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Veröffentlicht am 28.04.2018

Gefühlvolle Fortsetzung um Sage und Luca.

Verliere mich. Nicht.
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In „Verliere mich. Nicht“, dem zweiten Teil der „Berühre mich nicht-Dilogie“ von Laura Kneidel (erschienen im Januar 2018), versuchen Sage und Luca mit ihrer Trennung klarzukommen, wobei sich das als ziemlich ...

In „Verliere mich. Nicht“, dem zweiten Teil der „Berühre mich nicht-Dilogie“ von Laura Kneidel (erschienen im Januar 2018), versuchen Sage und Luca mit ihrer Trennung klarzukommen, wobei sich das als ziemlich schwer herausstellt, waren die beiden doch noch nie so glücklich wie in der kurzen Zeit miteinander.
So nach und nach nähern sie sich einander wieder an, aber solange Sage‘ Vergangenheit noch zwischen ihnen steht, kann sie einer Versöhnung nicht nachgeben. Nur leider traut sie sich nicht, Luca alles zu erzählen, denn was ist, wenn er sie dann nicht mehr will? Also schweigt sie lieber und hält ihn auf Abstand, so hat sie mehr Nähe zu ihm, als wenn er sie fortstößt.

„Verliere mich. Nicht“ beginnt direkt da, wo „Berühre mich. Nicht“ geendet hat – nach Sage‘ Flucht vor Luca und ihrer Vergangenheit. Diese schafft es immer wieder, Sage einzuholen, egal wie sehr sie sich bemüht mittels Therapie und Überwindungstaktiken ihr zu entkommen. Durch die Trennung von Luca und die Zeit der Einsamkeit während der Semesterferien hat ihr Selbstbewusstsein einen herben Rückschlag erlitten. Ihre Ängste sind wieder präsenter als zuvor. Hinzu kommen dann auch noch weitere Versuche der Kontaktaufnahme von ihm.

Wie bereits im ersten Teil ist die Geschichte in der Ich-Erzählperspektive geschrieben und auch hier werden Sage‘ Gefühle und Ängste sehr detailliert geschildert, so dass sie sich gut nachvollziehen lassen. Ebenso wie in meiner Rezension zu „Berühre mich. Nicht“ bemängele ich hier, dass die anderen Charaktere durch diese Erzählvariante unscharf bleiben und deren Gefühle nur bedingt erkennbar sind.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, einfach gehalten und gut zu lesen. Dadurch, dass es noch nicht lange her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, konnte ich direkt wieder in Sage‘ Welt abtauchen und ihren Leidensweg mit ihr erleben. So manches Mal hätte ich sie gerne in die richtige Richtung geschubst, sie vor falschen Rückschlüssen (die eigentlich ziemlich offensichtlich waren) gewarnt und ihr vor allem dazu geraten, endlich mal den Mund aufzumachen und mit Luca das Gespräch zu suchen.

Auch in diesem Teil gibt es teilweise etwas langatmige Passagen, aber im Großen und Ganzen nimmt die Geschichte hier wesentlich mehr Fahrt auf als der erste Teil, so dass es mir hier deutlich schwerer fiel, das Buch gelegentlich aus der Hand zu legen.

Das Cover ist ähnlich gehalten wie der erste Teil, so lässt sich die Zugehörigkeit zu einer Reihe gut erkennen. Ansonsten ist auch hier leider kein Zusammenhang mit der Geschichte erkennbar, was ich eigentlich immer befürworte.

Fazit:
Gefühlvolle Fortsetzung um Sage und Luca.

Veröffentlicht am 18.04.2018

Meine Erwartungen, die zugegeben sehr hoch waren, konnten leider nicht erfüllt werden.

Ein ganz neues Leben
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Nach Wills Tod muss Louisa Clark nicht nur mit dem Verlust eines geliebten Menschen klarkommen, sondern zudem auch noch mit den Vorwürfen, die sich selber macht und die die anderen ihr machen. Für ein ...

