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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2021

Ein Thriller aus und wie Berlin

Berlin Heat
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Ein Buch wie Berlin. Spannend, rasant, dunkel, brutal, krass, abgefahren. Tom - spielsüchtig und einen Berg Schulden am Hals vermietet eine Wohnung an rechte Handlanger und das Unheil nimmt seinen Lauf. ...

Ein Buch wie Berlin. Spannend, rasant, dunkel, brutal, krass, abgefahren. Tom - spielsüchtig und einen Berg Schulden am Hals vermietet eine Wohnung an rechte Handlanger und das Unheil nimmt seinen Lauf. Entführung, Gewalt, rechter Terror, Politik und Intrigen - rasant erzählt und voller Wendungen. Der Schreibstil passt, das Tempo ist super. Die Geschichte ist mir an manchen Stellen etwas zu überspitzt und brutal, aber vielleicht ist es eben genau so. Das Ende entwickelt sich anders als gedacht. Besonders beeindruckt mich die Aktualität des Buches. Der Sommer „nach“ der Corona-Krise ist gut eingefangen, manche Sätze sorgen richtig für Gänsehaut. Ein spannender Thriller, ein hochaktuelles Thema wird wirklich gut umgesetzt und liest sich spannend und fesselnd. Empfehlenswerter Berlin-Thriller in rasantem Tempo.

Veröffentlicht am 04.05.2021

Packend, mitreißend und voller Geschichte

Jaffa Road
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Ein praller Roman, der von Schicksalen, Tragik und Liebe erzählt. Dabei gefällt mir, wie auch beim Vorgänger, der Schreibstil außerordentlich gut. Voller Wucht wird die Geschichte von Moritz, Joelle und ...

Ein praller Roman, der von Schicksalen, Tragik und Liebe erzählt. Dabei gefällt mir, wie auch beim Vorgänger, der Schreibstil außerordentlich gut. Voller Wucht wird die Geschichte von Moritz, Joelle und Nina weiter erzählt. Dabei nimmt die historische und kulturelle Einbettung einen großen Stellenwert ein. Ich nehme mir vor, mich nun noch einmal intensiver mit den geschichtlichen Hintergründen zu beschäftigen. Faszinierend und vielschichtig begegnen dem Leser drei Generationen. Nachdem beim Vorgängerroman aufgrund des offenen Endes die Spannung hoch gehalten wurde, bin ich von „Jaffa Road“ begeistert. Ein üppiger Roman mit viel Kultur und Tiefgang.

Veröffentlicht am 02.05.2021

Kraftvoll und voller Wucht

Die Wahrheit der Dinge
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Ein berührender Roman über Gerechtigkeit und Schuld. Leise und ohne viel Tamtam baut sich die Geschichte Seite um Seite auf. Der Leser erlebt den Großteil der Handlung aus der Perspektive des Richters ...

Ein berührender Roman über Gerechtigkeit und Schuld. Leise und ohne viel Tamtam baut sich die Geschichte Seite um Seite auf. Der Leser erlebt den Großteil der Handlung aus der Perspektive des Richters Frank Petersen. Erfahren und erfolgreich hat er schon viele Urteile gefällt. Das letzte aber bringt sein Leben, seine Ehe und seinen Glauben an sich selbst ins Wanken. Sachlich, beinahe emotionslos seziert er sein Leben. Ein Fall wirkt immer noch in ihm nach. Corinna Maier erschoss vor einigen Jahren den Mörder ihres Sohnes im Gerichtssaal. Nun wird sie entlassen und Petersen möchte endlich eine Antwort auf das Warum. Seite um Seite enthüllt sich die Tragik und das Leid im Leben der jungen Corinna Maier. Was treibt einen zu einer Tat, die das Leben eines anderes Menschen auslöscht? Gibt es Gerechtigkeit für einen Mord? Was treibt Richter außer dem Gesetz noch an? Ein leiser Roman, der die Atmosphäre wunderbar einfängt. Spannend, traurig, ehrlich und erschütternd. Das Gelesene wirkt noch in mir nach und wird mich wohl noch eine ganze Weile beschäftigen. Schon der erste Roman des Autors hat mir gut gefallen. Diesem finde ich noch besser, da treffender, kraftvoller trotz der leisen Töne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2021

Traum oder Realität?

Trauma
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Ein spannender Thriller, der mit einem Albtraum beginnt und die Protagonistin in genau ein solchen führt. Leila findet sich nach einem Suizidversuch in der Psychiatrie wieder. Sie wird verdächtigt, ihren ...

Ein spannender Thriller, der mit einem Albtraum beginnt und die Protagonistin in genau ein solchen führt. Leila findet sich nach einem Suizidversuch in der Psychiatrie wieder. Sie wird verdächtigt, ihren Liebhaber erstochen zu haben. Da sie sich an die Nacht nicht erinnern kann und nur Fetzen der Tat in Ihrem Gehirn herumspuken, glaubt sie bald selbst eine Mörderin zu sein. Doch nach und nach enthüllt sich das Grauen und Leila beginnt die Geschehnisse zu rekonstruieren. Oder ist auch das alles nur Einbildung? Wem kann sie vertrauen? Der Therapeutin, die nach und nach immer tiefer in sie dringt? Den anderen Patienten, die selbst alle eine schwere Last durchs Leben tragen? Oder ihrer Familie und ihren Freunden? In rasantem Tempo und kurzen, knackigen Kapiteln steigert sich die Spannung. In der ersten Hälfte geschieht nicht viel, doch der Leser taucht mit Leila in die Vergangenheit ein. Der Abschluss ist rasant, der Täter eine der mir am wenigsten sympathischen Figuren im Buch. Einziges Manko: ich kann mich in die Hauptfigur nicht wirklich einfühlen, sie berührt mich nicht, ist mir nicht sympathisch. Das ist etwas schade, aber trotzdem ein spannender Thriller, den ich in einem Rutsch gelesen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2021

Ein Roman wie ein heißer Sommertag

Drei Sommer
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Ein zauberhafter Roman vor griechischer Kulisse. Es geht um das Erwachsenwerden, Schwesternbeziehungen, die erste Liebe, Freiheitsdrang und Emanzipation. Drei Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht ...

Ein zauberhafter Roman vor griechischer Kulisse. Es geht um das Erwachsenwerden, Schwesternbeziehungen, die erste Liebe, Freiheitsdrang und Emanzipation. Drei Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, die eine ganz Ehefrau und Mutter, die zweite wunderschön doch in sich gekehrt und etwas spröde und die Jüngste, voller Freiheitsdrang und Liebe. Der erste Sommer, wie der erste Teil überschrieben ist, verzaubert mich und zieht mich völlig in die Geschichte. Beinahe glaubt man sich im heißen griechischen Sommer auf der Terrasse zu sitzen, mit den Schwestern durch die wilde und raue Landschaft zu streifen. Übervoll von Gefühlen. Der zweite und dritte Sommer kann meiner Meinung nach nicht ganz mithalten. Die Geschichte plätschert etwas dahin, zu viele Figuren treten auf, die für mich eher stören. Schade. Das Ende überrascht mich nicht. Dennoch hätte ich mir für eine der Schwestern einen anderen Ausgang gewünscht. Ein zeitloses Buch, das mich einfängt, aber doch irgendwie etwas leer zurücklässt. Einen Pluspunkt gibt es aber für das wunderschöne Cover.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere