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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Atmosphärischer Thriller mit ein paar Kritikpunkten

Das Event
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Auf Das Event bin ich eher zufällig gestoßen. Über meine Bloggerfreundin @virginias.lesewelt (Instagram), die der Autorin Antje Zimmermann mein Profil gezeigt hat. ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Auf Das Event bin ich eher zufällig gestoßen. Über meine Bloggerfreundin @virginias.lesewelt (Instagram), die der Autorin Antje Zimmermann mein Profil gezeigt hat. Wenig später hatte ich eine Dm von der Autorin. Setting und Grundidee haben sofort neugierig gemacht, ein verlassenes Hotel, ein düsteres Event, dazu diese Mischung aus Thriller und Horror. Genau die Art von Geschichte, die mich reizt, also war die Vorfreude schnell da.


🧠 Meine Meinung:

Der Einstieg hat mich wirklich gepackt. Diese Lost-Place-Atmosphäre, das unmittelbare Hineinwerfen ins Geschehen, intensiv, dicht und leicht unheimlich. Genau so stelle ich mir einen starken Auftakt vor. Auch der Aufbau mit kurzen Kapiteln und wechselnden Perspektiven sorgt für Tempo und Dynamik, Langeweile kommt hier definitiv nicht auf.
Allerdings konnte diese anfängliche Euphorie für mich nicht komplett durchgetragen werden. Die Geschichte macht viele Themen gleichzeitig auf, was einerseits spannend wirkt, andererseits aber auch etwas überladen. Gerade das zentrale Horrorevent, das eigentlich im Fokus stehen sollte, verliert dadurch an Klarheit und Wirkung. Stattdessen hatte ich viele Fragezeichen im Kopf, wie alles am Ende rund zusammenläuft.
Mit den Figuren bin ich leider auch nicht richtig warm geworden. Ich mag Charaktere mit Ecken und Kanten, und obwohl die beiden Ermittlerinnen das auch haben, blieben sie für mich oft zu distanziert. Besonders Leandra wirkte auf mich schwer greifbar, und einige Entscheidungen waren für mich nicht ganz nachvollziehbar. Das hat es mir erschwert, emotional wirklich mitzuziehen.
Gegen Ende überschlagen sich dann die Ereignisse ziemlich schnell. Viel passiert auf einmal, fast schon zu viel, gerade zum Ende hin, sodass ich eher das Gefühl hatte hinterherzulaufen, statt die Entwicklung bewusst zu erleben. Das Gesamtbild wirkte dadurch auf mich dann nicht ganz rund, als hätte ein klarerer Fokus der Geschichte gutgetan.
Und trotzdem, es gibt viele starke Momente. Die Grundidee ist richtig gut, die Atmosphäre stellenweise richtig intensiv, auch der Schreibstil lässt einen durch die Seiten fliegen, sodass ich trotz meiner Kritik immer gerne zum Buch gegriffen habe.

✅️ Fazit:

Ein atmosphärisch starker Thriller mit einem richtig gelungenen Einstieg und einer spannenden Grundidee, der sich für mich im Verlauf etwas verzettelt. Trotz Schwächen bei Figuren und Fokus bleibt einiges hängen, vor allem die düstere Stimmung und das interessante Setting. ≈ 3,5☆

🔎 Worum geht’s?

Auf Helgoland wird ein verlassenes Hotel zur Kulisse eines spektakulären Horror-Events, bei dem Realität und Inszenierung zunehmend verschwimmen. Was als Nervenkitzel beginnt, entwickelt sich zu einer bedrohlichen Situation mit tödlichen Konsequenzen. Zwei Ermittlerinnen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen geraten in den Fall und müssen zusammenarbeiten, während die Ereignisse immer unübersichtlicher und gefährlicher werden.



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Veröffentlicht am 16.04.2026

Lieblingsbuch und Jahreshighlight

Pina fällt aus
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wie so oft war meine Freundin schuld, aber ich bin ihr ehrlich dankbar dafür. Sie kennt meinen Geschmack inzwischen erschreckend gut und als sie mir dieses Buch gezeigt ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wie so oft war meine Freundin schuld, aber ich bin ihr ehrlich dankbar dafür. Sie kennt meinen Geschmack inzwischen erschreckend gut und als sie mir dieses Buch gezeigt hat, war für mich sofort klar, das muss ich lesen. Ohne großes Zögern, ohne Zweifel.

