Profilbild von Kelo24

Kelo24

Lesejury Star
offline

Kelo24 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kelo24 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2022

Spagat zwischen Berufung und Familie

Ulla und die Wege der Liebe
0

Endlich geht es weiter mit der Künstlerfamilie Dehmel in den nicht immer nur goldenen 20er Jahren. Im 3. Band „Ulla und die Wege der Liebe“ steht Heinrich Dehmels Freundin und spätere Ehefrau Ursula, genannt ...

Endlich geht es weiter mit der Künstlerfamilie Dehmel in den nicht immer nur goldenen 20er Jahren. Im 3. Band „Ulla und die Wege der Liebe“ steht Heinrich Dehmels Freundin und spätere Ehefrau Ursula, genannt Ulla, im Mittelpunkt. Wie auch schon in den Vorbänden hat es nicht lange gedauert, und ich war wieder mitten drin im Geschehen. Mich überzeugt nicht nur Ulrike Renks flüssiger Schreibstil sondern auch die Tatsache, dass ihre Charaktere sehr authentisch geschildert sind und sie es versteht, die damalige Atmosphäre so detailgetreu zu schildern, dass man beim Lesen das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein. Auch wenn seitdem schon 100 Jahre vergangen sind.

Es war wieder sehr unterhaltsam, Ulla und die Familie Dehmel ein Stück des Lebensweges zu begleiten, der seine Höhen aber auch Tiefen hatte. Trotz ihrer Liebesheirat mit Heinrich macht sie sich Sorgen, ob eine gemeinsame Zukunft, in der beide in Träume und Wünsche verwirklichen können, überhaupt möglich sein wird. Diese Gedankengänge, wie auch Gespräche mit Vera oder Diskussionen über aktuelle politische Themen, habe ich sehr genossen.

Wer die beiden Vorgängerbände dieser unterhaltsamen Reihe noch nicht kennt, sollte das schnellstens ändern. Es lohnt sich, die Dehmels kennenzulernen und in die Vergangenheit einzutauchen. Ich freue mich jetzt schon auf den 4. Band, in dem Fine, die Tochter von Heinrich und Ulla, im Mittelpunkt stehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2022

Spurensuche in der Vergangenheit

Elbpakt
0

„Elbpakt“ ist bereits der 7. Band der Reihe um den sympathischen Kommissar Philip Goldberg der Autorin Nicole Wollschlaeger, aber für mich als Neueinsteigerin in die ELB-Krimis war es der erste. Auch ohne ...

„Elbpakt“ ist bereits der 7. Band der Reihe um den sympathischen Kommissar Philip Goldberg der Autorin Nicole Wollschlaeger, aber für mich als Neueinsteigerin in die ELB-Krimis war es der erste. Auch ohne Vorkenntnisse habe ich mich schnell in die Handlung einfinden können und unter den Haupt- und Nebencharakteren sehr wohl gefühlt.
Ein Einbruch, der dann doch keiner war, rätselhafte Grabkreuze mit gruseligen Beigaben und eine verschwundene alte Dame – dieser Fall ist sehr mysteriös und fordert den Ermittlern einiges an Kombinationsgabe und analytischen Fähigkeiten ab und lässt sie tief in der Vergangenheit graben.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut; es ist genau die richtige Mischung aus Spannung und Humor, trotz des ernsten Hintergrundthemas. Die Herren Kommissare sind nicht nur sympathisch, sondern herrlich normal, und man lernt sie nicht nur im dienstlichen Bereich sondern auch von der privaten Seite kennen. Und die war überaus unterhaltsam und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht.
Mir hat der Krimi gut gefallen und ich werde sicherlich noch weitere Bände der ELB-Reihe lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2022

Ein Buch wie eine Umarmung

Das Glück auf der letzten Seite
0

Nach Jahrzehnten findet Anne-Lise ein nie veröffentlichtes Manuskript und macht sich nicht nur auf die Suche nach dem Autor Sylvestre sondern auch auf den Weg, den dieser Roman in der ganzen Zeit zurückgelegt ...

Nach Jahrzehnten findet Anne-Lise ein nie veröffentlichtes Manuskript und macht sich nicht nur auf die Suche nach dem Autor Sylvestre sondern auch auf den Weg, den dieser Roman in der ganzen Zeit zurückgelegt hat. Dabei ist sie äußerst erfolgreich und erfährt so ganz nebenbei, bei wie vielen Personen diese Geschichte für Veränderungen in deren Leben gesorgt hat.

