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Veröffentlicht am 18.07.2021

Spannende Spurensuche

Das letzte Bild
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Das Foto einer Leiche aus den 1970er Jahren erschreckt die Schriftstellerin Eva zutiefst, sieht diese doch ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Von ihrer Mutter Ingrid erfährt sie ...

Das Foto einer Leiche aus den 1970er Jahren erschreckt die Schriftstellerin Eva zutiefst, sieht diese doch ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Von ihrer Mutter Ingrid erfährt sie nach einigen Widerständen, dass ihre Zwillingsschwester Margret auf der Flucht von ihrer Familie getrennt worden ist. Evas Neugier ist erwacht und sie macht sich auf die Suche nach Spuren, die Margret hinterlassen haben muss.

Wir begleiten Eva bei ihren Recherchen und dem Bemühen, Licht in die dunkele Familiengeschichte zu bringen und erleben mit Margret, wie sie verzweifelt versucht, ihre Familie wieder zu finden. Beide Handlungsstränge haben mir sehr gut gefallen, obwohl Eva recht nüchtern und eher emotionslos unterwegs ist. Margrets Geschichte, die sich später Marguerite nennt, hat viele Höhen und Tiefen und es war spannend, ihr Leben nachzuverfolgen.

Die unbekannte Frau, die Ende 1970 in Norwegen verbrannt vorgefunden worden ist, hat es tatsächlich gegeben und Anja Jonuleit hat diesen Fall als Vorlage für ihren Roman genommen und die fiktive Geschichte von Eva damit verbunden. Die Identität der Leiche ist nach wie vor ungeklärt.

Mir hat die spannende Spurensuche gut gefallen.

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Veröffentlicht am 12.07.2021

Lauras persönlichster Fall

Der böse Mann: Thriller
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Catherine Shepherds Thriller beinhalten alles, was mir bei diesem Genre wichtig ist: einen konstant hohen Spannungsbogen, ein sympathisches Ermittlerteam mit interessanten Lösungsansätzen, Perspektivwechsel, ...

Catherine Shepherds Thriller beinhalten alles, was mir bei diesem Genre wichtig ist: einen konstant hohen Spannungsbogen, ein sympathisches Ermittlerteam mit interessanten Lösungsansätzen, Perspektivwechsel, viele Spuren und falsche Fährten, die geschickt in die Irre führen, und zumeist ein überraschendes Ende, das ich so nicht erwartet habe.

Auch dieser Fall fordert Laura und Max wieder eine Menge ab, und es dauert eine Weile bis Laura erkennt, wer hinter dem perfidLauras en Serienmörder steckt. Ihr persönlichster Fall ist für mich bisher der beste dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 09.07.2021

Gelungene Fortsetzung

Der Ruf der Schwalbe
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Das Buch „Der Ruf der Schwalbe“ schließt an „Der Klang der Schwalbe“ an. In diesem Band geht es um die Leidensgeschichte des Niederländers Klaas, einen der vielen Zwangsarbeiter, die im Bauprojekt „Schwalbe ...

Das Buch „Der Ruf der Schwalbe“ schließt an „Der Klang der Schwalbe“ an. In diesem Band geht es um die Leidensgeschichte des Niederländers Klaas, einen der vielen Zwangsarbeiter, die im Bauprojekt „Schwalbe I“ der Nazis in den Steinbrüchen von Hönnetal eingesetzt worden sind

Klaas gelingt das eigentlich Unglaubliche: die Flucht. Über seine Erlebnisse hat er bis zu seinem Lebensende geschwiegen, auch seiner 2. Frau Roosje gegenüber.

Nachdem in der Gegenwart an Klaas gerichtete Briefe von einer Trudi aus Deutschland auftauchen, möchte Roosje mit Unterstützung ihres Sohnes Jo mehr über seine Kriegserlebnisse erfahren und begibt sich auf Spurensuche.

Die Autorin verbindet wieder einfühlsam und gelungen zwei Handlungsstränge: den erschütternden Bericht über die Flucht von Klaas und die emotionale Achterbahnfahrt, in die sich Roosje und Jo begeben. Dazu kommt, dass das Interesse der beiden an der Vergangenheit bei vielen Alteingesessenen nicht auf Gegenliebe stößt.

Ein gelungener 2. Teil mit vielen Informationen über das Projekt „Schwalbe“. Kein leichtes Buch, aber ein wichtiges Stück Zeitgeschichte, das nicht vergessen werden darf.

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Humorvoller Sommer-/Urlaubsroman

Erben wollen sie alle
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Schon die Cover von Tessa Hennig bringen mich immer zum Schmunzeln und machen Lust auf das Buch. Auch dieses Mal war ich auf einen leichten, humorvollen Roman eingestellt.
Die rüstige Mittsiebzigerin Bianca ...

Schon die Cover von Tessa Hennig bringen mich immer zum Schmunzeln und machen Lust auf das Buch. Auch dieses Mal war ich auf einen leichten, humorvollen Roman eingestellt.
Die rüstige Mittsiebzigerin Bianca will die Familienfinca auf Mallorca verkaufen und mit ihrem neuen Partner eine Weltreise antreten. Dieser Plan hebt den Adrenalinspiegel ihrer Kinder, die um "ihr" Erbe bangen und sich nach vielen Jahren wieder einmal auf den Weg in den sonnigen Süden machen.
Es war schon sehr unterhaltsam, das Für und Wider auf beiden Seiten mitzuerleben. Die Wege, die die Kinder dabei genommen haben, waren mitunter recht abenteuerlich. Aber es hat mich schon in Urlaubsstimmung versetzt, mit ihnen über die wunderschöne Insel Mallorca zu fahren. Neben dem "Erbzwist" nimmt auch das Thema Alzheimer einen recht großen Raum ein; und es wird auch noch ein dunkeles Familiengeheimnis gelüftet, das mir persönlich zu dick aufgetragen war. Diese doch recht schweren Themen haben mir die Leichtigkeit eines Sommer-/Urlaubsromans doch etwas gemindert, aber ein unterhaltsamer Roman mit Augenzwinkern ist auch ganz schön.

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Veröffentlicht am 02.07.2021

Gelungene Kombi v. japanischer Kultur, Fotografie u. Liebesgeschichte

Der kleine Teeladen in Tokio
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Ich bin eigentlich kein Fan von Roman-Reihen, aber bei der "Romantic-Escape"- Reihe von Julie Caplin mache ich doch eine Ausnahme. Schon die Cover machen gute Laune und entfachen Leselust auf die Orte, ...

Ich bin eigentlich kein Fan von Roman-Reihen, aber bei der "Romantic-Escape"- Reihe von Julie Caplin mache ich doch eine Ausnahme. Schon die Cover machen gute Laune und entfachen Leselust auf die Orte, die es im Roman zu entdecken gilt.
Mir gefällt der Schreibstil, denn er lässt sich sehr flüssig lesen und – einmal begonnen – ist es recht schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen.
Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte von Fiona und Gabe, die einige Unwegsamkeiten zu umschiffen haben, bevor sie sich dem Happy End nähern. Obwohl das gute Ende vor vornherein klar ist, stört mich das Wissen darum nicht, denn die Geschichten sind trotzdem überraschend und dabei nicht kitschig.
Fast noch besser gefallen hat mir die japanische Gastfamilie, allen voran Haruka, und der Einblick in die japanische Kultur, Lebensweise und Tradition, vor allem die Teezeremonie.
Fiona in und durch Tokio zu begleiten – und dabei auch noch ein paar Einblicke in die Kunst des Fotografierens mitzunehmen – hat mir sehr gefallen.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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