"Infinity plus One" ist mein erstes Buch von Amy Harmon. Ich habe es auf Englisch gelesen, es ist aber auch unter demselben Titel beim LYX-Verlag erschienen.
Leider muss ich sagen, dass mich die romantische ...
"Infinity plus One" ist mein erstes Buch von Amy Harmon. Ich habe es auf Englisch gelesen, es ist aber auch unter demselben Titel beim LYX-Verlag erschienen.
Leider muss ich sagen, dass mich die romantische Geschichte, in der es um die berühmte Sängerin Bonnie und den Ex-Häftling Finn geht, nicht überzeugen konnte. Das liegt wohl einerseits daran, dass ich noch nie ein Fan von Road Trip-Romance gewesen bin - keine Ahnung weshalb. Andererseits ist "Infinity plus One" meiner Meinung nach zu unoriginell. In der Idee steckt einfach nichts Neues und auch an Spannung hat es gefehlt, sodass die fehlende Originalität nicht ausgeglichen werden konnte.
Zudem haben mich die ständig wechselnden Erzählperspektiven verwirrt. Davon gab es nämlich drei; einmal Bonnies aus der Ich-Perspektive, dann Clydes aus der Er-/Sie-Perspektive und schließlich waren da noch die eingeschobenen TV- und Zeitungsberichte. Für mich war das zu durcheinander und hat nicht gut harmoniert.
Gefallen haben mir jedoch die vielen Wortspiele. Die haben sich wie ein roter Faden durch das Buch gezogen - wirklich schöne Idee!
In "Dark Rise" von C. S. Pacat geht es um Will, der ein einsamer Junge ist, ohne Familie und immer auf der Flucht. Bis er eines Tages gefangen genommen wird – von einem mächtigen Mann, der seinen dunklen ...
In "Dark Rise" von C. S. Pacat geht es um Will, der ein einsamer Junge ist, ohne Familie und immer auf der Flucht. Bis er eines Tages gefangen genommen wird – von einem mächtigen Mann, der seinen dunklen König, einen bösen Herrscher aus längst vergangener Zeit, wieder zum Leben erwecken möchte. Damals gab es noch Magie auf der Erde und die Welt wurde von den Stewards, den Kämpfern des Lichts, geschützt. Sie sind es auch, die Will schließlich bei sich aufnehmen, nachdem er von einem Mädchen namens Violet gerettet wird. Gemeinsam möchten sie herausfinden, wie sie die Rückkehr des dunklen Königs aufhalten können. Dabei treffen sie auf die verschiedensten übernatürlichen Kreaturen, darunter auch auf den Jungen James. Er löst heftige Reaktionen bei Will hervor und schon bald erkennt dieser, dass er selbst eine Schlüsselrolle in Bezug auf die vergangene Welt innehält …
Die Handlung von "Dark Rise" konnte mich von Anfang an fesseln! C. S. Pacat ist wahnsinnig begabt im Worldbuildig, sodass ich komplett in die Handlung hinein gezogen wurde.
Außerdem wimmelt es in der Geschichte nur so von überraschenden Wendungen, weshalb das Lesen niemals langweilig werden konnte. Dadurch wurde der Spannungsbogen immer aufrecht erhalten und ist zum Ende sogar stetig gestiegen. Wenn ich einmal "Dark Rise" zur Hand genommen hatte, dauerte es lange, bis ich fähig war, es wieder zur Seite zu legen.
Ebenso fesselnd wie die Handlung, ist der Erzählstil. C. S. Pacat schreibt dramatisch, intensiv und sehr bildlich. Das verstärkte zusätzlich meinen Widerwillen, das Buch zwischenzeitlich zu pausieren.
Die Charaktere sind vielschichtig und gut ausgearbeitet. "Dark Rise" wird aus verschiedenen Sichten erzählt; hauptsächlich aus Wills, aber auch aus Violets und Katherines – ein Mädchen, das später im Roman die Bildfläche betritt.
Was mir sehr an den Figuren gefiel, ist, dass sie nie einfach nur "nett" waren. Sie alle hatten ihre Abgründe und Tiefen, die die gesamte Geschichte etwas düsterer und spannender gemacht haben.
Was mich jedoch manchmal in meinem Lesefluss gestört hat, sind die vielen Namen. Es gibt einige Figuren und sie tauchen alle zu anderen Zeiten das erste Mal auf. Zu Beginn fiel es mir deshalb schwer, mir sofort alle Namen und die dazugehörigen Charaktere zu merken, aber das hat sich im Verlauf gelegt.