🧠 Meine Meinung:

Pina liegt auf der Intensivstation, gefangen in ihrem eigenen Körper, unfähig zu sprechen oder zu handeln und doch bekommt man ihre Gedanken mit. Dieses Gefühl, da zu sein und trotzdem nichts tun zu können, hat mich sofort berührt. Ich kenne solche Geschichten aus Erzählungen meiner Mama, die im Koma lag und genau davon danach erzählt hat. Diese Erinnerungen wurden hier wieder wach, dieses Ausgeliefertsein, diese Hilflosigkeit, sodass es mich ziemlich ergriffen hat.
Dieses Buch hat mich so berührt, dass es sich mitten in mein Herz gesetzt und verankert hat.
Die Figuren sind so lebendig, so echt, dass ich sie nicht nur gelesen, sondern gefühlt habe. Besonders Leo. Ich kann kaum in Worte fassen, was dieser Charakter bei mir ausgelöst hat. Es wird nie klar benannt, was genau „anders“ ist (Hinweise auf Autismus) aber genau das ist so stark. Es spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass er Hilfe braucht. Und dass da plötzlich Menschen sind, die anfangen hinzusehen.
Diese Entwicklung innerhalb der Hausgemeinschaft hat mich zutiefst bewegt. Aus Distanz wird Nähe, aus Gleichgültigkeit wird Verantwortung. Und das alles so ehrlich, so unaufgeregt natürlich und gleichzeitig so kraftvoll erzählt, dass mir mehr als einmal die Tränen gekommen sind.
Bei einer Szene musste ich an das Lied „Rufe Teddybär 1-4“ denken, dieses Gefühl, wenn Menschen plötzlich zusammenkommen, einfach weil jemand sie braucht. Genau das passiert hier. Und es hat mich jedes Mal aufs Neue überwältigt.
Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist seine Botschaft. Hinschauen, nicht wegsehen. Menschlich sein. Es klingt so simpel, aber genau darin liegt die ganze Wucht dieser Geschichte. Wie schön wäre es, wenn es überall eine Hansastraße gäbe, dessen Bewohner so handeln wie hier. Bedingungslose Alltagshelden.
Ich bin verliebt. In diese Geschichte, in diese Figuren, in das, was sie auslösen. Und ich weiß jetzt schon, dass ich dieses Gefühl nicht so schnell loslassen werde.

✅️ Fazit:

„Pina fällt aus“ ist für mich weit mehr als nur ein berührender Roman, es ist eine Geschichte über das Auffangen, wenn jemand fällt. Darüber, dass ein Ausfall nicht nur Leere hinterlassen muss, sondern auch etwas Neues entstehen kann.
Für mich hat dieses Buch meine höchste Auszeichnung Prädikat Lieblingsbuch und seinen Platz in meinen Jahreshighlights 2026 mehr als verdient.

P.S. Da ich gelesen habe, dass die Mama von Vera Zischke alle Rezensionen liest, geht dieser Gruß an Sie. Ich bin unglaublich begeistert von Pina, Leo und all den anderen liebgewonnenen Figuren, die Ihre Tochter erschaffen hat. Diese Geschichte hat mich tief berührt und wird noch lange in mir nachklingen.

🔎 Worum geht’s?

Pina bricht plötzlich zusammen und wird ins Krankenhaus gebracht. Ihr größter Gedanke gilt ihrem Sohn Leo, der vollkommen auf sie angewiesen ist. Leo lebt in seiner eigenen Welt, mit festen Routinen und Bedürfnissen, die bisher nur seine Mutter wirklich versteht. Während Pina ausfällt, stehen plötzlich die Nachbarn vor einer Verantwortung, der sie sich eigentlich nicht gewachsen fühlen. Doch nach und nach wächst aus einer zufälligen Hausgemeinschaft etwas, womit niemand gerechnet hätte.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Nichts für mich

Das Spiel
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als selbsternannte Reality-Queen war ich natürlich sofort angefixt. Trash-TV ist für mich diese perfekte Mischung aus Unterhaltung, Fremdscham und „Gehirn bitte kurz ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als selbsternannte Reality-Queen war ich natürlich sofort angefixt. Trash-TV ist für mich diese perfekte Mischung aus Unterhaltung, Fremdscham und „Gehirn bitte kurz in den Energiesparmodus“. Genau das habe ich mir auch hier erhofft. Leichte Ablenkung beim Durchzappen durch die nächste Reality Show. Ob ich wohl hängenbleibe?

