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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2023

Recht gelungen

Cleopatra und Frankenstein
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"Cleopatra und Frankenstein" ist ein recht gelungener Debütroman, der zum Nachdenken anregt und nicht so schnell loslässt.
Coco Mellors weckt eine ganze Bandbreite an Emotionen und Gefühlen, sodass kaum ...

"Cleopatra und Frankenstein" ist ein recht gelungener Debütroman, der zum Nachdenken anregt und nicht so schnell loslässt.
Coco Mellors weckt eine ganze Bandbreite an Emotionen und Gefühlen, sodass kaum Langeweile entsteht und man immer weiter lesen möchte.
Schließlich geht es in diesem Roman nicht nur um Cleo und Frank, die ungleicher nicht sein könnten, sondern auch um ihre Freunde.
Dies hat bei mir, zu Beginn, für Schwierigkeiten gesorgt in die Geschichte hineinzufinden, denn ein bisschen Zeit war nötig um zu verstehen wer genau wer ist.
Dafür hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Er sorgt dafür, dass man irgendwann durch den Roman fliegt und nicht mehr aufhören kann zu lesen, da er authentisch ist und durch Perspektivwechsel für Abwechslung gesorgt wird.

Insgesamt hat sich das Buch wie eine Achterbahnfahrt angefühlt, da die meisten Handlungen der Protagonisten undurchsichtig waren und man nicht wusste was als nächstes kommt.
So ist auch nicht unbedingt jeder Charakter sympathisch, denn jeden mögen kann man nicht. Das lernt man in diesem Roman.
Man blickt in ihre tiefsten Abgründe und lernt ihre geheimsten Wünsche kennen und hat das Gefühl sie besser zu kennen als sie sich selbst.

So ist "Cleopatra und Frankenstein" nicht für jeden etwas, denn man muss sich auf die Geschichte und die vielschichtigen Protagonisten einlassen.

Es ist keine leichte Geschichte, denn Coco Mellors ist es hervorragend gelungen eine berückende Atmosphäre im Herzen von New York zu erschaffen.

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Veröffentlicht am 17.08.2023

Voller Gefühl

Mein Herz in Havanna
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"Nicht der Ort bestimmt, wo man Heimat findet. Es sind die Menschen. Wo bist du zu Hause?"

Die Frage wo ich zu Hause bin habe ich mir während des Lesens ebenfalls gestellt und bin zu dem Entschluss gekommen, ...

"Nicht der Ort bestimmt, wo man Heimat findet. Es sind die Menschen. Wo bist du zu Hause?"

Die Frage wo ich zu Hause bin habe ich mir während des Lesens ebenfalls gestellt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass dieses Buch für eine kurze Zeit zu meinem zu Hause geworden ist. Maike und Mateo sind zwei Protagonisten, die man sofort ins Herz schließt und denen man nur das Beste wünscht, wenn man erfahren hat, welche Probleme sie durchgestanden haben.

Es ist eine Reise nach Havanna voller Gefühl, Emotionen und einer menge Humor, den vor allem Marianne ausstrahlt. Ohne sie wäre die Geschichte nur halb so lustig gewesen.

Dazu kommt der Schreibstil und die kurzen Kapitel, die dafür sorgen, dass man durch die Geschichte fliegt und kaum eine Pause einlegen kann. Die Kapitel waren, für mich, zwar zum Teil einen Ticken zu kurz und die Handlung wurde an manchen Stellen zu schnell über die Bühne gebracht, aber trotzdem kam die besondere Atmosphäre und das kubanische Lebensgefühl sehr authentisch rüber.

Ich habe einen Teil meines Herzens definitiv in Havanna gelassen und würde am liebsten die ganzen Gerichte und Getränke probieren von denen häufig die Rede war.

Katharina Pauter hat es geschafft eine Geschichte zu schreiben, bei der es um mehr als nur Liebe geht. Es geht um Freundschaft, darum verzeihen zu können und über seinen eigenen Schatten zu springen. "Mein Herz in Havanna" sorgt für Fernweh und ist trotz kleiner Mängel eine wundervolle Geschichte, die man immer wieder lesen kann, wenn man gerne verreisen und die große Liebe finden möchte.

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Veröffentlicht am 14.08.2023

Partys und Zweifel

Nichts in den Pflanzen
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"Das Stück kratzte wieder mal an der Mittelmäßigkeit."

Der Debütroman "Nichts in den Pflanzen" von Nora Haddada ist ein Roman auf den man sich einlassen muss.
Es geht um Erfolg, Misserfolg, Selbstüberschätzung ...

"Das Stück kratzte wieder mal an der Mittelmäßigkeit."

Der Debütroman "Nichts in den Pflanzen" von Nora Haddada ist ein Roman auf den man sich einlassen muss.
Es geht um Erfolg, Misserfolg, Selbstüberschätzung und Zweifel. All dies spiegelt Drehbuchautorin Leila wider, die an einem neuen Projekt sitzt und immer wieder all ihre Sorgen und Zweifel in Alkohol ertränkt. Denn in diesem Buch wird viel getrunken. Sehr viel. Deshalb passt das Cover auch sehr gut zum Buch. Mit dem kleinen Drink und den Pflanzen im Hintergrund, harmoniert es nahezu perfekt.
Dazu kommt der Schreibstil. Er ist etwas Besonderes und man muss sich in ihn hineinfinden. Die Dialoge werden auf das Wesentliche reduziert und geben ihnen mehr Aussagekraft, was mir gut gefallen hat.
Nichtsdestotrotz bin ich im Buch immer wieder über Formulierungen gestolpert, die den Schwung rausgenommen haben, was schade ist, denn die Geschichte lässt sich schnell lesen.

