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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2023

Liebe, Leben, Krieg

Mit dem Mut zur Liebe
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„Mit dem Mut zur Liebe“ von Hera Lind ist eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Die Autorin schafft es, mich durch ihre Schilderungen in die Geschichte hineinzuziehen und das historische ...

„Mit dem Mut zur Liebe“ von Hera Lind ist eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Die Autorin schafft es, mich durch ihre Schilderungen in die Geschichte hineinzuziehen und das historische Setting sehr authentisch darzustellen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, lebendig und realistisch. Durch die Ich-Perspektive von Dieter, kurz Dieto genannt, habe ich Einblick in seine Gedanken und kann so seine Handlungen gut nachvollziehen.
Die Liebesgeschichte zwischen Dieto und Johanna ist auf jeden Fall Roman-tauglich. Gemeinsam kämpfen sie unermüdlich für ihre gemeinsame Zukunft.

Die Geschichte startet mit einem Bombenangriff. Und auch gut ein Drittel der weiteren Lektüre beschreibt, teils sehr detailliert, Kriegsszenen. Für mich persönlich etwas zu viel.

Das ist aber der einzige „große“ Kritikpunkt. Insgesamt ist das Buch spannend und mit viel Emotion geschrieben. Mir gefällt die Mischung aus Liebes- und Lebensgeschichte mit historischem Setting wirklich gut. Auch das Nachwort von Dieto ist sehr berührend und ein toller Abschluss.

Insgesamt also eine Empfehlung von mir, wenn man ein flüssig geschriebenes Buch über Liebe, Leben und Krieg lesen möchte.

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Veröffentlicht am 21.04.2023

Geschichte dramatisch, poetisch und authentisch erzählt

Tochter einer leuchtenden Stadt
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Das Cover und die Buchgestaltung sind sehr schön und passen gut zur Geschichte.

Das Buch "Tochter einer leuchtenden Stadt" von Defne Suman ist ein historischer Roman, der die Geschichten mehrerer Familien ...

Das Cover und die Buchgestaltung sind sehr schön und passen gut zur Geschichte.

Das Buch "Tochter einer leuchtenden Stadt" von Defne Suman ist ein historischer Roman, der die Geschichten mehrerer Familien in Smyrna (heute Izmir) über mehrere Jahrzehnte hinweg erzählt. Im Mittelpunkt stehen die 20er Jahren, als die Griechen und die Türken versuchten, die Stadt einzunehmen. Dieser Krieg führte zum Untergang der ganzen Stadt und zum Tod tausender Menschen.

Es gibt viele Erzählperspektiven und Zeitsprünge, die es etwas herausfordern machen, der Geschichte zu folgen. Es dauert eine Weile, bis sich die Teile fügen und ein klareres Bild entsteht. Daher ist es kein Buch, das man eben schnell lesen oder auch zu lange aus der Hand legen kann, da man sonst aus der Geschichte fällt.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ausgesprochen gut. Sie lässt die Stadt durch ihren Text wiederauferstehen und ich wünschte, ich hätte die "Perle des Orients" einmal selbst sehen und erleben können.

Vor diesem historischen Roman wusste ich gar nichts über diesen Krieg und die bewegte Geschichte der Stadt. Das Buch hat mich dazu angeregt, selbst zu recherchieren. Insgesamt konnte mich das Buch überzeugen und daher gibt es eine Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 20.03.2023

Bewegender Roman

Der Ruf des Eisvogels
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Das Cover ist wunderschön und auch der Titel sehr ansprechend. Das bewog mich dazu, dem Titel eine Chance zu geben :)

Der Ruf des Eisvogels von Anne Prettin handelt von Olga, einer Frauenärztin, die nach ...

