Eine humorvolle Geschichte für zwischendurch und ein gelungenes Debut.
Ein Boygroupstar als Banknachbar„Ein Boygroupstar als Banknachbar“ ist der Debutroman von Aaliyah Abendroth und der Beginn einer Buchreihe um die Band „Dream Catchers“.
Nicolas, alias Nick, war bis vor kurzem noch Mitglied in der berühmten ...
„Ein Boygroupstar als Banknachbar“ ist der Debutroman von Aaliyah Abendroth und der Beginn einer Buchreihe um die Band „Dream Catchers“.
Nicolas, alias Nick, war bis vor kurzem noch Mitglied in der berühmten Band „Dream Catchers“. Doch er hat die Band verlassen, weil er mit dem Druck und dem Medienrummel nicht mehr zurechtkam. Jetzt will er einfach nur sein Abi nachmachen und ein ganz normaler junger Mann sein.
Als er in seiner neuen Klasse dann auch noch Steffi kennenlernt, die in ihm nur Nicolas, den tollpatschigen, wortgewandten Jungen sieht und nicht den Ex-Teeniestar, ist es um ihn geschehen. Er versucht alles mögliche, um die Wahrheit vor ihr geheim zu halten, doch dass das bei seinem Bekanntheitsgrad nicht gut gehen kann, ist wohl vorprogrammiert.
Liebesgeschichten um Musikband gibt es wohl mittlerweile zur Genüge, doch diese bietet mal einen anderen Ausgangspunkt. Nicolas war zwar mal Mitglied einer bekannten Boyband, doch er hat sich von dem Medienrummel abgewendet und ist ausgestiegen. Hier wird nicht nur die Glitterwelt des Musikbusiness beschrieben, sondern auch die Kehrseite der Medaille – der Druck durch die Manager und Produzenten, die (nervigen) Fans und das Ausschlachten von News durch die Presse. Damit bietet der Plot eine angenehme Abwechslung zu den sonstigen Rockstargeschichten.
Auch ansonsten besticht der Roman durch seinen Humor und seine Wortgefechte.
Die Geschichte wird sowohl aus Steffis als auch aus Nicks Perspektive erzählt. Nicks Perspektive wird zwischendrin immer wieder durch eine andere Schriftart kenntlich gemacht. Der häufige Wechsel zwischen den beiden Sichtweisen sorgt für einen guten Fluss.
Nicolas war mir gleich sympathisch, wohingegen Steffi mir definitiv zu begriffsstutzig war. Ein weiterer Störfaktor war, dass sie gefühlt auf jeder zweiten Seite den Namen von Nicolas‘ Parfum erwähnt und welche Wirkung es auf sie hat. Zwischenzeitlich kam ich aus dem Augen verdrehen nicht mehr heraus.
Die Timeline innerhalb des Romans ist in meinen Augen nicht ganz schlüssig. Jemanden nach nur einer Woche gemeinsamen Unterrichts in- und auswendig zu kennen, ist nicht realistisch; dies beeinflusst aber nicht das Lesevergnügen.
Das Cover ist sehr verspielt, spricht damit aber sicherlich die eigentliche Leserzielgruppe an.
Fazit:
Eine humorvolle Geschichte für zwischendurch und ein gelungenes Debut.