Es liest sich zügig. Mir war die Story aber zu überfrachtet und unrealistisch.
Der Klang des HerzensIch hatte zuvor "Auf diese Art zusammen" von Jojo Moyes gelesen und meine davon stammenden hohen Erwartungen wurden enttäuscht. Besonders gefallen hatte mir an "Auf diese Art zusammen" der effiziente, ...
Ich hatte zuvor "Auf diese Art zusammen" von Jojo Moyes gelesen und meine davon stammenden hohen Erwartungen wurden enttäuscht. Besonders gefallen hatte mir an "Auf diese Art zusammen" der effiziente, anschauliche und überraschende Schreibstil. Den habe ich leider in "Der Klang des Herzens" kaum wiedergefunden. Zwar wirkte die Geschichte auf mich auch nicht langatmig. Das Buch lies sich zügig lesen und ich fand die Story auch einigermaßen interessant. Trotzdem war mir das alles zu überfrachtet und zu trivial. Es gab zu viele Figuren und zu viele Handlungsaspekte. Die Figuren liessen sich zwar leicht auseinanderhalten und einige waren mir richtig sympathisch. Aber ab und an fragte ich mich, wer nun das wieder ist, der unvermutet auftaucht. Das passierte bereits in der ersten Szene. Der Klappentext hatte was von Isabel erzählt und dann geht es um Laura?! Und das sogar für einige Zeit; es dauert, bis der Leser auf Isabel und ihre Kinder trifft. Nicholas Trent, Theresa... diese Figuren hätte man sich sparen können, genau wie die mit ihnen verbundenen Probleme. Insgesamt war mir die Geschichte zu melodramatisch, zu überladen mit Problemen und zu unrealistisch. Besonders Isabels Wandlung war mir abwegig - sie als Künstlerin (und ihr Ehemann wohl auch) hatte(n) bereits so lange in höheren Spähren geschwebt, dass die Tochter trotz Nanny die Elternrolle übernommen hatte, und dann findet Isabel plötzlich ihre Bodenständigkeit. Das kaufe ich der Autorin nicht ab. Das Ende zog sich für mich unschön/unnötig in die Länge. Ich konnte mit beiden Figuren nicht mitfühlen; wie es für die beiden ausgeht, war mir egal. Und dass alle finanziellen Probleme plötzlich abgefallen waren, war für mich noch etwas, was unglaubwürdig war. Ich bin ja sehr für Happyends. Aber das erschien mir dann doch arg märchenhaft (sie lebten glücklich bis in alle Zeit). Den Unterhaltungswert dieses Romans bewerte ich mit 3 Sternen.