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Veröffentlicht am 29.05.2023

Etwas enttäuscht

Die Vorhersage
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𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣

Als Nina eines schönen Morgens ihre Wohnungstür öffnet, findet sie eine schlichte Holzbox. Darin verbirgt sich ihr Lebensfaden. Wenn sie die Box öffnet, wird sie erfahren, wie viele Jahre ...

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣

Als Nina eines schönen Morgens ihre Wohnungstür öffnet, findet sie eine schlichte Holzbox. Darin verbirgt sich ihr Lebensfaden. Wenn sie die Box öffnet, wird sie erfahren, wie viele Jahre ihr noch bleiben. Und sie ist nicht die Einzige, die dieses »Geschenk« bekommt. Überall auf dem Globus – sei es nun im New Yorker Apartment, in einer Hütte in den Bergen oder einem Beduinenzelt – hat jeder Volljährige eine Box erhalten und fragt sich: Will ich wirklich wissen, wann ich sterben muss? ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Wir wissen alle, dass diese Geschichte, vom Ansatz her, utopisch ist. Aber, gesetzt den Fall, sie wäre möglich, was bedeutet es für jeden Einzelnen und was für die ganze Welt? Diese Frage habe ich mir persönlich gestellt und war gespannt auf dieses Buch, zumal ich schon so viel Gutes darüber gehört habe. ⁣

Kaum angefangen zu lesen, war ich so euphorisch und begeistert über diese Idee, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch dachte, es hat Potential ein Highlight zu werden. Man kann sich wirklich nicht ausmalen, was das, nicht nur mit einem selbst, sondern auch mit dem Weltgeschehen machen würde. Hätte ich die Wahl, würde ich meine Box niemals öffnen. Aber hier erfahren wir eben auch, selbst man seine Box nicht öffne, die Menschen und ihre Denkweisen um einen herum verändern sich trotzdem. Stellenweise war ich schockiert darüber, aber auch neugierig, was die Story noch so mit sich bringt. Auf alle Fälle Redebedarf. Nicht nur einmal habe ich meiner Familie davon erzählt. ⁣

Dennoch, nach anfänglicher Begeisterung um die Idee und deren Umsetzung, empfand ich die Geschichte noch vor der Mitte, irgendwie auserzählt. Nicht alle Einzelschicksale, aber zumindest die Fragen der Grundidee haben sich mir  beantwortet. ⁣
Komischerweise hat mich, ab diesem Zeitpunkt, die Geschichte ein wenig verloren und ich musste mich häufig zum Weiterlesen zwingen. Ich kann nicht wirklich sagen, dass sie schlecht war, für mich aber trotzdem zu langatmig. Das Ende hält zwar noch ein paar grandiose Verknüpfungen parat, aber da war ich gedanklich schon im nächsten Buch. ⁣
Jetzt, mit ein wenig Abstand, bereue zwar immer noch nicht sie gelesen zu haben, allein für diesen Gedankenkick und auch das Sinnieren darüber, aber ich bin immer noch enttäuscht, dass die anfängliche Euphorie nicht angehalten hat. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Großartige Idee, aber zu schnell auserzählt. Einzelschicksale, die nicht gleichermaßen spannend waren und bezüglich des Weltgeschehens das große Ausmaß schon vor der Mitte absehbar war.

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Spannend, unterhaltsam, vor allem aber berührend

Es war einmal in Brooklyn
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Ein neuer Roman der Autorin, wie toll und den möchte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, weil mir der Vorgänger schon so gut gefiel. ⁣

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩:⁣

Immer wieder kommt es zu regionalen Stromausfällen ...