Das Cover ist der absolute Hammer. Ich bin generell ein Fan von der Kombi aus Schwarz und Gold, aber "Dark Rise" hat das ganze noch einmal auf eine ganz neue Stufe gehoben. Zudem passt die Ausstrahlung perfekt zum Inhalt. So ein tolles Cover; da werde ich das Buch garantiert mit dem Buchdeckel nach vorne ins Regal stellen!
Kommen wir zum letzten Punkt, den ich noch behandeln möchte: den Gefühlen. Wie oben schon erwähnt, strahlt "Dark Rise" oft etwas Düsteres aus, das ich GELIEBT habe. Wills Emotionen haben mich auf jeden Fall berührt und ich konnte sie gut nachvollziehen.
Fazit: "Dark Rise" ist ein wahnsinnig toller Roman des Genres Dark Fantasy mit fesselnder Handlung, tollen Charakteren und einer fantastischen Welt. Ich hoffe sehr, dass bald das Datum für Band zwei festgelegt wird, da ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Will, Violet, James und Katherine weitergeht!
"Pick-Ass" von Faridah Àbíké-Íyímídé ist das Buch, das mich letztes Wochenende komplett in Beschlag genommen hat.
Der talentierte Musiker Devon und die Schulsprecherin Chiamaka gehören zu den Schülerinnen ...
"Pick-Ass" von Faridah Àbíké-Íyímídé ist das Buch, das mich letztes Wochenende komplett in Beschlag genommen hat.
Der talentierte Musiker Devon und die Schulsprecherin Chiamaka gehören zu den Schülerinnen der Niveus Private Academy. Beide haben sie ihre Träume und erhoffen, diese durch einen Abschluss an der elitären Schule verwirklichen zu können. Und zunächst läuft auch alles gut - bis Pik-Ass, eine anonymer Texter*in, auf der Bildfläche erscheint. Pik-Ass sorgt dafür, dass Devons und Chiamakas dunkelste Geheimnisse ans Licht kommen.
Zunächst gestaltet sich die Suche nach Pik-Ass als schwierig - doch sowie Devon und Chiamaka erst einmal auf der richtigen Spur sind, bemerken sie, dass Pik-Ass sicher kein harmloses Highschool-Spiel im Sinn hat...
"Pik-Ass" hat all meine Erwartungen übertroffen. Während ich zuerst dachte, es handele sich um ein gewöhnliches Highschool-Teenie-Drama-Buch (das ist sicher kein Begriff 😅), so ist mir bald klar geworden, dass ich mit dieser Annahme falsch lag. In "Pik-Ass" geht es um Rassismus, Mobbing und starke Mädchen. Meiner Meinung nach ist es ein MUST READ!
"Emily Seymour – Totenbeschwörung für Anfänger" ist mein erstes Buch der Autorin Jennifer Alice Jager – und sicher nicht mein letztes!
Der Auftakt der neuen Fantasy-Reihe ist unter dem Ravensburger-Verlag ...
"Emily Seymour – Totenbeschwörung für Anfänger" ist mein erstes Buch der Autorin Jennifer Alice Jager – und sicher nicht mein letztes!
Der Auftakt der neuen Fantasy-Reihe ist unter dem Ravensburger-Verlag erschienen und überzeugt mit einer sympathischen Prota und fesselnder Handlung.
Doch bevor wir zum Inhalt übergehen, MUSS ich einfach dieses wunderbare Cover ansprechen! Ich liebe die Farben, die Illustration, die ausgewählte Schrift – und erst der farbige Buchschnitt! Dazu gibt es im Inneren noch zwei wunderschöne Karten und einen gezeichneten Zauber. Als Leserin wertschätze ich die Mühe und die Liebe, die in der Gestaltung dieses Romans stecken sehr.
Wenden wir uns jetzt der Protagonistin Emily Seymour zu. Sie ist wahnsinnig liebenswert, tollpatschig und humorvoll mit einer großen Klappe. Außerdem wächst sie zunächst als Normalo in einer Familie voller Nekromant*innen auf, wodurch sie sich oft ausgeschlossen fühlt. Dieses Gefühl an sich kann ich ja nachvollziehen – aber nicht die Art, wie ihre Familie sie behandelt. Das ist wohl das Einzige, das mich an dem Buch stört. Die Seymours halten sich alle für etwas Besseres als Em, behandeln sie von oben herab, schieben ihr die Drecksarbeit zu und geben ihr dann die Schuld, wenn etwas schief läuft. Da habe ich schon das ein oder andere Mal das Verlangen gespürt, mein Buch gegen die nächstbeste Wand zu schleudern.
