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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2025

tolles Buch

Crash Test
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Ich durfte das Hörbuch als Rezi-Exemplar hören – und wow, was für ein Einstieg! Ich war sofort mitten im Geschehen und habe direkt mit Travis mitgelitten. Die homophoben Sprüche, mit denen er konfrontiert ...

Ich durfte das Hörbuch als Rezi-Exemplar hören – und wow, was für ein Einstieg! Ich war sofort mitten im Geschehen und habe direkt mit Travis mitgelitten. Die homophoben Sprüche, mit denen er konfrontiert wird, haben mich richtig wütend gemacht, und ich wollte ihn am liebsten einfach nur in den Arm nehmen.

Mit Jacob hatte ich dagegen lange Zeit so meine Probleme. Ehrlich gesagt hatte ich bis ungefähr zur Hälfte des Buches überhaupt kein Verständnis für seine Familie – für mich steht fest: Wenn du dein Kind liebst, dann bedingungslos. Alles andere macht mich sprachlos. Jacobs Verhalten wiederum hat mich anfangs richtig sauer gemacht, auch wenn mir klar war, dass er in vielen Dingen so handelt, weil seine Eltern ihn geprägt haben. In einer Szene hat es mir fast das Herz zerrissen, und plötzlich tat er mir unendlich leid – ich habe mit ihm gelitten und geweint. Trotzdem: Mit seiner Familie werde ich wohl nie warm.

Ab etwa 60 % habe ich Jacob aber mehr und mehr ins Herz geschlossen. Es hat mir sehr gefallen, endlich auch mehr aus seiner Sicht zu hören. Nur dieses Missverständnis, das zwischen ihm und Travis entsteht, hat mich genervt – einfach, weil es wieder nur durch das Einmischen seiner Eltern zustande kam.

Die Liebesgeschichte zwischen Travis und Jacob hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Sie ist süß, berührend und gleichzeitig spicy genug, um mich immer wieder zum Knistern zu bringen. Ich habe gehofft, gebangt, geweint und konnte das Hörbuch kaum stoppen. Gerade der Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblenden hat für mich alles noch intensiver und nachvollziehbarer gemacht.

Mein Fazit:
Crash Test ist eine queere Romance voller Emotionen, die mich von Anfang bis Ende nicht losgelassen hat. Man durchlebt eine Achterbahnfahrt zwischen Wut, Mitgefühl, Liebe und Hoffnung – und genau das macht diese Geschichte so besonders. Ich wünsche mir so sehr ein Happy End für Travis und Jacob, und ich kann dieses Hörbuch wirklich nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

tolle Übersetzung

Guardian 1. Seelenwächter
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Ich habe die Reihe schon auf Englisch komplett gelesen und musste sie mir nun in dieser wunderschönen deutschen Ausstattung unbedingt noch einmal zulegen. Das Hardcover, der Farbschnitt, die Illustrationen ...

Ich habe die Reihe schon auf Englisch komplett gelesen und musste sie mir nun in dieser wunderschönen deutschen Ausstattung unbedingt noch einmal zulegen. Das Hardcover, der Farbschnitt, die Illustrationen – allein optisch ist das Buch schon ein Highlight im Regal. Aber auch die Übersetzung ist wirklich gelungen und macht das Lesen zu einem Genuss.

Inhaltlich startet die Geschichte spannend und ohne große Anlaufphase. Zhao Yunlan, Leiter der Abteilung für Sonderermittlungen, bekommt es gleich mit mysteriösen Fällen zu tun, bei denen schnell klar wird: Hier sind übernatürliche Kräfte im Spiel. Und dann wäre da noch der zurückhaltende Professor Shen Wei, dessen Faszination für Yunlan von Anfang an spürbar ist. Dieses Knistern zwischen den beiden, das langsame Annähern und das vorsichtige Zurückhalten von Shen Wei haben mir unglaublich gut gefallen. Ich liebe einfach, wie sich da etwas aufbaut – dezent, aber intensiv.

Was mir außerdem sehr gefallen hat, sind die Nebenfiguren. Ob der tollpatschige Guo Changcheng, der sprechende Kater Daqing oder der „selbsternannte Mönch“ Lin Jing – jede Figur hat ihren eigenen Reiz und bringt Humor, Tiefe oder einfach Abwechslung in die Handlung. Besonders Daqing hat mich oft zum Lachen gebracht.

