Family reunification
Three Times LuckyDer Schreibstil hat mir gut gefallen, man konnte die Geschichte sehr gut lesen und verstehen. Es hat mich gleich in einen angenehmen Lesefluss verleitet. Das Schicksal von Tristan und seiner Familie ist ...
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, man konnte die Geschichte sehr gut lesen und verstehen. Es hat mich gleich in einen angenehmen Lesefluss verleitet. Das Schicksal von Tristan und seiner Familie ist besonders bewegend, insbesondere das, was seinen beiden Söhnen widerfährt. Es gelingt der Autorin, diese herausfordernden Lebenssituationen mit großem Einfühlungsvermögen darzustellen, durch die beiden Perspektiven von Keira und Tristan.
Keira arbeitet als Nanny bei einer Familie, wo sie den Vater von früher kennt. Tristan, den sie aus der Vergangenheit kennt und der sie vor 8 Jahren versetzt hat. Obwohl ihr erster Impuls ist, zu gehen, bleibt sie. Zuerst war sie entsetzt, für den Mann arbeiten zu sollen, der für sie „ihr Traummann“ war. Der Job ist allerdings gut bezahlt, und sie hat dennoch Freiheit, was ihr wichtig war. Keira ist eine selbstsichere, hilfsbereite und liebenswerte Person. Sie ist freundlich, bemüht sich und möchte alles korrekt machen. Wenn sie etwas erreichen will, engagiert sie sich und kämpft weiter.
Tristan braucht etwas Zeit, um sich zu öffnen. Als alleinerziehender Vater wirkte er kühl, verschlossen und überfordert, zeigt jedoch auch eine liebevolle Seite, die leider nicht so oft zum Vor-schein kommt. Seine Frau hat ihn schließlich nach einem Autounfall verlassen und ihn mit den Kindern alleine gelassen. Nach dem Vorfall hält er die meisten Menschen auf Abstand. Er arbeitet viel, wodurch er kaum Zeit mit seinen Kindern verbringt. Diese wünschen sich jedoch, dass er für sie da ist, vor allem nach dem Unfall und der Situation mit ihrer Mutter. Glücklicherweise war ihr Grandpa Thomas für sie da und auch gegenseitig waren sie füreinander da. Auch die Kinder haben sich infolge des Unfalls verändert. Durch den Unfall hat Luke lange Zeit im Krankenhaus gelegen und hat nun eine Gehbehinderung. Am Anfang der Geschichte dachte ich, die beiden Jungs können sich gegenseitig nicht ausstehen, da sie sich oft beleidigten. Jedoch stellte sich heraus, dass die beiden sich sehr nahestehen und sich gegenseitig beschützen. Besonders sieht man das dabei, als Joel zu Keira sagte: „Denkst du wirklich, ich kacke von heute auf morgen in der Schule ab? Weil ich Monate nach dem Unfall plötzlich faul bin?“ … „Jeder hat nur weggesehen, als Luke fertig-gemacht wurde. Die Lehrer, die Nanny und sogar Dad und Grandpa.“ (S. 142). Die beiden passen aufeinander auf und sind füreinander da. Als der Unfall geschah, war Layla noch sehr klein. Den-noch verstummte sie danach eine Zeit lang und ihr Vater machte sich Sorgen um sie. Vorher war sie so ein fröhliches und strahlendes Kind. Im Laufe der Geschichte wird Layla langsam wieder ein aufgewecktes und strahlendes Kind. Keira bringt die Familie wieder zusammen, durch ihre Art und durch ihre verschiedenen Ideen, den Kindern wieder eine Freude zu machen, wie durch den Kochkurs mit ihr, aber auch mit ihrem Dad. So verbringen sie mal wieder Zeit als Familie zusammen, was lange nicht mehr der Fall war.
Besonders zugesagt hat mir an der Handlung die sich entwickelnde Beziehung zwischen Keira und den Kindern. Ihre langsame Annäherung und der schrittweise Abbau von Barrieren wirkten äußerst glaubwürdig und realistisch, jedoch gab es bei der Geschichte ein paar Unstimmigkeiten.