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Veröffentlicht am 21.08.2020

✎ Jörg Krämer - Herz schlägt Krieg

Herz schlägt Krieg
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Vor 2 Tagen habe ich das Buch beendet - und schon jetzt kann ich mich kaum noch an etwas erinnern. Wenn ich mir zwischendurch nicht ein paar Stichpunkte gemacht hätte, wüsste ich nächste Woche wahrscheinlich ...

Vor 2 Tagen habe ich das Buch beendet - und schon jetzt kann ich mich kaum noch an etwas erinnern. Wenn ich mir zwischendurch nicht ein paar Stichpunkte gemacht hätte, wüsste ich nächste Woche wahrscheinlich gar nichts mehr. Aber selbst mit meinen Aufzeichnungen werde ich in spätestens 2 Monaten beinahe nichts mehr wiedergeben können.

Ich habe zum Lesen dieser 250 Seiten auch ungewöhnlich lange benötigt. Für mich gab es einfach kein Reinkommen. Bis zum Schluss blieben mir die Personen sehr fremd, obwohl ich ein feinfühliger Mensch bin und insbesondere bei Passagen mit Kindern schnell eine Gänsehaut bzw. auch Tränen in die Augen bekomme. (besonders seitdem ich selbst Mama bin)

"Als sie aber gegen den Willen ihrer Familie mit ihrem Geliebten Erwin durchbrennt, scheint für sie die Chance auf ein glückliches Familienleben endgültig gescheitert." Ehrlich gesagt, ging ich bei dieser Passage im Klappentext von einer Schlüsselszene aus. Aber das ist gar nicht so. Dieser Teil wird richtig schnell abgehandelt. Und es stellte sich ja auch heraus, dass es gar nicht so viel darüber zu erzählen gab.

Generell wird irgendwie nichts richtig vertieft. Alles wird nur oberflächlich angeschnitten. Es tauchen gefühlt 1000 Namen auf, die manchmal für ganz schön Verwirrung sorgen. Ich hätte einen Stammbaum der Familie toll gefunden - nicht nur eine Auflistung der Namen.

Kein Wort darüber, warum Hilde Niggetiet bereits 2001 verstarb, aber das Werk erst 2018 veröffentlicht wurde.

Keine Auseinandersetzung seitens des Autors mit dem Geschriebenen. Er hat scheinbar einfach alles 1:1 so übernommen, wie seine Großmutter es aufgenommen hat. (selbst die (ersten) Bilder haben nicht mal eine klitzekleine Beschreibung darunter) Das soll vielleicht authentisch wirken, machte mir das Lesen jedoch unheimlich schwer. Die Sätze sind kurz, klingen abgehakt und die Gedankensprünge behinderten teilweise den Lesefluss.

Es tut mir wirklich leid, denn ich mochte die positive Art, wie die Erzählerin das Leben trotz einiger Schicksalsschläge genommen hat, aber ich kann das Werk in diesem Zustand nicht weiterempfehlen. Ich hoffe, es gibt eine Überarbeitung dessen, denn der Inhalt an sich ist interessant. Er sollte nur anders dargestellt werden.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 17.08.2020

✎ Maria Nikolai - Die Schokoladenvilla 1 Die Schokoladenvilla

Die Schokoladenvilla
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Ich habe die Geschichte nun bereits das zweite Mal gehört - weil ich mir beim ersten Mal keine Notizen gemacht und somit vieles schon wieder vergessen hatte. Es ist also nichts, was nachhallt.

Dennoch ...

Ich habe die Geschichte nun bereits das zweite Mal gehört - weil ich mir beim ersten Mal keine Notizen gemacht und somit vieles schon wieder vergessen hatte. Es ist also nichts, was nachhallt.

Dennoch finde ich das Leben von Judith interessant gezeichnet.

Jedes Mal, wenn ich das Hörbuch an machte, fand ich mich in einer anderen Zeit wieder. Maria Nikolai hat die Personen und Handlungsorte so detailliert beschrieben, dass es mir leicht fiel, Stuttgart zu betreten und mir alles bildlich vorzustellen.

Es ist, wie gesagt, nichts, was sonderlich heraussticht, dennoch hat mich das Buch ein paar Stunden gut unterhalten. Ein Wohlfühlroman, den ich mir abends zum Abschalten gerne auf die Ohren setzte. Daher werde ich mir auf alle Fälle auch den zweiten Teil anhören.

Man muss die Saga übrigens nicht weiterverfolgen, wer nicht mag. Dieser Band ist in sich abgeschlossen.

​©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 08.08.2020

✎ Kristin Harmel - Solange am Himmel Sterne stehen

Solange am Himmel Sterne stehen
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Ein Buch ganz nach meinem Geschmack ...

