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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2025

Entführt in eine Welt voller Gegensätze

Burnham Dynasty
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Das Buch zeigt als Auftakt einer neuen Reihe großes Potential; eine sympathische Hauptfigur, eine glamouröse aber auch mysteriös düstere Atmosphäre und eine hübsche Mischung aus Romance, Spannung und Familiengeheimnissen. ...

Das Buch zeigt als Auftakt einer neuen Reihe großes Potential; eine sympathische Hauptfigur, eine glamouröse aber auch mysteriös düstere Atmosphäre und eine hübsche Mischung aus Romance, Spannung und Familiengeheimnissen.

Im Mittelpunkt steht Cathy, die Tochter eines Stallmeisters, die durch einen Besuch bei ihrem Vater auf dem Anwesen der wohlhabenden Familie Burnham in eine Welt gerät, die so gänzlich anders ist, als das was sie kennt. Dort trifft sie auf Josh, den jungen Erben der Familie, dem sie zunächst eher skeptisch gegenübersteht, bis ein Mord geschieht und Cathys Vater unter Verdacht gerät. Gemeinsam müssen sie die Wahrheit aufdecken, während sich zwischen ihnen eine zarte, aber konfliktreiche Anziehung anbahnt.

Der Autorin gelingt es dabei gut, die Gefühle ihrer Protagonistin nachvollziehbar darzustellen und gleichzeitig eine fesselnde Handlung zu entwickeln. Auch die verschiedenen Perspektiven, die man über den Verlauf der Geschichte kennenlernt, tragen ihren Teil zum Lesegenuss bei.

Als kleinere Schwächen muss ich persönlich aber anmerken, dass einzelne Figuren schon etwas arg stereotyp gezeichnet sind, insbesondere in den Nebenrollen (Charlotte, zum Beispiel). Auch das Erzähltempo schwankt stellenweise, manche Passagen hätten für mich etwas mehr Tiefe oder Dynamik vertragen können, um die Spannung konsequent aufrechtzuerhalten.

Insgesamt aber eine unterhaltsame Geschichte für Leser:innen, die gerne romantische Geschichten mit einer Prise Intrige und einem aristokratischen Setting mögen.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Angenehme Mischung aus „Cosy Crime“ und herzerwärmender Familiengeschichte.

Der Tag, an dem Barbara starb
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Im Mittelpunkt steht die 89-jährige Margaret Winterbottom, die unter zunehmender Vergesslichkeit leidet und sich dennoch daran erinnert, dass ihre ermordete Nachbarin Barbara ihr kurz vor ihrem Tod etwas ...

Im Mittelpunkt steht die 89-jährige Margaret Winterbottom, die unter zunehmender Vergesslichkeit leidet und sich dennoch daran erinnert, dass ihre ermordete Nachbarin Barbara ihr kurz vor ihrem Tod etwas Wichtiges anvertraut hat. Gemeinsam mit ihrem 15-jährigen Enkel James, der als idealer Gegenpol ( jung, etwas überdreht bzw. neugierig und einfach nochmal ein anderer Blick auf die Dinge) fungiert, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Die Verbindung von stückweisen Erinnerungen, Emotionen und dem eigentlichen Verbrechen ist sehr schön zu lesen. Auch dass verschiedene Themen rund ums Altern, Erinnerungen und das Vergessen aufgriffen werden, gibt dem Buch nochmal eine schöne Note.
Für mich persönlich war die Tatsache, dass sie immer wieder ihren verstorbenen Ehemann anspricht und wie so eine Art Zwiegespräch mit ihm führt, anfangs etwas verwirrend, aber das legte sich.

Alles in allem eine Empfehlung für all diejenigen, die Fans von Cozy Crime, einem eher gemächlichen Erzähltempo und einer Fokuslegung eher auf die Charaktere und die Atmosphäre, als auf einen unerwarteten/überraschenden Plot, sind.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Charmante, winterliche Liebesgeschichte

Love Me in the Snow
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„Love Me in the Snow“ ist eine liebevolle Winter-Romance, die mit einer tollen Schneelandschaft, einer schönen Geschichte und wunderbarer, weihnachtlicher Stimmung punktet.

Der Schreibstil ist leicht, ...

