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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2025

✎ Joanne K. Rowling - Harry Potter 5 und der Orden des Phönix

Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5)
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Ich musste mittlerweile feststellen, dass mich die Harry-Potter-Bücher ganz wunderbar aus einer Leseflaute herausholen. Wenn sich alle anderen Bücher irgendwie falsch anfühlen, schafft es der Zauberer, ...

Ich musste mittlerweile feststellen, dass mich die Harry-Potter-Bücher ganz wunderbar aus einer Leseflaute herausholen. Wenn sich alle anderen Bücher irgendwie falsch anfühlen, schafft es der Zauberer, mich an die Zeilen zu fesseln.

Joanne K. Rowling schreibt einnehmend, fesselnd, beschreibend. Sie erschafft eine Welt, in der ich mich richtiggehend zu Hause fühle. Trotz des Genre „Fantasy“, mit dem ich normalerweise nicht so viel anfangen kann, läuft beim Lesen vor meinem inneren Auge ein Film ab.

Ich möchte nicht sagen, dass mir die Charaktere ans Herz gewachsen sind, und doch freue ich mich immer wieder auf ein Wiedersehen mit ihnen.

Da ich von den letzten Teilen der Reihe fast nichts mehr weiß, ist auch für mich, die die Geschichte ja eigentlich kennt, der Spannungsbogen so hoch, dass ich regelrecht durch die Seiten fliege.

An der ein oder anderen Stelle sind mir erneut ein paar Ungereimtheiten aufgefallen.
Hinzu kommen Wiederholungen, auf die ich nach vier Bänden verzichten kann.

Das, was ich zu Teil 4 bereits geschrieben habe, kann ich hier nur nochmal wiederholen:

Der Verlag vergibt eine Altersempfehlung ab 10 Jahren für die ganze Reihe. Ich denke, die Kinder sollten mit Harry Potter mitwachsen. Immerhin ist der Zauberlehrling in Band 5 bereits 15 Jahre alt, im letzten müsste er dann 17 sein - meiner Meinung nach zu alt für ein 10-jähriges Kind, um sich mit ihm wirklich identifizieren zu können.
Hinzu kommen die krassen Spannungsmomente und die angewandte Gewalt, mit denen 10-Jährige nicht immer umgehen können.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 04.03.2025

✎ Mechtild Borrmann - Feldpost

Feldpost
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Ich mag historische Romane sehr. 2017 hatte ich bereit „Trümmerkind“ der Autorin gehört und war begeistert. „Der Geiger“ wartet noch auf meinem SuB, um gelesen zu werden. „Feldpost“ klang so interessant, ...

Ich mag historische Romane sehr. 2017 hatte ich bereit „Trümmerkind“ der Autorin gehört und war begeistert. „Der Geiger“ wartet noch auf meinem SuB, um gelesen zu werden. „Feldpost“ klang so interessant, dass ich mir das Hörbuch aus der Onleihe lieh.

Mechthild Borrmann hat auch mit dieser Erzählung ein Stückchen Geschichte lebendig werden lassen.

Die Charaktere konnte ich nicht immer durchschauen und sie blieben emotional ein bisschen blass. Doch die Handlung an sich hat mich in ihren Bann gezogen.

Anfangs noch sehr verhalten, nimmt sie ab der Mitte richtig Fahrt auf und kommt mit Wendepunkten daher, die ich so nicht vorhergesehen habe.

Die ein oder andere Perspektive hätte ich gerne ein bisschen vertieft gesehen. Es gibt sehr viele Punkte, an denen die Autorin ansetzt und die sie bis zum Schluss auflöst, doch es war am Ende ein wenig zu geballt.

Nichtsdestotrotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Die Familien- und Liebesgeschichte waren authentisch dargestellt.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 28.02.2025

✎ Big Ideas 20 Das LGBTQIA*-Buch

Big Ideas. Das LGBTQIA*-Buch
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Ich habe dieses Werk über Monate hinweg gelesen.
Es beinhaltet so viel Wissen(swertes), dass ich anfangs gar nicht wusste, wo ich starten soll.

Die Einleitung machte es mir dann leicht, denn: »Dieses ...

Ich habe dieses Werk über Monate hinweg gelesen.
Es beinhaltet so viel Wissen(swertes), dass ich anfangs gar nicht wusste, wo ich starten soll.