Nach Wills Tod muss Louisa Clark nicht nur mit dem Verlust eines geliebten Menschen klarkommen, sondern zudem auch noch mit den Vorwürfen, die sich selber macht und die die anderen ihr machen. Für ein paar Monate war sie durch die Welt gereist, wie sie es Will vor seinem Tod versprochen hat, doch zurück in London versinkt sie in einem tristen Alltag – ihr Apartment ist nicht wirklich wohnlich zu nennen und ihr Job in einem Flughafenbistro ist die Hölle. Sie hat überlebt, aber sie hat sich selbst aufgegeben. Doch dann lernt sie zwei Menschen kennen, die ihre Einstellung zum Leben wieder ändern. Aber ist Louisa auch bereits, sich ihnen zu öffnen und erneute Verluste in Kauf zu nehmen?

„Ein ganz neues Leben“ ist die Fortsetzung von Jojo Moyes Erfolgsroman „Ein ganzes halbes Jahr“ und ist im September 2017 erschienen.

Nachdem „Ein ganzes halbes Jahr“ 2016 zu meinen Lesehighlights gehörte, habe ich lange überlegt, ob ich den zweiten Teil auch lesen wollte. Auf der einen Seite hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich gerne auch die Fortsetzung haben wollte, aber auf der anderen Seite war ich mir nicht sicher, ob das Buch überhaupt eine Chance hat, gegen den ersten Teil zu bestehen, jetzt wo Will tot ist. Letztendlich hat die Neugier auf den zweiten Teil gewonnen, zumal es auch schon den dritten Teil dazu gibt.

Dass die Erwartungen an „Ein ganz neues Leben“ bei mir sehr hoch liegen, war klar und somit ist es mir auch noch nie so schwergefallen, eine Rezension über ein Buch zu schreiben, wie bei diesem hier.

Der Schreibstil ist erstklassig. Man kann das Buch sehr flüssig lesen, die Charaktere nehmen Gestalt an und man begibt sich von der ersten Seite an mit ihnen auf die Reise in das Buchgeschehen. Aber trotzdem fehlte mir von Anfang an etwas. Louisas Charakter hat durch Wills Tod einen kompletten Wandel vollzogen, von der quirligen, fröhlichen, naiven Frau ist nichts mehr geblieben als eine traurige, resignierte Hülle ihrer Selbst.

Waren die Themen Querschnittslähmung und Freitodbegleitung im ersten Teil auch sehr schwer und erdrückend, wurden sie doch durch Louisas Charme stark aufgehellt und die Gefühle des Lesers schwankten, genauso wie die der Protagonisten, von traurig, verzweifelt, über fröhlich und unbeschwert. Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem ich so viel gelacht und geweint habe wie bei „Ein ganzes halbes Jahr“.

„Ein ganz neues Leben“ kann da nicht mal im Entferntesten mithalten. Genauso wie Louisa nur noch vegetiert anstatt zu leben, erreichen auch ihre Gefühle den Leser nicht mehr. Die Stimmung ist mehr oder weniger durchweg eher trostlos, die kurzen Momente des Glücks haben mich allerdings nicht wirklich erreicht und auch ihre Trauer bleibt eher oberflächlich.

Die Ereignisse sind nicht wirklich fesselnd und wirken teilweise etwas überzogen. Mir fiel es trotz wunderbarem Schreibstils manchmal schwer dranzubleiben, sondern ich habe das Buch öfter beiseitegelegt. Die erhoffte und anhand des Klappentextes erwartete Wandlung Louisas von der trauernden Freundin wieder zu einer dem Leben zugewandten Person fällt in meinen Augen sehr dürftig aus. Selbst zum Schluss ist sie noch ein Schatten ihrer Selbst.

Fazit:
Meine Erwartungen, die zugegeben sehr hoch waren, konnten leider nicht erfüllt werden.

Veröffentlicht am 12.04.2018

Sage‘ Geschichte wird gut und sehr gefühlvoll erzählt, allerdings bleiben die anderen Charaktere zu unscharf. Der Cliffhanger wäre nicht nötig gewesen.

Berühre mich. Nicht.
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Sage ist nach Nevada gezogen, um dort zu studieren und vor ihrer Vergangenheit zu fliehen. Doch ihre Angst ist allgegenwärtig und die Erinnerungen verfolgen sie auf Schritt und Tritt. Des Weiteren hat ...

