Gemischte Gefühle
The Arcane ArtsThe Arcane Arts von S.D. Coverly hat mich mit dem Klappentext und der Mischung aus Dark Academia und Romantasy total angesprochen. Auch das Cover fand ich sehr schön gestaltet und sehr ansprechend und ...
The Arcane Arts von S.D. Coverly hat mich mit dem Klappentext und der Mischung aus Dark Academia und Romantasy total angesprochen. Auch das Cover fand ich sehr schön gestaltet und sehr ansprechend und passend zum Thema.
Den Schreibstil fand ich angenehm, man konnte sehr gut folgen und es hat total zur akademischen Umgebung gepasst. Die fast schon empörten E-Mails vom Professor und die eher forschen und bissigen von Ellsbeth, fand ich wirklich witzig und unterhaltsam und eine sehr nette Abwechslung zwischen den normalen Kapiteln.
Man konnte geradezu dabei zusehen wie sie sich annähern und der Abstand zwischen ihnen immer weniger wird.
Ich fand es auch interessant wie jeder der beiden irgendwo seine Motive verfolgt und das ganze an die Grenzen der Legalität und darüber hinaus geht und man auch selbst diese Taten immer wieder relativiert. Auch das Thema um das Arkane an sich fand ich sehr interessant zu lesen, ich fand es auch verständlich geschrieben und man wurde als Leser meiner Meinung nach gut abgeholt und langsam in die Materie eingeführt.
Was mir tatsächlich nicht so gefallen bzw. kein so gutes Gefühl hinterlassen hat, war der Age Gap zwischen den beiden Protagonisten. Durch dieses Machtgefälle und das hin und her auf beiden Seiten hat es bei mir ein eher komisches Gefühl hinterlassen und ich habe die Verbindung zwischen den beiden gar nicht gefühlt.
Die Handlung hat sich etwas gezogen, da das Tempo auch eher langsamer war und sich alles langsam entwickelt hat. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass die Handlung so vor sich hin plätschert weil gefühlt nichts gravierendes geschieht. Es hat mich daher leider nicht so wirklich packen können.
Das Ende kam fast schon abrupt, vorher hat sich die Handlung sehr lange aufgebaut und am Ende ist alles dann schnell auf den letzten Seiten passiert.
Widerum gut gefallen hat mir der Epilog, der die ganze Handlung gut abgerundet hat und einem wieder ein besseres Gefühl gegeben hat.
Insgesamt fand ich das Thema sehr ansprechend und die komplexen Stellen wurden gut erklärt, sodass der Leser abgeholt wird. Allerdings hätte das Tempo zügiger sein können und mehr Wendungen zwischendurch hätten auch für mehr Spannung gesorgt, sodass man mehr von der Handlung gefesselt wird. Ellsbeths Hauptfokus ist im Laufe der Handlung meiner Meinung nach eher in den Hintergrund gerückt, was ich sehr schade fand. Für mich insgesamt nur 3,5 Sterne.