Zwischen Flucht und Neuanfang
ImmergrünIn "Immergrün" nimmt Ruth Olshan uns mit auf eine Reise. Bzw. sogar zwei Reisen. Zum einen tritt Sie gemeinsam mit uns die letzte Reise ihrer Mutter und Großmutter an. Zum anderen erfahren wir aber auch ...
In "Immergrün" nimmt Ruth Olshan uns mit auf eine Reise. Bzw. sogar zwei Reisen. Zum einen tritt Sie gemeinsam mit uns die letzte Reise ihrer Mutter und Großmutter an. Zum anderen erfahren wir aber auch viel aus der Vergangenheit ihrer Familie. Geprägt von Flucht Neuanfängen und der Frage wer sie eigentlich sind. Die junge Familie flieht von Litauen über Israel nach Deutschland. Feiert jüdische wie auch christliche Feste. Man bekommt beim lesen das Gefühl, das vor allem Ruths Mutter auf dieser Reise etwas verliert, nämlich sich selbst. Ruths Kindheit wird geprägt von Sprachbarrieren, Entwurzelung und der Krankheit der Mutter. Schon früh musste das Kind Verantwortung übernehmen
Die Autorin schreibt: Meine Familie war mir fremd und doch nicht. Ein wenig geht es mir so mit diesem Buch einerseits habe ich keinen richtigen Zugang zu der Geschichte gefunden, andererseits wollte ich jedoch auch immer weiter lesen. Es gab immer wieder berührende Abschnitte. Im großen und ganzen wirkt das Buch jedoch sehr nüchtern und distanziert geschrieben.
Mir Persönlich hat etwas gefehlt in diesem Buch, es hat mich leider nicht komplett begeistert und doch auch irgendwie fasziniert. Vielleicht hätten 2-3 weitere Kapitel dem Buch gut getan, bleiben (für mich) doch viele Fragen offen.