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Veröffentlicht am 25.05.2020

Wunderbarer Roman, der mitten ins Herz trifft

Layla
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Die aufgeweckte Mischlingshündin Phoebe, die man bereits in "Phoebe - Eine Straßenhündin checkt ein" kennenlernen durfte, hat bei Autor Uwe Krauser und seinem Partner ein liebevolles Zuhause gefunden. ...

Die aufgeweckte Mischlingshündin Phoebe, die man bereits in "Phoebe - Eine Straßenhündin checkt ein" kennenlernen durfte, hat bei Autor Uwe Krauser und seinem Partner ein liebevolles Zuhause gefunden. Sie hat nicht nur gelernt, ihre Menschen um den kleinen Finger zu wickeln, sondern nimmt auch ihre Arbeit als Hotelhund ernst. Mittlerweile hat Phoebe dabei Unterstützung von Layla bekommen. Layla hat viele schreckliche Dinge erlebt, bevor sie ebenfalls bei Uwe Krauser und seinem Partner landete. Deshalb fällt es ihr schwer, Vertrauen zu fassen und die Liebe, die ihre neue Familie ihr entgegenbringt, anzunehmen. Obwohl Phoebe kleiner als Layla ist, übernimmt sie sofort die Rolle der großen Schwester und setzt alles daran, damit für Layla das Leben endlich lebenswert wird.

Wie auch schon im Vorgängerband, erzählt Phoebe Laylas Geschichte selbst. Phoebes Sicht auf die Dinge ist einzigartig. Sie schlägt einen lockeren und humorvollen Ton an, der dafür sorgt, dass man vom ersten Moment an im Geschehen ist und sich ganz auf die Erlebnisse einlassen kann. Es ist fast so, als ob man selber dabei wäre.

Phoebes tierische und menschliche Freunde spielen wieder eine große Rolle. Man darf sich also auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus dem ersten Band freuen, aber auch neue Charaktere kennenlernen. Mops Hector, der ungekrönte König der Menschenerziehung, ist ebenfalls wieder mit von der Partie und lässt auch Layla gern an seinem Wissen, welche Blicke und Handlungen nötig sind, um möglichst viele Leckereien abzustauben, teilhaben. Auch wenn Layla zunächst eher zögerlich auf seine Hilfsangebote eingeht. Es gibt in diesem Buch wieder einige Szenen, bei denen man unverhofft schmunzeln oder sogar herzhaft lachen muss. Doch Phoebe hat auch von Erlebnissen zu berichten, die traurig sind. Das macht sie auf einfühlsame Art und Weise, sodass einem das Herz beim Lesen aufgeht. Phoebe setzt sich sehr für ihre Schwester Layla ein und wenn ein anderer Hund versucht, Laylas Zurückhaltung für eigene Zwecke auszunutzen, dann wächst die kleine Phoebe über sich hinaus. Die Seiten fliegen nur so dahin, sodass man viel zu schnell am Ende angekommen ist und sich dann gar nicht mehr von den beiden sympathischen Hundedamen trennen mag.

Ich habe mit diesem Buch wunderbare Lesestunden verbracht, denn ich konnte mich ganz auf Phoebes Erzählung einlassen. Ich musste dabei unverhofft schmunzeln und habe stellenweise lauthals gelacht. Doch Phoebes einfühlsame Art, Laylas Geschichte zu erzählen, hat mir manchmal auch ein paar Tränchen entlockt. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb die volle Punktzahl und empfehle diesen Roman sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Gelungener Auftakt

Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1)
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Austin Bailey ist Coach an der Highschool in seinem Heimatort. Als er in einer Bar eine attraktive Frau kennenlernt, landen die beiden nach kurzer Zeit auf der Rückbank seines Jeeps. Nie hätte er damit ...

Austin Bailey ist Coach an der Highschool in seinem Heimatort. Als er in einer Bar eine attraktive Frau kennenlernt, landen die beiden nach kurzer Zeit auf der Rückbank seines Jeeps. Nie hätte er damit gerechnet, die Frau schnell wiederzusehen. Doch als am Montagmorgen in der Highschool die neue Rektorin ihre Stelle antritt, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen. Denn es handelt sich tatsächlich um die attraktive Frau, der er auf seiner Rückbank näherkommen durfte. Das alleine ist schon ungewöhnlich genug, doch in einer Kleinstadt bleibt nichts verborgen und deshalb kommt es noch schlimmer: Denn auf dem örtlichen Klatsch-Blog, von dem niemand genau weiß, wer ihn führt, tauchen Bilder von den beschlagenen Scheiben des Jeeps und wilde Vermutungen auf....

