Beklemmendes Kammerspiel
MeeresdunkelEin Ferienhaus auf Mallorca, ein Unwetter, zwei Familien, ein Toter. Was wie ein Traumurlaub beginnt, entwickelt sich schnell zum Albtraum. Das renovierungsbedürftige Haus auf den Klippen ist überraschenderweise ...
Ein Ferienhaus auf Mallorca, ein Unwetter, zwei Familien, ein Toter. Was wie ein Traumurlaub beginnt, entwickelt sich schnell zum Albtraum. Das renovierungsbedürftige Haus auf den Klippen ist überraschenderweise doppelt vermietet. Henrike und ihre Familie und Marie plus Mann und Kind beschließen, das Beste aus der Situation zu machen. Die ersten Stunden verlaufen fast sorglos. Zwischen Henrike und Maries Mann Samuel entwickelt sich eine Romanze, die jugendlichen Zwillinge Esmé und Finn kümmern sich um den kleinen Juri, der an seiner Puppe Hedwig hängt. Onkel Freddy kümmert sich um das Essen für alle. Nur Henrikes Ehemann Hans wirkt seltsam paralysiert. Als die etwas schrullige ältere Dame in der Nachbarschaft auftaucht und unheilvolle Botschaften über das Meer murmelt, als ein Sturm aufzieht und plötzlich einer der Urlauber tot ist, spitzen sich die Ereignisse zu. Der Thriller ist wirklich spannend, wenn er auch im ersten Teil etwas mehr Fahrt aufnehmen könnte. Aber spätestens mit der Geschichte um Henk und Effie hat mich das Buch gepackt. Die Perspektivwechsel gefallen mir, wenn auch Finn oder Esmé oder Freddy ein Kapitel aus ihrer Sicht verdient hätten. Die Geschichte ist bis zum Ende spannend und hält die ein oder andere Überraschung bereit. Aufgrund der räumlichen Begrenzung auf das Ferienhaus erinnert es mich an ein Kammerspiel. Die Figuren sind grundsätzlich gut gezeichnet. Samuel und Henrike sind mir aber leider unglaublich unsympathisch. Das liegt nicht an ihrer Affäre, sie gehen mir einfach auf die Nerven. Ich kann mich überhaupt nicht in sie hineinversetzen. Hans und Marie finde ich da schon spannender. Aber abgesehen davon, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und das Ende lässt sogar einige Fäden offen.