Ein Buch, passend zu unserem Lebensereignis ...
Conni macht das Seepferdchen"Conni macht das Seepferdchen" habe ich gemeinsam mit meiner Tochter gelesen. Der Titel hätte nicht passender sein können, denn mein Mädchen macht gerade selbst Seepferdchen. Genau wie Conni fühlt sie ...
"Conni macht das Seepferdchen" habe ich gemeinsam mit meiner Tochter gelesen. Der Titel hätte nicht passender sein können, denn mein Mädchen macht gerade selbst Seepferdchen. Genau wie Conni fühlt sie sich im Wasser gleichzeitig sicher und aufregend unsicher, und sie erkennt in der Geschichte viele eigene Situationen wieder: das erste Mal ins tiefe Wasser gehen, das Warten am Beckenrand, das Ziehen der Schwimmflossen und vor allem das Wünschen nach Erfolg.
Die Geschichte begleitet Conni Schritt für Schritt zur Seepferdchen‑Prüfung. Es geht nicht nur ums Schwimmenlernen selbst, sondern auch um die Gefühle drumherum: das Herzklopfen vor dem Großen, das leichte Zweifelsetzen und dann das kleine, große Glück, wenn man merkt, dass man es doch schaffen kann. Das macht die Erzählung für Kinder greifbar und für uns als Eltern berührend.
Die Sprache ist einfach und gut verständlich, sodass schon Vorschulkinder den Ablauf gut erfassen können. Die Illustrationen lockern das Lesen zusätzlich auf und zeigen Connies Weg im Schwimmbad so, dass ich mit meiner Tochter darüber sprechen konnte: „Glaubst du, Conni ist jetzt auch so aufgeregt wie du damals?“
Was ich allerdings kritisch sehe: Die Handlung bleibt eher geradlinig. Wirklich tiefer in Connies Gedanken oder in größere Hindernisse taucht die Geschichte nicht ein. Gerade bei einem Thema, bei dem Kinder oft wirklich große Gefühle haben - dazu gehören Stolz, Angst, Ungeduld - hätte ich mir manchmal etwas mehr Raum gewünscht, um darüber zu sprechen. Das Buch zeigt vor allem das Ergebnis und den Ablauf, weniger das innere Ringen, das viele Kinder beim Seepferdchen durchmachen.
Für uns war "Conni macht das Seepferdchen" dennoch ein schönes Vorleseerlebnis. Es traf genau den Nerv meiner Tochter, weil sie sich mit Conni vergleichen konnte und sich hinterher noch lange über „ihr“ Thema Wasser unterhalten wollte. Kein tief emotionales Werk, aber ein alltagsnahes Buch, das Mut macht und den Schritt ins Wasser positiv begleitet.