Leider wurde ich ebenfalls nie wirklich warm mit Leila und den anderen Protagonisten. Besonders Leila wurde mir irgendwann zu viel und unsympathisch. Wenn dies aber gewollt war, dann ist es gelungen.
Im Gegensatz zum Ende, das mir dann doch zu schnell ging.

Schlussendlich ist es für mich kein herausragender Debütroman. Leider finde ich ihn nur okay.
Allerdings sollte sich jeder selbst ein Bild darüber machen, denn bestimmt könnte dieser Roman ein Highlight für viele werden.

Festzuhalten ist, dass am Ende doch etwas in den Pflanzen war.

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Veröffentlicht am 14.08.2023

Mittelmäßig

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
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Leider war "Der Trip" von Arno Strobel, für mich, nur mittelmäßig. Da bin ich wesentlich besseres von ihm gewohnt.

Der Thriller hat sehr spannend begonnen und ich war sofort im Buch drin, doch leider ...

Leider war "Der Trip" von Arno Strobel, für mich, nur mittelmäßig. Da bin ich wesentlich besseres von ihm gewohnt.

Der Thriller hat sehr spannend begonnen und ich war sofort im Buch drin, doch leider kam danach die Ernüchterung. Es passiert nicht viel und der Showdown wird, im Grunde, auf eine Seite beschränkt. Die Auflösung generell, hat mich mit Ernüchterung zurückgelassen.
Sonst bin ich immer am mit rätseln und stelle Vermutungen auf, wer der Täter sein könnte, aber die Möglichkeit hat sich mir hier einfach nicht geboten.
Dazu kommen die Protagonisten, die im Laufe der Geschichte immer unsympathischer werden. Bis heute frage ich mich immer noch, wie es sein kann, dass Evelyn, aufgrund ihrer psychischen Verfassung, nicht beurlaubt wurde. Ihre Handlungen wiederholen sich im Grunde immer wieder. Zumindest ist ein immer wiederkehrendes Muster zu erkennen, was mich irgendwann sehr gestört hat.

Nichtsdestotrotz hat mir der Schreibstil wieder mal sehr gut gefallen. Er ist locker, leicht und sorgt dafür, dass man das Buch in kürzester Zeit beendet.
Auch die kurzen Zwischenkapitel, die die Geschichte des Mörders aufgreifen, wurden an den passenden Stellen eingesetzt.
Generell bietet die Thematik so viel Potenzial, sodass man viel mehr aus der Geschichte hätte rausholen können.

Festzuhalten ist also, dass es viel nicht genutztes Potenzial gibt und "Der Trip", auch aufgrund von anderen, oben genannten Faktoren, leider nur mittelmäßig ist.

Schade, ich habe mir mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 11.08.2023

Suchtpotenzial

Magnolia Parks
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"Wie viele Chancen gibst du der Liebe, bevor du loslässt?"

Magnolia Parks gibt BJ zu viele Chancen. Viel zu viele Chancen. Das merkt man direkt auf den ersten Seiten.
Beide Protagonisten machen zu viele ...

"Wie viele Chancen gibst du der Liebe, bevor du loslässt?"

Magnolia Parks gibt BJ zu viele Chancen. Viel zu viele Chancen. Das merkt man direkt auf den ersten Seiten.
Beide Protagonisten machen zu viele Sachen die einfach falsch sind, nur um sich gegenseitig zu verletzen. Trotzdem können sie nicht ohne einander.

Wer eine romantische Liebesgeschichte erwartet, ist deshalb falsch bei diesem Buch. Es ist absolut toxisch und kein Protagonist in diesem Buch sollte als Vorbild dienen.
Dies ändert allerdings nichts an dem Fakt, dass mir die Geschichte trotzdem gefallen hat. Ich konnte nicht genug von dem Drama und den Protagonisten bekommen, zu denen ich es irgendwie geschafft habe eine Verbindung aufzubauen.
Der Schreibstil von Jessa Hastings hat einen Großteil dazu beigetragen, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Er ist locker, leicht und einfach unkompliziert, bis auf die verschiedenen Spitznamen der Protagonisten, über die ich immer wieder gestolpert bin. Auch die immer wiederkehrenden Beschreibungen der Outfits war etwas too much, gehören aber zu Magnolia Parks, wie die Tattoos zu BJ.
Für ein wenig Abwechslung wird durch die Kapitel aus den Sichten von BJ und Magnolia gesorgt, sowie durch kurze Chat-Elemente, die das Bild auflockern.

Es ist wirklich alles andere als ein literarisches Meisterwerk, kann dafür aber großes Suchtpotenzial entwickeln, wenn man nicht viel erwartet und bereit ist in die Welt der Londoner High Society einzutauchen.

Festzuhalten ist, dass mich dieses Buch zur Verzweiflung getrieben und wehgetan hat. Ich freue mich trotzdem auf die weiteren Bände, denn gerade nach dem Ende muss ich wissen wie es weitergeht. Und ich frage mich: Kann man sich gegenseitig noch schlimmer verletzen als BJ und Magnolia? Wie oft kann man seine liebste Person im Leben verlieren?

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