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Jenny_Colditz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2025

Toller High Dark Fantasy Auftakt

Das Totenvlies - Verbotenes Wissen
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Gerade für Lesende, welche High Fantasy ohne Romance wollen, sollten jetzt dran bleiben.
Denn hier bekommen wir ein schönes Dark angehauchtes Fantasybuch, mit starken Charakteren, viel Emotionen, üblen ...

Gerade für Lesende, welche High Fantasy ohne Romance wollen, sollten jetzt dran bleiben.
Denn hier bekommen wir ein schönes Dark angehauchtes Fantasybuch, mit starken Charakteren, viel Emotionen, üblen Geheimnissen, natürlich Intrigen, Kämpfen und Entdeckungen. Alles, was das Lesendenherz begehrt.
Wir treffen zunächst auf unsere Hauptfigur Lyrana, welche mit ihrer Liebsten fliehen muss. Und direkt zu Begin der Geschichte wird es schon schön blutig und traurig emotional. Und vor allem es wird queer. Wie wir dem Klappentext entnehmen können, verliert die Liebste unserer Lyrana ihr Leben und sie begibt sich somit auf die Suche nach einem Buch, in welchem Hinweise versteckt sein sollen, wie man Tode zum Leben erwecken kann. Dies lässt schon darauf schließen das unser Grundsetting sehr düster bleibt. Man hat stets ein bedrückendes Gefühl und Angst vor den nächsten Monstern. Diese präsentiert uns der Autor auch, manchmal nur anders als uns dies die Märchen dieser Welt erzählen wollen. Auch Lyrana und ihr Begleiter müssen immer wieder einmal bekanntes hinterfragen und ihre Ansichten an die Realität anpassen. Auch ich habe dies während des lesens getan. Nur weil uns eine Geschichte immer und immer wieder erzählt wurde, wird sie dadurch nicht automatisch wahr. Oder doch?
Ich bin gespannt was uns in den folgenden Bänden noch erwartet. Ich geh auf jeden Fall gerne auf das nächste Abenteuer.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

gelungene Fortsetzung

Riannu
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Die Reihe wäre ursprünglich mit Teil 3 beendet gewesen, allerdings dauert das Abenteuer der Figuren doch länger als gedacht. Und so erwartet uns hoffentlich bald Teil 4 der spannenden Reise.
In der Hauptstadt ...

Die Reihe wäre ursprünglich mit Teil 3 beendet gewesen, allerdings dauert das Abenteuer der Figuren doch länger als gedacht. Und so erwartet uns hoffentlich bald Teil 4 der spannenden Reise.
In der Hauptstadt angekommen, könnte man meinen, dass sich nun alles zum besseren wendet und unsere unfreiwilligen Helden zum Aufatmen und Entspannen kommen. Falsch gedacht, denn in welcher großen Königsstadt geht die Politik ohne Intrigen einher? Unsere Figuren werden in diese mit hineingezogen und müssen auf unbekanntem Gebiet agieren, wurden sie doch nicht als Höflinge erzogen. Auch stellen sich immer mehr persönliche Fragen. Was wollen sie erreichen? Wem und was fühlen sie sich verbunden? Und wie weit darf geschwisterliche Fürsorge gehen?
Ich muss gestehen, dass mir Zolan in diesem Band immer unsympathischer wurde. Vor allem seine Art über seine Schwester und deren Verhalten selbstbewusst bestimmen zu wollen, ohne zu wissen, was sie überhaupt wirklich will. Ein Verhalten, welches ich in keinem Buch bei keinem Charakter, gut finde. Diese Art der Fremdbestimmung ist ein unfassbar toxisches Verhalten. Ich hoffe, dass sich dies im Folgeband ändert oder zumindest es eine vernünftige Erklärung für dieses Verhalten gefunden wird.
Dieser Band gibt uns viele Geheimnisse, aber auch ein paar Antworten. Viel Spannung, auch wenn wir die Stadtgrenzen nicht verlassen. Im Palast, aber auch in den dunkleren Vierteln begegnen uns einige böse Mächte. Inwieweit die Helden damit in Verbindung stehen, darf der geneigte Lesende selbst herausfinden. Ich hatte auf jeden Fall wieder viel Spaß dabei die Gruppe zu begleiten und auch auf alte Bekannte zu treffen und einen Mörder aufzuspüren.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Was Girlhood alles sein kann

Girlhood
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Girlhood ist so vieles, eine kleine Erklärung findet ihr auf dem letzten Slide. Allen voran ist es Mut. Mut für sich selbst einzustehen, für seine Wünsche und für seine Zukunft. Unabhängig davon in welche ...

Girlhood ist so vieles, eine kleine Erklärung findet ihr auf dem letzten Slide. Allen voran ist es Mut. Mut für sich selbst einzustehen, für seine Wünsche und für seine Zukunft. Unabhängig davon in welche Rolle uns die Gesellschaft sperren will. Und mit "uns" meine ich alle weiblich gelesenen Personen, egal welchen Alters. Denn die im Buch angesprochenen Dinge, können uns alle jederzeit selbst treffen. Die Charaktere im Buch sind ausschließlich junge Menschen, aber vor Schubladendenken ist niemand je sicher.