"Lessons from a One-Night-Stand" ist der Auftakt zu einer Reihe um die Geschwister der Bailey-Familie. Im Zentrum des Geschehens stehen in diesem Band die attraktive Rektorin Holly Radcliffe und Austin Bailey, Coach an der örtlichen Highschool und ältester Sohn der Baileys. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, abwechselnd aus der Sicht von Holly und Austin, geschildert. Da die Wechsel immer mit dem Namen des Protagonisten, in dessen Haut man quasi gerade steckt, gekennzeichnet sind, fällt es leicht, den Überblick zu behalten.

Die beiden Hauptprotagonisten sind sehr sympathisch. Durch die verwendete Ich-Perspektive kann man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben und erfährt außerdem, wie sie aufeinander wirken. Der Schreibstil ist wunderbar leicht und locker. Man fühlt sich direkt angesprochen und da die beiden auch mal über sich selber lachen können, geht es nicht nur gefühlvoll, sondern auch sehr humorvoll zu. Da sämtliche Charaktere äußerst lebendig wirken und die Story zwar etwas vorhersehbar, aber dennoch durchgehend interessant ist, kann man sich ganz auf das Geschehen einlassen und in die Handlung eintauchen. Dabei kann man nicht nur herrliche Dialoge genießen, sondern einfach mal die Seele baumeln lassen.

Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe, der die Lust darauf weckt, sofort den nächsten Band zu lesen.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Nicht so fesselnd wie der Auftakt

Children of Virtue and Vengeance
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Die Magie ist nach Orïsha zurückgekehrt. Doch dabei wurden nicht nur die verschütteten Fähigkeiten von Zélies und Amaris Anhängern geweckt, sondern auch die ihrer Gegner. Dadurch sind die Anhänger der ...

Die Magie ist nach Orïsha zurückgekehrt. Doch dabei wurden nicht nur die verschütteten Fähigkeiten von Zélies und Amaris Anhängern geweckt, sondern auch die ihrer Gegner. Dadurch sind die Anhänger der Monarchie stärker denn je. Sie setzen ihre gewonnenen Kräfte gnadenlos ein. Ein erbitterter Krieg beginnt.

"Children of Virtue and Vengeance - Flammende Schatten" ist nach "Children of Blood and Bone - Goldener Zorn", der zweite Band, der in die magische Welt von Orïsha führt. Zum besseren Verständnis der komplexen Handlung, empfiehlt sich die Einhaltung der Reihenfolge, denn sonst könnte es schwierig werden, dem Ganzen zu folgen.

Auch in diesem Folgeband wird die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Da die Ich-Form verwendet wird, schlüpft man abwechselnd in die Rolle von Zélie, Amari und Inan. Da die Wechsel der Perspektiven immer mit dem Namen des Protagonisten versehen sind, in dessen Haut man quasi gerade steckt, ist es leicht die Übersicht zu behalten. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten und kann außerdem beobachten, wie sie aufeinander wirken und miteinander agieren.

Der erneute Einstieg in die Reihe verläuft zunächst etwas mühsam, denn man braucht einen Moment, um sich wieder an die besonderen Gepflogenheiten der fremden Welt zu gewöhnen und sich an die Ereignisse aus dem Auftaktband zu erinnern. Die exotischen Namen der Protagonisten, die zugegebenermaßen gut zur Handlung passen, erschweren den Einstieg zusätzlich. Außerdem ist es nicht immer ganz einfach, die unterschiedlichen Clans und die Besonderheiten ihrer Magie richtig zuzuordnen. Doch wenn man konzentriert liest, dann geben sich diese Einstiegsschwierigkeiten recht bald.

