Solider Auftakt einer Romantasy-Reihe mit ein paar Schwächen aber auch viel Potenzial
Royal Houses – Haus der Drachen"Ich kann keine Schachfigur im Spiel anderer sein."
Meine Eindrücke:
Ein Buch, was mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt - trotzdem aber spannend und unterhaltsam war >>> 3,5 - 4 Sterne 🌟🌟🌟🌟
Vor ...
"Ich kann keine Schachfigur im Spiel anderer sein."
Meine Eindrücke:
Ein Buch, was mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt - trotzdem aber spannend und unterhaltsam war >>> 3,5 - 4 Sterne 🌟🌟🌟🌟
Vor allem der Schreibstil und die angenehmen Kapitellängen haben mir sehr gut gefallen: die Welt ist anschaulich, die Kampfszenen mitreißend und die Hauptcharaktere lebhaft.
Das Buch hatte einen starken Beginn, bei dem direkt viele fragwürdige Themen und Konflikte auftauchen, die eine super Grundlage bilden und die Story komplex machen. Im weiteren Storyverlauf wurde es allerdings etwas sprunghaft und vieles musste man sich selbst herleiten oder verblieb mit Fragezeichen. Durch die vielen Namen sowie Häuserstrukturen und Orte habe ich gerade zu Beginn meine Probleme gehabt. Das Worldbuilding ansich mit seinen vielen Gegensätzen sowie das Magiesystem sind allerdings vielseitig und positiv für die Story.
Die Hauptprota Kerrigan ist eine starke junge Frau, die es nicht leicht im Leben hat und sich immer wieder aufs Neue beweisen muss. Zudem ist sie temperamentvoll, rebellisch und weiß sich durchzubeißen. Trotzdem zeigt sie hin und wieder auch ihre verletzliche Seite. Das alles macht sie sehr authentisch!
Fordham ist vor allem anfangs ein sehr geheimnisvoller Charakter und vollzieht eine tolle Entwicklung. Die zunehmende Tension und das Slow Burn - Element zwischen den Beiden wurde gut umgesetzt - ohne sich zu sehr in den Vordergrund der Story zu drängen - und kam auch ganz ohne Spice aus.
Mit der Erzählperspektive musste ich etwas warm werden, weil ich größtenteils Ich-Perspektiven lese und auch bevorzuge. Dahingehend fand ich es aber abwechslungsreich, dass zwischendurch auch weitere Sichtweisen zusätzlich zu Kerrigans eingeschoben wurden.
Fazit:
Aus meiner Sicht hat das Buch eine super Grundidee - nur die Umsetzung hätte an manchen Stellen noch etwas besser sein können, damit der Leser mehr involviert wird. Zwischendurch haben mir immer mal tiefere Hintergründe sowie ein roter Faden gefehlt. Am Ende fließt jedoch noch vieles zusammen und ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt.
Bzgl. der Drachen und des Turniers ist der Klappentext allerdings etwas irreführend, weil beides erst im letzten Viertel mehr Bedeutung erlangt.
Schlussendlich ist Haus der Drachen für mich aber trotz allem ein solider Auftakt, der viel Potenzial für die Folgebände bereit hält.