Das Cover ist wunderschön und auch der Titel sehr ansprechend. Das bewog mich dazu, dem Titel eine Chance zu geben :)

Der Ruf des Eisvogels von Anne Prettin handelt von Olga, einer Frauenärztin, die nach 50 Jahren mit Tochter und Enkelin unfreiwillig in ihren Heimatort in der Uckermark zurückkehrt. Von dieser ungeplanten Rückkehr ist Olga nämlich gar nicht begeistert.

Die Geschichte erzählt von Olgas Leben, ihren persönlichen Erfahrungen und Geheimnissen, die während ihrer Rückkehr Stück-für-Stück aufgedeckt werden. Es geht um Liebe, Verlust, Krieg, Flucht und Familie.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, detailreich. Die Zeitsprünge in der Geschichte sind jedoch manchmal etwas verwirrend.

Die Autorin schafft es, Bilder im Kopf zu zeichnen, und Gefühle zu wecken, die auch nach dem Lesen noch nachwirken.

Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen und ich gebe dafür eine Leseempfehlung ab.

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Veröffentlicht am 16.03.2023

Tödliche Träume

Die marmornen Träume
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"Die marmornen Träume" von Jean Christoph Grangé ist der erste Thriller, den ich seit Jahren gelesen habe. Mich hat weniger das Cover oder die Story um den Mörder angesprochen, sondern das Thema Traum ...

"Die marmornen Träume" von Jean Christoph Grangé ist der erste Thriller, den ich seit Jahren gelesen habe. Mich hat weniger das Cover oder die Story um den Mörder angesprochen, sondern das Thema Traum und Traumdeuten in diesem Kontext.

Der Thriller spielt zur Nazizeit in Berlin. Das Buch fängt direkt interessant an, in der Praxis von Simon Kraus, dem Psychoanalytiker. Erst im weiteren Verlauf lernt man auch die anderen Haupt-Charaktere, die Psychiaterin Minna von Hassel, und den SS-Offizier Franz Beewen. Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Keiner von ihnen scheint ein klassischer Held, mit offensichtlich dunklen Seiten. Und doch werden sie das im Laufe der Geschichte, auf eine gewisse Art und Weise. Denn die Mordfälle lassen keinen von ihnen los, bis sie die ganze Wahrheit über die Hintergründe der Taten erfahren.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ab und an war es für mich zugegebenermaßen nah an „zu viel“. Zu grausam. Nichts für sensible Personen. Abgesehen davon war es für mich zeitweise etwas langatmig.

Würde ich das Buch empfehlen? Ja! Denn im Laufe der Geschichte gibt es viele unerwartete Wendungen und das Ende – da kommt man einfach nicht von selbst drauf! :)

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Veröffentlicht am 13.02.2023

Ergreifender Roman

Sibir
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Cover und Titel sind passend gewählt, haben mich auf den ersten Blick aber nicht angesprochen. Der Klappentext hat meine Neugier geweckt, denn einen Roman zu diesem Thema ist mir bisher nicht in die Hände ...

Cover und Titel sind passend gewählt, haben mich auf den ersten Blick aber nicht angesprochen. Der Klappentext hat meine Neugier geweckt, denn einen Roman zu diesem Thema ist mir bisher nicht in die Hände gefallen. Dieses Kapitel der deutsch-russischen Geschichte, die Verschleppung deutscher Zivilisten nach Asien, bekommt bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit. Und was soll ich sagen? Es ist unglaublich gut gelungen. Es ist, als wäre die Autorin selbst in der Mühlheide aufgewachsen und hätte all das miterlebt. Als hätte es diese Gemeinschaft genau so im echten Leben gegeben. Während ich lese, packt mich immer wieder das Grauen und Trauer überkommt mich. Dass diese Ereignisse Realität waren. Und wie das Leben für die Überlebenden weitergeht. Die nirgendwo mehr zu Hause sind. Fremde in der Steppe, Fremde in der Heide.
Die intensive Recherche, die Gespräche mit Zeitzeugen, all das macht diesen Roman einzigartig realistisch und ergreifend. Pflicht-Lektüre!

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