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Veröffentlicht am 29.12.2025

Suche nach den eigenen Wurzeln

Niemands Töchter
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Niemands Töchter erzählt uns die Geschichte von 4 Frauen. In einer leisen fast schon melancholischen Sprache erfahren wir Stück für Stück mehr aus den unterschiedlichen Leben und Kapitel um Kapitel setzt ...

Niemands Töchter erzählt uns die Geschichte von 4 Frauen. In einer leisen fast schon melancholischen Sprache erfahren wir Stück für Stück mehr aus den unterschiedlichen Leben und Kapitel um Kapitel setzt so, ähnlich wie bei einem Puzzle, eine Geschichte zusammen. Ab einem bestimmten Punkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, da ich bei jedem Erzählstrang unbedingt wissen wollte wie es weiter geht.

Jede der Frauen hat ihr ganz eigenes Schicksal während des Lesens habe ich mit jeder einzelnen mitgefühlt, auch mitgelitten und am mich am Ende versöhnt gefühlt.

Zugegeben ich hatte anfangs einige Schwierigkeiten mitzukommen da das Buch nicht nur zwischen den Protagonistinnen, sondern auch zwischen den Jahrwn hin und her springt. Allerdings war das wirklich nur am Anfang der Fall. Man sollte jedoch (ganz wichtig) zu Beginn der Kapitel nicht nur lesen welche der Frauen an der Reihe ist, sondern auch unbedingt auf die Zeitangabe achten.

Ein leises melancholisches, an manchen Stellen trauriges Buch, welches zwischen den Zeilen so vieles aussagt. Ich habe es zwischen den Feiertagen gelesen und empfand es als die perfekte Zeit. Als hätte dieses Buch mit seinem so farbenfrohen Cover nur darauf gewartet das man selbst zur Ruhe kommt und sich so ganz der Geschichte hingeben kann.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Nervenaufreibende Spannung bis zum Schluss

Safe Space
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Mit "Safe Space" hat Sarah Bestgen einen wahren Psychothriller geschrieben bei dem ich mir am Ende nur dachte: Das kann sich doch niemand ausdenken! ..und doch hat sie es zu unserer aller Glück getan. ...

Mit "Safe Space" hat Sarah Bestgen einen wahren Psychothriller geschrieben bei dem ich mir am Ende nur dachte: Das kann sich doch niemand ausdenken! ..und doch hat sie es zu unserer aller Glück getan.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen zum einen wird Annas Geschichte in der Gegenwart erzählt. Wie sie eine Anstellung in der JVA Weyer antritt, in der nur schwere Straftäter sitzen, um hier nach dem Entführer (und Mörder?) ihrer Schwester zu suchen.
Zum anderen erzählt die Autorin uns die Geschichte von Annas Schwester Sina, die vor Jahren verschwunden ist.

Besonders gut gefällt mir das wir im Verlauf des Buches auch einiges über die Arbeit von forensischen Psychologen, bzw in einer JVA erfahren. Alles so geschrieben das man auch als "Leihe" alles versteht. Generell ist der Schreibstil der Autorin sehr fesselnd. Auch aufgrund der zwei Erzählstränge möchte man das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen, will man doch wissen wie es bei beiden weiter geht.

Obwohl dies bereits das zweite Buch der Autorin ist, war es mein erstes. Allerdings steht "Happy End" nun auch ganz oben auf meiner Wunschliste.
Zum Ende des Jahres war Safe Space ganz klar noch ein Thriller Highlight für mich! Auch wenn es an einigen Stellen sicher nicht für Schwache nerven ist.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

kleiner, leiser Roman für einen entspannten Couchsonntag

Lass uns noch bleiben
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Eine Ode an das Leben. So steht es im kleingedrucktem auf dem Cover und wahrlich ist dieser Roman eine kleine leise Ode an eben dieses.
Zwischen Grünpflanzen, Liebeskummer und Hennings Antiquariat lernen ...

Eine Ode an das Leben. So steht es im kleingedrucktem auf dem Cover und wahrlich ist dieser Roman eine kleine leise Ode an eben dieses.
Zwischen Grünpflanzen, Liebeskummer und Hennings Antiquariat lernen wir Anna kennen und begleiten sie auf ihrer Reise. Eine Reise raus aus ihrem kleinen Schneckenhaus und rein in ein neues Leben. Dabei wird sie stehts begleitet von Freundschaften. Sei es erst die zu Henning oder im weiterem Verlauf die zu Alex.

