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Veröffentlicht am 31.10.2025

Verruchte Geheimnisse und verbotene Gefühle: Ein fesselnder Auftakt

Burnham Dynasty
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Ich habe mich wahnsinnig gefreut, „Burnham Dynasty“ von Julie Marinello vorablesen zu dürfen, schließlich versprach der Klappentext eine verruchte Geschichte voller Intrigen, Geheimnisse und zarter Gefühle. ...

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, „Burnham Dynasty“ von Julie Marinello vorablesen zu dürfen, schließlich versprach der Klappentext eine verruchte Geschichte voller Intrigen, Geheimnisse und zarter Gefühle. Schon das Cover, welches in unterschiedlichen Grüntönen daherkommt, wirkt mit den aufgedruckten Nebelschwaden verrucht und geheimnisvoll. Die goldenen Sprenkel verleihen dem Äußeren des Buches eine gewisse Eleganz, die man in der Burnham-Familie keineswegs abstreiten kann. Wenn wir übrigens schon vom Äußeren des Buches sprechen: Der schlichte, grüne Farbschnitt ist sehr schön, wenngleich ich mir gewünscht hätte, dass er nicht nur die längste Außenseite des Buches umfasst hätte. Die mitgereichte Charakterkarte wirkt ästhetisch.

Kommen wir nun mal zu dem wichtigen, nämlich dem Inhalt der Geschichte: Wie man schon aus dem Klappentext herauslesen kann, taucht der Leser in eine Welt voller Tragödien, Intrigen und Geheimnisse ein. Im Mittelpunkt steht Cathy, welche für einige Wochen zu ihrem Vater ziehen muss, weil ihre Mutter, eine Aktivistin durch und durch, auf eine Vortragsreise geht. Cathys Vater arbeitet als Stallmeister auf dem aristokratischen Burnham-Anwesen, auf dem auch Josh, der Freund von Cathys Erzfeindin Charlotte haust. Schnell merkt Cathy, dass hinter der glamourösen Fassade der Familie Burnham nicht alles Gold ist, was glänzt. Und plötzlich erschüttert ein Mord das Anwesen, für den Cathys Vater unter Verdacht gerät. Was bleibt Cathy übrig, als sich mit dem Burnham-Spross Josh zusammenzutun und den Geheimnissen auf die Spur zu gehen?

Der Roman wird aus zwei Sichten geschrieben, einerseits jener von Cathy, andererseits jener von Josh. Dadurch wirkt die geheimnisvolle Geschichte dynamisch und dank der verschiedenen Gedankengänge auch sehr facettenreich. Die Dynamik wird übrigens auch durch die unterschiedliche Länge der Kapitel untermauert: Von zweiseitigen Kapiteln bis hin zu längeren, beinahe 20 Seiten umfassenden Schilderungen ist alles dabei.

Besonders gut gefallen hat mir die Kulisse der Geschichte: Durch detaillierte Beschreibungen des Anwesens, der Ställe, der Landschaft und der aristokratischen Lebensweise der Burnhams fiel es mir alles andere als schwer, mich der düsteren Stimmung des Buches hinzugeben. Ich hatte zeitweise das Gefühl, direkt auf dem Anwesen zu stehen, die Geheimnisse zu belauschen und die verbotene Anziehung der Figuren live mitzuerleben. Ich habe gezittert, geflucht und mitgefiebert. Romantische Momente und kleine Lichtblicke in die Irrungen und Wirrungen sorgten stets dafür, dass die Spannung gehalten wurde und, dass ich es einfach nicht lassen konnte, das Buch wegzulegen.

Beide Charaktere wirkten auf mich sehr vielseitig und gerade dadurch sehr greifbar. Cathy mit ihren Ängsten, ihrer Skepsis und ihrer Introvertiertheit war mir sehr sympathisch, zumal mehrmals klar wurde, dass das Leben sie so gezeichnet hatte. Nachdem man die Familienverhältnisse der Burnhams nur wenige Seiten beobachtet hat, war für mich auch das Verhalten von Josh durchaus nachvollziehbar: Die Einsamkeit, die Enttäuschung und der Drang nach Bestätigung sind nur einige der Fassaden des Protagonisten.