Aber zum Glück musste ich mich nicht zu sehr mit der Familie herumärgern, da Em irgendwann beschlossen hat, ihr eigenes Ding durchzuziehen. Gemeinsam mit Ash kommt sie Geheimnissen und Verschwörungen auf die Schliche, trifft dabei die seltsamsten Kreaturen, macht erste Erfahrungen mit dem Verliebtsein und gestattet der Leserschaft, sie zu begleiten. Bei ihrem magischen Abenteuer wurde es mir zu keiner Minute langweilig. Die Handlung ist sehr spannend und der Schreibstil fesselnd. Ebenso ist der Plot gut ausgearbeitet und für Überraschungen garantiere ich.
Fazit: Band 1 der „Emily Seymour“-Reihe ist ein ausgezeichnetes Fantasybuch für Jugendliche und bekommt von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Die letzten Monate habe ich so viel Werbung für die "Dunbridge Academy"-Reihe von Sarah Sprinz auf Instagram vorgeschlagen bekommen - da MUSSTE ich Teil 2 der Reihe einfach lesen! Dachte ich zumindest. ...
Die letzten Monate habe ich so viel Werbung für die "Dunbridge Academy"-Reihe von Sarah Sprinz auf Instagram vorgeschlagen bekommen - da MUSSTE ich Teil 2 der Reihe einfach lesen! Dachte ich zumindest. Nach Beenden des Buches bin ich mir da nicht mehr so sicher; ein Must-Read ist es für mich nämlich sicher nicht.
In "Dunbridge Academy - Anyone", dem zweiten Teil der Trilogie, die unter dem LYX-Verlag erscheint, geht es um Tori und Charles - zwei beste Freunde. Nur dass man als Leser*in nicht viel davon merkt. Bereits zu Beginn der Geschichte ist die Stimmung zwischen den beiden total angespannt und das ändert sich erst ganz zum Schluss. Die beiden sind nämlich ineinander verliebt - haben aber beide zu viel Angst, es dem jeweils anderen zu gestehen.
Dazu datet Tori Val, den typisch-beliebten Idioten der Academy. Und hier beginne ich gleich mal mit meinem ersten Kritikpunkt: Die Oberflächlichkeit dieses Antagonisten. Zunächst hatte ich das Gefühl, dass Val durch einige Andeutungen mehr Tiefe verliehen werden sollte. Doch irgendwie ist das nicht so gut gelungen. Val ist und bleibt der "Böse" in der Geschichte, den alle Figuren verachten. Das finde ich persönlich sehr schade; er hätte nämlich Potenzial gehabt.
Aber nicht nur Val, der feste Freund, gestaltet die Beziehung zwischen Tori und Charls schwierig. Auch Charles Behauptung, in ein anderes Mädchen verliebt zu sein, trägt dazu bei. Ich verstehe, weshalb er das macht, finde es aber trotzdem daneben - dem Mädchen sowie Tori gegenüber. Beide Protagonisten hatten einfach zu viel Angst davor, gescheit miteinander zu kommunizieren, dabei war ihnen unterschwellig sogar bewusst, dass der andere ebnfalls romantische Gefühle hat. Sie haben es nur verdrängt und das hat mich sehr irrititert. Denn wenn es ihnen und allen Umstehenden klar war, warum dann das ganze Drama um nichts?
Ich schätze, die Lehre der Geschichte soll sein, dass Kommunikation die beste Lösung ist. Die Umsetzung dieser Lehre hat mir jedoch nicht sonderlich gut gefallen. Als Beispiel nehme ich ich jetzt mal nicht Tori und Charles, sondern Tori und ihre Freundin Olive. Zwischen denen herrschte nämlich auch Funkstille. Und das ebenfalls weil sie nicht miteinander kommuniziert haben. Und als sie es letztendlich doch taten, kam mir das irgendwie zu kurz. Sie führen einmal ein Gespräch und plötzlich ist alles wieder in Butter.
Nun ja ... Kommen wir zu etwas Positivem, da ich die Rezension nicht so böse enden lassen möchte. Trotz der Handlung, die ich persönlich als mangelhaft empfinde, gefällt mir der Schreibstil sehr. Er konnte mich fesseln und vor allem die Szenen, in denen Charls als Schauspieler auf der Bühne steht, sind sehr interessant. Ich habe die Hoffnungen, die ich an Band 3 stelle, somit nicht vollständig aufgegeben!
Fazit: Von meiner Seite aus gibt es für "Dunbridge Academy - Anyone" keine Leseempfehlung. Die Charaktere haben aus allem ein Riesending gemacht und vieles fand ich einfach unnötig und schlecht umgesetzt.