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Kaira

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Veröffentlicht am 25.11.2019

Das weiße Gold der Hanse von Ruben Laurin

Das weiße Gold der Hanse
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Inhalt
Der Waisenjunge Moses verliert bei einem Piratenangriff auf das Schiff seines Vaters alles und vor allem sein Gedächtnis. Er entrinnt nur knapp dem Tod und versucht seitdem, seinen Platz in der ...

Inhalt
Der Waisenjunge Moses verliert bei einem Piratenangriff auf das Schiff seines Vaters alles und vor allem sein Gedächtnis. Er entrinnt nur knapp dem Tod und versucht seitdem, seinen Platz in der Welt und seine Erinnerungen wieder zu finden. Auf seinem Weg zum Mann und erfolgreichen Kaufmann muss er viele Prüfungen bestehen, begegnet vielen verschiedenen Menschen, die ihm wohlgesinnt sind, aber auch alte Feinde kreuzen erneut seinen Weg.

Zur Geschichte
Das Buch beginnt direkt spannend mit dem Piratenangriff auf das Schiff von Moses Vater. Das Kapitel ist voll mit vielen markanten Dingen, die für den gesamten Verlauf des Buches und vor allem sein Ende von zentraler Bedeutung sind und ziehen sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman. Die ersten 160 Seiten haben mich sehr beeindruckt, denn man entdeckt die Welt des 13. Jahrhunderts aus den Augen eines Kindes, erfährt die Begeisterung und den Unglauben über modernste Technik wie einen Lastenkran, erfährt, was der Glaube den Menschen damals bedeutet hat, welche Vorurteile und Ansichten sie hatten, wie sie lebten und so weiter. Und das alles äußerst packend geschrieben ohne sich lang ziehende Passagen mit Beschreibungen von Landschaften, Gebäuden etc.
Natürlich ist auch das restliche Buch spannend und unterhaltsam geschrieben. Im Mittelteil passiert zeitweise nicht sehr viel, aber es kommt dennoch keine Langeweile auf. Dafür wird das Ende relativ schnell abgehalten, was ich mir persönlich so ausführlich wie den Anfang des Buches gewünscht hätte und was auch mein einziger Kritikpunkt ist, denn manche Dinge wurden nur in ganz kurzen Sätzen zusammenfassend erwähnt, die ich mir sehr viel lieber ausgearbeiteter gewünscht hätte.
Die Figuren sind alle sehr markant und facettenreich, seien es die, die wirklich gelebt haben oder die, die sich der Autor ausgedacht hat. Es war sehr unterhaltsam, ihr Handeln zu beobachten und mitzuerleben, Spekulationen anzustellen, von den einen überrascht und von den anderen enttäuscht zu werden und die über die Jahre wachsenden Beziehungen und neuen Begegnungen zu sehen. Es gab viele schöne und ergreifende Momente und der Autor hat es wirklich sehr gut geschafft, den Leser in seine Welt zu entführen.

Fazit
"Das weiße Gold der Hanse" ist das beste Buch, das ich seit langer Zeit gelesen habe. Es ist sehr spannend, bewegend und hat viele Figuren, die man einfach lieb gewinnen muss. Es zeigt eine längst vergangene Zeit aus den Augen eines Heranwachsenden der sich alles was er hat und alles, was er erreichen wollte hart erarbeiten musste. Einziger Kritikpunkt ist das zu schnelle Ende.

  • Cover
  • Geschichte
  • Figuren
  • Thema
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 06.10.2019

Love you tonight von Samanthe Beck

Love You Tonight
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Inhalt
Ellie "Sparky" Swan ist zurück in ihrem Heimatort Bluelick, um dort ihre eigene Arztpraxis zu eröffnen. Durch Zufall erfährt sie, dass ihr Jugendschwarm aus Teenietagen wieder Single ist und auf ...

Inhalt
Ellie "Sparky" Swan ist zurück in ihrem Heimatort Bluelick, um dort ihre eigene Arztpraxis zu eröffnen. Durch Zufall erfährt sie, dass ihr Jugendschwarm aus Teenietagen wieder Single ist und auf die verrücktesten Sachen im Bett zu stehen scheint. Kurzerhand entschließt sie sich, eine Sexgöttin zu werden, um Roger zu erobern. Da kommt ihr der angeschossene Tyler gerade recht, der ihr dabei helfen soll. Im Gegenzug meldet sie seine Schusswunde nicht der Polizei. Doch schnell ist zumindest Tyler klar, dass es ihm nicht nur darum geht, Ellie zu helfen, sondern sie für sich zu gewinnen.

