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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2026

Spannender Krimi mit tollen Charakteren

Das Gesetz der Elite
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Dies ist das erste Buch des Autors, dass ich lese. Ich würde es auch eher als Krimi als als Thriller bezeichnen, da meiner Meinung nach die Ermittlungsarbeit und Spurensuche im Mittelpunkt stehen. Das ...

Dies ist das erste Buch des Autors, dass ich lese. Ich würde es auch eher als Krimi als als Thriller bezeichnen, da meiner Meinung nach die Ermittlungsarbeit und Spurensuche im Mittelpunkt stehen. Das spielt für mich aber keine Rolle, ich bin von diesem Buch restlos begeistert. Ein ungewöhnlicher Plot, tolle Schauplätze in Italien, ein packender Schreibstil und vor allem absolut begeisternde Charaktere. Die Hauptfiguren Colomba und Dante haben mich ab der ersten Minute gehabt. Ich kenne die Vorgänger-Romane nicht, dennoch kann ich gut einsteigen und habe nicht den Eindruck, etwas verpasst zu haben. Ganz im Gegenteil, der einzige kleine Wermutstropfen in diesem Buch sind die vielen Bezüge auf die vergangenen Fälle der beiden. Ich würde sehr gerne mehr darüber erfahren. Leider sind die Bücher in gedruckter Form nicht mehr erhältlich. Ich hoffe, dass die Reihe um den liebenswerten, aber äußerst ungewöhnlichen Assistenten, Dante und die attraktive, taffe Ermittlerin Colombo weitergeht. Ich bin jetzt schon ein Fan.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Facettenreiche Zirkus – Panorama

Wir waren Artisten
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Die Welt ist Zirkus, der Artisten, der gewagten Kostüme, der Clowns und der Tierdressur übt einen ganz eigenen Zauber aus. Bertha, Tochter aus gutem bürgerlichen Hause ist von der ersten Minute fasziniert. ...

Die Welt ist Zirkus, der Artisten, der gewagten Kostüme, der Clowns und der Tierdressur übt einen ganz eigenen Zauber aus. Bertha, Tochter aus gutem bürgerlichen Hause ist von der ersten Minute fasziniert. Von den Gerüchen, den Kleidern und vor allem von Baptiste. Sie entscheidet sich, ihr gewohntes Leben hinter sich zu lassen und mit ihm zu ziehen. Ob sie weiß, auf was sie sich einlässt? Ich glaube nicht. Das Leben als Fremde in dieser in sich geschlossenen Welt, als „Private“, wie Sie leicht abfällig von den anderen Mitgliedern des Zirkus genannt wird, ist hart. Doch die Liebe zu Baptiste lässt sie alle Widrigkeiten vergessen. Wir folgen Bertha und Baptiste durch die Manegen Europas. Von Skandinavien, über Paris und weitere illustre Orte. Wir erleben Aufstieg und Fall eines begnadeten Artisten. Das Schreibstil flüssig sehr bildhaft und lässt diese besondere Aura des Zirkus vor meinem geistigen Auge entstehen. Ich kann mich dennoch nicht so richtig in die Figuren hineinversetzen. Nichtsdestotrotz berührt mich das Schicksal der Familie Schreiber sehr. Nach einem Schicksalsschlag muss Bertha den Lebensunterhalt ihrer Familie selbst bestreiten. Mit viel Stärke und Kraft gelingt ihr das Unglaubliche. Neben Bertha und der Zirkuswelt erlaubt das Buch aber auch Einblicke in die Frauenbewegung Ende des 19. Jahrhundert in Schweden. Insbesondere die Schwester Julia berührt mich sehr. Sie erlebt mehrere Schicksalsschläge und ist doch immer für die Familie, insbesondere für ihre Schwester da. Ich folge der Familie Schreiber sehr gern und freue mich, wenn die Geschichte weiter erzählt wird. Auch wenn die Welt des Zirkus mir weiterhin etwas fremd und bei aller Faszination auch etwas abweisend erscheint.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Düsterer Thriller, mit dem ich nicht warm werde

Home Before Dark
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Irgendwie packt es mich nicht. Der Funke springt bei diesem Thriller einfach nicht über. Der Schreibstil gefällt mir, die Perspektiv- und Zeitwechsel ebenso. Das hält die Spannung grundsätzlich hoch. Der ...