„Das Glück auf der letzten Seite“ ist ein Roman in Briefform. Die Autorin Cathy Bonidan hat hier ein ganz besonderes Buch geschrieben, das mich sofort gefesselt hat. Viele kleine persönliche Geschichten um das verloren gegangene Manuskript fügen sich gut in die Haupthandlung ein. Die Kapitel, besser gesagt die Briefe, haben eine angenehme Länge und sind durch die unterschiedlichen Verfasser*innen sehr abwechslungsreich. Und es geht immer noch ein Brief… Der Briefwechsel an sich ist spannend, sehr unterhaltsam, äußerst amüsant, humorvoll und ab und an auch wird auch mit deutlichen Worten nicht gespart, wird dabei aber nie langweilig. Ich hätte noch eine ganze Weile weiterlesen können.

Die Charaktere sind liebenswerte Personen, die ich mir auch im realen Leben vorstellen kann.

Bis zum Glück auf der letzten Seite habe ich nicht warten müssen, denn mein persönliches Leseglück hat sich bei diesem erfrischend anderen Roman bereits nach den ersten Seiten eingestellt. Dieses Buch ist wie eine Umarmung und hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2022

Lisa Fittko, eine beeindruckende Frau im Widerstand

Die Wagemutige
0

„Die Wagemutige“, diese Bezeichnung trägt die Protagonistin Lisa Fittko zu Recht. In ihrer Romanbiographie gibt die Autorin Caroline Bernard Einblicke in das bewegte Leben dieser starken, jungen Frau, ...

„Die Wagemutige“, diese Bezeichnung trägt die Protagonistin Lisa Fittko zu Recht. In ihrer Romanbiographie gibt die Autorin Caroline Bernard Einblicke in das bewegte Leben dieser starken, jungen Frau, die kein Risiko gescheut hat, um sich im Widerstand zu engagieren oder das Leben anderer zu retten. Angefangen mit geheimen Botengängen, Verteilen von Flugblättern bis hin zur Fluchthilfe – Lisa Fittko hat sowohl in Deutschland als auch auf ihrer eigenen Flucht zuerst nach Paris und danach nach Südfrankreich jede Chance genutzt, um in der Illegalität weiter gegen die Nazis zu kämpfen.
Die Autorin schreibt sehr lebendig und man fiebert mit Lisa mit, vor allem bei den Fluchthilfe-aktionen. Die Protagonistin ist sehr authentisch beschrieben, so dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Fiktion und Realität sind zu einer spannenden und mitreißenden Handlung verwoben worden.
Caroline Bernard hat mit diesem Buch wieder ein wichtiges Thema zu Papier gebracht, über das nie genug geschrieben werden kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2022

Gelungener Abschluss der Müggelsee-Saga

Die Freundinnen vom Strandbad (Die Müggelsee-Saga 1)
0

Zum Glück ist der 2. Teil der Freundinnen vom Strandbad recht zeitnah erschienen, so dass ich gleich meine Neugier stillen konnte, wie es Clara nach ihrer Flucht nach Westberlin dort ergangen ist. Auch ...

Zum Glück ist der 2. Teil der Freundinnen vom Strandbad recht zeitnah erschienen, so dass ich gleich meine Neugier stillen konnte, wie es Clara nach ihrer Flucht nach Westberlin dort ergangen ist. Auch bei Martha und Betty geht das Leben weiter, aber werden die drei jungen Frauen auch ihre Freundschaft erhalten können?
Auch in diesem Band sind die Seiten wieder nur so dahingeflogen. Die Kapitel wechseln wieder zwischen den drei Freundinnen. Es gibt einen realistischen Einblick in das Leben in der jungen DDR und den damaligen politischen Veränderungen mit Mangelversorgung und Bespitzelungen. Betty, Martha und Clara sind drei sehr sympathische junge Frauen, die alle ganz unterschiedliche Ziele und Wünsche vor ihrem Leben haben und für ihre Träume leben.
Dass große Happy-End zum Ende des Buches (und damit ist nicht der Mauerfall gemeint) war mir allerdings doch ein bisschen zu viel Zuckerguss auf der Torte.
Insgesamt ein unterhaltsamer, zeitgeschichtlicher Roman, den ich gerne weiter empfehle.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere