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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2018

Schönes Thema,das mich leider nicht mitreißen konnte

Der Sommer der Wünsche
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Dies war mein erstes Buch von Debbie Macomber und damit auch der Blossom-Street-Reihe. Es lässt sich zwar auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber ab und zu hätte ich mir doch einige Informationen aus der ...

Dies war mein erstes Buch von Debbie Macomber und damit auch der Blossom-Street-Reihe. Es lässt sich zwar auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber ab und zu hätte ich mir doch einige Informationen aus der Vergangenheit gewünscht.
Lydia bietet in ihrem Wollladen einen Strickkurs zum Thema „Stricken, um loszulassen“ an. Es findet sich eine kleine Runde von Personen, die schon in den Vorbänden mitgewirkt haben (und hier habe ich Vorkenntnisse vermisst), sowie einige Neuzugänge. Jede/r TeilnehmerIn hat dabei eine andere persönliche Baustelle zu bearbeiten, mit der er/sie abschließen möchte. Dass dabei auch ein Mann teilnimmt, hat mir gut gefallen. Es gibt in diesem Roman nicht nur einen Handlungsstrang sondern jede/r Strickbegeisterte hat seinen höchstpersönlichen, der sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht. Die personenbezogenen Kapitel haben es noch erleichtert, der jeweiligen Geschichte besser folgen zu können.
Lydia und ihre Strickfans sind durchweg sympathische und authentische Charaktere und ich hätte selbst auch gerne mitgestrickt, denn die Atmosphäre war irgendwie urgemütlich und heimelig. Der sommerlich leichte Roman hat einen angenehmen Schreibstil und ließ sich flüssig lesen.
Trotzdem hat mir die ganze Zeit über etwas gefehlt – die Geschichte hat mich nicht wirklich mitreißen können, und die letzten 2 Abschnitte waren mir dann doch zu viel „Friede, Freude, Eierkuchen“ auf zu engem Raum.
Von mir gibt es daher „nur“ 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.07.2018

Himmlische Mordsgaudi

Himmelfahrtskommando. Ein Mordsacker-Krimi
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Dieses Buch ist mein erster Mordsacker-Krimi, so dass mir die Vorgeschichte fehlt, was beim Lesen aber nicht störend war.
Klara Himmel hat die zwangsverordnete Landidylle gründlich satt – besteht ihr Tag ...

Dieses Buch ist mein erster Mordsacker-Krimi, so dass mir die Vorgeschichte fehlt, was beim Lesen aber nicht störend war.
Klara Himmel hat die zwangsverordnete Landidylle gründlich satt – besteht ihr Tag doch gerade nur noch aus dem Verarbeiten der Ernteerträge, die ihr Mann Paul körbeweise anschleppt. Sie sehnt sich nach Großstadtmief und Kultur oder eine andere willkommene Abwechslung. Die wittert Klara sogleich, als eine ältere Dame tot am Kaffetisch aufgefunden wird – angeblich hat sie Selbstmord begangen.
Klaras nur oberflächlich verschütteter detektivischer Spürsinn erwacht zum Leben und weckt wieder ungeahnte Energien in ihr. Es beginnt eine amüsante, fantasievolle und höchst unterhaltsame Spurensuche. Klara hat das Talent, sich immer wieder in unmögliche Situationen zu bringen, mitunter auch am Rande der Legalitat, die aber immer herrlich komisch sind.
Die Protagonistin war mir von Anfang an sympathisch. Insbesondere die Dialoge mit ihrem Ehemann Paul haben mich öfter zum Schmunzeln gebracht, kamen sie mir in Teilen doch irgendwie bekannt vor. Auch alle anderen Charaktere sind liebenswert und authentisch beschrieben, so dass ich mir die Handlung auch sehr gut bildlich vorstellen konnte. Bei mehreren Verdächtigen war lange nicht klar, wer als TäterIn in Frage kommt, so dass die Spannung sich auch bis fast zum Schluss halten konnte.

