Cover-Bild Das Spiel
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 18.03.2026
  • ISBN: 9783442763252
Aisling Rawle

Das Spiel

Roman - Limitierte Erstauflage mit farbigem Buchschnitt.
Lena Riebl (Übersetzer)

»Love Island« meets »Herr der Fliegen« meets »Die Tribute von Panem« – Ein Haus in der Wüste. Zehn Frauen, zehn Männer. Sie sind jung und schön. Sie haben nichts zu verlieren ...

Lily wacht zusammen mit neun anderen jungen Frauen in einer künstlichen Anlage mitten in der Wüste auf. Bald treffen zehn Männer ein – falls sie den Marsch zu Fuß durch die Wüste überleben. Sie sollen sich zu Paaren zusammentun, jeweils eine Frau und ein Mann. Alle sind jung und schön, alle wollen der echten Welt eine Zeit lang entfliehen. Unzählige Kameras übertragen jede Bewegung, unsichtbare Producer geben Anweisungen und stellen Regeln auf, denen unbedingt Folge geleistet werden soll. Die Kandidat:innen treten in sinnentleerten Challenges gegeneinander an. Langsam verschwimmen die Grenzen zwischen Verlangen und Verzweiflung. Was muss Lilly tun, um zu gewinnen? Welchen Preis zahlt sie dafür? Welche Allianzen schmiedet sie? Und was passiert mit den Verlierern, die nach und nach ausscheiden?

Limitiert: Erstauflage mit farbigem Buchschnitt

Enthaltene Tropes: One Bed, Forced Proximity, Rivals to Lovers

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein Spiel ohne Grenzen – gnadenloses Trashie-Gold

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Worum geht’s?
10 Frauen und 10 Männer finden sich in einem abgelegenen Resort mitten in der Wüste wieder. Unter den unbarmherzigen Augen zahlloser Kameras müssen sie sich in Challenges beweisen und alles ...

Worum geht’s?
10 Frauen und 10 Männer finden sich in einem abgelegenen Resort mitten in der Wüste wieder. Unter den unbarmherzigen Augen zahlloser Kameras müssen sie sich in Challenges beweisen und alles daransetzen, bis zum bitteren Ende in der Show zu bleiben. Denn nur eine oder einer von ihnen gewinnt: mit unzähligen Rewards und der verlockenden Aussicht auf ein völlig neues Leben. Doch wie weit sind die Teilnehmenden bereit zu gehen? Und existieren in diesem Spiel überhaupt noch moralische Grenzen?

Meine Meinung:
Ich gestehe: Ich liebe es, meinem Lieblings-YouTuber dabei zuzusehen, wie er mit bissigem Humor die Absurditäten diverser Trash-TV-Formate seziert. Und genau deshalb war der Roman „Das Spiel“ von Aisling Rawle für mich pures Gold – ein echtes Highlight! Ob Einsteiger in die Welt des gepflegten Reality-Wahns genauso schnell hineingezogen werden wie ich, kann ich nicht sicher sagen. Aber für mich war es ein Volltreffer: Der Schreibstil ist messerscharf, die Umsetzung gnadenlos packend und die Figuren wirken erschreckend authentisch. Es ist diese Mischung aus Faszination und Fremdscham, die einen sofort fesselt – und nicht mehr loslässt.

Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive von Lily: Anfang 20, attraktiv, klug genug, um mitzuhalten, und im echten Leben als Makeup-Verkäuferin tätig. Für sie ist die Show eine Flucht, eine Chance auf einen Neuanfang. Die anderen Teilnehmer entsprechen mehr oder weniger den Stereotypen in diesen Shows. Die Frauen eine schöner als die andere und die Männer Calvin Klein-Models in unterschiedlicher männlich-animalischer Ausprägung.

Doch der wahre Star ist die Show selbst. Gleich zu Beginn gilt: Wer keinen Partner findet, ist raus. Danach folgen Challenges, die die Teilnehmer nicht nur körperlich, sondern vor allem psychisch an ihre Grenzen treiben. Hier entfaltet sich die Dynamik in ihrer ganzen Brutalität: Manipulation, Druck, emotionale Erpressung. Einzelne setzen ihren Willen mit einer Rücksichtslosigkeit durch, die erschreckend real wirkt. Was sind sie bereit zu tun, um zu gewinnen? Die kurze Antwort: alles.