🧠 Meine Meinung:

Der Einstieg war, sagen wir mal, holprig. Ich wusste lange nicht, worauf das Ganze hinauswill. Thriller? Gesellschaftskritik?Einfach nur Unterhaltung? Oder irgendwas dazwischen?
Als ich dann halbwegs drin war, wurde es zumindest auf zwischenmenschlicher Ebene etwas interessanter, obwohl die Dynamik innerhalb der Gruppe nicht wirklich vorankam. Vor allem, weil lt. Regel niemand seine Vergangenheit preisgeben durfte. Dieses „alle sind erstmal gleich“ fand ich tatsächlich gut, gerade weil man selbst ja auch gerne, zu schnell, in Schubladen denkt. 👆ABER!
So richtig gezündet hat es für mich nie. Die Handlung dümpelt lange vor sich hin, und auch wenn ab und zu spannende Momente aufblitzten, war für mich vieles erstaunlich egal. Besonders die Figuren oder besser gesagt, meine Verbindung zu ihnen. Durch die Regel, nichts aus dem eigenen Leben preiszugeben, hatte ich einfach keinen Zugang. Weder zu Lily noch zu irgendwem sonst. Wer mit wem, wer rausfliegt? Immer wieder Schulterzucken. 🤷🏻‍♀️
Die Idee, alles aus Lilys Ich-Perspektive zu erzählen, macht es nicht besser, im Gegenteil. Es wirkt eingeschränkt und gleichzeitig auch vorhersehbar. Dass sie weit kommt, ist ja quasi ein Muss, als Erzählerin.
Und dann dieses Spiel selbst. Ich habe es ehrlich gesagt oft nicht verstanden. Die Regeln, die Belohnungen, die Entscheidungen, vieles wirkte willkürlich oder schlicht unverhältnismäßig. Mehr als einmal habe ich innerlich die Augen verdreht.
Der zweite Teil, bzw 3. Teil ? Hat für mich nichts gerettet. Statt „jetzt geht’s los“ eher ein „ah, okay, das war’s jetzt?“ verstehe diesen Cut immer noch nicht. Das Ganze driftete stellenweise ins Absurde, fast schon Fiebertraumartige ab, nur leider nicht auf eine gute, sondern eher auf eine „was genau lese ich hier eigentlich?“ Weise.
Und das Ende? Da musste ich zwar schmunzeln, aber eher im Sinne von „okay, ernsthaft jetzt?“. (🛷)
Was mich zum Schluss noch gestört hat? Ich wusste weder währenddessen noch danach, was mir die Geschichte eigentlich sagen will. Und selbst als reine Unterhaltung hat sie mich nicht wirklich abgeholt. Hängengeblieben? Ja, aber diese Show würde ich nicht weiterempfehlen.
Wer allerdings absurde Stories mag, dem wird dieses Buch vermutlich gefallen.


✅️ Fazit:

Eine interessante Grundidee trifft auf eine Umsetzung, die mich emotional komplett kaltgelassen hat. Einzelne spannende Ansätze gehen in einer zähen, teilweise absurden Handlung unter.
Das Spiel fühlte sich für mich weniger wie ein durchdachtes Konzept an, eher mehr wie eine Runde, bei der ich irgendwann nicht mehr wusste, warum ich überhaupt noch mitspiele.

🔎 Worum geht’s?