Der Schreibstil von Priest ist für mich etwas ganz Besonderes. Bildhaft, anspruchsvoll und gleichzeitig mit einer Prise Humor. Aber ich muss auch ehrlich sagen: Es ist kein einfaches Buch. Die vielen Fremdbegriffe, die Unterwelt mit ihren unterschiedlichen Ebenen und die wiederkehrenden Artefakte können schon fordernd sein. Ich mag es, wenn mein Kopf beim Lesen mitarbeiten muss, aber für Einsteiger könnte das durchaus etwas überwältigend wirken.

Die Handlung selbst ist spannend, manchmal richtig düster, aber es gibt auch viele lustige oder slapstickartige Szenen, die das Ganze auflockern. Ich habe mich ein bisschen an alte chinesische Fantasy-Filme wie A Chinese Ghost Story erinnert gefühlt – diese Mischung aus Mystik, Drama und Humor ist einfach unverwechselbar.

Die Liebesgeschichte ist dezent, sie bleibt im Hintergrund und überlagert nie die eigentlichen Fälle. Aber genau das passt. Die Entwicklung zwischen Shen Wei und Yunlan ist spürbar, subtil und voller Vorfreude auf das, was noch kommt – schließlich gibt es ja mehrere Bände.

Insgesamt hat mich der erste Band wieder komplett gefesselt. Spannende Fälle, eine geheimnisvolle Welt voller Mythen und Übernatürlichem, komplexe Charaktere und eine subtile, aber packende Lovestory – genau mein Ding. Wer sich für asiatische Mythologie interessiert, eine etwas traditionellere Erzählweise schätzt und Boys Love in einer spannenden Fantasygeschichte erleben möchte, wird hier definitiv glücklich.

Fazit:
Ein großartiger Reihenauftakt – vielschichtig, humorvoll, spannend und gefühlvoll zugleich. Ich bin begeistert und kann Guardian wirklich nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Rezension: Monsoon Rising von Thea Guanzon

A Monsoon Rising
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Ich habe diesem zweiten Band der Hurricane Wars-Trilogie regelrecht entgegengefiebert – und was soll ich sagen? Monsoon Rising hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern in vielerlei Hinsicht sogar ...

Ich habe diesem zweiten Band der Hurricane Wars-Trilogie regelrecht entgegengefiebert – und was soll ich sagen? Monsoon Rising hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern in vielerlei Hinsicht sogar übertroffen. Schon das Cover hat mich wieder komplett begeistert: Die Farbgestaltung, das Zusammenspiel von Licht und Schatten, die liebevoll gezeichneten Figuren – es passt perfekt zur Geschichte und hat mich sofort in die richtige Stimmung versetzt. Auch der Farbschnitt? Ein absoluter Hingucker!

Was mich sofort wieder hineingezogen hat, war die gewaltige Atmosphäre dieser Welt. Bereits Band 1 hatte ein beeindruckendes Worldbuilding mit Licht- und Schattenmagie, Drachen, Luftschiffen und politischen Intrigen – und obwohl dieser zweite Teil sich stärker auf die emotionale Dynamik zwischen Talasyn und Alaric konzentriert, blieb die Welt im Hintergrund lebendig und kraftvoll. Ich liebe es, wenn eine Fantasy-Welt so vielschichtig, durchdacht und organisch wirkt – und das tut sie hier definitiv.

In Monsoon Rising stehen ganz klar Talasyn und Alaric im Mittelpunkt – und ihre Beziehung ist schlichtweg elektrisierend. Sie sind nun verheiratet – offiziell aus strategischen Gründen. Doch als Leserin wusste ich sofort: Hier schlummern Gefühle, die nur darauf warten, an die Oberfläche zu brechen. Diese Spannung, dieses permanente Spiel zwischen Verdrängung und Verlangen, hat mich durch das ganze Buch getragen. Es ist genau die Art von Slow Burn Enemies-to-Lovers, die ich liebe: glaubwürdig, emotional, tiefgründig – kein künstliches Drama, sondern echtes inneres Ringen.

Dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird, hat das Ganze für mich noch intensiver gemacht. Ich konnte mich sowohl in Talasyns kämpferische Verletzlichkeit als auch in Alarics innere Zerrissenheit voll hineinfühlen. Beide Figuren haben mich mit ihrer persönlichen Entwicklung beeindruckt – sie stehen nicht nur für sich, sondern tragen symbolisch auch die Hoffnungen und Konflikte ganzer Reiche mit sich.