Und während offiziell die Producer die Kontrolle haben, beginnt dieses Konstrukt zunehmend zu kippen. Was als Spiel beginnt, wird rasend schnell zu etwas Dunklerem, Bedrohlicherem – etwas, das sich jeder Kontrolle entzieht. Die Spannung ist konstant greifbar, die Atmosphäre dicht und beklemmend, und immer wieder schleicht sich die eine Frage ein: Wie weit darf es gehen? Und wer zahlt am Ende den Preis? Ich konnte dieses Buch schlicht nicht aus der Hand legen. Es ist intensiv, verstörend und gleichzeitig so unfassbar unterhaltsam, dass man sich fast ein bisschen dafür schämt, wie sehr man es genießt.

Fazit:
„Das Spiel“ von Aisling Rawle ist kein netter Ausflug ins Reality-TV, sondern ein bissiger, gnadenloser Blick auf eine Welt, in der Moral schneller verdunstet als Wasser in der Wüste. Der Roman treibt seine Figuren mit brutaler Konsequenz an ihre Grenzen und zeigt, wie dünn die Schicht aus Anstand und Menschlichkeit wirklich ist. Mit hohem Tempo, scharf gezeichneten Charakteren und einer konstanten, fast klaustrophobischen Spannung entwickelt sich die Geschichte zu einem düsteren Albtraum. Was als Unterhaltung beginnt, kippt in etwas Unheimliches, beinahe Tödliches – und genau das macht den Reiz aus.

Ein schonungsloses, süchtig machendes Highlight - 5 Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Ich fands unterhaltsam

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Der Titel und der Klappentext sprachen mich eher an als das Cover. Aber es ist passend zum Inhalt.
Es ist ultra schwierig was zu dem Buch zu schreiben, was nicht gleich Erwartungen schürt, oder Klischees ...

Der Titel und der Klappentext sprachen mich eher an als das Cover. Aber es ist passend zum Inhalt.
Es ist ultra schwierig was zu dem Buch zu schreiben, was nicht gleich Erwartungen schürt, oder Klischees im Kopf festigt.
Ich war begeistert. Ein bisschen wie Big Brother, nur extremer und mit "bildschönen" Menschen, welche auch gerade wegen ihres Äußeren gecastet wurden.
Ich erwartete irgendwie mehr Zickereien unter den Mädels und Rumgegockel unter den Kerlen, aber so niveaulos ist das Buch nicht. Es sind viel mehr subtile Andeutungen und menschliche Vergehen, die hier sowohl einen Zusammenhalt fördern, andererseits auch Konflikte schüren. Und niemand darf über sein Leben außerhalb dieser Show sprechen. Dies und Challenges treiben das Buch voran und hetzen natürlich gegeneinander auf.
Ich bin gerne Zaungast bei solch zwischenmenschlichen Interaktionen, daher fand ich die Entwicklungen der Charaktere super spannend. Tatsächlich wird weniger geschnackselt als gedacht... ich mochte es, dass die Autorin da kreativer wurde.
Fazit: Es machte mir Spass die Hausbewohner in guten und schlechten Zeiten zu beobachten und zu begleiten. Vom Schmunzeln übers Augen rollen bis hin zu Upps-Momenten war alles dabei. Ich wurde bestens unterhalten.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Langgezogen

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Das ganze Buch wird ausschließlich aus Lilys Perspektive geschrieben. Man merkt sofort, dass die Hauptfigur jung und eigentlich für die Reality Show gut geeignet ist. Sie erscheint oberflächlich und genau ...

