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Veröffentlicht am 13.02.2018

✎ Ava Dellaira - Love Letters to the Dead

Love Letters to the Dead
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Dieses Buch durfte bei mir einziehen, nachdem es mir von einer Freundin empfohlen wurde. Sie hatte es jedoch auf Englisch gelesen und ich denke, dass hier das Problem liegt ...

Eigentlich habe ich kein ...

Dieses Buch durfte bei mir einziehen, nachdem es mir von einer Freundin empfohlen wurde. Sie hatte es jedoch auf Englisch gelesen und ich denke, dass hier das Problem liegt ...

Eigentlich habe ich kein Problem, wenn ein Werk in Briefform geschrieben wird. Bei diesem aber störte es mich schon nach ein paar Seiten. Es kam teilweise sehr langweilig herüber, sodass ich manchmal wenig Lust verspürte, den Lesestoff wieder in die Hand zu nehmen.
Dann kamen Passagen, die genau das Gegenteil bewirkten, nämlich dass ich es gar nicht mehr zuklappen wollte. Es war also ein Auf und Ab.

Ava Dellairas Schreibstil ist an die Umgebung und die Zielgruppe angepasst. Heranwachsende werden sich in Laurel bestimmt teilweise wiederfinden. Diese Beschreibungen fand ich sehr authentisch. Aber das waren eben nicht meine Erwartungen. Ich wollte ein außergewöhnliches Buch, bekam jedoch ein eher einfallsloses - eines, welches es zu tausenden da draußen gibt.

Ich habe mir die Zeilen ein wenig emotionaler und vor allem tiefgründiger vorgestellt und hatte bereits meine Markierzettelchen bereitgelegt, die leider nicht zum Einsatz kamen. Keine Stelle hat mich also so berührt, dass ich sie immer wieder nachschlagen wollen würde.

Jugendliche können vielleicht einiges hieraus mitnehmen. Und genau denen würde ich diese Lektüre auch empfehlen. Aber eine generelle Leseempfehlung kann ich dieser Publikation leider nicht aussprechen.

©2018

Veröffentlicht am 12.02.2018

✎ Amy Hatvany - Das Licht zwischen den Wolken

Das Licht zwischen den Wolken
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Amy Hatvany hat mich mit dem vorliegenden Buch wirklich überrascht.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und federnd, sodass man gut durch die Geschichte durchkommt und teilweise gar nicht merkt, wie ...

Amy Hatvany hat mich mit dem vorliegenden Buch wirklich überrascht.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und federnd, sodass man gut durch die Geschichte durchkommt und teilweise gar nicht merkt, wie die Seiten dahinfliegen. Leider gibt es hier und dort auch ein paar Längen, die in der Gesamtheit dann aber nicht mehr groß auffallen.

Man bekommt 3 Sichten präsentiert, die sich auch immer wieder abwechseln. Jeder Strang für sich ist interessant und mit Emotionen gespickt. Als sie dann zusammenlaufen, ergibt dies geballte Emotionalität. Ich denke, als (werdende) Mutter kann man sich hier besonders hineinfühlen.

Sowohl die Charaktere als auch die persönlichen Erlebnisse an sich werden sehr authentisch dargestellt. Man hat das Gefühl, teilweise selbst daneben zu stehen. Manchmal ertappte ich mich dabei, mein Leben, meine Reaktionen mit denen der Protagonisten zu vergleichen und Parallelen oder Unterschiede festzustellen, da es so lebensnah geschildert wurde. Nicht selten unterbrach ich die Lektüre für einen kurzen Augenblick, um meinen Gedanken nachzuhängen.

Eine Sache muss ich ganz besonders herausheben: Es ist keine 0-8-15-Geschichte und das Ende ist ebenfalls total anders, als man es beim Lesen erwartet - und das hat mir sehr gefallen.

Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung an all diejenigen, die ausdrucksvolle Familiengeschichten mögen und gern mal fernab des Mainstreams lesen.

©2018

Veröffentlicht am 08.02.2018

✎ Melanie Raabe - Die Wahrheit

DIE WAHRHEIT
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Den Einstieg in 'Die Wahrheit' fand ich recht gelungen. Die bedrückende Stimmung ist gut eingefangen und man kann sich in Sarah hineinversetzen. Dadurch, dass ein Großteil aus ihrer Sicht erzählt wird, ...

Den Einstieg in 'Die Wahrheit' fand ich recht gelungen. Die bedrückende Stimmung ist gut eingefangen und man kann sich in Sarah hineinversetzen. Dadurch, dass ein Großteil aus ihrer Sicht erzählt wird, hat man immer eine Verbindung zu ihr.

Dies zieht sich tatsächlich fast durch den gesamten Psychothriller, sodass immer eine unterschwellige Anspannung vorhanden ist. Die kann man auch nicht abschütteln. Man überlegt die ganze Zeit fieberhaft, was genau gespielt wird und wie das Ganze enden soll.

Leider hat mich das Ende dann total enttäuscht. Es bleiben zu viele Fragen offen und zu viele Situationen ungeklärt. Es gibt Ereignisse, die ich an den Haaren herbeigezogen finde.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach zu lesen. Dieser machte es leicht, der Geschichte zu folgen. Auch die Cliffhanger sind gut gesetzt, sodass man schwer davon abkommt, das Hörbuch doch mal zur Seite zu legen. Und dies ist vor allem auch den Sprechern zu verdanken.

Von mir bekommt das Hörbuch durch die genannten (Kritik)Punkte nur eine bedingte Hörempfehlung.

