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Veröffentlicht am 12.02.2023

spannende Unterhaltung

Ostfriesengier
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Der 17. Teil der beliebten „Ostfriesen…“-Reihe beginnt mit einem lauten WUMMS, als während der Amtseinführung der neuen Polizeidirektorin Elisabeth Schwarz auf dem Behördenparkplatz das KfZ eines BKA-Beamten ...

Der 17. Teil der beliebten „Ostfriesen…“-Reihe beginnt mit einem lauten WUMMS, als während der Amtseinführung der neuen Polizeidirektorin Elisabeth Schwarz auf dem Behördenparkplatz das KfZ eines BKA-Beamten in die Luft fliegt. Ann-Kathrin Klaasen würde sich am liebsten sofort in die Ermittlungen stürzen, wird aber von ihrer Chefin ausgebremst, die zuerst mit jedem ihrer Teammitglieder eine Partie Schach spielen möchte. Aber es bleibt nicht lange nur bei einem Sachschaden. Zufall oder ein Angriff gegen die Polizei?
Parallel dazu verschwindet eine Frau mit ihrer Tochter. Das Auricher Team ist mehr als gefordert, denn beide Fälle entwickeln eine ungeahnte Dynamik und zu allem Übel scheint es in den eigenen Reihen einen Maulwurf zu geben.
Dieses Mal gehen Ann-Kathrin Klaasen und Frank Weller getrennte Wege, und daher rückt zur Abwechslung auch einmal Marion Wolters an Anns Seite. Auch Rupert hat wieder seine üblichen Macho-Auftritte und tritt gekonnt in jedes Fettnäpfchen, das sich ihm nähert. Aber er erweist sich trotzdem als verlässlicher Kollege, auf den man in jeder Situation zählen kann.
Ich mag diese Reihe von Klaus-Peter Wolf und auch dieser Band hat mich wieder gut unterhalten. Es ist immer wieder schön, auf „alte Bekannte“ zu treffen, diese bei ihren Ermittlungen zu begleiten, mitzufiebern oder sich den Kopf zu zerbrechen, wer denn nun als Verdächtige/r in Frage kommt.
„Ostfriesengier“ hat mir spannende Lesestunden beschert und ich bin sicher, dass noch viele Bände folgen werden.

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Veröffentlicht am 02.01.2023

Interessantes Ermittlergespann

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 1)
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Die junge Krankenschwester Anna Zech bekommt eine Stelle als Assistentin in der Gerichtsmedizin in München. Am Tag ihrer Einstellung hat sie gleich mit der Leiche einer einstmals bekannten Schauspielerin ...

Die junge Krankenschwester Anna Zech bekommt eine Stelle als Assistentin in der Gerichtsmedizin in München. Am Tag ihrer Einstellung hat sie gleich mit der Leiche einer einstmals bekannten Schauspielerin zu tun. Mord oder Selbstmord, diese Frage gilt es aufzuklären und Anna zerbricht sich darüber den Kopf. Die sympathische Protagonistin hat zwar das Herz auf dem rechten Fleck, ist aber Fremden gegenüber zu auskunftsfreudig. Das sehr zur Freude des Sensationsreporters „Fritz von Nachtwey“, dem es gelingt, ihr einige Details zu entlocken. Aber Anna kommt seinem wahren Namen schnell auf die Sprünge…
Der historische Krimi lässt sich flüssig lesen und vermittelt einen wunderbaren Einblick in die damaligen gesellschaftlichen Schichten und die politische Lage. Sehr viel Raum wird dabei auch auf das Kennenlernen von Anna und Fritz und die sich daraus entwickelnde Freundschaft verwendet. Die sogenannten Ermittlungen geraten dabei leider ins Hintertreffen und werden über einen längeren Abschnitt eher stiefmütterlich behandelt. Schade, denn darunter leidet auch die Spannung. Ich bin bei dem Titel mit dem Zusatz „Gerichtsmedizin“ auch davon ausgegangen, dass sich dort viel mehr abspielt.
Trotz der kleinen Kritikpunkte hat mich der Roman gut unterhalten und neugierig gemacht, ob und wie es mit den beiden wohl weitergehen wird. Ich bin gespannt auf Band 2.

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Veröffentlicht am 27.11.2022

Bergbau im Erzgebirge

Die Sehnsucht nach Licht
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In Kati Naumanns dritten Roman „Sehnsucht nach Licht“ begleiten wir die eng mit dem Bergbau im Erzgebirge verbundene Familie Steiner über mehrere Generationen vom Beginn des 20 Jahrhunderts bis in die ...