Eine Gruppe junger Menschen findet sich in einer künstlichen Anlage mitten in der Wüste wieder. Zehn Frauen, später neun Männer, alle attraktiv, alle mit dem Ziel, dem echten Leben zu entfliehen. Kameras sind überall, Regeln werden von unsichtbaren Produzenten diktiert.
Die Teilnehmer müssen sich zu Paaren zusammenschließen und in merkwürdigen, oft fragwürdigen Challenges gegeneinander antreten. Persönliche Hintergründe bleiben tabu, niemand darf aus seinem echten Leben erzählen. Während das Spiel voranschreitet, verschwimmen die Grenzen zwischen Strategie, Verlangen und Verzweiflung und die Frage steht im Raum, wie weit geht man, um zu gewinnen?

≈2,5☆

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Zum Wohlfühlen

Ein Zuhause im Frühling
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon die Romance-Escape-Reihe von Julie Caplin hat mich total begeistert. Dieses Gefühl, beim Lesen in andere Orte zu reisen, hat mich einfach gepackt. Diesmal geht ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon die Romance-Escape-Reihe von Julie Caplin hat mich total begeistert. Dieses Gefühl, beim Lesen in andere Orte zu reisen, hat mich einfach gepackt. Diesmal geht es aber nicht in pulsierende Metropolen, sondern aufs Land nach Wilsgrave. Eine neue Reihe die richtige Country-Escape-Stimmung versprüht, und genau diese kleine Auszeit wollte ich unbedingt erleben.

🧠 Meine Meinung:

Ich sag’s, wie es ist, ich habe mich richtig wohlgefühlt mit diesem Buch. Dieses Dorf, die Menschen, das ganze Setting, es hatte für mich total den Gilmore Girls-Vibe. Jeder kennt jeden, alle sind ein bisschen schrullig, aber gleichzeitig einfach liebenswert. Genau mein Ding.
Ella wirkt am Anfang vielleicht nicht sofort sympathisch, aber das hat mich überraschend wenig gestört. Vielleicht, weil Tess, dieser wundervolle Labrador,  sofort mein Herz erobert hat, der nun an ihrer Seite ist. Und dann ist da noch Bets. Unkompliziert, warmherzig und genau die Art von Charakter, die Leichtigkeit in die Geschichte bringt.
Was mir besonders gefallen hat, es gibt Drama, ja, aber eben genau in der richtigen Dosis. Keine übertriebenen Konflikte, kein unnötiges Hin und Her, das alles kaputtmacht. Stattdessen echte Entwicklungen, kleine Höhen und Tiefen und Figuren, die wachsen dürfen.
Einziger kleiner Kritikpunkt, das Ende ging mir persönlich zu schnell. Ich war einfach noch nicht bereit, Wilsgrave zu verlassen, zumal ein paar Fragen für mich offen blieben. Gerne hätte ich noch ein paar Seiten länger in diesem Cottage gesessen, Ella beim Malen zugeschaut, mit Tess und Devon spazieren gegangen und die Dorfbewohner getroffen.

✅️ Fazit:

Ein charmantes, warmherziges Wohlfühlbuch mit viel Herz, liebenswerten Charakteren und einer Atmosphäre, in der man sich sofort zuhause fühlt. Kleine Schwächen hin oder her, ich wollte eigentlich gar nicht, dass es endet.
Und ganz ehrlich, die Vorfreude auf den nächsten Band „Ein Wiedersehen im Sommer“ ist jetzt schon riesig. (ET Mai' 26)

🔎 Worum geht’s?

Die Londoner Illustratorin Ella steckt mitten in einer Krise. Ihr Leben in der Großstadt, ihre komplizierte Beziehung und ihre kreative Blockade setzen ihr zu. Da kommt die Gelegenheit gerade recht. Für ein halbes Jahr darf sie das Cottage ihrer Tante in einem kleinen englischen Dorf hüten.
In Wilsgrave angekommen, erwartet sie jedoch mehr als nur Ruhe und Selbstfindung. Ein aufgeweckter Labrador namens Tess stellt ihr Leben ordentlich auf den Kopf, und auch der eher mürrische Tierarzt Devon sorgt für unerwartete Begegnungen. Während Ella sich langsam im Dorf einlebt, entdeckt sie nicht nur die Schönheit der ländlichen Idylle, sondern auch neue Seiten an sich selbst und vielleicht sogar an ihrem Herzen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Wieder begeistert