Marinello hat einen eigenen, besonderen Schreibstil: Mithilfe detaillierter Beschreibungen, teils verschachtelter (aber verständlicher) Sätze sowie zahlreicher Dialoge gelingt es ihr, die Spannung zwischen äußerer Ordnung und innerem Chaos hervorragend darzustellen. Die Geschichte wirkte lebendig und gleichzeitig mystisch, was mir so gut gefallen hat, dass ich sie innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe.

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass mich „Burnham Dynasty“ vollkommen überrascht und ja, aus den Socken gehauen hat. Ich habe die Intrigen, das Drama und die leisen Gefühle geliebt und freue mich daher schon riesig auf den zweiten Teil.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Schöne Idee, aber zu düster für Kinder

Ich hab dich ganz genauso lieb
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Aus Erfahrung weiß ich, dass Eifersucht eine große Rolle spielt, wenn sich die Familienstrukturen wegen eines kleinen Geschwisterchens verändern. Daher war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext ...

Aus Erfahrung weiß ich, dass Eifersucht eine große Rolle spielt, wenn sich die Familienstrukturen wegen eines kleinen Geschwisterchens verändern. Daher war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext von Keira Knightleys „Ich hab dich ganz genauso lieb“ gelesen habe. Das Buch verspricht nämlich, auf kindgerechte Weise darzustellen, dass Liebe der Mutter nicht kleiner wird, wenn die Familie wächst.

Das Hardcover beeindruckt mit einer ansprechenden, mystischen Optik: Der dunkelblaue Hintergrund lässt die Baum- und Blumenranken, welche in türkisen Tönen daherkommen, gut zur Geltung kommen. Im Fokus des Covers steht aber ein Mädchen, welches dem Betrachter den Rücken zukehrt. Auf den ersten Blick scheint das Buch also eine wunderbare Gute-Nacht-Geschichte zu vermitteln. Betrachtet man die weiteren Illustrationen, für welche übrigens die berühmte Schauspielerin verantwortlich ist, ändert man seine Meinung allerdings rasch. Während Knightley Zeichentalente vor allem in den Natur- und Tiermotiven liegen, wirken die Darstellungen der Menschen eher befremdlich und, wenn man meiner großen Tochter Glauben schenkt, „etwas gruselig“. Letzteres wird durch die eher dunklen Farbtöne untermauert. Kleineren Kindern würde ich das Buch allein schon wegen seiner Illustrationen eher nicht in die Hand drücken.

Auch die Geschichte überzeugt mich ehrlicherweise in mehrfacher Hinsicht nicht: Zunächst einmal wirken einige Sätze unvollständig. Auch die Reime sind in der Mehrheit der Fälle nicht unbedingt klar. Die Tatsache, dass das kleine Geschwisterchen den Namen Lily trägt, während die große Schwester als Hauptfigur namenlos bleibt, widerstrebt mir. Ein Name schafft Individualität und Nähe, weshalb die Geschichte für mich eher distanziert wirkt. Vor allem zu Beginn finde ich das teilweise gewaltvolle Verhalten der großen Schwester sehr befremdlich und die Tatsache, dass sie die Liebe zu ihrer kleinen Schwester lernen muss, nachdem diese von einem Vogel entführt wurde, ist fragwürdig.

Die eingebauten kleinen, liebevollen Botschaften der Mutter sind für mich eine gute Idee, da sie dem Leser darstellen, dass die Muttergefühle stets da sind, egal, in welcher Situation die Familie gerade ist. Auch die Botschaft, dass beide Kinder gleich geliebt werden, ist an dieser Stelle positiv hervorzuheben.

Nichtsdestotrotz ist dies kein Buch, welches ich meinen Kindern vorlesen würde. Der Handlungsstrang ist an zahlreichen Stellen schlichtweg zu gruselig und die Sprache ist mir zu holprig. Leider wurde die wahnsinnig gute inhaltliche Idee hier meiner Meinung nach schlecht umgesetzt. Schade!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Wenn zweite Chancen Sinn ergeben

This could be forever
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Nachdem ich die ersten beiden Teile der Reihe „This could be …“ verschlungen habe, war klar: An „This could be forever“ von Lilly Lucas komme ich nicht vorbei. Griffin Chipman war mir schon in den vorangegangenen ...

Nachdem ich die ersten beiden Teile der Reihe „This could be …“ verschlungen habe, war klar: An „This could be forever“ von Lilly Lucas komme ich nicht vorbei. Griffin Chipman war mir schon in den vorangegangenen Teilen sympathisch und ich war gespannt, wie seine Geschichte weitergeht.



