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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2024

Nettes Buch, das hält, was man von ihm erwartet

Stronger Than Ever (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card)
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Josie, intelligent aber schüchtern, macht ein Volontariat bei dem bekannten Magazin „London Lens“. Statt aber zu spannenden Fällen recherchieren zu dürfen, erhält sie die Aufgabe den Social Media-Auftritt ...

Josie, intelligent aber schüchtern, macht ein Volontariat bei dem bekannten Magazin „London Lens“. Statt aber zu spannenden Fällen recherchieren zu dürfen, erhält sie die Aufgabe den Social Media-Auftritt der Zeitschrift aufzubauen. Zur Seite steht ihr hierbei der Social Media versierte Podcaster Ryan, der aber auch seine eigenen Probleme hat.
Während der Recherchen zu einem aufsehenerregenden Fall geraten die beiden in einen Shitstorm, der sie auch persönlich betrifft.
Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt, was manchmal etwas verwirrend ist, aber dem Leser auch tiefere Einblicke in die Gefühlswelt und den Background der beiden gibt.
Die Handlung ist das, was man in diesem Genre erwartet. Der Mental Health-Anspruch wirkt etwas konstruiert, es wäre auch ohne Therapeutin gegangen – in Grunde retten sich die beiden Hauptfiguren gegenseitig, wie das in solchen Büchern halt so ist…
Fazit: Nette Geschichte, die hält, was man erwartet, aber auch das Rad nicht neu erfindet.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Planlos und unrealistisch

Tage mit Milena
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Annika ist eine biedere Lübecker Geschäftsfrau und kaum einer weiß von ihrer Vergangenheit in der Hamburger Hausbesetzerszene. Auch Annika selber hat die Ereignisse von damals gut verdrängt. Dann lernt ...

Annika ist eine biedere Lübecker Geschäftsfrau und kaum einer weiß von ihrer Vergangenheit in der Hamburger Hausbesetzerszene. Auch Annika selber hat die Ereignisse von damals gut verdrängt. Dann lernt sie die Klimakleberin Luzie kennen und macht sich mit dieser zunächst eher unfreiwillig auf eine Reise in ihre Vergangenheit. Hierbei verhält sie sich übergriffig Luzie gegenüber, rücksichtslos gegenüber ihrem Mann und versinkt immer wieder in ungerechtfertigtem Selbstmitleid. Dass die beiden auf ihrer überstürzten und planlosen Suche tatsächlich auf Personen aus Annikas Vergangenheit stoßen, ist schon sehr konstruiert.
Alles in allem ein Buch, dass ich nur mit viel Disziplin zu Ende lesen konnte.
Bei der Sache gehalten haben mich lediglich die interessanten Einblicke in die politischen Hintergründe der Hamburger Hafenstraße.

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Veröffentlicht am 11.07.2024

Roman über einen wenig bekannten Aspekt der deutschen Nachkriegsgeschichte

Don't kiss Tommy. Eine Liebe in der Stunde Null
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Bad Oeynhausen im Jahre 1945 - nach der Kapitulation wird die vormals mondäne Kurstadt Bad Oeynhausen zum Headqurter der britischen Besatzungstruppen. Drei Frauen, Anne, die dem Kurhotle ihrer ...

Bad Oeynhausen im Jahre 1945 - nach der Kapitulation wird die vormals mondäne Kurstadt Bad Oeynhausen zum Headqurter der britischen Besatzungstruppen. Drei Frauen, Anne, die dem Kurhotle ihrer Familie wieder zu neuem Glanz verhelfen will, ihre Schwester Iris, unglücklich verheiratet mit einem Nazi, und Rosalie, aus ärmlichen Verhältnissen stammend und bereit fast alles für ein besseres Leben zu tun - jede versucht, sich auf ihre eigene Weise mit den Gegebenheiten der Besatzung zu arrangieren. Die Buch ist interessant, weil ein Thema aufgearbeitet wird, von dem man normalerweise wenig erfährt. An manchen Stellen zieht sich die Handlung etwas, die Protagonistinnen sind zwar der detailliert beschrieben, aber aus irgendeinem Grund konnte mich die Story nicht wirklich fesseln.
Fazit: Roman über eine interessante Zeit, der das Potenzial in meinen Augen nicht voll ausschöpfen kann.

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Veröffentlicht am 13.05.2024

Ein echter Ellen-Berg-Roman :-)

Komm schon, Baby!
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Juli ist mit Herz und Seele Hebamme - und dann auf einmal schwanger von einem One-Night-Stand. Als sich herausstellt, dass der Vater ihres Kindes auch noch der Partner ihrer neuen Klientin ist, ist das ...

Juli ist mit Herz und Seele Hebamme - und dann auf einmal schwanger von einem One-Night-Stand. Als sich herausstellt, dass der Vater ihres Kindes auch noch der Partner ihrer neuen Klientin ist, ist das Chaos perfekt.
Zum Glück hat Juli Freunde und Verwandte, die ihr treu zur Seite stehen.
In altbewährter Manier beschreibt Ellen Berg liebe- und humorvoll ihre Figuren und führt sie durch etliche Irrungen und Wirrungen zum Happy End. Die Story ist, zumindest wenn man Ellen Bergs Romane kennt, ziemlich vorhersagbar, dennoch gibt es immer wieder Wendungen, die einfach zu absurd sind, um sie vorherzusehen. Die Personen sind, wie immer bei Ellen Berg, etwas schräg, aber trotzdem oder gerade deswegen liebenswert. Auch das Cover ist vom Design her typisch Ellen Berg, auch wenn ich das Thema (Hüpfbälle/Sackhüpfen) nicht ganhz nachvollziehen kann.
Fazit: Kein tiefgründiges Buch, sondern ein leichter Wohlfühlroman, den man gerne mit einem Cocktail am Strand liest - eben genau das, was man von Ellen Berg erwartet.

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Veröffentlicht am 10.04.2024

Bleibt hinter den Erwartungen zurück...

Und Großvater atmete mit den Wellen
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In dem Roman "Und Großvater atmete mit den Wellen" wird ein (zumindest mir) unbekannter Teil der Geschichte des Zweiten Weltkrieges aufgearbeitet. Konrad und Sigrid (er norwegischer Seemann auf einem Handelsschiff, ...

In dem Roman "Und Großvater atmete mit den Wellen" wird ein (zumindest mir) unbekannter Teil der Geschichte des Zweiten Weltkrieges aufgearbeitet. Konrad und Sigrid (er norwegischer Seemann auf einem Handelsschiff, sie aus Norwegen stammende Krankenschwester) lernen sich in einem Lazarett auf Java kennen und lieben. Leider werden sie schon bald getrennt und geraten in die Mühlen verschiedener japanischer Gefangenenlager. Der Hauptteil des Buches beschreibt die Gräuel, denen die beiden und die anderen Gefangenen ausgesetzt sind. Für meinen Geschmack werden hier zu viele Grausamkeiten einfach aneinander gereiht, so dass der Leser abstumpft und eine emotionale Beteiligung kaum noch möglich. Vermutlich war die Intention der Autorin, möglichst vielen Einzelschicksalen aus ihrer Recherche gerecht zu werden, meiner Meinung nach wäre hier jedoch weniger mehr gewesen.
Die Rahmenstory der Enkelin Juni, die sich auf einen Prolog und ein Nachwort beschränkt, ist unnötig. Hier wird der Eindruck erweckt, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, was laut Nachwort der Autorin nicht stimmt.
Fazit: Immer noch ein gutes Buch, aber nach "Als Großmutter im Regen tanzte" hatte ich mehr erwartet.

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