Viel Einfühlung in die Hauptfiguren spürbar, überraschend, braucht etwas mehr Konzentration
Das Leben in meinem Sinn 1Jetzt habe ich schon wieder den Beginn eines auf mehrere Veröffentlichungen aufgeteilten Romans erwischt. Obwohl mir diese Konzept nicht liegt und beim vorliegenden Buch der erste Teil am Schluss krass ...
Jetzt habe ich schon wieder den Beginn eines auf mehrere Veröffentlichungen aufgeteilten Romans erwischt. Obwohl mir diese Konzept nicht liegt und beim vorliegenden Buch der erste Teil am Schluss krass abgeschnitten wurde, habe ich mir trotzdem den Beginn eines weiteren Romans von Susanna Ernst heruntergeladen. Denn ich mochte Das Leben in meinem Sinn sehr. Der Anfang der Geschichte ist etwas geheimnisvoll mit dieser mysteriösen Entität, die sagt, sie sei kein Engel, jedoch Milliarden Schutzbefohlene hat und deren Geschick sacht zu lenken scheint. Ich wurde schnell neugierig, zumal die Handlung immer wieder überraschte mit einem Wechsel zwischen der Gegenwart und einer anderen Ebene. Ich brauchte etwas mehr Konzentration, um mich durchzufinden: Was ist das Jetzt und was ist die Vergangenheit, ein Traum oder eine Filmszene? Teils überlappen sich diese Ebenen sogar. Ich musste stellenweise etwas genauer lesen, damit alles klar bleibt. Dieses Verflochtene hat mir aber gefallen, nicht nur, weil es Abwechslung mit sich brachte, sondern auch Einfühlung in die Hauptfiguren, aus deren Perspektive heraus die Geschichte erzählt wird. Beide waren mir sympathisch. Sprachlich kommt die Autorin mit wenig Redewendungen aus, was den Text ehrlich und persönlich klingen lässt. Die Inhaltsangabe des Verlags halte ich für einen Missgriff, denn dieser Teil geht bei Weitem nicht so weit. Dass Ben sich verliebt haben könnte, klingt nur an. Er selbst hält es für Befangenheit. Am Film-Set hält sich die Geschichte nicht ganz so viel auf, wie man glauben würde, denn dieser Teil erzählt erst einmal von Ben, seinem bisherigen Leben und wie es passiert, dass er zu dieser Serie kommt. Die "ungeahnten Wege" sind noch gar nicht in Sicht. Insgesamt möchte ich diese Geschichte mit 4 Sternen bewerten.