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Veröffentlicht am 07.04.2020

Magische Fortsetzung

Prinzessin der Elfen 3: Zerstörerische Sehnsucht
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Lucy und Daan dürfen kein Paar sein. Denn eine Beziehung zwischen Elfen und Kobolden ist streng untersagt. Nicht nur dieses Verbot, sondern auch die anderen Gesetze der Natura, machen Lucy zu schaffen. ...

Lucy und Daan dürfen kein Paar sein. Denn eine Beziehung zwischen Elfen und Kobolden ist streng untersagt. Nicht nur dieses Verbot, sondern auch die anderen Gesetze der Natura, machen Lucy zu schaffen. Da man ihr nicht alles sagt, beginnt sie, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Dabei bringt sie sich nicht nur in größte Gefahr, sondern deckt alte Familiengeheimnisse und Intrigen auf. Wem kann sie eigentlich noch vertrauen?

"Prinzessin der Elfen - Zerstörerische Sehnsucht" ist der dritte Band der magischen Jugendbuchreihe um Lucy, die Kronprinzessin der Elfen, die in die Welt der Natura führt. Die Geschichte wird wieder in der Ich-Form, aus der Sicht von Lucy geschildert. Hin und wieder meldet sich aber auch Daan, der Kronprinz der Kobolde, in dieser Perspektive zu Wort.

Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt wieder mühelos, denn die Autorin versteht es hervorragend, die Welt der Natura zum Leben zu erwecken. Die Charaktere sind einem mittlerweile vertraut und ans Herz gewachsen. Doch es ist nicht klar, wer hier Freund oder Feind ist und so fällt es leicht, Lucys Gefühle nachzuvollziehen. Die besondere Anziehungskraft zwischen Lucy und Daan ist regelrecht spürbar. Man merkt, wie sehr sie sich zueinander hingezogen fühlen. Doch diese Beziehung ist verboten. Die Verzweiflung der beiden wirkt authentisch, sodass man sich ganz darauf einlassen kann. Diese Geschichte hat allerdings deutlich mehr zu bieten als eine magische Lovestory. Denn Lucy deckt Intrigen auf und gerät einige Male in große Gefahr. Zum Ende hin steigert sich die Spannung stetig, um schließlich in einem Finale zu gipfeln, das einen sofort zum nächsten Band greifen lässt.

Eine magische Fortsetzung, die Lust darauf macht, sofort den nächsten Band zu lesen.

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Veröffentlicht am 04.04.2020

Spannende Fortsetzung

Prinzessin der Elfen 2: Riskante Hoffnung
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Mittlerweile sind einige Monate vergangen, seitdem Lucy in ihre eigentliche Heimat, das Reich der Natura, katapultiert wurde. Sie hatte nun etwas Zeit, sich mit ihrer Bestimmung, plötzlich die Prinzessin ...

Mittlerweile sind einige Monate vergangen, seitdem Lucy in ihre eigentliche Heimat, das Reich der Natura, katapultiert wurde. Sie hatte nun etwas Zeit, sich mit ihrer Bestimmung, plötzlich die Prinzessin der Elfen zu sein, auseinanderzusetzen. Dennoch fällt es ihr noch schwer, sich zurechtzufinden, die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten und sich mit den besonderen Gepflogenheiten und Bestimmungen ihrer Heimat zu arrangieren. Lucy ist außerdem ständig in Gefahr. Ihr Leben wird durch brutale Anschläge bedroht. Dabei lassen sich Freund und Feind kaum unterscheiden. Daan, der Prinz der Kobolde, wächst ihr in dieser Zeit besonders ans Herz und bringt sie zum Träumen. Doch die junge Liebe steht unter keinem guten Stern, denn eine Beziehung zwischen Elfen und Kobolden ist streng verboten.....

"Prinzessin der Elfen - Riskante Hoffnung" ist der zweite Band einer magischen Jugendbuchreihe, die den Leser in das Reich der Naturvölker mitnimmt. Die Geschichte wird hauptsächlich in der Ich-Form, aus der Sicht von Lucy, geschildert. Hin und wieder gibt es allerdings Abschnitte, in denen Daan, der Prinz der Kobolde, im Mittelpunkt steht.

Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt mühelos, da die Autorin wichtige Hintergrundinformationen aus dem Auftaktband in die Handlung einstreut. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Er wirkt sehr jugendlich und passt damit gut zur Erzählweise der Hauptprotagonistin. Handlungsorte und Charaktere werden so lebendig beschrieben, dass man sie spontan vor Augen hat und ganz in die magische Welt eintauchen kann. Die beginnende Lovestory zwischen Lucy und Daan, wird authentisch geschildert und durch die gewählte Erzählperspektive kann man gerade Lucys Gefühle hautnah miterleben. Dadurch, dass man gelegentlich auch mehr von Daans Hintergrund und seinen Gefühlen erfährt, macht es einfach Spaß, sich auf diese Geschichte einzulassen und das Kribbeln zwischen den beiden zu genießen. Spannung und Action kommen ebenfalls nicht zu kurz, da der Friede zwischen den Naturvölkern brüchig wird und es zu einigen Anschlägen kommt.

Eine sehr empfehlenswerte Fortsetzung, die dafür sorgt, dass man am liebsten sofort weiterlesen würde!

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Herzerwärmender Wohlfühl-Roman

Hallo Schicksal
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Dan ist mittlerweile ein Jahr Witwer. Den Tod seiner Frau Christine hat er allerdings noch längst nicht überwunden. In dieser schweren Zeit steht ihm nicht nur Tochter Lindsay zur Seite, sondern auch seine ...

Dan ist mittlerweile ein Jahr Witwer. Den Tod seiner Frau Christine hat er allerdings noch längst nicht überwunden. In dieser schweren Zeit steht ihm nicht nur Tochter Lindsay zur Seite, sondern auch seine Hündin Anni. Gerade sie scheint seine Stimmungen zu spüren und gibt ihm Halt. Als Annie direkt vor der Haustür gestohlen wird, bricht Dan und Lindsays Welt erneut zusammen. Der Schmerz, nun auch die geliebte Hündin verloren zu haben, ist beinahe unerträglich. Doch Dan und Lindsay geben die Hoffnung nicht auf, Anni wiederzufinden. Zur gleichen Zeit versucht Andrea, die schmutzige Scheidung von ihrem Ex-Mann zu verkraften. Als die dann eine misshandelte Hündin bei einem Mieter entdeckt und sie spontan rettet, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung....

Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Dabei schaut man sowohl Dan, als auch Andrea über die Schulter und kann dabei ein Stück ihres Lebens begleiten. Beide Charaktere wirken sympathisch und äußerst liebenswert. Deshalb fällt es leicht, sich auf das Geschehen einzulassen. Ein ganz besonderer Pluspunkt dieses Romans ist die Hündin Anni. Sie schleicht sich bereits nach wenigen Auftritten ins Herz.

Natürlich ist die Handlung ein wenig vorhersehbar. Dennoch kann man nicht genau ahnen, wie und wann die Autorin die wechselnden Stränge entscheidend verknüpfen wird. Sie verweben sich zwar manchmal miteinander, doch die wichtigste Verknüpfung lässt fast bis zum Schluss auf sich warten. Einige Zufälle wirken zwar übertrieben und arg konstruiert, doch da Andrea am Anfang des Buchs eine Bestellung beim Schicksal aufgibt und die Handlung so herzerwärmend geschildert wird, kann man großzügig darüber hinwegsehen und diese Geschichte einfach genießen. Das Ende ist schlüssig und lässt keine Fragen offen, dennoch hätte es gerne etwas ausführlicher sein dürfen. Aber so bleibt Platz für eigene Gedanken und Ausschmückungen.

Ein absoluter Wohlfühl-Roman, mit einer äußerst liebenswerten Hündin, die sich mühelos ins Herz schleicht.

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Veröffentlicht am 01.04.2020

Intensiv geschilderter Familienroman

Die Seebadvilla
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Im Jahr 1992 findet Caroline eine alte Fotografie und einen Brief von einem Rechtsanwaltsbüro, in dem es um eine mögliche Rückübertragung einer kleinen Villa auf Usedom geht, in den persönlichen Sachen ...

Im Jahr 1992 findet Caroline eine alte Fotografie und einen Brief von einem Rechtsanwaltsbüro, in dem es um eine mögliche Rückübertragung einer kleinen Villa auf Usedom geht, in den persönlichen Sachen ihrer Mutter. Darauf angesprochen, schweigt Carolines Mutter Henriette allerdings hartnäckig. Sie will nichts damit zu tun haben und auch nicht darüber reden. Da in Carolines Familie nie richtig über die Vergangenheit gesprochen wurde, fehlen ihr fast sämtliche Informationen zur Familiengeschichte. Das möchte sie nun ändern und fährt zu ihrer mittlerweile dementen Großmutter. Nach und nach erfährt sie, was in den Jahren 1952 und 1953 in Ahlbeck mit ihrer Großmutter Grete, ihrer Mutter Henni und deren Schwester Lisbeth geschah....

