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Jenny_Colditz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2024

überraschend anders

Der Hexenzirkel Ihrer Majestät. Das begabte Kind
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Hexenzirkel Ihrer Majestät – Juno Dawson
Kostenloses Hörbuch über das Audible Abo. Da kann ja nichts schief gehen.
Oder eher doch, denn nun brauch ich Teil zwei, drei, vier, …
Ich hatte nichts erwartet ...

Hexenzirkel Ihrer Majestät – Juno Dawson
Kostenloses Hörbuch über das Audible Abo. Da kann ja nichts schief gehen.
Oder eher doch, denn nun brauch ich Teil zwei, drei, vier, …
Ich hatte nichts erwartet und wurde positiv überrascht.
Ich dachte eher an eine cosy Hexengeschichte. Cosy war es auch, zumindest was das Found Family und Casual Queerness betrifft. Aber es konnte auch brutal und verräterisch zugehen. Es gab immer wieder sehr spannende Momente und heikle Situationen, so dass der Spannungsbogen konstant hoch war. Abgelöst von schönen Momenten, offensichtlicher Gesellschaftskritik, sowie ganz normalen Erlebnissen.
Und gerade diese haben die Figuren nahbarer wirken lassen. Sie haben sich mitten in einem Hexenkrieg befunden, und mussten sich trotzdem um alltägliche Probleme kümmern.
Die Figuren allgemein waren gute gezeichnet, auch wenn ich zu Anfang noch einige Schwierigkeiten hatte, alle voneinander zu unterscheiden, da die Perspektiven stets wechselten. Dies wurde aber immer besser, da doch jede Figur ihre Eigenheiten hatte, was sie gut unterscheidbar machte.
Alles in allem ein wirklich guter düster cosy Hexenroman, welchen ich sehr gern weiter fortsetzte.

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Veröffentlicht am 01.06.2024

High Fantasy, ohne Fantasy

Der Paria
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Der Paria – Anthony Ryan
Ein High Fantasy Roman, welcher gar keine Fantasy hat. Ich persönlich würde es als fiktiven historischen Roman einordnen. Man kann an einigen Stellen Fantasy vermuten, aber direkt ...

Der Paria – Anthony Ryan
Ein High Fantasy Roman, welcher gar keine Fantasy hat. Ich persönlich würde es als fiktiven historischen Roman einordnen. Man kann an einigen Stellen Fantasy vermuten, aber direkt benannt oder gewirkt wird keine, so dass dies ein verschwommener Punkt bleibt.
Der Rest davon? Ein Schlachtenepos, und eine stetiger Charakterentwicklungsroman (gibt es das Wort überhaupt?). Aber ihr wisst, was ich meine.
Erzählt wird die Geschichte von Alwyn Scripe, als eine Art Biografie. Somit entfällt die Angst um das Leben des Hauptcharakters. Denn wie soll ein Toter mit den Lesenden reden? An diese wendet er auch oftmals in direkt Anrede an diese. Ich mag diese Art des erzählens sehr gern und würde gerne häufiger Bücher so lesen. Ich fühle mich hierbei immer näher im Geschehen. So also erzählt uns Alwyn sein Leben vom gemeinen Hurenkind zum Ritter für eine Edeldame. Mit Abzweigungen über ein Diebeslage und das Leben in diesem, welches ihn noch lange begleitet, über ein Gefangenenlager, über diverse Schlachtfelder zum Anfang der Geschichte. Denn irgendwie endet der Band da, wo es begonnen hat.
Mir hat das Buch sehr gefallen. Gerade die Schlachtenszenen waren voll nach meinem Geschmack. Schön lang und ausführlich, blutig und mit vielen abgetrennten Extremitäten. Viele der ihm begleitenden Charaktere blieben aber blass zurück. Und gerade bei der Bezeichnung von Frauen stand wohl nur eine Schablone zur Verfügung. Den Bechdel-Test besteht dieses Buch wohl eher nicht. Alle Frauen werden ausschließlich nach ihrer Optik bewertet und ob diese ihn s3xuell reizen oder nicht. Jede, in jeder Situation. Und alle wollen ihm natürlich an die Wäsche. Das war mir persönlich zu eindimensional, das kann der Autor normalerweise besser.
Den nächsten Band möchte ich dann aber eher hören. Beim Lesen habe ich mich zu häufig ablenken lassen und konnte mich nur schwer länger konzentrieren. Vielleicht funktioniert es mit einer guten Stimme auf den Ohren besser.

