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Veröffentlicht am 07.05.2026

Ahnenforschung

Schwesternland
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In ihrem neuen Roman nimmt Katharina Fuchs uns wieder einmal mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Besser gesagt in die Vergangenheit der Familie von Antonia. In zwei Erzählsträngen lernen wir zum einen ...

In ihrem neuen Roman nimmt Katharina Fuchs uns wieder einmal mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Besser gesagt in die Vergangenheit der Familie von Antonia. In zwei Erzählsträngen lernen wir zum einen Antonia und ihre Familie in der heutigen Zeit kennen. In dem anderen geht es um längst vergessene Ahnen weit zurück bis ins 17. Jahrhundert, genauer gesagt um Jeanne.

Ich hatte anfangs ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen, da gerade in der Geschichte von Antonia sehr viele Familienmitglieder auftauchen und es leicht verwirrend war. Dieser Knoten ist aber zum Glück irgendwann geplatzt und ich konnte mich in die Geschichte hereinversetzen. Allerdings muss ich gestehen das mir persönlich der Erzählstrang rund um das Leben von Jeanne etwas besser gefallen hat.

Abgesehen davon das die Autorin, wieder einmal, eine sehr berührende Familiengeschichte geschrieben hat, hat sie auch was die geschichtliche Recherche betrifft großes geleistet. Ich habe mir diverse Stellen markiert und werde mich nun daran machen mich dazu noch etwas weiter zu belesen. Bevor ich dieses Buch lesen durfte habe ich mich nur Oberflächlich mit den Hugenotten befasst, dies wird nun jedoch geändert.

Gespannt bin ich auch wie bzw. ob diese Geschichte eine Fortsetzung bekommt. Potenzial ist definitiv gegeben!

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Die Kunst der Weiblichkeit

Fünf Tage im Licht
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Fünf Tage im Licht hat mich ganz still und leise unbewusst in seinen Bahn gezogen, so das ich das Buch kaum weglegen wollte. Die Geschichte an sich ist wenig Ereignisreich und doch sagt sie so viel. Rhiannon ...

Fünf Tage im Licht hat mich ganz still und leise unbewusst in seinen Bahn gezogen, so das ich das Buch kaum weglegen wollte. Die Geschichte an sich ist wenig Ereignisreich und doch sagt sie so viel. Rhiannon Lucy Cosslett behandelt Themen wie Mutterschaft, Weiblichkeit, aber auch das Leben mit einer behinderten Person und Freundschaft.

Hauptprotagonistin Sophie reist mit ihren 3 (mehr oder weniger) Freundinnen nach Griechenland. 5 Tage ohne Männer, 5 Tage ohne das Sophie sich von ihrem Partner ständig bedrängt sieht Mutter zu werden, 5 Tage nur sie ihr Körper und ein anderer Mann. nach diesen 5 Tagen ist die Reise und auch das Buch nicht zu ende.

Der Schreibstil hat mich sehr gefesselt. Er ist sehr klar und direkt und trotzdem berührend.

Zwischen den einzelnen Kapiteln finden sich sich auf 2-3 Seiten kurze Beschreibungen von Kunstwerken unterschiedlicher Künstlerinnen, alle handeln von weiblichen Körpern, was mir persönlich sehr gefallen hat.

Ohne all zu große Erwartungen zu haben habe ich angefangen dieses Buch zu lesen und bleibe am Ende begeistert, aber auch nachdenklich zurück. Klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Liebesbrief an die gefiederten Damen

Mein Leben mit Hühnern
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Seit meiner Kindheit begleiten mich Hühner eher unbewusst. Hat mein Vater früher doch die Hühner seines Kumpels "gehütet" während dieser im Urlaub war und heute sehe (und vor allem höre) ich täglich welche ...

Seit meiner Kindheit begleiten mich Hühner eher unbewusst. Hat mein Vater früher doch die Hühner seines Kumpels "gehütet" während dieser im Urlaub war und heute sehe (und vor allem höre) ich täglich welche vor meinem Bürofenster. Wie gesagt unbewusst waren sie immer da doch erst dieses Buch hat mich wirklich einmal mehr über sie nachdenken lassen.