Die Bücher spielen alle im selben hawaiianischen Kosmos, lassen sich aber auch unabhängig voneinander lesen.



In diesem Band geht es um Millie und Griffin, die schon einmal ein Paar waren. Ihre Beziehung ist damals an Millies Trauer über den Tod ihres Bruders und an Griffins gefährlichem Hobby, dem Big-Wave-Surfing, zerbrochen. Jahre später begegnen sie sich wieder, als Millie als Regisseurin eine Netflix-Dokumentation über Griffin drehen soll. Ihr Versuch, die gemeinsame Vergangenheit zu ignorieren, scheitert schnell…



Millie hat den Verlust ihres Bruders noch immer nicht überwunden. Gerade das macht ihre Entwicklung so berührend: Sie lernt, den Schmerz zuzulassen, Vertrauen zu schenken und wieder nach vorn zu blicken. Griffin bleibt der warmherzige, verlässliche Mensch, den man schon kennt und steht ihr in seiner liebevollen Art zur Seite.



Besonders das Setting um Griffins Haus hat mich begeistert. Die ruhige Atmosphäre, die Natur und – nicht zu vergessen – das Huhn Hennifer, das für einige unerwartet komische Momente sorgt, machen das Buch lebendig. Lilly Lucas gelingt es, mit ihrem bildhaften, gefühlvollen Stil ein Setting zu schaffen, in dem man sich sofort zu Hause fühlt.



This could be forever ist ein leiser, einfühlsamer Wohlfühlroman über Verlust, zweite Chancen und den Mut, sich dem Leben neu zu öffnen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die emotionale, reife Liebesgeschichten mit Tiefe und Humor schätzen.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Zauberhafte Einschlafhilfe mit Herz

Die kleine Spinne Widerlich freut sich auf ihr Bettchen
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Seitdem meine große Tochter im Vorlesealter war, haben die niedlichen Bücher über die Abenteuer der Spinne Widerlich uns zahlreiche schöne Vorlesestunden beschert. Diese wunderbare Tradition führen wir ...

Seitdem meine große Tochter im Vorlesealter war, haben die niedlichen Bücher über die Abenteuer der Spinne Widerlich uns zahlreiche schöne Vorlesestunden beschert. Diese wunderbare Tradition führen wir auch bei unserer Kleinsten fort, weshalb wir einfach nicht auf das neuste Buch „Die kleine Spinne Widerlich freut sich auf ihr Bettchen“ verzichten konnten.



Das Buch beeindruckt mit einem farbenfrohen Hardcover-Umschlag, dessen strahlende Farben sowie die niedliche Illustration der kleinen Spinne sowie ihres Geschwisterchens Mini-Spinni nicht nur Kinder, sondern auch die Erwachsenen einlädt, im Buch zu stöbern. Diese wunderbaren, farbenfrohen Illustrationen finden sich auch im Buch. Mir gefällt ihr Detailreichtum sowie die Tatsache, dass sie den Inhalt der Erzählung sehr gut illustrieren. So haben die kleinen Lesemäuse beim Vorlesen auch visuelle Anregungen. Außerdem schaffen die Bilder tolle Möglichkeiten für Sprechanlässe: Nicht selten erklärt mir meine Jüngste die Bilder.



In diesem Buch klagt die kleine Spinne Widerlich bei ihrer Mama über Einschlafprobleme und begibt sich anschließend auf die Suche nach Einschlafritualen. So begegnet der Leser alten, von ihm ins Herz geschlossenen Spinnen wie Niese, Punki, Oma Erna oder Tante Igitte. Die Geschichte verdeutlicht mal wieder, wie unterschiedlich Personen sind. Daraus resultieren zahlreiche, ganz unterschiedliche Einschlafrituale, die schließlich nicht nur der kleinen Spinne helfen, sondern auch sehr gut von den kleinen Lesemäusen ausprobiert werden können. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass das Buch selbstverständlich ohne die Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden kann.



Diana Amft gelingt es auch in diesem Buch, mithilfe wohlüberlegter, kurzer Sätze sowie einer einfachen Wortwahl ein Buch eine kindgerechte Geschichte zu schreiben. Dank einem großen Maß an wörtlicher Rede wirkt diese lebendig. Die einzelnen Einschlafrituale der Spinnenfreunde und -familie werden farbig hervorgehoben.



Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Lesemäuse und ich sehr angetan von diesem Gute-Nacht-Geschichten-Buch ist, welches in ca. 15 Minuten vorgelesen ist. Es besticht durch eine tolle Erzählung mit Lerneffekt sowie ansprechende Illustrationen. Daher kann ich das Buch allen Familien empfehlen, die nach guter Lektüre für die Einschlafbegleitung suchen.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Ein Pumpkin Spice Latte mit Gilmore Girls-Gefühl

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Nachdem ich gelesen hatte, dass man als eingefleischter Gilmore Girls-Fan nicht an Kyra Groths „The Pumpkin Spice Disaster" vorbei kommt, konnte ich nicht anders, als es mir zu bestellen. Was ich erwartet ...

Nachdem ich gelesen hatte, dass man als eingefleischter Gilmore Girls-Fan nicht an Kyra Groths „The Pumpkin Spice Disaster" vorbei kommt, konnte ich nicht anders, als es mir zu bestellen. Was ich erwartet habe? Cozy Vibes, angenehmen Humor, ordentlich Herbststimmung und „Kaffee, Kaffee, Kaffee“.

Ich brauchte nur einige Seiten zu lesen, schon fühlte ich mich an meine liebste Serie erinnert: die quirlig-chaotische Protagonistin, die charmante Kleinstadt mit ihren tratschenden Einwohnern, ein mürrischer Barista – all das hätte genauso gut in Stars Hollow spielen können. An manchen Stellen hatte ich fast das Gefühl, als prasselten Szenen aus der ersten Staffel direkt auf mich ein … und ich war kurz skeptisch, ob das Buch nicht vielleicht nur ein billiger Abklatsch meiner Lieblingsserie ist.

Die Sorge verflog bald: Nach dem sehr vertrauten Einstieg entwickelt sich "The Pumpkin Spice Latte Disaster" zu einer eigenständigen Geschichte mit Charakteren, die wachsen, sich necken und ihre eigenen Konflikte austragen.

Die Handlung spielt in der englischen Kleinstadt Lower Whilby, wo Jude für die Hochzeit ihrer kleinen Schwester Olive zurückkehrt. Und das obwohl sie eigentlich nichts lieber tut, als Kleinstadt-Gossip und Bindung zu meiden. Dort trifft sie auf James, den grummeligen Barista, der sie mehr nervt, als ihr lieb ist, und doch schnell einen festen Platz in ihren Gedanken einnimmt. Was als typischer „Enemies to Lovers“-Plot beginnt, entfaltet sich zu einer liebevoll erzählten Geschichte über Mut, Nähe und das Ankommen im eigenen Leben.

Jude ist eine Protagonistin, die für den ein oder anderen Leser durchaus sympathisch sein kann, mich persönlich allerdings mit ihrer quirlig-impulsiven Art und ihrem Bedürfnis, vor Verantwortung und Ordnung fliehen zu wollen, teils ermüdet hat. Dafür glänzt James umso mehr: Mit seiner leicht miesepetrigen Art, seinem trockenen Humor und der Art, wie er langsam auftaut. Er war für mich eindeutig der heimliche Held des Buches und hat mir mit seinen bissigen Bemerkungen mehr als einmal ein Grinsen entlockt.


Was mir besonders gefallen hat, ist Kyra Grohs Schreibstil. Er ist flüssig, bildhaft und zugleich angenehm leicht zu lesen. Die Autorin findet genau die richtige Balance zwischen Beschreibung und Dialog. Dadurch wirkt die Geschichte lebendig, die Gespräche spritzig und die Charaktere echt. Auch nach einem langen, anstrengenden Tag lässt sich das Buch wunderbar lesen.


Natürlich ist die Handlung an manchen Stellen vorhersehbar. Wer schon einmal einen Cozy Romance Roman gelesen hat, ahnt früh, wohin die Reise geht. Doch das stört kaum. Gerade in diesem Genre ist es doch oft der Weg, der zählt, nicht das Ziel. Und dieser Weg ist charmant, humorvoll und herzerwärmend erzählt. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir mehr Herbststimmung gewünscht … aber ganz ehrlich? Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Und das ist am Ende das, was zählt.

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