„Love Me in the Snow“ ist eine liebevolle Winter-Romance, die mit einer tollen Schneelandschaft, einer schönen Geschichte und wunderbarer, weihnachtlicher Stimmung punktet.

Der Schreibstil ist leicht, dialogreich und atmosphärisch, ideal für Leserinnen und Leser, die romantische Jugendgeschichten mit humorvollen Momenten und winterlicher Kulisse lieben.

Die Geschichte überzeugt dabei nicht durch große Dramatik, sondern durch Wärme, situativen Humor und einfach ein schönes, winterliches Gefühl, man ist einfach sofort mittendrin und bekommt selbst Vorfreude, wenn die Landschaft um einen herum verschneit ist, sich auf die Piste zu wagen.

Mir persönlich fehlt aber an manchen Stellen leider etwas eine komplexere Figurenzeichnung; eine tiefgründigere, überraschende Handlung oder anspruchsvollere Charakterentwicklung sind einfach irgendwie eher meins. 🙃

Insgesamt aber empfehlenswert, wenn man Lust auf romantische Winterfreuden und eine unkomplizierte Geschichte hat, die einem gemütliche Lesestunden am Kamin oder auf dem Sofa beschert.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Leider verschenktes Potential

Breaking Your Code
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Inhaltlich überzeugt der Roman im ersten Moment mit seiner Grundidee und dem etwas spielerischen Umgang mit Themen wie Gerechtigkeit, Loyalität und Systemkritik. Kritisch anzumerken ist jedoch der Einstieg: ...

Inhaltlich überzeugt der Roman im ersten Moment mit seiner Grundidee und dem etwas spielerischen Umgang mit Themen wie Gerechtigkeit, Loyalität und Systemkritik. Kritisch anzumerken ist jedoch der Einstieg: es handelt sich um einen eher schleppenden Beginn und auch Vorhersehbarkeit der Handlung wird leider sehr früh sehr deutlich. Erst in der zweiten Hälfte gewinnt die Geschichte etwas an Dynamik und emotionaler Tiefe, aber da ist es meiner Meinung nach viel zu spät, auch weil die Charaktere bis dahin nicht wirklich gut ausgearbeitet sind ( man hätte so viel aus Scarlett als Hackerin in einem eher männlich dominierten Bereich machen können )

Die Grundidee klang insgesamt spannend, doch die Umsetzung blieb blass. Die Handlung wirkte stellenweise auf mich unlogisch und zog sich durch lange Passagen ohne echten Höhepunkt. Auch die Figuren blieben oberflächlich – ihre Entscheidungen waren oft schwer nachvollziehbar, was es schwierig machte, eine emotionale Bindung aufzubauen. Der Schreibstil ist zwar flüssig, aber insgesamt fehlt es dem Buch an Tiefe und Spannung. Schade, denn das Potenzial war durchaus da.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Warmherzige Familienkomödie

Lieber solo als allein
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Wir befinden uns in Perugia, wo Leonie und Luca, nachdem sie sich in München kennen- und lieben gelernt haben, ihre Hochzeit vorbereiten . Während sich rund um die Vorbereitungen kleine ( oder teilweise ...

Wir befinden uns in Perugia, wo Leonie und Luca, nachdem sie sich in München kennen- und lieben gelernt haben, ihre Hochzeit vorbereiten . Während sich rund um die Vorbereitungen kleine ( oder teilweise auch etwas größere) Katastrophen ankündigen, nehmen auch die Leben der Hochzeitsgäste unerwartete Wendungen, die nochmal einen ganz speziellen Touch in die Geschichte bringen.
Der Schreibstil mit dem die Geschichte von drei Generationen von Frauen, die lernen, was es bedeutet, allein, aber nicht einsam zu sein, erzählt wird, ist wunderbar leicht und humorvoll.
So entfaltet sich ein sommerlicher (man kann es genauso auch das ganze Jahr über lesen, aber die Atmosphäre im Buch ist eben eher sommerlich) Roman über den Mut zur Veränderung und die Kunst, das Glück in sich selbst zu finden.
Und auch wenn es für mich teilweise schon sehr vorhersehbar war, würde ich es mit seiner charmanten, atmosphärisch wirklich tollen Art als ideal für Leserinnen und Leser, die Geschichten über Familie, Liebe und Neuanfänge schätzen, einordnen.

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