Zur Geschichte
Die Charaktere sind ziemliche Stereotypen, sie verkörpern hauptsächlich nur eine paar wenige Eigenschaften und haben keinen Tiefgang. Ellie ist die verblendete Schwärmerin, die ihr Ziel erreichen will. Und sogar so verblendet, dass sie alles immer komplett falsch auffasst und nur so versteht, wie sie es will und es ihr in den Kram passt. Tyler ist ein herzensguter, aufopfernder Mensch, sexy, groß, muskulös, so wie jeder Mann in solchen Romanen. Er wird in ein Bad Boy Image gezwungen, was gar nicht zu seinem Charakter passt. Besser gesagt, er wird beschrieben als dunkler, böser Mann, was er aber einfach nicht ist. Beschreibung und tatsächliche Handlungen seinerseits könnten unterschiedlicher nicht sein.
Und so stereotyp sind alle Figuren in diesem Buch.
Auch die Handlung ist nichts besonderes. Es geht alles strikt gerade aus, keine Nebenhandlungen, keine plötzlichen Wendungen, keine Überraschungen. Alle sind nett und verständnisvoll und helfen sich immer gegenseitig.
Nach dem ersten Kapitel, als Tyler angeschossen zu Ellie gekommen ist, hat man eine spannende, unerwartete Handlung erwartet, mit Action, Überraschungen und so weiter. Aber das alles blieb aus und das erste Kapitel war schon das spannendste an dem ganzen Buch.

Fazit
Alles in allem ein Buch, was nett zu lesen war, wenig bis gar nicht überraschend und am Ende macht es keinen Unterschied, ob man es nun gelesen hat oder nicht. Es war nicht schlecht und ein netter Zeitvertreib, aber ich würde nichts vermissen, hätte ich es nicht gelesen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 24.06.2019

Schönes Buch, aber leider mit 0815 Ende

Most Wanted Billionaire
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Inhalt
Lizzie muss nur 30 Tage in ihrem Job als Marketingassistentin eines medizinischen Unternehmens durchhalten, um einen fetten Bonus einzustreichen, den sie mehr als gut gebrauchen kann. Doch kurz ...

Inhalt
Lizzie muss nur 30 Tage in ihrem Job als Marketingassistentin eines medizinischen Unternehmens durchhalten, um einen fetten Bonus einzustreichen, den sie mehr als gut gebrauchen kann. Doch kurz bevor sie es geschafft hat, bekommt sie den Auftrag eine Weckanrufe-Agentur zu finden, die ihr arroganter Chef Theo Drummond noch nicht vergrault hat. Als sie aber keine findet, bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Weckanrufe selbst zu tätigen. Mit ihrer frechen und beleidigenden Masche erregt sie schnell das Interesse ihrer Chefs, sodass bald aus den beleidigenden Anrufen heiße und intime Telefonate werden, die nicht nur Theo, sondern auch seinen Jagdsinn wecken.
Zur Geschichte
Die ersten zwei Drittel der Geschichte waren wirklich sehr lustig, spannend, sexy und heiß und es gab nur Winzigkeiten zu meckern. Außerdem flogen die Kapitel nur so dahin.
Das letzte Drittel allerdings hat allem einen ziemlichen Dämpfer verpasst. Ich hatte wirklich innigst gehofft, dass Lizzie - so wie sie ständig sagte und es felsenfest vorhatte - es aus eigener Kraft und mit eigenen finanziellen Mitteln schafft, wieder auf die Beine zu kommen. Dass sie keinen Mann braucht, der alles für sie regelt. Und dass sie trotz der tollen Beziehung zu Theo nach Fargo zu ihren Eltern zurückgeht um ihren Plan zu verwirklichen, ihre Kreditwürdigkeit wiederzuerlangen, um dann in New York ihre Bäckerei neu zu eröffnen. Aber leider wurde ich bitter enttäuscht. Im letzten Kapitel, als Lizzie schon auf dem Weg nach Fargo ist, dreht sie wegen eines Sinneswandels doch noch um, um bei Theo zu bleiben. Innerhalb von Sekunden wirft sie all ihre Überzeugungen über den Haufen, der Liebe wegen. Das ist ja alles süß, aber verleiht dem ganzen Buch ein Disneyende und kein Emanzenende, was man sich wirklich sehnlichst gewünscht hat. Dass es mal was anderes ist. Dass die Hauptfigur ihren Grundsätzen treu bleibt, was auch kommt. Dass die weibliche Hauptfigur wirklich keinen Mann braucht, ist er auch noch so scharf, um ihre Ziele zu erreichen. Dass nicht alles nur heiße Luft war, was die Hauptfigur gesagt hat. Aber wie schon gesagt wurde man enttäuscht, denn Lizzie hat doch alles von Theo regeln lassen und ihr Handeln wie immer mit der Liebe begründet.
Fazit
"Most Wanted Billionaire" ist ein schönes Buch, lässt sich flüssig lesen und man regt sich nicht über die Figuren oder deren Handlungen auf. Allerdings hatte ich gehofft, dass Lizzie so taff und konsequent ist, wie sie immer gesagt hat, was sie letztendlich aber nicht war, sondern es gab wie so oft ein 0815 Friede-Freude-Eierkuchen-Ende, was schade ist, denn es hätte mal was anderes sein können. Deswegen sind es am Ende "nur" drei Sterne geworden und nicht vier, wie ich eigentlich nach über der Hälfte des Buches gerne vergeben wollte.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.06.2019

Bittere Enttäuschung

Nachts schweigt das Meer. Ein Krimi auf den Scilly-Inseln
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Inhaltsangabe
Ben Kitto kehrt nach einem traumatischen Ereignis in seine Heimat Bryher zurück um sich dort in Ruhe zu erholen und über seine Zukunft als Ermittler der Londoner Polizei nachzudenken. Doch ...

Inhaltsangabe
Ben Kitto kehrt nach einem traumatischen Ereignis in seine Heimat Bryher zurück um sich dort in Ruhe zu erholen und über seine Zukunft als Ermittler der Londoner Polizei nachzudenken. Doch kaum angekommen, erfährt er, dass die 16-jährige Laura Trescothick vermisst wird. Bald darauf wird ihre Leiche am Strand angespült und Ben übernimmt die Ermittlung. Auf seiner Suche nach der richtigen Spur merkt er bald, dass nichts ist, wie es scheint.

Zur Geschichte
Ben ist eine komplett stereotypische Figur im Sinne einer Autorin. Sensibel, kann gut zuhören, ist nicht aufdringlich, verständnisvoll, sexy und geheimnisvoll. Also all das, was manch eine Frau sich wünscht. Aber dadurch hat Kate Penrose es die meiste Zeit nicht hinbekommen, ihn natürlich männlich wirken zu lassen, sodass er nicht nur ein schlecht konzipierter Charakter ist. Er ist auch ein schlechter Ermittler. Die meiste Zeit des Buches läuft er nur über die Insel und befragt Leute. Er sammelt nicht mal Beweise, sondern stellt nur Vermutungen an aufgrund von Statistiken und Regelfällen.
Dadurch konnte man als Leser auch keine richtigen Vermutungen über die Identität des Mörders anstellen, weil es einfach keine klaren Beweise in irgendeine Richtung gab, nicht mal einen einzigen. Es wurde mal hier verdächtigt und da ein seltsamer Satz eingebaut um Verwirrung zu stiften, aber das einzige, was damit bezweckt wurde ist, dass man das Gefühl hatte, die Autorin weiß selbst nicht, wer denn der Mörder war sondern schreibt einfach wahllos drauf los. Ja, man hatte bis zum Schluss keine richtige Ahnung, wer es denn nun war, aber das liegt nicht am überragenden Schreibstil der Autorin, sondern eher am nicht durchdachten Konzept.
Dazu ist zu sagen, dass einige Sachen völlig unlogisch waren. Plötzlich ist jemand der Hauptverdächtige, obwohl er von vornherein ein wasserdichtes Alibi hatte, aber es passt nun einmal gerade gut, ihn als Täter darzustellen und noch mehr falsche Fährten zu legen. Oder dass Ben zu Beginn des Buches 34 ist, am Ende aber gesagt wird, er wäre 28 oder 29. Als würde die Autorin einfach schreiben, was ihr grade am besten passt, egal was sie zuvor geschrieben hat.
Generell kann man das Buch als unspektakulär beschreiben, das ist das beste Wort, dass zu diesem "Krimi" passt. Die ersten zwei Drittel passiert im Endeffekt nichts, außer das Ben mit Leuten spricht und über die Insel geht. Im letzten Drittel werden alle Auflösungen in wenigen Sätzen dahin geklatscht und fertig. Das spannendste an diesem Buch war der Nebenhandlungsstrang.
Und sollte man auf Landschaftsbeschreibungen oder dergleichen hoffen, was sich ja sehr anbietet, da es die erste Krimireihe ist, die auf den Scilly-Inseln spielt, wird man stark enttäuscht. Es gibt nur Sätze die besagen, dass Ben zu diesem oder jenem Strand geht und mehr nicht. Die ausführlichsten Beschreibungen zur Landschaft finden sich nur in der Beschreibung von Bildern eines ortsansässigen Künstlers.

Fazit
Ein unspektakuläres Buch, dass sich nur Kriminalroman nennen darf, weil jemand umgebracht wird. Es ist nicht ruhig, sondern nicht durchdacht. Die Figuren sind reine Klischees, obwohl es sich so toll anbietet gibt es keine Landschaftsbeschreibungen und keine Spannung. Zwei Sterne, wegen des Potentials und weil einem trotz dass nicht viel passiert beim Lesen nicht langweilig geworden ist.