Ein neuer Roman der Autorin, wie toll und den möchte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, weil mir der Vorgänger schon so gut gefiel. ⁣

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩:⁣

Immer wieder kommt es zu regionalen Stromausfällen auf der ganzen Welt.⁣
Am 13.07.1977 war, z.B. New York, 25 Stunden ohne Strom. Die Autorin selbst hat diesen echten Blackout als kleines Kind miterlebt und empfand den mehr als aufregend. Die ganze Nacht wach bleiben und jede Menge Eis essen, weil es sonst geschmolzen und verdorben wäre. Doch während die einen daraus ein Fest machten und auf den Straßen tanzten, verschmilzt an dieser Stelle die Realität zu einer erfundenen Geschichte, in der sich das Leben zweier Teenager, in genau dieser einen Nacht, mit einem Schlag verändert. ⁣
Juliette und David, die sich seit Kindheitstagen kennen, für sie wird nichts mehr so sein, wie es einmal war... ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Mit dieser "Coming of Age Geschichte" konnte mich Syd Atlas wieder komplett überzeugen. Auch ihr erster Roman "Mein Jahr ohne Worte" war ein Highlight für mich. Wobei der sich aber darin unterscheidet, dass es sich dabei um eine wahre Geschichte der Autorin handelt. Hier ist es, bis auf die Tatsache, dass es den besagten Blackout tatsächlich gab, eine rein erfundene Story. ⁣

Schon zu Beginn, ist mir aber gleich wieder ihr genialer Schreibstil aufgefallen. Z.B beschreibt sie Szenarien, die in der Zukunft liegen, durch den "allwissenden Erzähler" und gestaltet die Story damit nicht nur spannend, sondern verleitet auch einen dazu, immer weiterlesen zu wollen. ⁣
Dabei erzählt sie ihre Geschichten stets unverblümt und schonungslos. Ehrlich gesagt, haut sie ganz schön raus. Den einen oder anderen könnte das evtl schockieren, ich aber mag das total. Für mich ein Wiedererkennungsmerkmal.⁣
Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam, vor allem aber berührend. ⁣
Juliette und David, zwei Protagonisten, die es einem nicht immer leicht machen zu gefallen und gleichzeitig ist man aber sehr nah an ihnen dran. Immer wieder mal hatte ich Gefühle, wie bei dem Film "My girl", wo einige Tränen geflossen sind. ⁣
Hier sind die Dämme am Ende gebrochen, nachdem Trauer, Wut, Verzeiflung von Hoffnung und neuen Chancen abgelöst wurden. Ein perfektes Ende wie ich finde. ⁣
Von einigen Szenen, womit die Autorin einen gleich zu Beginn anteasert, hätte ich gerne mehr erfahren. Ohnehin hätte das Buch gerne auch noch etwas länger sein dürfen, wobei ich es kurz, knackig und auf dem Punkt gebracht, eigentlich auch sehr mag. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Eine Coming of Age Story, die mich berührt hat. Schonungslos und unverblümt erzählt. ⁣
Ich behalte die Autorin im Blick und würde auch ihr nächstes Buch wieder lesen. ⁣
Absoluter Lesetipp!⁣





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Veröffentlicht am 03.04.2023

Kinderleicht und lecker

Bobo Siebenschläfers allerbeste Rezepte
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Da nach meinen Töchtern nun auch noch meine 2 jährige Enkelin ein Faible für Bobo-Siebenschläfer entwickelt hat, musste ich nicht lange überlegen, als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde. ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ...

Da nach meinen Töchtern nun auch noch meine 2 jährige Enkelin ein Faible für Bobo-Siebenschläfer entwickelt hat, musste ich nicht lange überlegen, als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde. ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

𝕎𝕠𝕨! Ein Kochbuch, mit den Lieblingsrezepten des kleinen Siebenschläfers. ⁣
Als erstes ist mir das leuchtend gelbe Cover ins Auge gestochen. Wie gewohnt, mit tollen Illustrationen von Dorothee Böhlke, zeigen uns Bobo und seine Familie, einfache und leckere Rezepte zum Nachmachen.⁣
Dabei ist das Buch im DIN-4 Format übersichtlich und auch handlich. ⁣

Zu Beginn zeigt eine Inhaltsangabe was alles möglich ist. Von Frühstück, über Mittagessen, Abendessen, Snacks und Allerliebstes für die Brotdose, bleiben kleine Wünsche offen. Diese wiederum bilden dann die Hauptkategorien für etliche Mahlzeiten. Aus ca 15 Rezepten, zu den jeweiligen Gruppierungen, kann man nun auswählen. Da fällt die Entscheidung manchmal nicht ganz so leicht. ⁣
Bevor es aber losgeht, gibt es auf einer Doppelseite noch jede Menge Tipps und Ratschläge, die es zu beachten gilt. Z.B., dass immer ein Erwachsener dabei sein sollte. Oder, dass alle Rezepte auch eine vegane Alternative bieten oder aber auch, wie Industriezucker ersetzt werden kann. ⁣
Hat man sich für ein Rezept entschieden, findet man dort auch gleich einen Einkaufszettel für die Zutaten. In einfachen Schritten erklärt Bobo, Mama, Oma oder auch Opa, wie es funktioniert. Kinderleicht!⁣
Meine Enkelin hat sich für die Krokodilsuppe entschieden. Sie war lecker und ist trotz der grünen Farbe tatsächlich gut angekommen. Ich glaube, es ist immer eine Frage, wie man Gesundes den Kleinen verkauft.⁣
Zudem war sie schnell zubereitet. ⁣
Wir werden sicherlich noch eine Menge daraus ausprobieren. Als nächstes steht Hasis Lieblingsmarmelade an, mit Möhren, Äpfeln und Orangensaft. Eine gute Kombi, wie ich finde. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Ein gelungenes Kochbuch, für die ganze Familie, mit dem kleinen Liebling Bobo Siebenschläfer, der scheinbar die Kinderherzen der letzten 25 Jahre schon erobert hat. Markus Osterwalder, mit seinem ganz persönlichen 𝑮𝒆𝒉𝒆𝒊𝒎𝒓𝒆𝒛𝒆𝒑𝒕, - einfach toll!⁣

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Sehr berührend, aber auch schockierend

Als Großmutter im Regen tanzte
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"Als Großmutter im Regen tanzte" hat als Überraschungspost den Weg zu mir gefunden, denn ich bin ehrlich, diese Geschichte hatte ich so gar nicht auf dem Schirm, aber umso glücklicher bin ich. ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 ...

"Als Großmutter im Regen tanzte" hat als Überraschungspost den Weg zu mir gefunden, denn ich bin ehrlich, diese Geschichte hatte ich so gar nicht auf dem Schirm, aber umso glücklicher bin ich. ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Sobald ich mir dieses Buch angeschaut hatte, wusste ich, dies ist ein Geschichte für mich. Ich liebe solche mit zwei Zeitebenen. Die Gegenwart, in der Juni versucht herauszufinden, warum ein Foto ihre Großmutter mit einem fremden Mann zeigt und die Vergangenheit, die nochmal schonungslos die Geschehnisse der Nachkriegszeit erzählt. Insbesondere von der Kleinstadt Demmin, wovon ich tatsächlich noch nie etwas gehört oder gelesen hatte. Und wieder einmal, trotz des Wissens um die damaligen Grausamkeiten bin schockiert und sprachlos zugleich. ⁣
Die Autorin erzählt die Geschichte sehr authentisch und atmosphärisch, weswegen ich manches Mal froh war, als es wieder in die Gegenwart wechselte. Aber auch Juni hatte ihr Päckchen zu tragen. Sehr schön war es deswegen zu lesen, wie sie sich weiter entwickelte. Das Ende fand ich rundum gelungen und hat mich, trotz der schrecklichen Dinge in der Vergangenheit, glücklich gestimmt und mich, mit einem Tränchen im Auge, zufrieden zurückgelassen. ⁣
𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Sehr berührend, aber auch schockierend. Absolute Leseempfehlung! ⁣