Die Einleitung machte es mir dann leicht, denn: »Dieses Buch ist keine Aufzählung wichtiger LGBTQIA*-Momente, sondern ein Querschnitt durch Raum und Zeit. Statt individueller Schicksale werden gesellschaftliche Strukturen und Ideologien beleuchtet.« (S. 13)

Ja, man kann das Buch durcheinander lesen oder sich bestimmte Bereiche herauspicken. Für mich war es jedoch interessant, in der Geschichte zu reisen und die Entwicklung mit anzusehen.

Es gibt viele Zitate, Bilder, Porträts, einen Zeitstrahl zu Anfang eines jeden großen Kapitels, ein Glossar und ein Register.

Natürlich kann man bei einer Zeitspanne von knapp 4500 Jahren nicht in die Tiefe gehen. Doch das, was ich hier gelernt habe, ist weit mehr, als ich erwartete, weil ich dachte, bereits gut informiert zu sein.
Doch diese Zeilen beweisen mir mal wieder: Man lernt nie aus.

Ich würde das Buch Interessierten allgemein empfehlen, doch ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es Menschen, die sich noch nicht so sicher über sich selbst sind, helfen kann.
Es gibt einen umfassenden Einblick in die queere Geschichte.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 27.02.2025

✎ Alicia Zett - Internat Schloss Mare 3 Wie Farben im Regen

Wie Farben im Regen
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Meine Erwartungen an die Reihe waren hoch. Sie wurden nicht ganz erfüllt und trotzdem würde ich die Reihe als Wohlfühlromane weiterempfehlen.

In diesem Teil steht das Thema Transgender im Fokus.
Sowohl ...

Meine Erwartungen an die Reihe waren hoch. Sie wurden nicht ganz erfüllt und trotzdem würde ich die Reihe als Wohlfühlromane weiterempfehlen.

In diesem Teil steht das Thema Transgender im Fokus.
Sowohl Samuels als auch Caros Gefühle werden authentisch beschrieben.
Fragen, Ängste, Hoffnungen - alles hat seinen Raum und darf gelebt werden. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die Charaktere und ich konnte teilweise mit ihnen mitfühlen.

Schade fand ich, dass das Buch aus Caros Sicht geschrieben wurde. Ich hätte gerne tiefergehende Gedankengänge von Samuel mitbekommen.

Alicia Zett hat eine Internatsgeschichte erschaffen, die ohne Intrigen auskommt und dennoch spannend ist.
Nicht nur queere Personen werden sich in den Charakteren wiederfinden, denn Schulabschluss und Zukunftsängste begleiten die meisten von uns.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 25.02.2025

✎ Carsten Henn - Das Müfflon und der Traum vom Stinken

Das Müfflon und der Traum vom Stinken
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Ich habe das Buch mit meiner knapp 7-Jährigen gelesen, denn bei uns zu Hause gibt es auch den ein oder anderen Großen Püpser.

Wir fanden die Handlung lustig, interessant und traurig zugleich.
Ülf erlebt ...

Ich habe das Buch mit meiner knapp 7-Jährigen gelesen, denn bei uns zu Hause gibt es auch den ein oder anderen Großen Püpser.

Wir fanden die Handlung lustig, interessant und traurig zugleich.
Ülf erlebt und sieht auf seiner Reise einige Dinge. Einiges davon kannte meine Tochter noch nicht, sodass immer wieder Gesprächsanlässe entstanden.

Durch den Wissensanteil bleibt das Werk auch nach dem Lesen noch im Gedächtnis, da wir zum Beispiel mehr Informationen zum Titanenwurz und dem Müffel-Obst nachgeschlagen haben. Auch interessante Tiere kommen in der Geschichte vor, zu denen mein Kind mehr wissen wollte.

Die Illustrationen sind toll anzusehen und nicht zu überladen für die angestrebte Altersempfehlung von 4 Jahren.

Den Text jedoch werden die Kleinen kaum (richtig) begreifen. Da sehe ich die Zielgruppe - was mir meine Erfahrung so mit auf den Weg gibt - eher bei den Vorschulkindern und Erstklässler*innen.
Wir konnten uns über die Ü jedenfalls köstlich amüsieren.

Uns hat das Buch sehr gut gefallen. Der pädagogisch wertvolle Anteil ist gegeben, war uns jedoch nicht so wichtig. Wir sehen es eher als etwas Lustiges für zwischendurch.

©2025 Mademoiselle Cake