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Veröffentlicht am 01.06.2024

cooles Steampunkbuch

Acusticon
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Acusticon – Andreas Hagemann
Jeder hat ein Genre oder Setting andere Ansprüche.
Für mich persönlich sollte Steampunk, um dass ich es mit leuchtenden Augen betrachte, Tüftler haben. Die typischen Zahnräder, ...

Acusticon – Andreas Hagemann
Jeder hat ein Genre oder Setting andere Ansprüche.
Für mich persönlich sollte Steampunk, um dass ich es mit leuchtenden Augen betrachte, Tüftler haben. Die typischen Zahnräder, merkwürdige Konstruktionen, alte Fliegerbrillen, Lederjacken und einiges mehr. All dies und viel mehr hat dieser Roman. Und ist für mich ein gutes Beispiel für einen sehr gelungenen Steampunkroman.
Und neben diesem traumhaften Setting, bekommen wir noch eine Hauptfigur, die aufgrund seiner „Einfachheit“ besonders ist. Und das ist nicht negativ gemeint. Denn endlich mal kein strahlend schöner Held, welcher im Handumdrehen die Welt rettet. Sondern ein schüchterner junger Mann, Rufus, der eher ungewollt in Geheimnisse stolpert. Ein Charakter wie du und ich. Ein wenig grün hinter den Ohren, gewöhnlich mit liebenswerten Macken. Und auch hier zeigt sich wieder das man in Gruppen besser kämpft. Und er sucht sich, auch das eher unfreiwillig, die richtige Unterstützung. Was Rufus an Power fehlt, hat seine weibliche Begleitung direkt doppelt so viel. Frauenpower wie sie schöner nicht dargestellt werden kann. Die Abenteuer, welche die Gruppe bestreiten mussten, waren spannend und actionreich. Die Probleme der fiktiven Welt, können allerdings auch so auf unsere umgemünzt werden. Der Abgrund zwischen arm und reich wird immer größer. Die Reichen wollen nur reicher werden, und die unteren Schichten müssen dafür herhalten.
Nur die Erklärung der Welt hätte etwas detaillierter ausfallen können, ich wäre gerne tiefer in die Politik und deren Geschichte eingetaucht.

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Veröffentlicht am 21.05.2024

anstrengend

Hunting Prince Dracula
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Hunting Prince Dracula – Kerri Maniscalco
Teil 1 wollte ich lesen, seit ich den Titel im Original gesehen habe. Die Reihe wurde gefeiert. Wir in Deutschland mussten wieder ewig auf die Übersetzung warten. ...

Hunting Prince Dracula – Kerri Maniscalco
Teil 1 wollte ich lesen, seit ich den Titel im Original gesehen habe. Die Reihe wurde gefeiert. Wir in Deutschland mussten wieder ewig auf die Übersetzung warten. Natürlich hatte ich Teil zwei schon, bevor ich Teil 1 beendet hatte und bevor ich über dessen Inhalt mit anderen diskutiert habe. Eventuell hätte ich es dann gar nicht erst begonnen.
Aber von Anfang an. In diesem Teil der Geschichte befinden wir uns mit Audrey auf der Reise von England nach Rumänien. Auf dem Weg dahin und da angekommen, passieren im Schloss und im dazugehörigen Dorf merkwürdige Sachen, welche es aufzuklären gilt.
Klingt ja eigentlich nicht schlecht. Könnte schön gruselig werden und düster. Könnte, wenn Thomas Audrey nach 10 Minuten Bahnfahrt aus dem Fenster geschmissen hätte. Hat er leider nicht getan, und so kann uns Audrey auf ihren ewig gleichen Gedankenmonolog mitnehmen. Der sich in der meisten Zeit darum dreht was sittsam ist oder was nicht.
Wir leben im Jahre 1888. Audrey reist ohne Anstandsdame, alleine, mit einem Mann der nicht mit ihr Verwandt oder verlobt ist, nach Rumänien. Hier angekommen lebt sie mit anderen Männern unter einem Dach, mit keinem davon ist sie verwandt, verlobt oder verheiratet. Sie hat immer noch keine Anstandsdame, welche am Fußteil des Bettes schläft. Sie ist in dem Schloss für eine Aufnahmeprüfung zum Studium der Gerichtsmedizin. Auf dem Weg dahin trägt sie gerne Reitkleidung, in Kombi mit Männerkleidung und Hüten. Steckt bis zu den Ellbogen in Blut und anderen Ausscheidungen des menschlichen lebenden oder (un)toten Körpern. Und nun möchte sie allen Ernstes darüber nachdenken das es unschicklich ist, wenn er sie aus Versehen mit der kleinen Fingerspitze an der Handfläche berührt. Will die mich eigentlich verarschen? Wirklich? Wer hat sich hier mal überhaupt nicht mit Schicklichkeit der damaligen Zeit beschäftigt? Autorin: Ja. Bevor sie sich darüber Gedanken macht, sollte sie schleunigst den Zylinder vom Kopf nehmen.
Von dem „Fall“ wollen wir bitte nicht sprechen. Audrey macht es immerhin auch nur nebenher, wenn sie nicht über die Sittsamkeit nachdenkt. Also nie. Konstruiert und echt nicht mehr lustig. Wirklich nicht lustig.
Ihr wollt wirklich gute Bücher mit einem ähnlichen Vibe?
Heutige oder ähnlicher damaliger Zeitraum?
Gibt es. Lest es.
Secrets of Dublin – Kari Vandis
Bonfire Night – Katie Kento
Ink Blood Mirror Magic – Emma Törzs