Saskia Luka schreibt dabei in einer sehr ruhigen, warmen, fast melancholischen art. Man fühlt sich direkt wohl in dieser Atmosphäre. Lass uns noch bleiben ist kein großer spannungsgeladener Roman und doch macht seine einfühlsame Erzählweise beim lesen etwas mit einem. Vor allem aber führt einem diese Geschichte vor Augen das es nicht darauf ankommt wie viele Freunde man hat, wenn die Freundschaften echt sind genügen oft auch 1 oder 2.

Aufgrund seiner doch recht schmalen Seitenanzahl eignet sich das Buch perfekt für einen gemütlichen Couchsonntag mit Kerzen und einer Kanne Tee.
Abgerundet wird das Buch durch ein ebenso ruhiges unaufgeregtes Cover. Ich kann das Buch sehr empfehlen!

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Zwischen familiären Machtkämpfen und Krieg

Sieben Jahre
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Mit ihrem Werk "Sieben Jahre" hat Tanja Kinkel einen wahrlichen "Brocken" erschaffen. Nicht nur was die Seitenanzahl, sondern auch was den Inhalt betrifft. Zugegeben anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten ...

Mit ihrem Werk "Sieben Jahre" hat Tanja Kinkel einen wahrlichen "Brocken" erschaffen. Nicht nur was die Seitenanzahl, sondern auch was den Inhalt betrifft. Zugegeben anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen, was jedoch nicht am Schreibstil sondern eher dem Thema geschuldet war. Die Autorin hat sehr viel recherchiert und somit ist der Roman voller historischer Fakten. Hat man sich einmal in die Geschichte hereingefunden liest es sich jedoch flüssig weg. Positiv zu erwähnen ist die Personenübersicht zu beginn des Buches in der uns ausführlich erklärt wird wer wie mit wem im Zusammenhang steht, das hat mir das lesen etwas erleichtert. Die Autorin hat es geschafft uns neben der Abhandlung des Krieges auch die Königliche Familie etwas näher zu bringen, mit all ihren Intrigen, Konflikten und gar Tragödien. Trotz der vielen erwähnten historischen Fakten liest sich das Buch jedoch keineswegs trocken. Ich denke das wird nicht das letzte Buch gewesen sein welches ich von Tanja Kinkel gelesen habe.

Passenderweise war ich im vergangenen Jahr gerade erst in Küstrin und habe dort u.A. die Gedenktafel für Leutnant von Katte entdeckt. Durch das Buch habe ich nun ein wenig mehr über ihn erfahren.

Nachdem ich das Buch (mit etwas Stolz) durchgelesen habe ist er nun ein kleiner Eyecatcher im Bücherregal.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

"Wenn jemand geht, fehlt nicht nur die Person, sondern auch ein Stück von jedem, der bleibt."

Da, wo ich dich sehen kann
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Was macht es mit einer Familie wenn ein Mitglied ein anderes tötet?

Jasmin Schreiber erzählt uns in ihrem neuen Buch, in einer sehr ruhigen Sprache, nicht nur die Geschichte von Maya deren Vater Frank ...

Was macht es mit einer Familie wenn ein Mitglied ein anderes tötet?

Jasmin Schreiber erzählt uns in ihrem neuen Buch, in einer sehr ruhigen Sprache, nicht nur die Geschichte von Maya deren Vater Frank ihre Mutter Emma umgebracht hat. Wir erfahren auch wie andere Hinterbliebene, Emmas Eltern, Ihre beste Freundin und auch Franks Eltern, mit der neuen Situation umzugehen versuchen. Zwischen den einzelnen Kapiteln hat die Autorin auch u.a. den Obduktionsbericht, sowie Gerichtsbeschlüsse und Zeitungsartikel abgedruckt, wodurch alles noch einmal realer wirkt. Immer wieder kommt bei den einzelnen Personen die Frage nach der Schuld auf, hätte ich es verhindern können? habe ich nicht genug hingeschaut? Doch am ende ist die Antwort immer wieder: allein der Täter trägt die Schuld und ich finde es hier auch richtig und gut das die Autorin diesen nicht zu Wort kommen lässt.

Besonders erschreckend ist Leider das diese Geschichte so oder so ähnlich überall, auch in unserer direkten Nachbarschaft / im Freundeskreis, passieren. Ohne das wir es merken.

Ein wichtiges Buch welches sicherlich aufgrund der Thematik nicht so leicht zu lesen ist, aber dennoch lange nachhallen wird. Was mir zudem besonders gut gefallen hat: Am ende des Buches finden sich Kontakte zu Anlaufstellen für Hilfesuchende. Allerdings nicht nur für Frauen die Opfer von Gewalt wurden, sondern auch für Männer.

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