Sage ist nach Nevada gezogen, um dort zu studieren und vor ihrer Vergangenheit zu fliehen. Doch ihre Angst ist allgegenwärtig und die Erinnerungen verfolgen sie auf Schritt und Tritt. Des Weiteren hat sie kein Geld, um sich eine Wohnung zu leisten und niemanden, mit dem sie reden kann – nicht, dass sie überhaupt schon mal mit jemanden über das Geschehene gesprochen hätte – das hatte er ihr verboten.

Sage ist glücklich, als sie einen Job in der Uni-Bibliothek bekommt, bei dem sie keinen Menschenkontakt hat. Doch dann stellt sich heraus, dass Luca mit ihr dort zusammenarbeiten muss. Auf engstem Raum mit einem Mann, der auch noch düster wirkt und tätowiert ist. Das ist der absolute Albtraum für Sage und ihre Nerven liegen blank. Aber wenn sie den Job nicht verlieren will – was sie sich nicht leisten kann – muss sie über sich hinauswachsen und sich ihren Ängsten stellen. Dabei findet sie heraus, dass Luca nicht so ist, wie sie zuerst dachte und er ganz andere Gefühle als Angst in ihr auslöst.

„Berühre mich. Nicht.“ von Laura Kneidel ist der erste Teil der „Berühre mich nicht-Dilogie“ und ist im Oktober 2017 als Taschenbuch und als eBook erschienen.

Die Geschichte wird aus Sage‘ Sicht in der ersten Person geschildert. Ihre Gedanken und Ängste sind so von Anfang an für den Leser greifbar, auch wenn das ganze Ausmaß der vergangenen Ereignisse nicht erwähnt wird, sondern immer nur bruchstückhafte Erinnerungsfetzen beschrieben werden. Dennoch kann man sich ein gutes Bild davon machen, was Sage erleiden musste und weswegen sie so panisch auf andere Menschen – vor allem Männer – reagiert.

Sehr positiv an diesem Buch empfinde ich die langsame Entwicklung und Veränderung von Sage. Oftmals geht die Wandlung von so traumatisierten Personen in Büchern viel zu schnell, sobald sie den/die Richtige(n) getroffen haben, so dass es nicht authentisch wirkt. Sage dagegen macht winzige Fortschritte, nur um danach wieder einen herben Rückschlag wegstecken zu müssen, von dem sie sich dann erstmal erholen muss, bevor sie weiter an sich arbeiten kann. Ihre Beziehung zu Luca baut sich sehr langsam auf und der Leser erlebt jeden ihrer Zweifel, Hoffnungsschimmer, Rückschläge hautnah mit.

Nachteil an dieser langsamen Entwicklung ist eventuell für den Leser, dass sich die Ereignisse etwas ziehen und gerade in der Beziehung von Luca und Sage nicht viel passiert.

Durch die Ich-Erzählperspektive bleiben die Gefühle und Gedanken der anderen Charaktere etwas im Hintergrund. Sage hat zwar eine gute Beobachtungsgabe, aber die Autorin hat Luca sehr unnahbar und undurchschaubar gestrickt, so dass man seine Gefühlswelt nur schwer fassen kann. Das empfinde ich als schade, weil dadurch doch einiges verloren geht.

Der Schreibstil ist flüssig, eher einfach, aber gut zu lesen. Man taucht gleich von Beginn an in Sage‘ Welt ein und lebt, leidet, liebt mit ihr. Durch Dialoge hat der Leser die Möglichkeit, die Gedanken und Gefühle der anderen Charaktere in einer Geschichte mit Ich-Erzählperspektive besser kennenzulernen. Nur leider sind weder Sage noch Luca sehr gesprächig, so dass die Dialoge hier sehr knapp ausfallen und nicht viel preisgeben.

Wie so oft im NewAdult-Bereich erfüllen sich auch hier sämtliche Klischees: Bad Boy, der eigentlich selber zu tiefst verletzt ist und deswegen seinen weichen Kern hinter Tattoos und einer grimmigen Fassade versteckt, graues Mäuschen, das den Bad Boy begehrt, eine allerbeste Freundin, mit der man über alles reden kann, nur nicht über das eine, was einem das Leben schwermacht und zu guter Letzt die fehlende Kommunikation der Protagonisten, was dann in einem riesigen Konflikt endet. Wobei „endet“ es hier ganz gut trifft, denn dieser erste Teil der Geschichte endet mit einem blöden, mal wieder unnötigen Cliffhanger. Aber zum Glück habe ich ja mit dem Lesen des ersten Teils gewartet, bis der zweite Teil erschienen ist.

Das Cover ist ein Eyecatcher durch die Rauten. Ansonsten empfinde ich es eher als nichtssagend. Es gibt keinerlei Hinweise auf die Geschichte.

Fazit:
Sage‘ Geschichte wird gut und sehr gefühlvoll erzählt, allerdings bleiben die anderen Charaktere zu unscharf. Der Cliffhanger wäre nicht nötig gewesen.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Gut recherchierte, emotionsgeladene Geschichte, in der die Gefühle sehr gut herausgearbeitet wurden.

From Scratch - Alles neu mit dir
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„From Scratch – Alles neu mit dir“ von Stacey Kade ist der erste Teil der Starlight-Reihe und im April 2018 erschienen.

Amanda Grace wurde als 15-jähriges Mädchen entführt und zwei Jahre in einem Keller ...

„From Scratch – Alles neu mit dir“ von Stacey Kade ist der erste Teil der Starlight-Reihe und im April 2018 erschienen.

Amanda Grace wurde als 15-jähriges Mädchen entführt und zwei Jahre in einem Keller gefangen gehalten, misshandelt und vergewaltigt. Noch zwei Jahre nach ihrer Befreiung hat sie mit den Ereignissen und den daraus resultierenden Ängsten zu kämpfen.

Chase Henry ist ein Filmstar – oder besser gesagt, er war kurzzeitig ein Star, bevor er durch ein Alkoholproblem und jede Menge Mist, den er gebaut hat, alles verloren hat. Jetzt hofft er auf ein Comeback; dabei soll ihm Amanda helfen - endlich wieder für positive Publicity zu sorgen. Gleichzeitig will er ihr helfen, sich ihren Ängsten zu stellen. Zumindest lautet so der Deal, den die beiden abschließen. Doch Chase‘ Presseagentin verfolgt ihre eigenen Pläne und dann sind da auch noch die Gefühle, die plötzlich dafür sorgen, dass alles anders kommt, als gedacht.

Die Geschichte beginnt mit Amandas Befreiung aus der Gefangenschaft und macht dann einen Sprung zwei Jahre danach. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Amanda und von Chase erzählt, womit der Leser gleich sehr gute Einblicke in die Gefühlswelten der beiden erhält. Aber auch die Gefühle des jeweils anderen und der weiteren Charaktere werden durch gezielte Vermutungen, Reflexionen und Mimikbeschreibungen deutlich herausgearbeitet. Insgesamt kann man sagen, dass das Buch sehr stark auf die Emotionen der einzelnen Charaktere eingeht. Jeder aus Amandas Familie geht mit der Entführung und der derzeitigen Situation anders um, die Sorgen, Ängste, Vorwürfe und Schuldzuweisungen werden verdeutlicht, ebenso wie das angespannte Familienleben. Aber auch in Chase‘ Umfeld wird klar, wer wie mit seinem Alkoholproblem umgeht und welche Einstellung derjenige jetzt zu Chase hat.

Ich muss sagen, ich habe selten ein Buch gelesen, in dem die Gefühle so vieler Charaktere so gut beschrieben werden und man diese wirklich sehr gut nachvollziehen kann.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kann ohne Probleme ins Geschehen abtauchen. Der psychologische Aspekt wirkt sehr gut recherchiert und sowohl Amandas Verhalten, als auch das der Familie haben einen authentischen Eindruck auf mich gemacht. Das Thema Vergewaltigungsopfer wird gut thematisiert ohne es unnötig aufzubauschen oder zu dramatisieren.

Anfangs erscheint Amanda sehr verängstigt und zerbrechlich, doch schnell wird klar, dass sie eine mutige Kämpferin ist, die alles dafür gibt, um wieder aktiv am Leben teilzunehmen. Allerdings muss sie nicht nur gegen ihre eigenen Ängste antreten, sondern auch ihre Familie davon überzeugen, dass sie bereit ist, sich dem Leben zu stellen.