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Veröffentlicht am 21.05.2024

Schwierig

Stalking Jack the Ripper
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Stalking Jack the Ripper – Kerri Maniscalco
Für dieses Buch die passenden Worte finden ist schwer.
Denn ich müsste es zweiteilen.
Die Grundstory – Jack the Ripper.
Einer der bekanntesten Serienmörder ...

Stalking Jack the Ripper – Kerri Maniscalco
Für dieses Buch die passenden Worte finden ist schwer.
Denn ich müsste es zweiteilen.
Die Grundstory – Jack the Ripper.
Einer der bekanntesten Serienmörder weltweit. Aufgrund seines brutalen Vorgehens, aber auch (oder vor allem) da der Täter bis heute nicht endgültig feststeht.
So sorgt der Mythos für viele unterschiedliche Interpretationen und Versuche einen möglichen Täter zu finden. So auch die Autorin in dem vorliegenden Roman.
Sie schmeißt unsere Protagonisten mitten hinein in die Mordserie. Die im Print vorkommenden Fotos sind belegbar, auch viele der Taten und Opferbeschreibungen. Ich war begeistert von den vielen historischen Details rund um den Fall, die Bilder und Beschreibungen. An einigen Stellen wich sie ab, erklärte dies aber im Nachwort, was ich wirklich gut fand.
Die Charaktere – Audrey Rose Wadsworth und Thomas Creeswell:
Ich darf nicht zu viel über sie schimpfen, denn sonst nehme ich mir selbst das Zündmaterial für die Rezension zu Band zwei. Aber nur so viel: Gott war die nervig. Dieses „ich bin nicht wie andere Mädels“ übertreibt sie auf eine so extrem unangenehme weise. Liebe Lesende und Rezensierende: NEIN! DAS IST KEIN FEMINISMUS!!! Das ist Narzissmus. Das ist kein Zeichen einer starken Persönlichkeit, sondern für einen ganz schwachen und traurigen. Wenn ich mich selbst nur größer mache indem ich andere klein und schlecht mache, gewinne ich nichts. Auch ihre Ideenfindung, was den Fall betrifft war nicht unbedingt von Intelligenz geprägt. Der wahre Täter wurde ihr mehrfach auf dem Silberteller präsentiert und sie ignorierte es schlichtweg. Hatte wahre Scheuklappen auf. Sie hat sich auf einen Täter eingeschossen und ist davon keinen Millimeter abgewichen. Wahr schon wahnhaft in ihren Vorstellungen. Und ab da hat mich die Geschichte auch verloren. Das war so abstrus.

Mein Lichtblick war Thomas. Er war wie Sherlock Holmes. Recht emotionslos und kühl. Mit einem Humor, welchen man erst einmal verstehen muss. Ich mag das. Ich mochte nicht, dass er aus welchen Gründen auch immer auf Audrey steht. Ihre Zickerein waren amüsant, aber oftmals to much. So dass das Wichtigste aus den Augen verloren gegangen ist.

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