Das ganze Buch wird ausschließlich aus Lilys Perspektive geschrieben. Man merkt sofort, dass die Hauptfigur jung und eigentlich für die Reality Show gut geeignet ist. Sie erscheint oberflächlich und genau das denkt sie von sich selbst. Ich bin kein Fan von solchen Shows. Dennoch fand ich faszinierend, wie Lily sich im Laufe der Geschichte entwickelt und welche Gedanken sie hat. Die Handlung kommt an manchen Stellen zäh vor. Einige Szenen sind albern oder zu aggressiv. Aber es bleibt immer der Mittelpunkt der Geschichte da: Ein neues Leben aufbauen, mit oder ohne Partner. Denn man muss sich nicht wirklich anstrengen, um Rewards zu bekommen. Man verbringt die ganze Zeit in dem Anwesen, teilt die Räume mit anderen Leuten und wofür?
Die Autorin beschreibt ganz geschickt, wie solche Erfahrungen auf Menschen wirken und zu was dies führen kann. Am Ende vergisst Lily, dass sie die ganze Zeit gefilmt wird. Die Reality Show wird zu Realität. Manche Charaktere leben ihr Leben ohne den Wunsch, nach Draußen bzw. zurück zur Wirklichkeit zu kommen. Sie bleiben die ganze Zeit fasziniert von den Belohnungen, für die sie sich nicht anstrengen müssen. Wie schnell man sich an solches Leben nur gewöhnen kann. Das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Ich wünschte, die Protagonistin hätte die ganze Unterhaltung mal mit den anderen Augen gesehen.
Im Roman steckt allerdings mehr Tiefe, als man denkt.
Das ist ein aussergewöhnliches Buch, dass die behandelnde Thematik ganz kühn entfaltet sowie kritisiert.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Breaking News: Menschen sind zu allem fähig

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Der Inhalt las sich wie endlich etwas ziemlich Neues: Eine Villa mitten in der Wüste, 10 Frauen, 10 Männer und jede Mange Kameras. Kommt bekannt vor? Welcome to Love Desert. Oder so. Jedenfalls wacht Lily, ...

Der Inhalt las sich wie endlich etwas ziemlich Neues: Eine Villa mitten in der Wüste, 10 Frauen, 10 Männer und jede Mange Kameras. Kommt bekannt vor? Welcome to Love Desert. Oder so. Jedenfalls wacht Lily, unsere Protagonistin, aus ihrer Bewusstlosigkeit auf und freut sich wie Bolle, Teil dieses angesagten Formats zu sein. Gerade deshalb, weil die Welt gerade in einen allumfassenden Krieg verwickelt war und Luxus für viele nur noch ein Fremdwort ist. Die Teilnehmer (uhhhh, es wird nicht gegendert. Ich schäm mich später) können in Spielen Belohnungen gewinnen, die im Laufe der Show und bei schwindender Teilnehmerzahl immer wertvoller werden. Das, was dafür gemacht weden muss, steigert sich proportional dazu aber natürlich auch. Und irgendwann bemerkt Lily, dass nicht nur die anderen bereit sind, über ihre Grenzen zu gehen, sondern dass auch die Produktion ein perfides Spiel mit ihnen treibt.

Wie oben schon erwähnt, klang der Inhalt mal endlich nach etwas, was nicht so oft in Büchern den Hauptinhalt stellt. Eine Reality Show in einer leicht apokalyptischen Zukunft. Und es geht wirklich gut los. Schon mal das Cover ist gut gewählt, der einfarbige gelbe Farbschnitt passend. Die Umgebung und die Protagonsiten werden detailleriert beschrieben, ohne, dass es unnötig langatmig wirkt. Als dann die Männer ein paar Tage später einziehen, geht die Vercoupelei los, denn die Frauen oder Männer, die alleine im Bett liegen, fliegen aus der Sendung. So weit, so gut. Im Laufe des Buches wird klar, wohin die Reise geht. Natürlich werden die Skrupel jedes Einzelnen immer weniger und Aisling Rawle will uns zeigen, dass grundsätzlich in jedem von uns ein Tier steckt, das nur in der richtigen Umgebung und bei den richtigen Gegebenheit aus uns rausbricht. Jeder ist zu allem fähig. Sehe ich auch so. Gier und Überlebensdrang steckt in jedem von uns und ist tief verwurzelt. Und dass Ruhm und Anerkennung für manche überlebensnotwendig sind, dürfte aus unserer echten Realtität hinlänglich bekannt sein. So gesehen wird die Story und deren Verlauf in der zweiten Hälfte des Buches einfach beliebig. Arm an Überraschungen sehnt man dann nur noch das Ende entgegen, denn das Buch ist auch einfach zu lang. Das trägt keine 400 Seiten. Stereotypen reichen dafür einfach nicht, den Unterhaltungswert bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. So war es ein guter Ansatz, der aber nur oberflächlich betrachtet funktioniert.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Nichts für mich

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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als selbsternannte Reality-Queen war ich natürlich sofort angefixt. Trash-TV ist für mich diese perfekte Mischung aus Unterhaltung, Fremdscham und „Gehirn bitte kurz ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als selbsternannte Reality-Queen war ich natürlich sofort angefixt. Trash-TV ist für mich diese perfekte Mischung aus Unterhaltung, Fremdscham und „Gehirn bitte kurz in den Energiesparmodus“. Genau das habe ich mir auch hier erhofft. Leichte Ablenkung beim Durchzappen durch die nächste Reality Show. Ob ich wohl hängenbleibe?