Was wir nicht sagen können
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich glaube, diese Frage stellt sich bei mir inzwischen gar nicht mehr wirklich. Ein Buch von Adriana Popescu bedeutet für mich automatisch lesen. Ich bin seit Jahren ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich glaube, diese Frage stellt sich bei mir inzwischen gar nicht mehr wirklich. Ein Buch von Adriana Popescu bedeutet für mich automatisch lesen. Ich bin seit Jahren ein riesiger Fan ihrer Jugendbücher, weswegen sie für mich zur absoluten Pflichtlektüre gehören. Ich liebe ihre Art zu schreiben, ihre Figuren, ihre Themen.
Dieses Buch war allerdings besonders. Es ist ihr letztes Jugendbuch und genau deshalb war die Vorfreude dieses Mal mit einer spürbaren Wehmut verbunden. Nach 11 Jahren endet eine Ära, die mich als Leserin stark geprägt hat.

🧠 Meine Meinung:

Ich war sofort wieder drin. Genau dieses Gefühl, das ich von der Autorin so gut kenne. Ankommen, eintauchen, Figuren kennenlernen und direkt Lieblinge finden. Lennox, Katharina und auch Jesper haben mein Herz im Sturm erobert.
Was ich an den Jugendbüchern von Adriana Popescu immer besonders schätze, ist die Tiefe. Jede Figur bringt ihre eigene Geschichte, inklusiver eigenen Kämpfe mit. Selbst vermeintlich unsympathische Charaktere wie Dexter haben mehr Facetten, als man zunächst glaubt. Dadurch wirkt alles unglaublich nahbar und echt.
Besonders gelungen fand ich, wie lange Lennox’ Hintergrund im Verborgenen bleibt. Diese Spannung, dieses langsame Enthüllen und gleichzeitig das Entsetzen darüber, je mehr man versteht. Das hat mich wirklich gepackt. Auch Katharinas Geschichte und ihre moralischen Konflikte haben das Ganze noch intensiver gemacht.
Das Setting am Genfersee in einem Schweizer Eliteinternat hat starke Vibes wie die Serie Maxton Hall. Nur hatte ich hier noch stärker das Gefühl, etwas sehr Reales zu lesen. Eine Geschichte, die genau so passiert sein könnte.
Thematisch trifft das Buch wieder mitten ins Herz. Trauma, Panikattacken, äußerer Druck, Selbstfindung, um ein paar Punkte zu nennen. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz aus. Es sind wichtige Themen, die nicht beschönigt werden und zum Nachdenken anregen. Ehrlich gesagt, würde mir wünschen, solche Bücher wären häufiger Schullektüre.
Und dann dieses Ende. Ich wusste lange nicht, wie die Autorin diese scheinbare Ausweglosigkeit auflösen will. Aber sie hat es geschafft und das auf eine Weise, die sich nicht künstlich anfühlte, sondern Hoffnung gibt. Keine klassische Lovestory, sondern etwas viel Echteres. Ich war glücklich und gleichzeitig hatte ich einen Kloß im Hals.
Dass mit diesem Buch auch ihre Jugendbuch-Ära endet, hat mich wirklich getroffen. Ihre letzten Worte in der Danksagung haben das Ganze noch emotionaler gemacht.

✅️ Fazit:

Eine wunderschöne, emotionale Coming-of-Age-Geschichte voller Tiefe, wichtiger Themen und echter Gefühle. Adriana Popescu beweist ein letztes Mal, warum ich ihre Jugendbücher so liebe und verabschiedet sich mit einem Werk, das nachhallt.

🔎 Worum geht’s?

In Was wir nicht sagen können geht es um Lennox, der für sein letztes Schuljahr an ein Eliteinternat in der Schweiz wechselt, um seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Niemand soll erfahren, wer er wirklich ist. Dort trifft er auf Katharina, eine talentierte Pianistin, die selbst unter großem Druck steht.
Zwischen beiden entwickelt sich eine vorsichtige Verbindung, doch Geheimnisse, innere Kämpfe und äußere Erwartungen stehen ihnen im Weg. Gemeinsam müssen sie herausfinden, was es bedeutet, ehrlich zu sich selbst zu sein und was im Leben wirklich zählt.

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