Im Klappentext wird geschrieben: "[...] ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte [...]" - und genau so erging es mir ebenfalls. Ich hätte niemals mit ...

Ein Buch ganz nach meinem Geschmack ...

Im Klappentext wird geschrieben: "[...] ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte [...]" - und genau so erging es mir ebenfalls. Ich hätte niemals mit der Fülle an Worten gerechnet, die mich hier erwartet hat.

Obwohl ich bereits "Heute fängt der Himmel an" gelesen habe, konnte ich mich überhaupt nicht mehr an den Schreibstil der Autorin erinnern.

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig Zeit brauchte, um in der Geschichte anzukommen. Aber als auf Seite 45 zum ersten Mal aus der Sicht von Rose geschrieben wird, traten mir auch direkt die ersten Tränchen ins Auge.

Und bei diesen sollte es nicht bleiben ...

Immer wieder spürte ich einen Kloß im Hals. Immer wieder wurden meine Augen feucht. Immer wieder wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Kristin Harmel hat mich in eine Welt mitgenommen, die gefühlvoller nicht sein könnte. Mit jeder Seite mehr, die ich umschlug, tauchte ich in das Buch hinein. Durch den Klappentext erfährt man kein bisschen, um was es hier wirklich geht. Deshalb saß ich Abend für Abend da und nahm fast nichts mehr von meinem Umfeld war. Ganz viele Details habe ich erst durch diese Lektüre erfahren.

Die ein oder andere Durststrecke gibt es leider. Und ein paar Wiederholungen waren mir irgendwann dann auch zu viel. Dennoch bekommt das Werk eine Leseempfehlung von mir, denn schon lange hatte ich keine so emotionsgeladene Familiengeschichte mehr in der Hand.

Ein kleines Plus sind die vielen Rezepte, die zwischdurch immer wieder auftauchen.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 03.08.2020

✎ Petra Teufl - Die grüne Feder

Die grüne Feder
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"Die grüne Feder" ist ein spannender Jugendroman, der mit Fanatsyelementen gespickt ist und auch als Dystopie bezeichnet werden kann.

Das Setting ist interessant und erschreckend zugleich. Ein Einzelner ...

"Die grüne Feder" ist ein spannender Jugendroman, der mit Fanatsyelementen gespickt ist und auch als Dystopie bezeichnet werden kann.

Das Setting ist interessant und erschreckend zugleich. Ein Einzelner weiẞ alles über jeden, weil es eine permanente Überwachung gibt. Dass es in diesem System Leute gibt, die sich dagegen auflehnen, finde ich nur all zu menschlich.

Petra Teufl hat die Charaktere sehr gut gezeichnet. Man fühlt mit ihnen mit. Lara und ihre Sorgen sind die einer Jugendlichen, sodass sich das angesprochene Publikum sicher in sie hineinversetzen kann. Bei den Personen gibt es auch die ein oder andere Wendung, die ich so nicht vorausgeahnt habe.

Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger und kann nicht für sich alleine stehen bleiben. Daher bin ich schon auf den nächsten Teil gespannt. Leider habe ich bisher keine Informationen darüber gefunden, wann dieser erscheinen wird.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung, denn ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 27.06.2020

✎ Arne Dahl - Berger und Blom 2 Sechs mal zwei

Sechs mal zwei (Berger & Blom 2)
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Man kann direkt sagen: Ohne Band 1 wird man hier keinen Überblick haben. Es wird immer wieder darauf eingegangen. Einige Passagen sind ohne Vorwissen nicht wirklich zu verstehen.

Anfangs war ich mächtig ...

Man kann direkt sagen: Ohne Band 1 wird man hier keinen Überblick haben. Es wird immer wieder darauf eingegangen. Einige Passagen sind ohne Vorwissen nicht wirklich zu verstehen.

Anfangs war ich mächtig verwirrt. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen, wie es zu der Szene kam. Als sie dann aufgelöst wird, fand ich das ziemlich genial.

Wie bereits in "Sieben minus eins" sind hier Irrungen und Verwirrungen an der Tagesordnung. Ständig fragt man sich, wo genau das Ganze hinführen soll. Manchmal erst reichlich spät, aber jedes Mal gibt es eine Auflösung. Einige waren genial, andere für meine Begriffe nicht passend.

Das Ermittlerduo habe ich gerne begleitet - trotz Antipathien. Und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Dennoch konnte mich genauso dieser Krimi nicht ganz abholen. Irgendwas fehlt mir. Es könnte jedoch auch daran liegen, dass hier wirklich mal eine Reihe konzipiert wurde, bei denen die Nachfolgebände nicht ohne die Vorangegangenen funktionieren. Ich tippe ja am Schluss der Serie auf ein riesengroßes Finale.

Wie bereits Teil 1 endet die Geschichte mit einem Cliffhanger. Man darf also gespannt sein ...

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