Einfühlsam und ohne moralischen Fingerzeig erzählen uns die Autorinnen, in Kurzgeschichten eindrücklich vom unterschiedlichen Leben junger Frauen. Deren Alltagsproblemen und wie sie damit umgehen. Sei es der familiäre Druck, in welchem die eigenen Wünsche zurückstehen müssen. Das Gefühl sich anpassen zu müssen um geliebt zu werden. Für seine Gefühle offen einstehen zu können, ohne dass diese klein gemacht werden.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

perfektes Horrorbuch für Halloween

Don't Let The Forest In
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Ich hab keine Ahnung was mich erwartet hat. Und wahrscheinlich bin ich deswegen umso begeisterter.
Seit der Vorstellung des Buches auf der LBM, wusste ich nur das ich es lesen muss. Denn es wurde erwähnt ...

Ich hab keine Ahnung was mich erwartet hat. Und wahrscheinlich bin ich deswegen umso begeisterter.
Seit der Vorstellung des Buches auf der LBM, wusste ich nur das ich es lesen muss. Denn es wurde erwähnt dass es einen Asexuellen Charakter geben wird. Endlich 🫶🏼

Und Andrew war ein Charakter der sich mir ins Herz geschrieben hat. Seine Kurzgeschichten welche wir immer wieder im Buch lesen, sind so hart. Ehrlich, aber hart. Der einzige Zweck ist, dass sie weh tun sollen. Und das tun sie. Seine ganze Geschichte tut dies. Unter der Bezeichnung "Body Horror" ist das Buch sehr gut einsortiert. Aber nicht nur der physische Schmerz wird hier aufgezeigt, sehr detailliert und fast poetisch. Sondern vor allem die psychischen. Und diese eher subtil, dafür aber irgendwie auch umso eindringlicher. Die Geschichte geht wortwörtlich unter die Haut. Die Realität verschwimmt mit unter. Und wir versuchen zusammen mit den Figuren zu ergründen was der Wahrheit entspricht und was nur unserem Hirn.

Ein Buch welches noch lange nachhalt. Traumatas anders erleben lässt, nachdenklich macht.

Und vor allem endlich ein Buch in dem Asexualität einen relevanten Platz einnimmt. Menschen und ihre Gedanken diesbezüglich sichtbarer macht. Alleine deswegen lohnt es sich.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

großartige Fortsetzung

Die Legenden der Albae - Blutrote Himmel
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Jede Geschichte aus dem geborgenen Land, ist wie nach Hause kommen.
Die Geschichten, welche erzählt werden, sind keine Wohlfühlgeschichten, allerdings sind es die Figuren. In ihrer Vielschichtigkeit gehen ...

Jede Geschichte aus dem geborgenen Land, ist wie nach Hause kommen.
Die Geschichten, welche erzählt werden, sind keine Wohlfühlgeschichten, allerdings sind es die Figuren. In ihrer Vielschichtigkeit gehen sie unter die Haut. Man wandert mit ihnen durch das Land; und kennt vermeintlich jeden Stein und Strauch. Dass ist auch das, was mich mit den Geschichten und dem Land verbindet. Die Erzählkunst lässt mich nicht nur stiller Beobachter sein, sondern ich springe mitten ins Abenteuer.
Und gerade, weil wir hier wieder bei einem Albaebuch sind, wird dieses Abenteuer keins in dem wir mit Blumen pflücken beschäftigt sind. Es wird brutal, hinterlistig und sehr blutig, aber auch kämpferisch und die Albae beweisen wieder einmal, wie treu sie sein können, obwohl ihnen gerne schlimmeres nachgesagt wird. Gerade die kleine schlaue Albin Sajù sticht hier hervor, ihre Art konnte mich im ersten Teil schon für sich gewinnen, so wächst mein Herz hier noch einmal. Denn aus reiner Freundschaft nimmt sie unmögliches auf sich um ihren Onkel, der noch nicht einmal blutsverwandt mit ihr ist, aus dem Gefängnis zu befreien.
Auch Brandenwall kommt nach den letzten Aufregern nicht zur Ruhe und muss wieder einmal beweisen, dass die Albae in der Stadt nicht existieren, was direkt zu Beginn gründlich schief geht und so für viel Spannung sorgt. Auch das Auftauchen fremder albischer Flugschiffe, sorgt für neues Chaos. Gerade diese fand ich sehr gut, da sie ein wenig Steampunkfeeling in die Story brachten, was ich immer sehr mag.
Das Ende ist so gestaltet, dass das aktuelle Abenteuer zwar beendet ist, aber noch viel Platz für weitere, hoffentlich folgende, Abenteuer bietet. Ich reise gerne wieder nach Hause zurück.

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