Wer blutige Krimis bevorzugt und sich nicht mit dem Ergebnis des Sauerkirschmassakers zufrieden geben möchte, der sollte die Finger von diesem Buch lassen.
Für Freunde und Freundinnen unblutiger Krimis voller Humor und Situationskomik ist es auf jeden Fall die richtige Wahl. Von mir gibt es natürlich eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Märchenhafter Zauber im Alltag

Der Sommer der Pinguine
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Das Glück liegt meist in den kleinen Dingen“. Diesen vorletzten Satz dieser warmherzigen Geschichte möchte ich gleich an den Anfang stellen, denn diese Aussage trifft auch auf das Buch zu.

Die Lehrerin ...

Das Glück liegt meist in den kleinen Dingen“. Diesen vorletzten Satz dieser warmherzigen Geschichte möchte ich gleich an den Anfang stellen, denn diese Aussage trifft auch auf das Buch zu.

Die Lehrerin Annetta Robington landet durch Zufall in einer kleinen einladenden Buchhandlung in London, wo ihr etwas schier Unglaubliches widerfährt. Ihr bisher recht geruhsam zwischen Schule, Bibliothek und Kirchenchor verlaufendes Leben wird ordentlich durchgerüttelt und so ganz nebenbei entdeckt sie etwas lang Verlorenes wieder.

Die Protagonistin Annetta war mir von Anfang an sympathisch Mit ihrer Art, Dinge wahrzunehmen, hat sie mich begeistert, vor allem in der Buchhandlung. Den Duft von Papier und Druckerschwärze inhalierend und dann vor einem Bücherstapel sitzend ganz in ein Buch einzutauchen und darüber Zeit und Raum zu vergessen, beneidenswert. Sie auf ihrer „Mission“ zu begleiten hat mich bestens unterhalten, zumal ich dabei auch Seiten an ihr kennenlernen durfte, die ich so nicht erwartet hatte.

Neben diesem Handlungsstrang tauchen immer wieder kleinere Abhandlungen zum Thema „Der Mensch aus Sicht der Pinguine“ auf, die amüsant waren, aber auch zum Nachdenken angeregt haben. Auch wenn ich mir an manchen Stellen nicht sicher war, ob es sich nun um Mensch oder Pinguin gehandelt hat und mir am Ende doch noch das „Und wenn sie nicht gestorben sind…“ gefehlt hat habe ich diese märchenhafte Geschichte von Thomas Montasser mit viel Freude gelesen. Man muss sich allerdings auf die Geschichte einlassen können, sonst geht ihr etwas vom märchenhaften Zauber verloren. Und das wäre sehr schade.

Aufgewertet wird dieses kleine, feine Buch noch durch die wunderschönen schwarz-weiß- Zeichnungen von Isabel Pin.

Für alle, die Märchen mögen oder sich ihren Alltag mit etwas märchenhaftem Zauber versüßen wollen.

Veröffentlicht am 16.06.2018

Die Geschichte einer großen Liebe

Grün ist die Liebe
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„Grün ist die Liebe“ war mein erstes Buch von Marlies Ferber. Im Mittelpunkt steht Elisabeth, verheiratete Mittvierzigerin, deren Tage nach dem Auszug ihrer Kinder und einem Ehemann, der ständig auf Dienstreise ...

„Grün ist die Liebe“ war mein erstes Buch von Marlies Ferber. Im Mittelpunkt steht Elisabeth, verheiratete Mittvierzigerin, deren Tage nach dem Auszug ihrer Kinder und einem Ehemann, der ständig auf Dienstreise ist, zu viele Stunden haben. Daher arbeitet sie ehrenamtlich als „grüne Dame“ in einem Krankenhaus und bietet Patienten und Angehörigen das an, was sie reichlich hat: ihre Zeit. Dort trifft sie auf Herrn Grün, dessen Frau Lenya im Sterben liegt und der kurz nach ihrem Tod selbst als Patient aufgenommen wird. Die beiden nähern sich an und Herr Grün erzählt Elisabeth täglich ein Stück der Geschichte seiner großen Liebe. Elisabeth ist fasziniert von seiner Erzählung und vergleicht sie mit ihrem Leben, mit ihrer Liebe zu ihrem Ehemann Robert. Sehr schnell muss sie ernüchtert feststellen, wie wenig im Lauf der Jahre doch von Leidenschaft und Romantik übrig geblieben ist und wie unglücklich sie doch mit dem Ist-Zustand ist.
Sie beschließt, neuen Schwung in ihre Ehe zu bringen und das „dank“ der Mithilfe ihrer Freundin Tessa teils mit aberwitzigen Hilfsmitteln.