In Kati Naumanns dritten Roman „Sehnsucht nach Licht“ begleiten wir die eng mit dem Bergbau im Erzgebirge verbundene Familie Steiner über mehrere Generationen vom Beginn des 20 Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Ein Familienstammbaum befindet sich zu Beginn des Buches.
Die Autorin versteht es wieder von Beginn an eine ganz spezielle Atmosphäre zu schaffen, die mich sofort gefangen genommen hat. Man merkt Kati Naumann an, wieviel Herzblut sie in die Recherche gesteckt hat, denn sie beschreibt sehr anschaulich und nachvollziehbar das Leben in einem Bergbaugebiet, den Alltag der Bergarbeiterfamilien und vor allem die alten Geschichten und Traditionen. Das Ganze verknüpft sie geschickt mit den geschichtlichen Ereignissen und den politischen Veränderungen, die im Laufe der Zeit passiert sind. Und so entsteht nicht nur eine hochinteressante Familiengeschichte mit all ihren emotionalen Höhen und Tiefen sondern auch die Geschichte eines einstmals berühmten Heilbads, das irgendwann im Nichts verschwindet.
Am Ende des Buches befindet sich noch eine Zeittafel zum Bergbau im Schlematal sowie eine Karte.
Kati Naumann ist es wieder gelungen, ein Stück Zeitgeschichte in einen sehr berührenden und auch spannenden Roman zu verarbeiten, der mich trotz einiger „schwererer“ Themen gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 17.11.2022

Charmante Dilettanten

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1)
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Das Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr hat in seiner neuen Reihe den Handlungs-ort aus dem beschaulichen Allgäu nach Südfrankreich verlegt und zwar an die Côte d’Azur. Im Dunstkreis der Schönen ...

Das Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr hat in seiner neuen Reihe den Handlungs-ort aus dem beschaulichen Allgäu nach Südfrankreich verlegt und zwar an die Côte d’Azur. Im Dunstkreis der Schönen und Reichen schlägt sich ihr schlitzohriger, aber ständig abgebrannter Protagonist Guillaume Lipaire als Hausmeister von Ferienwohnungen, die er nebenbei schwarz vermietet, durchs Leben. Der Fund einer Leiche auf dem Anwesen einer Adelsfamilie ist der Beginn einer aufregenden und chaotischen Handlung, denn der Ganove vermutet, dass ein Familiengeheimnis sich zu Geld machen lässt.
Da Lipaire selbst die Arbeit nicht erfunden hat, aktiviert er die unterschiedlichsten Helferlein und hat so in kürzester Zeit eine bunt gemischte Gruppe der besonderen Art um sich geschart, die alle ein Stück vom Kuchen abhaben wollen.
Durch den leichten Schreibstil fliegt man nur so durch die Seiten. Der Handlungsort allein versetzt schon in Urlaubsstimmung und die Beschreibung der Landschaft tut ihr übriges. „Die Unverbesserlichen“ bei ihren teils schrägen, teils herrlich komischen Schachzügen zu begleiten war höchst amüsant und hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Bei dem offenen Ende hoffe ich auf eine Fortsetzung der charmanten Dilettanten.

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Veröffentlicht am 17.11.2022

Zeitgeschichte, die unter die Haut geht

Feldpost
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Die Autorin Mechtild Borrmann konnte mich schon mit einigen ihrer Romane nachhaltig beeindrucken und das ist ihr auch mit "Feldpost" wieder vollauf gelungen. Das sepiafarbige Cover passt sehr gut zum Thema.
Die ...

Die Autorin Mechtild Borrmann konnte mich schon mit einigen ihrer Romane nachhaltig beeindrucken und das ist ihr auch mit "Feldpost" wieder vollauf gelungen. Das sepiafarbige Cover passt sehr gut zum Thema.
Die Anwältin Cara erhält eher zufällig ein Bündel Feldpostbriefe aus dem 2. Weltkrieg und möchte sie gerne an die Empfängerin oder deren Familie zurückgeben. Noch ahnt sie nicht, welche dunklen Geheimnisse durch ihre Suche ans Tageslicht kommen werden.
Der Roman ist in zwei Handlungsstränge, einen gegenwärtigen sowie einen vergangenen, gegliedert. Vor allem letzterer hat mich von Beginn an fasziniert, gepackt und berührt, je mehr aus dem Leben der Protagonisten offengelegt worden ist.
Mechtild Borrmanns Schreibstil lässt sich angenehm lesen. Sie verbindet die geschichtlichen Ereignisse mit dieser Familiengeschichte, die auf realen Begebenheiten beruhen soll, zu einer sehr emotionalen, aber auch spannenden Handlung. Das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, war sehr schwer.
Die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben und ihr zeitgemäßes Handeln lässt sich nachvollziehen.
Eine ganz besondere und berührende Liebesgeschichte in einer dunklen Zeit, die ich gerne weiterempfehle.

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