Man trifft in diesem Band auf alte Bekannte aus dem ersten Teil. Doch mit der neu gewonnenen Macht der Gegner, verändert sich auch die Beziehung zwischen den Hauptcharakteren. Das Vertrauen untereinander ist erschüttert. Dadurch ist nichts mehr so, wie es vorher war. Leider betrachtet man die Charaktere dadurch nicht nur distanzierter, sondern es ist auch schwieriger, sie einzuschätzen und mit ihnen mitzufühlen. Es kommt zu einigen Vergeltungsschlägen und Rachefeldzügen zwischen den Anhängern der Magie und denen der Monarchie. Dabei ist es nicht immer einfach, alles nachzuvollziehen und den roten Faden zu verfolgen. Obwohl es bereits früh zu actionreichen Szenen kommt, stellt sich die Spannung erst spät ein. Die Handlung ist zwar durchgehend interessant, aber nicht so fesselnd wie im ersten Band. Das Ganze endet mit einem Paukenschlag, der dennoch die Lust auf die Fortsetzung weckt.

Der Folgeband wirkte auch mich leider schwächer als der fesselnde Auftakt der Reihe, dennoch bin ich gespannt auf den weiteren Verlauf.

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Veröffentlicht am 23.05.2020

Geniale Fortsetzung

Vengeful - Die Rache ist mein
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Fünf Jahre sind vergangen, seit es zwischen Victor Vale und Eli Ever zum großen Showdown kam. Victor, Mitch, Sydney und Hund Dol bilden noch immer eine Gemeinschaft. Doch Victor geht es immer schlechter, ...

Fünf Jahre sind vergangen, seit es zwischen Victor Vale und Eli Ever zum großen Showdown kam. Victor, Mitch, Sydney und Hund Dol bilden noch immer eine Gemeinschaft. Doch Victor geht es immer schlechter, denn seit Syd ihn wiederbelebt hat, stimmt irgendwas nicht mit ihm. Er bekommt immer wieder Aussetzer, bei denen er kurzfristig stirbt und da diese Zeitspannen immer größer werden, ist Victor auf der Suche nach Heilung. Dafür zieht die kleine Truppe von Stadt zu Stadt. Erzrivale Eli wird währenddessen von einer Organisation festgehalten, die sich auf EOs spezialisiert hat. Elis Kräfte werden dort genau erforscht und sein Leben ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Doch Direktor Stell hat Großes mit Eli vor. Schon bald benötigt er seine Hilfe, da mit Marcella Riggins eine starke EO entsteht, die sich mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten nicht nur auf einen persönlichen Rachefeldzug begibt, sondern beschließt, gleich die ganze Stadt zu übernehmen.....

"Vengeful - Die Rache ist mein" ist der Folgeband zu "Vicious - Das Böse in uns". Zum besseren Verständnis, empfiehlt es sich, die Bände in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen. Denn sonst könnte es schwierig werden, den Ereignissen zu folgen. Auch in diesem Teil, springt die Handlung in der Zeit hin und her. Gerade am Anfang sollte man deshalb konzentriert lesen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Wenn man sich allerdings daran gewöhnt hat, ergeben die Zeitsprünge nicht nur Sinn, sondern machen den besonderen Reiz dieser Reihe aus.

In diesem Band darf man sich nicht nur auf ein Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren freuen, sondern entdeckt neue, facettenreiche und äußert interessante Akteure, die kaum einzuschätzen sind. Der Plot fesselt vom ersten Moment an und man beobachtet gespannt, wie sich alles entwickelt. Die Spannung ist dadurch von Anfang an spürbar und schon bald mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da sich alles unvorhersehbar entwickelt. Man hat lange Zeit keine Ahnung, wie sich alles zusammenfügen wird, doch der große Showdown hat es dann wirklich in sich. Man mag kaum glauben, was passiert und klappt diesen genialen Fantasyroman mit der Hoffnung zusammen, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Ein genialer Fantasyroman, der durch einen außergewöhnlichen Plot, Spannung und schräge Charaktere überzeugt. Bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 18.05.2020

Konnte mich leider nur bedingt begeistern

SoKo Heidefieber
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Nach einer Lesung aus seinem neuen Krimi „Heidefieber“ wird der Schriftsteller Armin Breddeloh tot aufgefunden. Und zwar so zugerichtet, wie ein Opfer aus seinem Krimi. Den Ermittlern kommt schon bald ...

Nach einer Lesung aus seinem neuen Krimi „Heidefieber“ wird der Schriftsteller Armin Breddeloh tot aufgefunden. Und zwar so zugerichtet, wie ein Opfer aus seinem Krimi. Den Ermittlern kommt schon bald der Verdacht, dass ein anderer Krimiautor dem Kollegen den Erfolg missgönnt und ihn deshalb auf diese Weise ermordet hat. Doch bei diesem einen Mord bleibt es nicht! Es trifft weitere Autoren aus dem Regionalkrimi-Genre und immer kommen sie auf eine Art zu Tode, die in ihren Krimis beschrieben wurde. Da der Serientäter keine Spuren hinterlässt, tappen die Ermittler zunächst im Dunkeln. Das Blatt scheint sich endlich zu wenden, als ein Bekennerschreiben auftaucht…

Klingt spannend, oder? Als absoluter Krimi- und Thrillerfan fühlte ich mich von der Inhaltszusammenfassung sofort angesprochen und konnte es gar nicht abwarten, eine Story zu lesen, in der sich ein Killer durch die Regionalkrimiautorenszene „arbeitet“.

Mein erstes Gänsehaut-Erlebnis stellte sich bereits nach wenigen Sätzen ein. Es handelte sich allerdings nicht um einen wohligen Schauer, der von der spannenden Handlung ausgelöst wurde, sondern um die erste Sichtung der konsequenten Verwendung von „ß“ statt „ss“, wie zum Beispiel daß oder mußte. Da „SoKo Heidefieber“ das erste Buch war, das ich von Gerhard Henschel gelesen habe, wusste ich nicht, dass ich mich auf diese Besonderheit einstellen musste und konnte deshalb nicht verhindern, dass ich dadurch in ständiger Regelmäßigkeit aus dem Lesefluss gerissen wurde, weil sich meine Nackenhaare bei dem Anblick sträubten. Ich habe mich zwar damit abgefunden, dass der Autor sein orthographisches Hausrecht in diesem Roman ausübt und die Besonderheit hingenommen, doch gefallen hat es mir nicht.

Dennoch habe ich versucht, mich auf diesen überregionalen Krimi einzulassen. Dabei habe ich schnell festgestellt, dass dieser Krimi nicht nur überregional, sondern eher als Persiflage anzusehen ist. Denn der Autor zog gekonnt alle Register, um das beliebte Regional-Krimi-Genre intelligent zu verspotten. Bei den Ergüssen, die die später ermordeten Krimiautoren ihren Lesern zugemutet haben, konnte ich gut nachvollziehen, dass ein Charakter auf die Idee kam, dass es sich bei den Morden um angewandte Literaturkritik handeln könnte. Beim Beobachten der teilweise sehr skurrilen Akteure und ihrer noch merkwürdigeren Handlungen, musste ich einige Male unverhofft schmunzeln. Der Täter mordete sich mit rasender Geschwindigkeit durch die Regionen. Deshalb wirkte die Handlung auf mich ziemlich sprunghaft, wobei mir auch stellenweise der rote Faden entglitt. Die Dialekte der unterschiedlichen Regionen fand ich zunächst noch sehr erfrischend, doch irgendwann begannen sie mich etwas zu nerven. Das setzte sich dann leider auch mit den überspitzt bedienten Klischees fort. Denn es dürfte kaum eins geben, was vergessen wurde. Am Anfang wirkte das auf mich noch sehr humorvoll, doch auf Dauer war es mir zu viel. Für meinen Geschmack wäre weniger hier deutlich mehr gewesen. Denn mein Interesse am Geschehen begann von Seite zu Seite abzunehmen, sodass die Handlung auf mich zum Schluss nur noch zäh und langatmig wirkte. Immerhin habe ich bis zum Ende durchgehalten.

Ich mag es durchaus verrückt und gerne unterhaltsam. Doch mich konnte dieser überregionale Krimi leider nur bedingt begeistern. Da sich über Geschmack ja bekanntlich streiten lässt und mir wahrscheinlich das nötige Kunstverständnis fehlt, um dieses Werk gebührend zu würdigen, kann ich nur empfehlen, selbst zum Buch zu greifen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

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