Autor Arthur Parkinson nimmt uns mit in seine "Hühnerwelt" und erzählt uns wie es zu seiner Liebe zu den Damen kam. Abgesehen davon vermittelt das Buch einem ein gewisses Wissen zu und über Hühner. Wir lernen unterschiedliche Rassen kennen und bekommen tips mit an die Hand wie es mit der Haltung klappt.

Ein ganz besonderer Liebesbrief an seine gefiederten Damen.... und irgendwie verspüre ich nun Lust irgendwann wenn ich genug Platz habe selbst ein paar zu halten.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Was braucht es für ein gutes Leben?

Das gute Leben
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Das gute Leben erzählt uns die Geschichte von Christina, obwohl es eigentlich die ihrer Großmutter Anni ist. In den sechziger Jahren allein mit nicht viel mehr als einem Kind unter dem Herzen kommt sie ...

Das gute Leben erzählt uns die Geschichte von Christina, obwohl es eigentlich die ihrer Großmutter Anni ist. In den sechziger Jahren allein mit nicht viel mehr als einem Kind unter dem Herzen kommt sie von Rumänien nach Deutschland in der Hoffnung hier eben dieses gute Leben zu finden. Leicht hat sie es nicht und doch kämpft sie sich durch. Erst für sich und ihre Tochter, später auch für ihre Enkeltochter, welche bei ihr aufwächst.

Die Geschichte wird in unterschiedlichen Zeitsträngen erzählt und während Christina den Tod ihrer Großmutter verarbeitet, erfahren wir als Leser mehr von dieser. Wie es ihr noch in Rumänien ging, wie Reise nach Deutschland und schließlich wie Sie hier neben einer Freundin auch ihre geliebte, schwere, Arbeit bei Quelle fand, bevor sie Ihren Lebensabend in ihrem kleinen Häuschen verbrachte.
Am ende entsteht das Bild einer starken Frau welcher Christina so viel zu verdanken hat.

Nadine Schneider erzählt uns die Geschichte in einer unaufgeregten, ruhigen Sprache welche sich so perfekt in die gesamte Atmosphäre des Buches einpasst. Ein Buch welches zeigt das harte Arbeit belohnt wird und das Leben so schwer es oft erscheint am Ende doch ein gutes sein kann.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Auch aus Scherben kann etwas wundervolles, neues Entstehen

Pause
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Caro Wahl hat recht! Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung.

Mit 36 vorübergehend wieder bei den Eltern einziehen? Klingt nicht gerade nach dem was man sich für sein Leben vorgestellt hat. Als Hanna ...

Caro Wahl hat recht! Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung.

Mit 36 vorübergehend wieder bei den Eltern einziehen? Klingt nicht gerade nach dem was man sich für sein Leben vorgestellt hat. Als Hanna nach einer Panikattacke im Krankenhaus aufwacht und weder ihr Freund noch andere Freunde sie abholen können (oder wollen?!) bleibt ihr jedoch nichts anderes übrig als ihre Eltern zu Informieren und so findet sich sich plötzlich in ihrem alten Kinderzimmer wieder. Natürlich nur für eine Nacht, wobei es natürlich nicht bleibt...

Der Schreibstil der Autorin hat mir extrem gefallen und so schwankte ich ständig zwischen lachen, aufpassen das ich nicht mit weine und ich möchte Hanna direkt in den Arm nehmen.

Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Allerdings habe ich schnelle gemerkt wie sehr mir die Hauptprotagonistin ans Herz gewachsen ist, also wurde langsamer gelesen, ich wollte einfach nicht das Hannas Geschichte für mich endet.

Ein Buch für alle erwachsenen Mädchen die niemand fragt ob sie Stark sein wollen!

Ein zusätzliches kleines Highlight ist für mich das Buchumschlag abgesehen von dem geprägten Buchtitel mag ich die Haptik des Papiers sehr.

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