Irgendwie packt es mich nicht. Der Funke springt bei diesem Thriller einfach nicht über. Der Schreibstil gefällt mir, die Perspektiv- und Zeitwechsel ebenso. Das hält die Spannung grundsätzlich hoch. Der Leser folgt Marsi und Stina in den 70er und 60er Jahren. Die Schwestern sind sehr unterschiedlich. Stina ist begabt, schön und kommt überall gut an. Marsi ist schüchterner, spröder, nicht so gefällig. Als Stina verschwindet, genau an dem Abend, an dem Marsi sich unter ihrem Namen mit einem geheimnisvollen Brieffreund verabredet hat, gibt Marsi sich die Schuld, schweigt aber. Jahre später will sie das Geheimnis lösen. Nach und nach enthüllt sich aus verschiedenen den verschiedenen Perspektiven der Schwestern, was geschah. Das liest sich grundsätzlich spannend. Ich werde aber mit den Figuren, insbesondere mit Marsi und ihren Eltern nicht warm. Alle wirken seltsam düster, abweisend, spröde. Das ständige Ziehen der Haare, das Verschlucken stoßen mich zeitweise richtig ab. Stinas Figur ist die einzige, die mich beim Lesen bei der Stange hält. Ja, es gibt überraschende Twists, aber manche wirken doch recht konstruiert. Einige Handlungsstränge sind auch nicht ganz logisch. Die Wandlung der Mutter gehört für mich dazu. Das Ende enttäuscht mich. Nicht die Auflösung des Falls an sich, da gehe ich noch mit. Aber die letzten Seiten lösen einen seltsamen Widerwillen in mir aus. Warum hat die Autorin sich dafür entschieden? Ich hatte mir von diesem Buch viel versprochen, leider passt es für mich nicht.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Regt zum Nachdenken an

Sanditz
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Ich bin in etwa zur gleichen Zeit geboren wie zwei der Hauptfiguren in Lukas Rietzschels Roman „Sanditz“ - Tom und Maria. Ich bin ebenso wie die beiden in den neuen Bundesländern geboren und aufgewachsen, ...