Was mir besonders gefallen hat, war der Spannungsaufbau: Die Autorin lässt sich Zeit – emotional, aber auch politisch. Vieles brodelt lange unter der Oberfläche, und gerade das hat das Lesen so intensiv gemacht. Die intimen Szenen sind zahlreich, ja, aber sie wirken nie aufgesetzt. Im Gegenteil: Sie spiegeln die emotionale Zerbrechlichkeit und Verbundenheit der Charaktere wider und sind Teil ihrer Geschichte – kein Selbstzweck.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Ich hätte mir gewünscht, dass einige Nebenfiguren und politische Handlungsstränge etwas mehr Raum bekommen hätten. Gerade weil die Welt so groß und komplex ist, steckt da unglaublich viel Potenzial. Im mittleren Teil des Buches rückte die eigentliche Bedrohung – das Nachtimperium und die Leerenmacht – ein wenig in den Hintergrund. Aber dann kam das letzte Drittel – und was soll ich sagen: BAM! Die Handlung zog noch mal richtig an, und der Cliffhanger am Ende hat mir buchstäblich den Atem geraubt. Ich war schockiert, überrascht – und sofort hungrig auf Band 3.

Auch stilistisch war das Buch für mich ein Highlight. Thea Guanzon schreibt bildhaft, poetisch und dennoch zugänglich. Trotz aller Leidenschaft, Politik und Intrigen bleibt ihr Stil stets elegant. Die Kapitel flossen nur so dahin – ich habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen. Und vor allem: Ich hatte Spaß. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten, mich verliebt – in Talasyn, in Alaric, in diese Welt.

Fazit:
Monsoon Rising ist nicht nur eine würdige Fortsetzung – es ist ein zweiter Band, der sich mutig auf das Innenleben seiner Figuren konzentriert, ohne die Welt um sie herum aus den Augen zu verlieren. Für Fans von Romantasy mit Tiefgang, politischen Spannungen, einzigartiger Magie und einer Prise Spice ist das Buch ein absoluter Volltreffer.

Ich habe die emotionale Reise genossen, den Schmerz, das Verlangen, das Ringen um Vertrauen – und ich kann es kaum erwarten, wie alles in Band 3 enden wird. Für mich eine der besten Romantasy-Reihen der letzten Jahre.

Volle 5 Sterne von mir – verdient, kraftvoll und absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Rezension: Yumi and the Nightmare Painter von Brandon Sanderson

Yumi and the Nightmare Painter
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Ich wusste, dass mich ein Buch von Brandon Sanderson gut unterhalten würde – aber „Yumi and the Nightmare Painter“ hat mich nicht nur überrascht, sondern regelrecht berührt. Es ist eines dieser Bücher, ...

Ich wusste, dass mich ein Buch von Brandon Sanderson gut unterhalten würde – aber „Yumi and the Nightmare Painter“ hat mich nicht nur überrascht, sondern regelrecht berührt. Es ist eines dieser Bücher, das mehr ist als nur eine Geschichte: Es ist ein Gefühl. Eine zarte, melancholische und zugleich hoffnungsvolle Reise, die mich zum Lächeln, zum Staunen – und ja, am Ende sogar zum Weinen gebracht hat.

Schon auf den ersten Seiten habe ich eine besondere Verbindung zu Maler gespürt. Seine Unsicherheit, seine inneren Konflikte und sein stiller Wunsch, gesehen und gemocht zu werden – das alles war mir auf eine fast schmerzhafte Weise vertraut. Er ist ein zutiefst menschlicher Charakter, voller Widersprüche und dennoch mit einem großen Herzen. Im Verlauf der Geschichte wuchs meine Zuneigung zu ihm mit jeder Enthüllung. Für mich ist er eine der stärksten und glaubwürdigsten Figuren, die ich je im Cosmere gelesen habe.

Yumi wiederum ist eine ganz andere, aber ebenso faszinierende Persönlichkeit. Ihre Welt ist starr und voller Verpflichtungen, sie selbst wirkt fast wie gefangen in einem Leben, das nie ihr eigenes war. Und doch begegnet sie dieser Welt mit Güte, Pflichtbewusstsein und innerer Stärke. Ich habe großen Respekt vor ihr empfunden – und auch eine stille Traurigkeit darüber, wie wenig sie sich selbst erlaubt, zu leben. Ihre Entwicklung war subtil, aber kraftvoll.