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩: ⁣

Als Juni ins Haus ihrer verstorbenen Großeltern auf der kleinen norwegischen Insel zurückkehrt, entdeckt sie ein Foto: Es zeigt ihre Großmutter Tekla als junge Frau mit einem deutschen Soldaten. Wer ist der unbekannte Mann? Ihre Mutter kann Juni nicht mehr fragen. Das Verhältnis zwischen ihrer Mutter und ihrer Großmutter war immer von etwas Unausgesprochenem überschattet.  ⁣

Die Suche nach der Wahrheit führt Juni nach Berlin und in die kleine Stadt Demmin im Osten Deutschlands, die nach der Kapitulation von der russischen Armee überrannt wurde. Juni begreift, dass es um viel mehr geht als um eine verheimlichte Liebe. Und dass ihre Entdeckungen Konsequenzen haben für ihr eigenes Glück.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Wichtig, wertvoll, schön und aussagekräftig erzählt

Von Herz zu Herz
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Ein wunderschön gestaltetes Buch, welches zum Nachdenken anregt und gleichzeitig ein Appell an uns alle ist. ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Eigentlich bin ich nicht so der Typ, der gerne philosophische Bücher ...

Ein wunderschön gestaltetes Buch, welches zum Nachdenken anregt und gleichzeitig ein Appell an uns alle ist. ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Eigentlich bin ich nicht so der Typ, der gerne philosophische Bücher liest. Oft sind sie kompliziert und mich verlässt eher die Lust, mich mit den Themen auseinanderzusetzen. ⁣
Jedoch das folgende Zitat von Dalai Lama beschreibt schon, was mich an dieser Geschichte vor allem begeistert hat. ⁣
>> Das ist meine einfache Religion. Es bedarf keiner Tempel, keiner komplizierten Philosophie, denn meine Philosophie lautet: "Sei gütig, sooft es möglich ist. Es ist immer möglich!"<< ⁣
(Auszug aus diesem Buch Seite 100/101) ⁣

Diese Geschichte zeigt, es könnte so einfach sein. Man muss es nur verstehen, verinnerlichen und danach handeln. ⁣
Doch die Wenigsten tun dies. ⁣

Z.B. der Mensch, der immer noch Raubbau an unserer Erde betreibt und unseren LEBENSraum damit zerstört. Er trägt die Verantwortung dafür.⁣
Genauso wie er auch verantwortlich ist, dass endlich zu ändern.  ⁣
Und das funktioniert, laut Dalei Lama, erst dann, wenn wir Menschen lernen, wieder mehr Interesse an unserem Gegenüber zu zeigen. Mitgefühl und Empathie stehen dabei im Fokus. Erst dann ist der Mensch wieder fähig, das auch auf unsere Umwelt zu projizieren. ⁣

Diese Geschichte ist also ein Appell an all die, die sich dieser Verantwortung entziehen, aber auch an alle anderen, um nochmal in sich zu gehen und darüber nachzudenken, dass wir gegenüber unserer Umwelt, um unseres eigenen Überlebens willen, in hohem Maße abhängig sind und deswegen eine Verantwortung haben. ⁣

"Jeder" kann ein klein wenig dazu beitragen. Wenn man dazu bereit ist und man diese Kleinigkeit multipliziert, mit jedem Menschen auf dieser Erde, die das Gleiche tun, könnten wir tatsächlich mit unserer Wenigkeit einen enormen Einfluss ausüben. ⁣
Aber warum klappt es nicht? ⁣

Ihr seht, diese Geschichte regt so zum Nachdenken an und ist mit ihren Illustrationen und dem wenigen Text traurig, schön, inspiriend und hoffnungsvoll zugleich. ⁣
Ich würde mir wünschen, jeder schaut sich dieses Buch einmal genauer an. ⁣
Und deswegen werde ich dieses Buch, unter dem Motto "von Herz zu Herz",  weiterreichen. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Eine wunderschöne Geschichte von Hoffnung und Liebe zu unserer Erde, einfach, aber aussagekräftig erzählt.

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