Chase hat mit ganz anderen Ängsten und Selbstzweifeln zu kämpfen. Ihm fehlen das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl. Dementsprechend neigt er dazu, andere die Entscheidungen treffen zu lassen, was nicht immer positiv verläuft. Im Laufe der Geschichte lernt er durch Amanda sich selber wieder mehr wertzuschätzen und zu seiner eigenen Meinung zu stehen.

Lediglich die Wendung am Ende des Buches und die damit verbundene Entwicklung Amandas erscheint etwas zu schnell. Doch musste sie natürlich innerhalb des kurzen Zeitrahmens, in dem die Geschichte spielt, erfolgen, so dass man über diesen Punkt hinwegsehen kann.

Das Cover sticht durch die Dreiecke, die das Bild des Paares etwas verschleiern, direkt ins Auge. Ansonsten ist es eher schlicht gehalten.

Fazit:
Gut recherchierte, emotionsgeladene Geschichte, in der die Gefühle sehr gut herausgearbeitet wurden.

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Veröffentlicht am 07.04.2018

Eine interessante Geschichte über das Schicksal und was passieren kann, wenn es beeinflusst wird.

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung
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„Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung“ von Stefanie Hasse ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie rund um das Thema Schicksal und ist im Juli 2017 erschienen.

Kiera hat als kleines Mädchen auf ...

„Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung“ von Stefanie Hasse ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie rund um das Thema Schicksal und ist im Juli 2017 erschienen.

Kiera hat als kleines Mädchen auf einem Jahrmarkt eine alte Münze geschenkt bekommen, jahrelang als Schatz in einer Kiste gehütet, fällt sie ihr eines Tages wieder in die Hände und verändert plötzlich alles. Einer der beiden neuen Schüler an ihrer Schule (Phoenix) behauptet, dass sie mit dieser Münze das Schicksal anderer Menschen beeinflussen kann und er als Schicksalsbringer ihr deswegen nicht mehr von der Seite weichen darf. Gleichzeitig warnt er sie vor seinem Bruder (Hayden), der ebenfalls hinter der Münze her ist. Die Ereignisse überschlagen sich und Kiera muss einen Weg wählen, wie sie mit dem Schicksal umgehen will.

Dieses Buch wurde in den sozialen Medien hochgelobt und da mich das wunderschöne Cover sofort angesprochen hat, musste ich es unbedingt ebenfalls lesen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Wortwahl und Satzstruktur sind sehr schlicht und einfach gehalten (mag daran liegen, dass es ein Jugendbuch ist?). Erzählt wird die Geschichte aus Kieras Perspektive. Dadurch bedingt und weil sie ihre Informationen über die Münze und das Schicksal nur häppchenweise bekommt, bleibt auch der Leser lange Zeit im Unklaren darüber, was es mit den beiden Jungen Phoenix und Hayden, dem Schicksal und der Münze auf sich hat.

Am Ende der Kapitel taucht manchmal noch ein mysteriöser Erzähler auf, der die Kieras Ereignisse und Entscheidungen beobachtet und bewertet. Auf der einen Seite erhält der Leser so weitere Bruchstücksinformationen, auf der anderen Seite wird dadurch die Neugier und Spannung hochgehalten.

Der Plot ist interessant. Ein Hauch Mythologie gepaart mit fantastischen Elementen sorgen für spannende Unterhaltung.

Die Charaktere sind relativ gut geschildert, auch wenn ihnen teilweise etwas Tiefe fehlt. Dies würde ich auf die Ich-Erzählperspektive schieben, da so die Gedanken und Gefühle der Personen, abgesehen von Kiera, nicht deutlich werden und man sich nur ein begrenztes Bild von ihnen machen kann.

Trotzdem kam für mich die Wendung bezüglich der Brüder nicht überraschend. Dieser Punkt war mir schon sehr früh klar. Wohingegen mich dann das Ende der Geschichte, welches ein ziemlich fieser Cliffhanger ist, doch eiskalt erwischt hat. Ich bin auf die Fortsetzung sehr gespannt und hoffe, dass einige Knoten in meinem Gehirn, die sich aufgrund der bruchstückhaften Erklärungen gebildet haben, wieder lösen werden.

Fazit:
Eine interessante Geschichte über das Schicksal und was passieren kann, wenn es beeinflusst wird.