Ich bin in etwa zur gleichen Zeit geboren wie zwei der Hauptfiguren in Lukas Rietzschels Roman „Sanditz“ - Tom und Maria. Ich bin ebenso wie die beiden in den neuen Bundesländern geboren und aufgewachsen, bin nach der Schule und dem Studium nach „drüben“ gegangen und, im Gegensatz zu Maria, auch geblieben. Vieles was im Roman insbesondere in den Jahren nach der Wiedervereinigung geschildert wird, kommt mir bekannt vor, rührt etwas in mir an. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Sanditz, einst wurde hier Kohle gefördert, danach die Gebiete geflutet. Etwas düster ist es dort, die Menschen leben in ihrem Trott, in ihren Gewohnheiten. Hier und da ist etwas Gemeinschaft zu spüren, immer wieder aber auch Trostlosigkeit. Die Handlung spielt in verschiedenen Zeitebenen, von den späten 70er Jahren bis in das Jahr 2022. Der Leser bekommt so einen guten Eindruck über das Leben in der DDR, das Miteinander, das Familienleben, aber auch politische Rahmenbedingungen, die Rolle der Kirche, der Armee. Besonders gefallen hat mir, dass die geschichtlichen und politischen Hintergründe nicht nacherzählt werden. Man ist mittendrin, lebt in seiner Realität, arrangiert sich, ist mal mehr oder weniger glücklich, rebelliert oder auch nicht. Figuren ziehen vorbei, manche blitzen nur für ein oder zwei Kapitel auf und treten wieder ab. Im Mittelpunkt steht die Familie Wenzel, die all die Jahre in dem Bungalow am Stadtrand lebt. An ihr erlebt man über 40 Jahre Geschichte. Dabei entblättert der Autor erst nach und nach das komplexe Familiengeflecht und hält so die Spannung hoch. Doch auch die anderen, kleineren Charaktere sind gut gezeichnet. Es gibt berührende Episoden, erschreckende Erlebnisse und auch unbeschwerte Momente, eine Geschichte, viele Leben. Roland ist für mich eine der interessantesten, tragischsten Figuren im Roman. Voller Ideen und Träume, in den Zeiten der friedlichen Revolution vorn dabei, nach der Wende desillusioniert und einsam. Natürlich geht es auch um Entfremdung, erst durch die Arbeit entfernt von der Familie „im Westen“, später durch Corona. Vieles bleibt ungesagt in der Familie, die aber auch eine tiefe Liebe verbindet. Zumindest nehme ich das so wahr. Tom kann ich bis zum Schluss nicht einschätzen, er entgleitet mir immer wieder. Doch auch seine Lebensgeschichte ist bewegend. Auch die kleinen, scheinbar kurzen Episoden, um den syrischen Soldaten Marouan, den Sparkassendirektor Peter, Dirk haben eine ganz besondere Kraft. Nicht jeder Handlungsstrang ist fertig erzählt, es bleiben einige lose Enden. So hätte ich mir z.B. gewünscht noch etwas mehr von Caro und ihrem Vater zu erfahren. Was ich zugegebenermaßen nicht so richtig verstanden habe, ist die Geschichte der Raben im Prolog. Das schafft Atmosphäre und macht neugierig, aber da fehlt mir etwas der Zugang. Das Bild der Raben am Ende, hat mich allerdings sehr berührt und setzt einen, wenn auch traurigen Rahmen. Ich mochte schon die Vorgänger-Romane des Autors, dieses ist ebenfalls wieder sehr zu empfehlen. Lukas Rietzschel gelingt es durch einen unaufgeregten, sachlichen und trotzdem berührenden Schreibstil, die Geschichte einer ganz normalen Familie im Osten Deutschlands spürbar zu machen, mit guten und schlechten Zeiten, Liebe, Freude und auch Abgründen.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Zauberhafter Abschluss der Trilogie

Die Hexe und der Winterzauber
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Ich hatte den dritten Teil der magischen Geschichte um Wasja schon etwas länger in meinem Bücherregal, habe aber auf winterliche Tage für die richtige Stimmung gewartet. Ich wurde nicht enttäuscht. Schon ...

Ich hatte den dritten Teil der magischen Geschichte um Wasja schon etwas länger in meinem Bücherregal, habe aber auf winterliche Tage für die richtige Stimmung gewartet. Ich wurde nicht enttäuscht. Schon von der ersten Seite fühle ich mich mitten im Geschehen. Die Handlung knüpft nahtlos an den zweiten Teil an. Moskau ist gerettet, aber Wasja wird als Hexe bezichtigt und von Priester Konstantin und einer aufbrausenden Menge auf den Scheiterhaufen gezerrt. Es gelingt ihr, sich zu befreien, doch der Bär wurde befreit und verbreitet Angst und Schrecken. Auf einer magischen Reise durch Mitternacht, verzauberte Wälder und Seen lernt Wasja weitere Geister kennen und es gelingt ihr den Winterkönig zu befreien. Dieser Teil der Geschichte, der tief in die Welt der Tschyerti und Mythen Russlands eintaucht, gefällt mir sehr gut und hat mich sehr berührt. Gemeinsam retten Wasja und Morosko Moskau erneut. Es wird viel gekämpft in diesem dritten Teil. Kaum ist eine Schlacht geschlagen, wartet der nächste Kampf. Doch nur gemeinsam wird es gelingen, die Feinde zu besiegen. Der Schreibstil ist genauso bildhaft und packend wie in den ersten beiden Büchern. Ich musste mich schon etwas anstrengen, um mich an Details aus dem schon etwas zurückliegenden ersten und zweiten Teil zu erinnern, auf die auch oft Bezug genommen wird. Dennoch war die Lektüre wie ein Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Eine wundervolle Reise in eine magische Welt und das obwohl ich gar kein großer Fan von Fantasy oder Mystery Themen bin. Aber die Trilogie erinnert mich an ein großes Märchen mit liebgewonnenen Figuren.

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