Die Familiengeschichte wird in zwei unterschiedlichen Zeitsträngen erzählt, dabei trägt sich das aktuelle Geschehen im Jahr 1992 zu. Außerdem erfährt man, was in den Jahren 1952 und 1953 geschah. Dabei stehen die unterschiedlichen Hauptprotagonisten abwechselnd im Zentrum der Ereignisse. Da die Kapitel mit den Jahreszahlen und dem Namen des Charakters, der gerade im Mittelpunkt steht, gekennzeichnet sind, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten.

Kathleen Freitag gelingt es in ihrem schicksalhaften Familienroman hervorragend, die Atmosphäre in beiden Zeitsträngen glaubhaft zu vermitteln. Man kann sich deshalb mühelos auf die Zeitreise in die deutsch-deutsche Geschichte einlassen und erfährt, was es damals für die Menschen, die sich ihre eigene Existenzgrundlage nicht nehmen lassen und dem Staat übergeben wollten, für dramatische Konsequenzen haben konnte. Handlungsorte und Charaktere wirken so lebendig, dass man alles sofort vor Augen hat. Schon nach kurzer Zeit gerät man in den Sog der Ereignisse und mag den intensiv geschilderten Roman nicht mehr aus der Hand legen. Man kann mit den Protagonisten mitfiebern und ihre Gefühle nachvollziehen.

Ein intensiv geschilderter Familienroman, der deutsch-deutsche Geschichte hautnah vermittelt.

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Veröffentlicht am 31.03.2020

Spannender Pageturner!

Böse bist du
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Vor fünfzehn Jahren zeltete eine Gruppe Jugendlicher an einem einsamen Waldsee. Doch dann geschah etwas Schreckliches. Nur ein Mädchen überlebte, schwer traumatisiert. Noch heute hat sie mit den Folgen ...

Vor fünfzehn Jahren zeltete eine Gruppe Jugendlicher an einem einsamen Waldsee. Doch dann geschah etwas Schreckliches. Nur ein Mädchen überlebte, schwer traumatisiert. Noch heute hat sie mit den Folgen zu kämpfen. Immer wieder glaubt sie, die Täter, die ihre Freunde so grausam getötet haben, zu erkennen. Doch jedes Mal scheint sie sich geirrt zu haben. Dieses Mal ist sie sich allerdings sicher - und niemand glaubt ihr. Deshalb trifft sie folgenschwere Entscheidungen, die ungeahnte Ereignisse auslösen...

Ohne langatmiges Vorgeplänkel, wird man in einem spannenden Prolog sofort mitten in ein nervenaufreibendes Geschehen geworfen. Spannung und Nervenkitzel setzen damit bereits auf der ersten Seite ein. Die Handlung trägt sich im weiteren Verlauf auf zwei Zeitebenen zu. Im Sommer 2003, als die dramatischen Ereignisse ihren Anfang nehmen und fünfzehn Jahre später, als die im Zentrum der Handlung stehende Michaela meint, den damaligen Täter zu erkennen.

Man merkt sofort, wie schwer Michaela noch immer unter der Vergangenheit leidet. Sie wirkt dabei sympathisch, sodass man ihre Angst und Verzweiflung glaubhaft nachvollziehen kann. Allerdings ist die Hauptprotagonistin schwer einzuschätzen, was, neben der früh aufgebauten Spannung und der stets spürbaren bedrohlichen Atmosphäre, einen großen Reiz dieses Thrillers ausmacht. Schon bald weiß man nicht mehr, was man glauben soll und wem man eigentlich vertrauen kann. Dadurch gerät man in den Sog der Ereignisse und mag das Buch kaum noch aus der Hand legen. Man fliegt atemlos durch die Seiten, wird dabei durch unverhoffte Wendungen überrascht und blickt in tiefste menschliche Abgründe. Der Thriller gipfelt in einem atemberaubenden Finale und wenn man gerade meint, dass man nun alles durchschaut hat und durchatmen kann, gelingt es der Autorin, dem Ganzen die Krone aufzusetzen.

Ein hochspannender Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen kann!

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