Was mich am meisten begeistert hat, ist die Verbindung zwischen Yumi und Maler. Sie kommen aus zwei komplett verschiedenen Welten – im wahrsten Sinne des Wortes – und doch finden sie einen Weg zueinander. Es war wunderschön zu sehen, wie sie sich Schritt für Schritt annähern, voneinander lernen und ein echtes emotionales Band knüpfen. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam und glaubwürdig, ohne übertriebene Romantik oder Kitsch. Für mich war sie das Herzstück der Geschichte.

Der romantische Aspekt hat mich persönlich sehr angesprochen. Es war nicht aufdringlich, sondern feinfühlig eingeflochten – eine Liebesgeschichte, die mehr auf Nähe und Verständnis als auf Leidenschaft beruht. Und ja, ich verstehe die Vergleiche zu Your Name vollkommen – für mich war das ein absoluter Pluspunkt. Ich liebe Geschichten, in denen sich Seelen über Zeit, Raum oder sogar Realität hinweg verbinden. Sie erinnern mich daran, wie wertvoll und transformierend menschliche Nähe sein kann.

Ein weiteres Highlight war für mich Hoid als Erzähler. Seine Kommentare bringen Humor, Leichtigkeit und manchmal sogar eine gewisse Ironie in die Geschichte. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen Eintauchen in die Welt und einem sanften Zurücklehnen mit einem Augenzwinkern – eine Balance, die Sanderson meisterhaft beherrscht. Man merkt: Da sitzt ein Autor am Werk, der sein Handwerk liebt, aber auch gern mit Konventionen spielt.

Was das Magiesystem und die Lore betrifft – normalerweise erwarte ich von Sanderson ausgefeilte Mechaniken und viele Enthüllungen. Aber diesmal war das alles eher im Hintergrund. Und das war absolut okay. Ich war so sehr in den Charakteren und ihren inneren Entwicklungen verankert, dass mir keine epischen Weltenzusammenhänge gefehlt haben. Das Buch hat einfach auf einer emotionalen Ebene überzeugt.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und lässt sich hervorragend lesen. Besonders die ruhigen, introspektiven Momente waren sehr schön ausgearbeitet. Auch das Hörbuch – von Robert Frank gelesen – hat mich überzeugt, obwohl ich es noch stimmungsvoller gefunden hätte, wenn Yumi eine eigene Sprecherin bekommen hätte.

Ein kleiner Wermutstropfen war für mich der Twist am Ende. Er war definitiv überraschend und gut durchdacht, aber auch etwas komplex – so sehr, dass er fast zu ausführlich erklärt werden musste. Ich war hin- und hergerissen: Einerseits fand ich es faszinierend, andererseits hat es den Erzählfluss am Schluss ein wenig gebremst.

Was ich außerdem anmerken möchte: Der Name „Maler“ war für mich gewöhnungsbedürftig. Gerade zu Beginn hat es mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Aber irgendwann habe ich es akzeptiert – fast wie eine Metapher dafür, dass der Protagonist sich erst noch selbst definieren muss.

Fazit:
„Yumi and the Nightmare Painter“ ist ein ruhiges, aber tiefgründiges Werk – ein stiller See, kein reißender Strom. Wer Action und Rasanz sucht, wird hier nicht fündig. Aber wer bereit ist, sich auf eine emotionale Reise mit außergewöhnlichen Figuren einzulassen, wird mit einer bewegenden und herzerwärmenden Geschichte belohnt.

Für mich war dieses Buch ein Licht in einer grauen Woche. Eine Geschichte über Verbindung, Menschlichkeit, Selbstfindung und die stille Kraft von Mitgefühl und Nähe. Ich habe jede Seite geliebt, mich in Yumi und Maler verloren und denke noch immer darüber nach.

Ganz klare 5 von 5 Sternen und eine dicke Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.06.2025

tolle Mythologie Adaption

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Ich muss ehrlich sagen: Dieses Buch war ein absoluter Überraschungskauf für mich. Ich kannte weder den Klappentext noch die Autorin, aber das Cover hat mich sofort angesprochen – es war schlichtweg zu ...

Ich muss ehrlich sagen: Dieses Buch war ein absoluter Überraschungskauf für mich. Ich kannte weder den Klappentext noch die Autorin, aber das Cover hat mich sofort angesprochen – es war schlichtweg zu schön, um es nicht mitzunehmen. Und was soll ich sagen? Ich habe es definitiv nicht bereut.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an mitgerissen. Freya, die Protagonistin, lebt in einem kleinen Fischerdorf, gefangen in einem Leben, das nicht das ihre ist. Verheiratet mit einem grausamen Halbgott, der sie weder respektiert noch liebt, scheint sie auf ewig in diesem engen Käfig gefangen. Doch als eines Tages der Jarl des Landes in ihr Dorf kommt, nimmt ihr Leben eine Wendung, die alles verändert.

Ich möchte gar nicht zu viel vom Inhalt verraten – denn genau das Unerwartete hat den Reiz für mich ausgemacht. Nur so viel: Es wird magisch, düster, leidenschaftlich – und absolut unvorhersehbar. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen, so sehr hat mich die Handlung in ihren Bann gezogen.

Freya ist für mich eine der besten weiblichen Protagonistinnen, die ich seit Langem gelesen habe. Sie ist nicht nur stark im klassischen Sinne, sondern auch innerlich zerrissen – voller Zweifel, Sehnsucht, Mut und Verletzlichkeit. Ich konnte mich gerade zu Beginn sehr gut in sie hineinversetzen, ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Dass dies im Laufe des Buches schwieriger wurde, liegt nicht etwa an ihrer Entwicklung, sondern an den dunkleren Wegen, die sich ihr auftun – Wege, die ich ihr angesichts ihres Schicksals durchaus gegönnt habe.

Und dann ist da natürlich noch Bjorn. Was für ein Charakter! Bereits bei ihrem ersten Aufeinandertreffen wusste ich, dass seine Rolle für mich ein Highlight sein würde – und das hat sich bis zum Ende bewahrheitet. Zwischen ihm und Freya knistert es gewaltig, aber die Liebesgeschichte bleibt dennoch glaubwürdig und entwickelt sich ganz natürlich.

Ein großes Lob auch an das Magiesystem: Es war für mich neu, interessant und mal etwas anderes. Magie, die direkt von den Göttern kommt – das hat eine ganz eigene Dynamik, und es wird auch nicht alles sofort erklärt, was für zusätzliche Spannung sorgt. Es bleibt mystisch, rätselhaft – genau wie die Frage, was Freyas wahre Bestimmung eigentlich ist.

Das Worldbuilding war ebenfalls sehr gelungen. Die nordisch inspirierte Welt hat mich sofort abgeholt – düster, roh, durchzogen von alten Göttersagen und voller politischer Intrigen. Inmitten eines bevorstehenden Krieges, umgeben von Männern, die sie ausnutzen wollen, sucht Freya nach einem Platz in einer Welt, in der sie nie als Heldin vorgesehen war.

Was mir weniger gut gefallen hat, war die Gestaltung der Kapitel. Manche waren für meinen Geschmack einfach zu lang – ich bin kein Fan von 50+ Minuten pro Kapitel, das kann den Lesefluss echt hemmen. Auch bei einigen Begriffen hätte ich mir ein Glossar gewünscht, weil ich anfangs oft nicht wusste, ob gerade von einem Ort, einer Figur oder einem Gegenstand die Rede ist. Zum Glück legt sich das mit der Zeit, aber hier wäre mehr Klarheit wünschenswert gewesen.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte bleibt mein Fazit klar: A Fate Inked in Blood ist ein fantastischer Auftakt einer neuen Fantasyreihe. Die Geschichte ist spannend, emotional und überraschend brutal an den richtigen Stellen – nichts ist vorhersehbar, alles fühlt sich lebendig und echt an. Ich liebe es, wenn eine Geschichte nicht nur unterhält, sondern auch Fragen aufwirft, zum Nachdenken anregt und einem die Figuren so sehr ans Herz wachsen lässt, dass man am liebsten sofort weiterlesen möchte.

Und nach diesem fiesen Cliffhanger kann ich Band 2 kaum erwarten!

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen – ganz klare Leseempfehlung für alle, die nordische Mythologie, starke Protagonistinnen, düstere Magie und verbotene Gefühle lieben.

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