Es passiert viel, Handlung verworren, Ende schwach, Inspector unsympathisch
Verschlüsselte Wahrheit - Inspector Rebus 5Mir fiel es schwer, in die Geschichte hineinzukommen. Sie hat eigentlich keinen wirklichen Start. Es passieren verschiedene, scheinbar unverbundene Dinge. Am Ende, das ich schwach fand, wird alles zu einem ...
Mir fiel es schwer, in die Geschichte hineinzukommen. Sie hat eigentlich keinen wirklichen Start. Es passieren verschiedene, scheinbar unverbundene Dinge. Am Ende, das ich schwach fand, wird alles zu einem Ganzen zusammengesetzt. Aber ich fühlte mich beim Lesen nicht zum Rätseln über die Zusammenhänge herausgefordert. Vielmehr gerieten mir bei der Vielzahl der Ereignisse und Gedanken des Inspectors Figuren und Handlungsaspekte in Vergessenheit. Rebus bekommt z. B. eine Information per Anruf, und ich weiß nicht mehr, was für eine Frage er gestellt hatte. Eine Figur tritt auf, ich erkenne lediglich den Namen und lasse mir auch das egal sein, weil ich nicht dauernd zurückblättern möchte. Ich fand die Handlung zu verworren; die Darstellung zu detailliert und abschweifend. Beispielsweise bringt eine Kollegin Rebus auf den neuesten Stand, und er überlegt sich währenddessen, dass er mittags nicht satt geworden ist, aber wegen seines Hüftumfangs lieber nichts mehr essen sollte. Der Inspector war mir auch aufgrund anderer Dinge unsympathisch. Trotzdem fand ich den Roman nicht uninteressant - es passiert ja durchaus viel, so dass die Geschichte zumindest abwechslungsreich ist. Und man kann dazu Edinburgh etwas kennenlernen, weil sehr oft von Sehenswürdigkeiten die Rede ist. Bei Lokalitäten wie Bars mag sich einiges geändert haben, falls es sich sowieso nicht um fiktive Orte handelt, denn das Buch wurde Mitte der 90er Jahre veröffentlicht. Ich bewerte es mit 3 Sternen.