Gefühlvolle Fortsetzung um Sage und Luca.
Verliere mich. Nicht.In „Verliere mich. Nicht“, dem zweiten Teil der „Berühre mich nicht-Dilogie“ von Laura Kneidel (erschienen im Januar 2018), versuchen Sage und Luca mit ihrer Trennung klarzukommen, wobei sich das als ziemlich ...
In „Verliere mich. Nicht“, dem zweiten Teil der „Berühre mich nicht-Dilogie“ von Laura Kneidel (erschienen im Januar 2018), versuchen Sage und Luca mit ihrer Trennung klarzukommen, wobei sich das als ziemlich schwer herausstellt, waren die beiden doch noch nie so glücklich wie in der kurzen Zeit miteinander.
So nach und nach nähern sie sich einander wieder an, aber solange Sage‘ Vergangenheit noch zwischen ihnen steht, kann sie einer Versöhnung nicht nachgeben. Nur leider traut sie sich nicht, Luca alles zu erzählen, denn was ist, wenn er sie dann nicht mehr will? Also schweigt sie lieber und hält ihn auf Abstand, so hat sie mehr Nähe zu ihm, als wenn er sie fortstößt.
„Verliere mich. Nicht“ beginnt direkt da, wo „Berühre mich. Nicht“ geendet hat – nach Sage‘ Flucht vor Luca und ihrer Vergangenheit. Diese schafft es immer wieder, Sage einzuholen, egal wie sehr sie sich bemüht mittels Therapie und Überwindungstaktiken ihr zu entkommen. Durch die Trennung von Luca und die Zeit der Einsamkeit während der Semesterferien hat ihr Selbstbewusstsein einen herben Rückschlag erlitten. Ihre Ängste sind wieder präsenter als zuvor. Hinzu kommen dann auch noch weitere Versuche der Kontaktaufnahme von ihm.
Wie bereits im ersten Teil ist die Geschichte in der Ich-Erzählperspektive geschrieben und auch hier werden Sage‘ Gefühle und Ängste sehr detailliert geschildert, so dass sie sich gut nachvollziehen lassen. Ebenso wie in meiner Rezension zu „Berühre mich. Nicht“ bemängele ich hier, dass die anderen Charaktere durch diese Erzählvariante unscharf bleiben und deren Gefühle nur bedingt erkennbar sind.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, einfach gehalten und gut zu lesen. Dadurch, dass es noch nicht lange her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, konnte ich direkt wieder in Sage‘ Welt abtauchen und ihren Leidensweg mit ihr erleben. So manches Mal hätte ich sie gerne in die richtige Richtung geschubst, sie vor falschen Rückschlüssen (die eigentlich ziemlich offensichtlich waren) gewarnt und ihr vor allem dazu geraten, endlich mal den Mund aufzumachen und mit Luca das Gespräch zu suchen.
Auch in diesem Teil gibt es teilweise etwas langatmige Passagen, aber im Großen und Ganzen nimmt die Geschichte hier wesentlich mehr Fahrt auf als der erste Teil, so dass es mir hier deutlich schwerer fiel, das Buch gelegentlich aus der Hand zu legen.
Das Cover ist ähnlich gehalten wie der erste Teil, so lässt sich die Zugehörigkeit zu einer Reihe gut erkennen. Ansonsten ist auch hier leider kein Zusammenhang mit der Geschichte erkennbar, was ich eigentlich immer befürworte.
Fazit:
Gefühlvolle Fortsetzung um Sage und Luca.