanken gemacht hat und unsere Systeme mit einem kritischen Auge sieht.

Die Charakterzeichnungen sind der Schriftstellerin in dieser Dystopie gut gelungen. Man lernt viele verschiedene Menschen kennen, mit denen man mehr oder weniger sympathisiert. Kein Nebencharakter bleibt blass. Die Namenswahl fand ich ebenfalls interessant.

Ein mega fettes Lob muss ich an dieser Stelle auch mal an die Sprecherin loswerden. Die Stimme passt einfach perfekt zum Hauptcharakter, aus deren Sicht wir alles erleben.

Ich springe hier ganz klar auf den Zug der Begeisterten auf und freue mich auf den 2. Teil, der hier bereits vorliegt. Mir wird die Geschichte bestimmt noch eine Weile im Gedächtnis bleiben - was sie mit ihren anderen bei mir nicht geschafft hat. ("P.S. Ich liebe dich" bildet da derzeit eine absolute Ausnahme)

©2017

Veröffentlicht am 12.03.2017

✎ Liz Murray - Als der Tag begann

Als der Tag begann
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Lange stand dieses Buch auf meiner Wunschliste - bis es eine liebe Bloggerkollegin davon befreite.

Da ich schon sehr viele Bücher in diesem Genre gelesen habe und immer wieder an wahren Geschichten anderer ...

Lange stand dieses Buch auf meiner Wunschliste - bis es eine liebe Bloggerkollegin davon befreite.

Da ich schon sehr viele Bücher in diesem Genre gelesen habe und immer wieder an wahren Geschichten anderer Leute interessiert bin, war ich gespannt, was mich auf diesen Seiten erwarten wird.

Leider kam die Ernüchterung ziemlich schnell.

Klar habe ich Mitleid mit der kleinen Liz und ihrer Schwester. Klar möchte / kann ich mir ein Leben, welches sie führen musste und aus welchem sie sich letztendlich befreit hat, nicht vorstellen.

Dennoch war mir das Ganze teilweise zu seicht und ausschweifend geschildert. Die Kindheit hätte man nicht auf 300 von 500 Seiten schildern brauchen - dafür verlief sie zu gleich. Das machte die Lektüre für mich streckenweise ein wenig langatmig.

Als dann die Zeit beginnt, in der Liz endlich begreift, dass sie etwas aus ihrem Leben machen muss, war ich wieder gefangen - nicht nur emotional, sondern auch in der Geschichte. Sie bringt einfach so unglaublich viel Mut auf, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Es war toll, ihr beim Wachsen an der Situation zuzuschauen. Es war hart, sie zu begleiten, während sie versuchte, niemanden was merken zu lassen. Es ist traurig, dass alles so weit kommen musste.

Was mir fehlt, ist ein (kleiner) Einblick in das "Danach". Was macht sie heute? Wie ergeht es ihrer Schwester?

Ich denke, Liz Murrays Geschichte sollte gerade in den Anfangsjahren gekürzt werden, aber sie kann einigen Menschen bestimmt Mut machen und die Augen öffnen, denn:

"Egal, ob Obdachloser oder Unternehmer, Arzt oder Lehrer, egal, welche Vorgeschichte man hat -
eine Sache trifft auf uns alle zu: Das Leben bekommt die Bedeutung, die man ihm gibt." (S. 474)

©2017

Veröffentlicht am 26.02.2017

✎ Rolf Dobelli - Denkfehler und Irrwege 2 Die Kunst des klugen Handelns

Die Kunst des klugen Handelns
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Nachdem ich bereits 'Die Kunst des klaren Denkens' gelesen hatte und alles andere als begeistert war, wollte ich dieses Werk ursprünglich links liegen lassen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, mich ...

Nachdem ich bereits 'Die Kunst des klaren Denkens' gelesen hatte und alles andere als begeistert war, wollte ich dieses Werk ursprünglich links liegen lassen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, mich tatsächlich mit ihm anfreunden zu können.

Anfangs fand ich es auch nicht besonders, dennoch habe ich es hin und wieder aufgenommen, um abends vorm Schlafen ein wenig darin zu lesen. Das Meiste ist leider nur so dahingesagt bzw. werden Selbstverständlichkeiten aufgepuscht. Andere Aussagen dagegen regen zum (erneuten) Nachdenken an. Ich war also immer wieder hin und her gerissen.

Besonders gestört haben mich jedoch Fachtermini, die auch nicht weiter erläutert werden. Ist das Buch in seiner Gesamtheit doch eher einfach geschrieben, lassen diese Ausdrücke - wie schon im ersten Werk - Dobellis Überheblichkeit durchblicken.

Teilweise möchte ich dieses Buch also gerne weiterempfehlen, aber ich befürchte, es gibt bessere Literatur zu diesem Thema - mir ist sie nur noch nicht über den Weg gelaufen.

©2017