©2018

Veröffentlicht am 07.02.2018

✎ Elisabeth Herrmann - Schattengrund

Schattengrund
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Ein Buch, welches durch eine Kollegin den Weg zu mir fand und nun weiterziehen darf, da es mich nicht überzeugen konnte ...

Von Elisabeth Herrmann habe ich bisher kein Buch in die Hand bekommen, obwohl ...

Ein Buch, welches durch eine Kollegin den Weg zu mir fand und nun weiterziehen darf, da es mich nicht überzeugen konnte ...

Von Elisabeth Herrmann habe ich bisher kein Buch in die Hand bekommen, obwohl ich im Genre 'Thriller' zu Hause bin. Liegt es daran, dass mich bisher nichts angesprochen hat oder dass mir bisher nichts über den Weg lief? Ich kann es nicht sagen. Jedenfalls wird dies (vorerst) ihr erstes und letztes Werk von ihr für mich gewesen sein.

Die Geschichte fängt fesselnd an und man ist gespannt, was genau es mit dem alten Haus auf sich hat. Geheimnisse und Vergangenheiten besitzen oft ein großes Potenzial.

Die Stimme der Sprecherin Laura Maire passt super zu Nicolas Charakter. Sie ist weiblich, jung, schüchtern, ... Aber wenn sie Männer sprechen muss, dann klingt das sehr gestelzt. Hier hätte ein zweiter Sprecher sicher besser gewirkt.

Im Laufe der Handlung treten immer wieder Hinweise auf, die den Leser auf Spuren lenken sollen. Leider sind sehr viele dieser Anmerkungen nur so in den Raum geworfen und werden später nirgends wieder aufgegriffen. So bleiben mir zu viele Details ungeklärt. Das bezieht sich auf Personen, die Handlungen vornehmen, die niemals erklärt werden. Und es gibt Kleinigkeiten, die beim ersten Hören vielleicht gar nicht so auffallen, die beim Nachdenken jedoch völlig unschlüssig sind.

Die Handlung zieht sich irgendwann einfach nur noch und Klischees werden aneinandergereiht. Man kann eins und eins zusammenzählen und ist von der Auflösung nicht mehr überrascht. Das Potenzial wurde hier eindeutig verschenkt.

Zielgruppe sind hier eindeutig (junge) Jugendliche. Ich denke, da ist es auch gut angesiedelt, denn es kommt hin und wieder ein klein wenig Thriller durch, ohne zu brutal zu sein. Ansonsten bekommt das Werk von mir keine Leseempfehlung.

©2018

Veröffentlicht am 02.02.2018

✎ Lisa Jewell - Der Flügelschlag des Glücks

Der Flügelschlag des Glücks
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Warum dieses Buch ursprünglich auf meiner Wunschliste gelandet ist, kann ich gar nicht mehr sagen. Nachdem ich jedoch den Klappentext nochmals gelesen habe, beschloss ich, es davon zu befreien, da mich ...

Warum dieses Buch ursprünglich auf meiner Wunschliste gelandet ist, kann ich gar nicht mehr sagen. Nachdem ich jedoch den Klappentext nochmals gelesen habe, beschloss ich, es davon zu befreien, da mich Familiengeschichten immer interessieren.

Als ich begann, in die Geschichte einzutauchen, irritierte mich zu Anfang ein Detail: Es tauchten zwei Namen auf, die mir sehr bekannt vorkamen, da sie die Titelfiguren meiner Lieblingsserie meiner Jugend sind. Das hatte natürlich direkt einen fahlen Beigeschmack bei mir hinterlassen, denn ich befürchtete nun irgendeinen Abklatsch, obwohl der Klappentext nichts dergleichen suggeriert.

Je weiter ich voranschritt, desto deutlicher wurde, das nichts mit dem anderen zu tun hat. Es war scheinbar absoluter Zufall - zumal die Geschlechter auch nicht die gleichen sind bei einem Namen.

Irgendwie hatte ich mich auf eine sehr einfache Szenerie eingestellt. Ich hoffte zwar, dass es spannend werden würde, rechnete aber nicht mit großen Überraschungen. Mein Ziel war es, einfach mal wieder einen schönen Wohlfühlroman in der Hand zu halten.

Was mich dann jedoch erwartete, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

Die Autorin greift ein Thema auf, welches viel zu wenig Beachtung in der Literatur findet. Ich persönlich habe darüber bereits sehr viel gesehen - im TV, nicht privat. Lisa Jewell schafft es, einem Bereich Raum zu geben, vor dem die meisten die Augen verschließen - vor allem die Betroffenen selbst. Ich hatte weder mit diesem Thema noch mit dieser Umsetzung gerechnet, sodass ich absolut überrascht war - und das positiv.

Die Figuren werden toll charakterisiert. Jeder hat seine Eigenarten, es tauchen kaum Klischees auf und sie wirken sehr authentisch. Da das Geschehen aus mehreren Perspektiven erzählt wird, lernt man jeden mit jeder Seite ein Stück mehr kennen.

Die Schriftstellerin versucht in ihrem Roman gleich mehrere Themen aufzugreifen und zu verarbeiten: Zusammenhalt, Familie, ... Was bei vielen total überladen wirkt, macht diese Erzählung erst aus.

Ein wenig irreführend ist der Klappentext, denn Hauptthema ist in meinen Augen ein ganz anderes. Außerdem will der Titel nicht so ganz zum Inhalt passen.

Dennoch gebe ich dem Buch eine absolute Leseempfehlung an all jene, die auch mal fernab vom Mainstream lesen möchten und dennoch eine leichte Lektüre für Zwischendurch suchen.

©2018