🧠 Meine Meinung:

Der Einstieg war, sagen wir mal, holprig. Ich wusste lange nicht, worauf das Ganze hinauswill. Thriller? Gesellschaftskritik?Einfach nur Unterhaltung? Oder irgendwas dazwischen?
Als ich dann halbwegs drin war, wurde es zumindest auf zwischenmenschlicher Ebene etwas interessanter, obwohl die Dynamik innerhalb der Gruppe nicht wirklich vorankam. Vor allem, weil lt. Regel niemand seine Vergangenheit preisgeben durfte. Dieses „alle sind erstmal gleich“ fand ich tatsächlich gut, gerade weil man selbst ja auch gerne, zu schnell, in Schubladen denkt. 👆ABER!
So richtig gezündet hat es für mich nie. Die Handlung dümpelt lange vor sich hin, und auch wenn ab und zu spannende Momente aufblitzten, war für mich vieles erstaunlich egal. Besonders die Figuren oder besser gesagt, meine Verbindung zu ihnen. Durch die Regel, nichts aus dem eigenen Leben preiszugeben, hatte ich einfach keinen Zugang. Weder zu Lily noch zu irgendwem sonst. Wer mit wem, wer rausfliegt? Immer wieder Schulterzucken. 🤷🏻‍♀️
Die Idee, alles aus Lilys Ich-Perspektive zu erzählen, macht es nicht besser, im Gegenteil. Es wirkt eingeschränkt und gleichzeitig auch vorhersehbar. Dass sie weit kommt, ist ja quasi ein Muss, als Erzählerin.
Und dann dieses Spiel selbst. Ich habe es ehrlich gesagt oft nicht verstanden. Die Regeln, die Belohnungen, die Entscheidungen, vieles wirkte willkürlich oder schlicht unverhältnismäßig. Mehr als einmal habe ich innerlich die Augen verdreht.
Der zweite Teil, bzw 3. Teil ? Hat für mich nichts gerettet. Statt „jetzt geht’s los“ eher ein „ah, okay, das war’s jetzt?“ verstehe diesen Cut immer noch nicht. Das Ganze driftete stellenweise ins Absurde, fast schon Fiebertraumartige ab, nur leider nicht auf eine gute, sondern eher auf eine „was genau lese ich hier eigentlich?“ Weise.
Und das Ende? Da musste ich zwar schmunzeln, aber eher im Sinne von „okay, ernsthaft jetzt?“. (🛷)
Was mich zum Schluss noch gestört hat? Ich wusste weder währenddessen noch danach, was mir die Geschichte eigentlich sagen will. Und selbst als reine Unterhaltung hat sie mich nicht wirklich abgeholt. Hängengeblieben? Ja, aber diese Show würde ich nicht weiterempfehlen.
Wer allerdings absurde Stories mag, dem wird dieses Buch vermutlich gefallen.


✅️ Fazit:

Eine interessante Grundidee trifft auf eine Umsetzung, die mich emotional komplett kaltgelassen hat. Einzelne spannende Ansätze gehen in einer zähen, teilweise absurden Handlung unter.
Das Spiel fühlte sich für mich weniger wie ein durchdachtes Konzept an, eher mehr wie eine Runde, bei der ich irgendwann nicht mehr wusste, warum ich überhaupt noch mitspiele.

🔎 Worum geht’s?

Eine Gruppe junger Menschen findet sich in einer künstlichen Anlage mitten in der Wüste wieder. Zehn Frauen, später neun Männer, alle attraktiv, alle mit dem Ziel, dem echten Leben zu entfliehen. Kameras sind überall, Regeln werden von unsichtbaren Produzenten diktiert.
Die Teilnehmer müssen sich zu Paaren zusammenschließen und in merkwürdigen, oft fragwürdigen Challenges gegeneinander antreten. Persönliche Hintergründe bleiben tabu, niemand darf aus seinem echten Leben erzählen. Während das Spiel voranschreitet, verschwimmen die Grenzen zwischen Strategie, Verlangen und Verzweiflung und die Frage steht im Raum, wie weit geht man, um zu gewinnen?

≈2,5☆

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