Wo sind meine Wurzeln
Sanna und LiaDieses Buch hat mich wirklich überrascht - im allerbesten Sinne. Schon der Klappentext hatte mich neugierig gemacht, aber was mich dann erwartet hat, war einfach noch eine ganze Ecke besser als gedacht.
Die ...
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht - im allerbesten Sinne. Schon der Klappentext hatte mich neugierig gemacht, aber was mich dann erwartet hat, war einfach noch eine ganze Ecke besser als gedacht.
Die Geschichte beginnt im Kinderheim, wo wir Sanna kennenlernen. Sie erinnert sich kaum an ihre Vergangenheit, und dieses Gefühl der Identitätslosigkeit begleitet sie ihr ganzes Leben lang.
Nach der Schule zieht sie in die Hauptstadt Riga und führt dort eine Zeit lang ein ziemlich exzessives Leben.
In einer besonders ausschweifenden Nacht wird sie schließlich schlafend auf einer Parkbank gefunden - von Andrejs, einem ehemaligen Heimkind wie sie selbst. Von diesem Moment an lässt er sie nicht mehr los.
Im zweiten Teil der Geschichte steht Lia im Mittelpunkt, die Tochter von Sanna und Andrejs. Wie ihr Vater hat sie das Aussehen einer Roma und muss sich mit denselben Vorurteilen auseinandersetzen.
Es fällt mir gar nicht leicht, dieses Buch in wenigen Worten zusammenzufassen.
Die Figuren sind so lebendig und vielschichtig, allen voran Tante Rita. Sie hat Andrejs unter ihre Fittiche genommen - und was für eine Frau sie ist! Exzentrisch, witzig, cool und gleichzeitig unglaublich warmherzig. Mit ihr hatte ich beim Lesen richtig Spaß.
Das Buch behandelt Themen wie die Suche nach den eigenen Wurzeln, Überforderung im Muttersein, Diskriminierung und Einsamkeit - aber ebenso Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt.
Ein Roman , den ich bislang hier noch nicht gesehen habe - völlig zu Unrecht!
Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung.