Reihenauftakt, der mit vielen losen Fäden endet, überdramatisch
Die Schwarzen Perlen - Folge 01Inhalt: Stella Douglas ist 18 Jahre alt, als ihr Vater plötzlich stirbt. Sie kommt aus dem Schweizer Internat zum schottischen Sitz der Familie, Ferrymoore Castle, um dem Vater die letzte Ehre zu erweisen. ...
Inhalt: Stella Douglas ist 18 Jahre alt, als ihr Vater plötzlich stirbt. Sie kommt aus dem Schweizer Internat zum schottischen Sitz der Familie, Ferrymoore Castle, um dem Vater die letzte Ehre zu erweisen. Ihre Mutter starb bereits 16 Jahre zuvor und seither durften ihre Räume nicht mehr betreten werden. Warum die Mutter totgeschwiegen wurde, ist allerdings nicht das einzige Rätsel, mit dem die neue Herrin auf Ferrymoore konfrontiert wird.
Bewertung: Ich kam mir zunächst etwas betrogen vor, weil so wenig aufgelöst wird im Roman, der abrupt endet. Dann fiel mir ein, dass es der erste Band einer Reihe ist. Und die Strategie war eben, dem Leser eine Menge Köder vorzuwerfen, um ihn daran durch die Reihe zu schleifen. Mit den vielen Themen, die da angerissen werden, wurde die Handlung zwar ereignis- und abwechslungsreich. Allerdings gibt es auch Längen, da recht viel und lange um Aufklärung gebettelt werden muss. Mitunter hat man den Gedanken: nun spucke es schon aus! Mich hat das alles nicht genug interessiert, um es en detail zu lesen. Die Figuren wirkten auch sehr eindimensional, und das Gefühl, das oft auf den Anschlag knallt, war mir zu viel und zu wenig moduliert. Mich störte zudem die zeitliche Einordnung. Die Geschichte sitzt in der Vergangenheit, wo man noch Telegramme schickt, ok. Ich fand allerdings die Vorstellung befremdlich, dass im Zeitalter von Bushaltestellen noch ein bäuerlicher Mob nachts zum Schloss kommt, um die Schlossherrin als Grabschänderin oder Hexe im Moor zu versenken. 3 Sterne von mir.