Der Schreibstil ist leicht und humorvoll und die Kapitel lassen sich flüssig lesen. Die gegenwärtige Handlung verbindet sich mit den Erzählungen aus der Vergangenheit zu einem harmonischen Ganzen. Marlies Ferber hat auch ein Händchen für Situationskomik. Es gibt immer wieder sehr lustig beschriebene Szenen, die bestens unterhalten. Gerade diese Mischung aus wohl dosiertem Humor, Romantik und ernstem Hintergrund hat mir sehr gut gefallen. Im Laufe der Handlung hat Marlies Ferber es auch geschafft, durch die eine oder andere Bemerkung falsche Fährten zu legen. Vieles entwickelt sich so anders, als ich es erwartet hatte und mit dem für mich völlig unerwarteten Ende hat sie mich doch überrascht. Auf jeden Fall regt das Buch zum Nachdenken an. Vor allem darüber, dass gar nichts selbstverständlich ist, auch nicht die große Liebe und selbst diese nicht nur aus Höhen sondern auch aus Tiefen besteht, die man aber gemeinsam meistern kann.
Dies ist ein Buch für Romantiker, für alle, die an die eine große Liebe glauben, ein Buch für Herz und Seele.

Veröffentlicht am 14.06.2018

Die Kraft der Freundschaft

Du und ich und das Meer
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1954 lernen sich Dottie und Mary, beide 8 Jahre alt, in Brighton kennen und beschließen, von nun an Freundinnen auf immer und ewig zu sein. Dottie, ein eher scheues und zurückhaltendes Mädchen, die aufgrund ...

1954 lernen sich Dottie und Mary, beide 8 Jahre alt, in Brighton kennen und beschließen, von nun an Freundinnen auf immer und ewig zu sein. Dottie, ein eher scheues und zurückhaltendes Mädchen, die aufgrund ihrer Figur immer gehänselt wird, und Mary, eine kleines und zierliches Persönchen, da aber bereits jetzt schon ganz genaue Vorstellungen vom Leben hat und sich nichts gefallen lässt. Zwei so grundverschiedene Freundinnen, die vielleicht genau deswegen so gut zueinander passen und sich ergänzen.
Über den Zeitraum von 11 Jahren begleiten wir die beiden Freundinnen. Durch ihre Schul- und Jugendzeit erleben wir ihre Entwicklung und erfahren dabei neben ihrem familiären Umfeld auch ihre Hoffnungen und Träume und sind sogar bei der ersten großen Liebe mit dabei.
Dottie erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht in der Ich-Form; Marys Eindrücke stehen am Ende jedes Kapitels in Form von Tagebucheintragungen. Diese Art der Darstellung hat mir sehr gut gefallen, da dadurch beide „zu Wort“ kommen und ihre eigenen Wahrnehmungen wiedergeben können. Der Schreibstil ist leicht und der Roman lässt sich flüssig lesen. Während der ersten Abschnitte plätschert die Handlung eher so dahin, es gibt immer wieder kleine Höhen und Tiefen, eben die alltäglichen Probleme in Beruf und Familie. Spannend wird es erst, als sich beide verlieben und es zu einem Vertrauensbruch kommt. Doch nicht nur dadurch wird die Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.
„Wir waren uns beide genug“ – dieser Satz von Dottie beschreibt sehr zutreffend diese ganz besondere Freundschaft zwischen ihr und Mary und es wird sich zeigen, wie krisenfest sie ist.
Es ist ein leiser Roman über Freundschaft und Liebe, der berührt und aufwühlt, in dem aber auch der Humor nicht zu kurz kommt, eine Geschichte, die inne halten lässt und zum Nachdenken anregt. Und es ist die Entwicklung von einem zurückhaltenden Mädchen zu einer jungen Frau mit dem Herz am rechten Fleck, die an einem Vertrauensbruch nicht zerbricht sondern daran wächst.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und 5 Sterne